Dachisolierung auf Sparren / offener Dachstuhl

Diskutiere Dachisolierung auf Sparren / offener Dachstuhl im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir planen einen eingeschossigen Anbau an unser bestehendes Haus. Da dieser Anbau nur ein Geschoss (Dachneigung ca. 15°) hat, haben wir...

  1. peterneus

    peterneus

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    Hallo,

    wir planen einen eingeschossigen Anbau an unser bestehendes Haus. Da dieser Anbau nur ein Geschoss (Dachneigung ca. 15°) hat, haben wir überlegt den Dachstuhl einfach offen zu lassen und die Dachisolierung außen auf den Sparren anzubringen.

    Jetz habe ich öfters gelsen, das es bei der Dämmung mit PU Schaum Probleme mit dem Schallschutz gibt, stimmt das? und wenn ja gibt es bessere Alternativen.


    Ich habe auch Bedenken, mit den trennungen der Räume. Die Wände müssten dann ja bis in den Giegbel reichen und es würden ja auch viele Ecken und Kanten entstehen. Außerdem wären sie alle unterschiedlich
    hoch.

    Hat soetwas schon mal jemand realisert? und hierbei gewisse Erfahrungen (auch negative) gesammelt.

    Gibt es ggf. Nachteile welche ich nicht kenne ?

    Gruss

    Peter
     
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  3. mls

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    der reihe nach

    1. schallschutz
    ja, kann problematisch sein. besser ist steinwolle oder öko-dämmung

    2. dachhohe wände
    ja, ist machbar.

    3. nachteile:
    - schallschutz - gegenmittel s. 1.)
    - nachhallzeit (innen)
    - energieverbrauch (grosses beheiztes gebäudevolumen)

    4. vorteile:
    - bauphysikalisch gut (komplette innenraumerwärmung)
    - mir gefällt´s :)
     
  4. MAB

    MAB Gast

    Was ist denn Dachisolierung?

    Absicherung gegen Stromschläge?

    Oder ist (Wärme-) Dämmung gemeint? Wenn ja, wie sieht denn die Dachdeckung / Dachabdichtung aus?
     
  5. #4 Wilhelm Wecker, 16. Januar 2003
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    Aufdachdämmung

    ist für die beschriebene Situation ganz gut geeignet:

    1. Ausführung:
    - unbedingt darauf achten, daß der eigentliche Sichtdachstuhl nicht durch die Aussenwände hindurchgeführt wird.
    - ist ein Dachüberstand gewünscht ?
    - wenn ja, dann ist dieser mit sogenannten Aufschieblingen oder Knaggen herzustellen, die in der Dämmebene liegen.
    - dies muß vom Architekten sorgfältig geplant werden

    2. PU-Schaum:
    - ich rate meinen Bauherrn möglichst zu Holzleichtbauplatten,
    - um Probleme mit unzureichendem Schallschutz zu vermeiden
    - die Anforderungen muß der Architekt bei seiner Planung berücksichtigen

    3. Trennung der Räume:
    - die Lage der Sparren ist mit den Räumen exakt abzustimmen
    - die Sparren sollten möglichst nicht deckungsgleich mit den Wänden liegen,
    - sondern entweder knapp daneben, damit der Sparren angeputzt werden kann (auf Trennung zwischen Holz und Putz achten)
    - oder so weit weg, daß der Putzer noch dazwischen kommt, um bis zur Schalung hoch zu putzen (Trennung !)
    - bei 15° Dachneigung werden die Räume bei "normaler" Gebäudebreite noch verträglich hoch - kein Problem
    - viele Ecken und Kanten entstehen meiner Meinung nach nur dann, wenn der Architekt komplizierte Raumzuschnitte plant, wobei wir wieder
    - bei einer ordentlichen Planung angelangt sind, sonst macht der Sichtdachstuhl keine Freude

    3. Negative Erfahrungen:
    - bei Auswahl von ungeeignetem Bauholz nicht
    - ansonsten Schwundrisse, Putzabplatzungen, unterschiedlich rauhe Holzoberfläche usw.
    - bei ordentlicher Planung, Auswahl eines guten Zimmerers keine Probleme

    Ergänzung zu mls und mab:
    - das zusätzlich zu beheizende Gebäudevolumen würde ich nicht überbewerten,
    - insbesondere im Hinblick auf dann zu erwartende Probleme mit nicht ausgebauten Dachräumen, siehe andere Beiträge im Forum Luftdichtheit.
    - bei der relativ geringen Dachneigung hat der Architekt auf die richtige Wahl der Dacheindeckung und auf das erforderliche Unterdach zu achten!

    Viel Spaß mit der Aufdachdämmung (statt -isolierung)

    ww

    mfg ww
     
  6. MAB

    MAB Gast

    Knackpunkt Dachneigung

    Sonst wie oben.

    15° ist arg wenig. Wenn Dachsteine gewählt werden, muß je nach Belastung sogar ein wasserdichtes Unterdach angeordnet werden. Natürlich über der Dämmung.

    Und genau da ist der Knackpunkt: diese wasserdichten Unterdächer sind sehr diffusionsdicht. Somit muß also die raumseitige Dampfsperre noch sorgfältiger, und natürlich dichter, ausgeführt werden.

    Wie es aussieht, wenn man das nicht macht, haben wir gestern gesehen. Ich bekomme das Bild nicht rein, weils zu groß ist (muß Photoshop neu installieren).
     
  7. #6 Wilhelm Wecker, 16. Januar 2003
    Wilhelm Wecker

    Wilhelm Wecker

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    Unterdeckplatten wassserdicht und diffusionsoffen,

    sind bei dem von mir favorisierten System - hier darf ich es vielleicht doch einmal nennen = Pavatex - doch diffusionsoffen möglich.

    Bei Anwendung von Isolair-Unterdeckplatten gilt:
    - Mindestneigung Isolair ohne Fugenverklebung = 20°
    - d.h. bei 15° müssen die Plattenfugen mit Systemkleber verklebt werden
    - eine Unterschreitung der Regeldachneigung ist bis 6° möglich
    - bei mehr als 6° Unterschreitung ist ein Unterdach erforderlich.
    - alle Anschlüsse und Durchdringungen müssen abgeklebt werden.

    Nähere Einzelheiten und systemkonforme Abstimmung der zur Anwendung kommenden Materialien müßte der Architekt vornehmen.

    mfg ww
     
  8. MAB

    MAB Gast

    Sooo einfach ist das nicht

    Ich stimme dem fachlich zwar zu, aber es gbt da noch ein Problem. Zunächst wird nur unterschieden zwischen RDN - 6° und dann der nächste Schritt RDN - 10°.
    Wir sind dazwischen. Die Kardinalfrage ist, ob Pavatexplatten als wasserdicht gelten. Als regendicht gelten sie auf jeden Fall.
    Hintergund: das war mal eine Frage aus einem Beweisverfahren. Der Gerichtsgutachter hat "entschieden", daß sie nicht (dauerhaft) wasserdicht sind. Folge: das Dach mußte wieder abgerissen werden.

    Natürlich ist das ein Extremfall. Dem kann man mit einer sauberen Ausschreibung und einem sauberen Vertragstext ausweichen.
     
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  10. peterneus

    peterneus

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    Hallo,

    erst mal vielen Dank für euren fachkundigen Rat.
    Bin jetzt noch auf dei CREATON FUTURA Dachpfane
    gestoßen. Die geben dort nach Spezifikation als Mindestvorraussetzung bei 15° Grad eine Unterspannung
    und bei 12 14° Unterdeckung verschweißt an.

    Was haltet Ihr denn von dieser Pfanne?

    denke das es auf jeden Fall besser ist ein Wasserdichtes Unterdach zu verwenden, allerdings könnte mit so einer Pfanne die Sicherheit noch erhöhen, oder

    Gruss

    Peter
     
  11. MAB

    MAB Gast

    Geschmackssache

    Ich persönlich finde den Ziegel ganz gut. Besser jedenfalls als Betondachsteine....
    Knackpunkt ist aber weniger die Fläche als vielmehr die Details (Anschlüsse, Kehlen, First, Rinne etc.).
    Oder anders ausgedrückt: Sie brauchen einen fähigen Dachdecker. Das kann zwar der billigste sein, ist aber äußerst selten.
    Gute Planung haben wir ja vorausgesetzt.
     
Thema: Dachisolierung auf Sparren / offener Dachstuhl
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