Dachgeschossausbau/Dämmkonzept/Hinterlüftung (mal wieder)

Diskutiere Dachgeschossausbau/Dämmkonzept/Hinterlüftung (mal wieder) im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; [ATTACH] [ATTACH] [ATTACH] [ATTACH] [ATTACH] [ATTACH] Hallo und frohes neues Jahr zusammen, ich bin seit einiger Zeit stummer Mitleser und habe...

  1. #1 cmdr750, 07.01.2021
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    Dachstuhl.jpg Fußpfette Übergang Flachdach Schrägdach 1.jpg Fußpfette Übergang Flachdach Schrägdach 2.jpg Loch in Schalung und Bitumenbahn 1.jpg Loch in Schalung und Bitumenbahn 2.jpg Neue Firstpfette im Gaubenbereich.jpg Hallo und frohes neues Jahr zusammen,
    ich bin seit einiger Zeit stummer Mitleser und habe bereits einiges in ähnlichen Threads lesen können.

    Ich sehe bei unserem Dach allerdings einige Besonderheiten, daher bitte ich Euch Experten um Rat, Hinweise und Tipps.

    Ausganslage:
    Mein Elternhaus (Zweifamilienhaus), Ursprüngliches Baujahr ca. 1930
    Dachgeschoss war früher ein Taubenschlag und wurde ca. 1980 als Wohnraum umgebaut (Wohnzimmer und Küche), mit komplett neuem Dachstuhl, mit Schalung und Bitumenschweißbahn.
    Der Dachstuhl hat praktisch 4 Giebel. Zusätzlich münden in 1 Giebel links und rechts 2 Flachdächer an die Dachschrägen.

    Dämmung damals:
    ca. 2-3 cm Hinterlüftung (Dämmung einfach nicht ganz rein geschoben)
    ca. 180 mm Rollisol
    Konterlattung
    Holzlattendecke

    Zusätzlich wurden damals scheinbar schon in die Schalung Löcher geschnitten, auch durch die Bitumenbahn,
    um eine Art Luftzirkulation hinzubekommen, allerdings nicht in jedem Sparrenfeld.
    Schimmelprobleme/Tauwasseranfall hatten wir bisher nicht.
    ca. 2000 wurde das Dach neu eingedeckt, allerdings wurde die Bitumenbahn nicht runter genommen.
    Allerdings wurde noch eine Unterdeckbahn AUF die Bitumenbahn gelegt. Alles nicht optimal.

    Aktuelle Situation
    Wir renovieren aktuell die Wohnung komplett (auch mit Architekten),
    eine Gaube wurde im Küchenbereich eingebaut
    Heizung/Fenster/Elektrik/Leitungen/usw. kommt alles neu

    Nun zur Kernfrage: Thema Dämmung

    Geplant bzw. die Idee war:
    Sparren aufdoppeln
    200 mm Mineralwolle WLG032
    Dampfbremse ISOVER XTRA Safe
    Konterlattung
    Gipskartonplatten
    Glatt verputzen

    Ich mache mir unfassbar viele Gedanken/Sorgen zum Thema Dämmung, weil ich da einen riesen Respekt vor habe.
    Weniger um die Ausführung, sondern mehr um das richtige Konzept.
    Ich habe sowohl einen Energieberater hinzugezogen, als auch einen Techniker der Firma ISOVER, die das Dämmkonzept anhand unseres Daches gerechnet und simuliert haben. Zusätzlich den Dachdecker als auch den Architekten befragt.

    Energieberater und Techniker sagen:
    Hinterlüftung brauchst Du nicht, mit der Xtra Safe ist das alles ok

    Dachdecker und Architekt (und ich -aktuell- auch) sagen:
    Mach die Hinterlüftung 3-4 cm

    Aktuell sehe ich persönlich (mit meinem Laienhaften Wissen) die Hinterlüftung als Sinnvoll an weil:

    Es eine Konstruktive Maßnahme ist. Wer kann mir heute sagen, ob so eine variable Dampfbremse wirklich in 10/20/30 Jahren noch genauso gut funktioniert?

    Ich muss das Flachdach, welches ja ans Schrägdach geht, auch noch mit einbinden. Wenn ich den Sparren voll ausdämme und die Dampfbremse dann an die Fußpfette anschließe, Kapsel ich die beiden Flachdächer komplett ab. Vorher ist da sicher aufgrund von Undichtigkeiten in der alten Dämmung sicher immer mal wieder Luft hingekommen

    Daher wäre die Idee
    Sparren Aufdoppeln auf 240 mm
    40mm Hinterlüften
    200 mm Mineralwolle WLG032
    Dampfbremse ISOVER XTRA Safe
    Konterlattung
    Gipskartonplatten
    Glatt verputzen

    Zusätzlich wollen wir Kehlbalken einsetzen und die Kehlbalkenlage dann dämmen, und nicht bis zur First rauf Dämmen. Dann könnte die Luft von der Traufe bzw. vom Flachdach bis hoch zur First.

    Sollte ich weitere Löcher in die Schalung und Bitumenbahn schneiden um die Lüftung zu verbessern?
    (In jedes Sparrenfeld unten und oben?)
    Oder sagt Ihr, alles Quark, dämm voll aus?
    Oder nochmal anders gefragt: Kann die Hinterlüftung schaden, oder ist es eher nochmal eine zusätzliche Sicherheit?

    Ich bin einfach froh über Meinungen und Anregungen aller Art. Ich hänge euch ein paar Bilder an.
    Falls Ihr noch weitere Bilder oder Infos braucht, kann ich gerne nach reichen.

    Lieben Dank und viele Grüße!
    Alex
     
  2. #2 cmdr750, 07.01.2021
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    Hi, ich nochmal !

    Ich weiß, ist ein langer Text. Hätte jemand trotzdem einen Rat oder eine Meinung dazu für mich?

    Oder soll ich eine Kurzfassung schreiben ?
    Oder Fehlen noch weitere Infos ?

    Viele Grüße!
     
  3. Skogen

    Skogen

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    na, Du hast doch Fachleute genug da.

    Fakt ist, einer muß das berechnen, dafür unterschreiben und der hält auch seinen Rüssel dafür hin, wenns schief geht. Sagen kann man viel, schreiben!

    Wenn ich mir allerdings das Übersichtsbild da ansehe, frage ich mich, wie Du da ne Hinterlüftung seriös darstellen willst. Allerdings bin ich nicht vor Ort, demzufolge vergess meinen Gedanken.
     
  4. #4 cmdr750, 08.01.2021
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    Moin Moin Skogen,
    hast schon Recht, Fachleute sind alle vorhanden, bloß sind die sich auch nicht einig.

    Der eine tippt es halt in die Software ein und gibt das Ergebnis weiter und urteilt danach.
    Der Dachdecker, der schon 1000 Neue, Alte, ordentliche, Kaputte, usw...Dächer
    gesehen hat urteilt halt aus seiner Erfahrung heraus. Beide Meinungen haben irgendwo ihre Berechtigungen.

    Auch Deine Frage zur seriösen Hinterlüftung teile ich. Alles was ich da tun könnte, wäre in jedes Sparrenfeld z.b. eine 100 Bohrung unten und oben zu machen
    durch die Schalung und die Bitumenbahn.

    Grundsätzlich Frage ich mich: Wenn ich das Dämmkonzept (Also Dicke, Materialien, Folie) wie vom Techniker mit der Software vorgeschlagen mache, aber als einzige Änderung die Hinterlüftung trotzdem mache, schadet das ?

    In manchen Feldern sind ja jetzt auch schon Löcher drin. Die wären ja auch da, selbst wenn ich den Sparren voll Ausdämme.
    Ich hoffe Du weißt, was ich meine.

    Viele Grüße und Danke !
     
  5. Skogen

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    Ja ja, ich weiß was Du meinst. Das ändert aber nix an Deinen Bedingungen. Und Du kannst da nicht mal so eben in jedes Feld 2 Löcher reinbohren, damit zerstörst Du Dein Unterdach. Es sei denn, Du möchtest da ein paar Tage auf Deinem Dach rumkrauchen und die Durchdringen von außen so abdichten, daß da kein Wasser durchkommt.

    Gibt Dir denn isover das schriftlich, daß es auch ohne funktioniert? Such mal unter dem Stichwort selbstkompostierendes (Flach) Dach. Hier sind schon etliche Konstruktionen abgesoffen.

    Wenns mein Dach wäre würde ich ohnehin was anderes machen. Gerade diese bauphysikalisch anspruchsvolle Konstruktion. Suche ne Dampfbremse, die so ähnlich klingt wie intelligent. Da kommst Du auf nen Hersteller der so ähnlich heißt wie gutes Klima. Die haben ne astreine technische Abteilung. Machen Dir ne Bauteilberechnung und geben das auch schriftlich. Dann würde ich ne Zellulosedämmung nehmen, also einblasen. Aber wie gesagt, meine Meinung.
     
  6. #6 cmdr750, 08.01.2021
    cmdr750

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    Die bisherigen (Quadratischen) Löcher haben bisher glücklicherweise gehalten. Das schwarze dort ist nicht mehr die Bitumenban (Wurde auch raus geschnitten von innen) sondern schon die Unterdeckbahn.
    Aber die Gefahr ist schon da, dass man beim reinschneiden womöglich mehr kaputt macht.

    Isover hat mir die Bauteilberechnung mit den Materialien und Dicken samt der Simulation schriftlich geschickt. Erst war der Außendienst da und hat sich den Freigelegten Dachstuhl angeschaut und Bilder gemacht und der Techniker hat dann alle Daten bekommen und losgelegt.

    Ob der Techniker aber von der Flachdachsituation und den Besonderheiten haarklein Bescheid wusste, das glaube ich nicht.


    Danke auch für die weiteren Infos, schaue ich mir gerne an.

    Viele Grüße
     
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