Dachgeschossfussboden im Altbau schwimmend verlegen

Diskutiere Dachgeschossfussboden im Altbau schwimmend verlegen im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Nach fünfjähriger Pause nochmal: Kleines Fachwerkhäuschen - Dachausbau. Der Kamin ist neu gemauert, die Räuckerkammer entfernt, das Dach neu...

  1. Tolker

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    Nach fünfjähriger Pause nochmal: Kleines Fachwerkhäuschen - Dachausbau. Der Kamin ist neu gemauert, die Räuckerkammer entfernt, das Dach neu gedeckt und isoliert - jetzt der Fussboden: Die Altvorderen hatten Fließestrich vergossen, den habe ich entfernt. Jetzt erscheinen die tragenden Holzbalken, und die Zwischenräume enthalten Lehm und Stroh. Hier meine Frage: Ich möchte bereits auf die Balken ein entkoppelndes Material wie Filz, Kokos, Kork oder Faserplatten aufbringen und darauf OSB Platten schwimmend verlegen. Darauf nochmal was Entkoppelndes und als Boden Parkett oder Rauspund. Was ist Eurer Meinung nach das Beste für auf die Balken? Irgendwo habe ich gelesen man könnte einfach Malerfilzrollen nehmen?!?
     
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  3. ultra79

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    Willst du die OSB-Platten dann nicht mit den Balken verschrauben? (du schreibst "schwimmend")
     
  4. Tolker

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    Nein - nicht verschrauben! Jeder Schritt auf oder zwischen den Balken lässt das ganze Haus erzittern.
     
  5. #4 Friedl1953, 3. März 2014
    Friedl1953

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    Der Fliesestrich wurde direkt auf die Hohlräume mit Stroh usw gegossen?????
     
  6. Tolker

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    Ja Friedl, der Fliesestrich bröckelte an den belasteten Stellen, an den weniger belasteten war zu sehen daß die ihn einfach ´reinlaufen liessen - aber das ist nicht meine Frage! Vielmehr: Was kann ich als Entkopplungsmaterial nehmen? Tut´s der Malerfilz, vielleicht mehrschichtig, oder braucht´s was Teures, Professionelles wie Kokosmatten oder Kork oder sowas?
     
  7. Kalle88

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    Was willst du denn Entkoppeln? Ergibt irgendwie kein Sinn - für mich zumindestens nicht.
     
  8. H.PF

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    Ich sehe da auch mehr Probleme als Lösungen bei...

    Lieber einen sauber verlegten OSB-Boden und da drauf einen sinnvollen Aufbau. Wie land soll denn so eine Trennung halten? Da ist doch Druck und Bewegung drin, das wird doch mit den Jahren mürbe... Ich trau dem Braten nicht...
     
  9. #8 Friedl1953, 8. März 2014
    Friedl1953

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    Wenn dem so ist, was es nicht alles gibt.

    Ansonsten wie die Kollegen das Zeug raushacken. Festen Unterboden auf die Balken. Am besten ausreichend starke OSB, wenn kein Diffusionsproblem zu befürchten ist. Diese mit ordentlichen Spanplattenschrauben satt verschrauben. Dann dem Oberbelag eine angepasste Matte und darauf dann den Oberbelag und gut ist es.
    Übrigens Rauspund als Oberbelag nicht Dein Ernst, oder. Rauspund sehe ich nur für konstruktive Zwecke als geeignet an.
     
  10. Julius

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    Wie soll der Raum denn überhaupt genutzt werden?
    Welche Aufbauhöhe wäre maximal unterzubringen?

    Und auf die Fehlbodenfelder sollte man ÜBERHAUPT NICHT treten!
    Das könnte mit durchschlagendem Ergebnis enden...
     
  11. #10 Friedl1953, 8. März 2014
    Friedl1953

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    Wenn ich mir vorstelle, dass ein Fliesestrich direkt auf die Fehlbodenfelder gegossen wurde, dann frage ich mich warum es bisher noch kein durchschhlagendes Ergebnis gegeben hat. Deshalb raus mit dem Mist und erst mal einen tragfähigen Unterboden, auch wie H.PF geschrieben hat, herstellen. Was dann weiter passiert!!!!!!!

    Ach und Tolker, wenn jeder Tritt auf die Balken das Haus erzittern lässt dann ändert sich auch nichts daran wenn der Unterboden schwimmend gelagert wird. Deshalb die einzige sinnvolle Lösung einen festen Unterboden auf die Balken schrauben.
     
  12. Woody75

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    Es gibt z.B. Hanf als 5mm starke Steifen auf Rolle. Ist die Balkenlage denn überhaupt gerade - kann ich mir bei einem alten Fachwerkhaus kaum vorstellen - oder muß da noch ausgehöht werden? Den Vorrednern kann ich nur zustimmen, auf jeden Fall sollte ein fester Unterboden hergestellt werden, bei dem zwar eine gewisse Dämpfung durch entsprechende Maßnahmen erreicht werden kann. Die eigentliche Entkopplung findet aber erst im Bereich des Oberbodens statt. Wenn es die Aufbauhöhe zulässt, wäre ein Trockenestrich mit integrierter Dämmung denkbar, der erreicht gute Dämpfungswerte und man hat einen belastbaren Boden, auf dem auch (Fertig-) Parkett schwimmend verlegt werden kann.
    Eine andere Variante wäre eine Unterkonstruktion aus KVH, mit den vorhandenen Balken verschraubt und ausgehöht, am besten Kreuzlage. An den Kreuzungspunkten kann man Weichfaserstücken unterlegen und die Gefache noch mit einem Dämmstoff verfüllen, doch dieser Aufbau wird auf jeden Fall relativ hoch und die Schallentkopplung wird nicht so gut wie in der ersten Variante, da auch hier auf das Verschrauben mit der vorhandenen Balkenlage nicht verzichtet werden kann.
     
  13. #12 Friedl1953, 8. März 2014
    Friedl1953

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    Grundsätzlich egal was getan wird, durch Entkopplungsunterlagen darf kein Nagel oder Schraube. Das wäre kontroproduktiv.
     
  14. Woody75

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    Da stimme ich zwar grundsätzlich zu, doch ich denke, dass die Schallübertragung über einzelne Befestigungsmittel schon eine andere ist als über die komplette Auflagefläche. Dies war gedacht als Kompromiss, denn auf einen festen Unterboden kann in diesem Fall, denke ich, nicht verzichtet werden, durch ein Unterlegen der Auflagefläche mit Hanf-Streifen kann aber schon eine Teilentkopplung erreicht werden. Den Löwenanteil macht natürlich der Oberboden, wie zuvor beschrieben.
     
  15. Kalle88

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    Bastel erst, nachdem sich ein Mensch mit Ahnung das Ding angesehen hat und unter Abwägung deiner Kriterien ein System gefunden hat was den gewünschten Effekt erzielt. Julius hat schon die richtigen Fragen dazu gepostet.
     
  16. #15 gunther1948, 8. März 2014
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    hallo
    und dagegen hilft osb???????
    in dem fall würde ich mal die möglichkeit der deckenertüchtigung durch umwandlung der decke in eine holz-betonverbunddecke in erwägung ziehen.
    grobe erklärung: auf die decke wird ein estrich aufgebracht und bildet mit den holzbalken als rippen praktisch eine rippendecke, nur dass die rippen die holzbalken sind und die druckzone im estrich liegt.
    der verbund estrich zu holz wird durch von oben, nach einem bestimmten system eingedrehte schrauben hergestellt. durch den estrich erhöht sich die tragfähigkeit der gesamtkonstruktion ganz erheblich, da die statische höhe vergrössert wird und die dynamischen schwingungen der decke reduziert werden.
    hab mit dem system schon einige holzbalkendecken mit top ergebnissen saniert .

    gruss aus de pfalz
     
  17. H.PF

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    Da gibts derzeit in meinen Augen nur eine Sorte Schrauben: Dielenschrauben mit unterschiedlicher Steigung oben und unten auf der Schraube... Sowas von geil :) DA quitscht nix mehr! Gibt es meiner Recherche nach nur von Hec*
     
  18. Tolker

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    Danke für die vielen Anregungen und Hinweise! Zur weiteren Erklärung: Der Dachboden diente schon als Zwischenlager für 4 t. Bieberschwänze, davor mehrere Jahrzehnte als Getreidespeicher mit noch höheren Belastungen; an der Tragfähigkeit zweifele ich nicht - @Julius: Auch nicht die der Zwischenräume.
    Hier liegt das Problem: Ich möchte möglichst wenig Aufbauhöhe auftürmen; allerhöchstens 10 cm. Genutzt wird der Raum erstmal kräftig als Schlafraum während der Baumaßnahmen untendrunter, danach sporadisch als Gästezimmer und Fluchtpunkt bei Streitereien.
     
  19. Tolker

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    @Woody: Wo gibt´s´n das Hanfzeugs und wie langlebig wird´n das sein?
    Verschrauben werde ich nicht! Die Balken sind fünf Meter, belastet davon sind drei weil links und rechts die Dachschräge nichts zulässt. Geplant habe ich auf die OSB Platten nochmal Entkopplung und darauf Parkett oder sowas?!?
     
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  21. Woody75

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    @Tolker: Sorry, war zu beschäftigt, deshalb die Verzögerung. Bei uns gibt es das Hanf als Meterware unter anderem im Baustoffladen für ökologische Baustoffe - die sind allerdings nicht gerade an jeder Straßenecke zu finden, das muss ich eingestehen. Ansonsten kann man es sicher auch im gut sortierten regulären Baustoffhandel versuchen. Wenn ich mich recht entsinne, wird das Material auch von Xella (Fermacell, Yton) angeboten, als Entkopplung für Leichtbauwände.
     
  22. Kalle88

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    Nochmal: Wie entkoppel ich Schwingungen im Tragwerk, wenn die Trägheit der Konstruktion dafür nicht ausreicht? Gunther hat's doch schon geschrieben....
     
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