Dachrinne - Gefälle in die falsche Richtung

Diskutiere Dachrinne - Gefälle in die falsche Richtung im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, heute Morgen schaue ich in meinem gerade im Bau befindlichen Haus aus dem Fenster und was sehe ich da.... :motz Da werde ich...

  1. #1 Schlumpf, 5. Juni 2004
    Schlumpf

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    Hallo,

    heute Morgen schaue ich in meinem gerade im Bau
    befindlichen Haus aus dem Fenster und was sehe ich da....

    :motz

    Da werde ich noch mal mit den Herren reden müssen.
    Denke, hier ist Reklamation wohl berechtigt, oder?

    übrigens: Am Ende der Rinne befindet sich KEIN Ablauf.
    Der ist auf der anderen Seite!!! Aber solange Wasser nicht
    bergauf läuft.....

    Was ist eure Meinung?
     
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  3. Lebski

    Lebski Gast

    Dachrinnen müssen kein Gefälle aufweisen.

    Wie wäre es mit einem freundlichen Gespräch?
     
  4. #3 Schlumpf, 5. Juni 2004
    Schlumpf

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    Klar.

    Aber diese Dachrinne HAT ein Gefälle, nur leider in die falsche
    Richtung. Das ergebnis ist, dass ewig das Wasser drin steht
    und sich mit der Zeit Staub ansammelt, der vom Dach
    bei Regen runtergespült wird und dann, wenn das Wasser
    verdunstet drin liegen bleibt bis.... die Rinne voll ist.

    Ich bin ja nicht auf Konfrontation aus, ganz sicher nicht.
    Ich will nur wissen, ob hier eine Reklamation angebracht ist,

    mfg,

    schlumpf
     
  5. #4 Jürgen V., 5. Juni 2004
    Jürgen V.

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    ganz Klar neu machen und fertig, sooo nicht !!!
     
  6. Bruno

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    Rinnen dürfen sogar Gegengefälle haben, wenn der freie Querschnitt (Querschnitt über dem stehenden Wasser bis OK Rinne) zum Ableiten der Regenmenge ausreicht.

    Die Rinne wird sich nicht bis oben mit Staub füllen, sondern höchstens waagrecht bis zur Ablaufhöhe. Dann bleibt auch der o.g. freie Querschnitt übrig.

    Stehendes Wasser macht der Rinne nichts, sie ist dauerhaft wasserfest. Sie soll sogar länger halten, weil der Aufprall des Dachwassers gemildert wird, vgl. auch "Steter Tropfen höhlt den Stein".

    Ich will die Arbeit des Klempners nicht schönreden und bezweifle hiermit, dass er bei der Montage mit Gegengefälle an diese Argumentation gedacht hat. Ansatzpunkt für eine Mängelrüge dürfte aber nur der fehlende freie Querschnitt sein.

    http://www.marley.de/de/produkte/dachrinnensysteme/dachrinnengroesse.htm
     
  7. #6 Schlumpf, 5. Juni 2004
    Schlumpf

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    ok, ich glaube gerne, dass die rinne nicht überläuft und sich völlig mit staub, etc. füllt, aber....muss das denn sein? da kann ich ja
    drauf warten, bis sich hier neues leben niederlässt.

    ok, das ist wirklich nicht dramatisch, und sehen tut man es auch nicht, aber einigen wir uns vielleicht darauf, dass man das (ohne mühe und mit einem mindestmaß an arbeitsmoral) besser machen kann. ich werde mit dem handwerker mal reden. er soll die rinne einfach etwas höher setzen und dann ist DIESES problem ja gelöst und ich bin zufrieden.

    ansonsten kann ich dann mal reis anpflanzen.... :konfusius

    nicht alles so ernst sehen, ABER drüber reden.

    mfg, thorsten
     
  8. Polier

    Polier Gast

    Immer doller hier!

    "Dachrinne braucht kein Gefälle." So ein Quatsch.
    " Dreck muss rein damit beim Wasseraufprall die Rinne länger hält."
    Totlach.

    Dann legt die Abwasserrohre auch ins Gegengefälle.

    Polier
     
  9. Lebski

    Lebski Gast

    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?s=&postid=33941#post33941
    hatten wir doch schon mal, die Diskusion.

    In den Fachregeln für Dachdecker steht auch nur: Dachrinnen können mit oder ohne Gefälle verlegt werden.
    Allerdings - wie schon richtig angemerkt wurde - von einem Kontergefälle steht da nichts. Und insofern würde ich schon ein Kontergefälle als nicht fachgerecht bezeichnen. Ob dann ein Mangel vorliegt, daß entscheidet das Gericht.

    Also: Ball flach halten, und ein freundliches Gespräch suchen.

    @Polier: Wie willst du denn einen Handwerker was als Mangel unteschieben, wenn es keine Vorschriften gibt? So nach dem Motto, gefällt mir nicht? Weißt du, wer sich da totlacht? Gutachter und Richter! Und der BH zahlt die ganze Geschicht dann! Pass mit so pauschalen Aussagen auf.
     
  10. #9 Schlumpf, 6. Juni 2004
    Schlumpf

    Schlumpf

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    Ok, das Gespräch werde ich auch suchen. Und jetzt festhalten: Das ist die gleiche Firma wie die, welche die Heizungs- und Abwasserinstallation durchführt. Siehe im Thread Heizungsbau, etc.

    es ist noch festzuhalten, dass:

    -beim verblechen der Kamine die Neigung am dach nicht mit der
    tatsächlichen Dachneinung übereingestimmt hat.

    - das gleiche beim seitlichen verblechen des Ärkers. sah übel aus...

    - ein Dachrinnenrohr war zu lang, dafür war das andere zu kurz.

    allerdings hat der Handwerker das alles auch eingesehen und nachgebessert. Muss man fairerweise auch dazusagen. Aber warum nicht gleich so...und jetzt gehts genau so weiter....bitter. :fleen

    Naja, da muss ich jetzt durch....

    mfg,

    Schlumpf.
     
  11. Bruno

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    Meine "Weisheit" habe ich von einer Klempnerseite, die ich leider nicht mehr finde. Da muss es mal ein Gutachten gegeben haben. Tendenziell wird mein Beitrag bestätigt durch:

    http://www.dach.de/neubauen_bauphysik_entwasserungssysteme.php

    Zitat:
    "Dachrinnen können ohne Gefälle verlegt werden. Dann allerdings steht darin das Wasser, was kein Baumängel ist, solange das verkleinerte Volumen noch so groß ist, dass das Niederschlagswasser einwandfrei abgeleitet wird. Bei einer waagerechten Verlegung kann es zudem in Teilbereichen zu leichtem Gegengefälle kommen, was aber keinerlei erkennbare Nachteile zur Folge hat. Auch die mit der Zeit eingewehten Sand- oder Erdschichten, die bei waagerechtem oder flachem Gefälle in der Dachrinne verbleiben, führen zu keinen erkennbaren Nachteilen."
     
  12. #11 Jürgen V., 6. Juni 2004
    Jürgen V.

    Jürgen V.

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    Aber Contragefälle

    Normalerweise werden Dachrinnen mit 0,5 % bis 2 % Gefälle verlegt. Ein Gefälle der Dachrinne quer zur Länge ist nicht erforderlich. Allerdings soll der hintere Dachrinnenrand gegenüber dem vorderen je nach Rinnengröße eine Überhöhung von etwa 8 bis 20 mm aufweisen, um bei Rückstau ein Überlaufen des Wassers nach vorne, also möglichst weit weg von der Außenwand, zu gewährleisten. Die DIN EN 612 legt für die hintere Überhöhung exakte Maße fest (z.B. 11 mm für die am weitesten verbreiteten Nenngrößen 280, 333 und 400 jeweils halbrund).
     
  13. IBS

    IBS

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    Bedingter Rückstau

    geringe Rückstände in der Dachrinne sind zulässig, wenn diese durch nicht zuverhindernde Veränderungen in der Unterkonstruktion und durch den Einbau von Dehnungsausgleichern verursacht werden. Die Handwerksregeln lassen keine weiteren Ursachen zu.

    IBS
     
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  15. Polier

    Polier Gast

    Rückstände in der Rinne,

    sind vom normalen Menschenverstand her nicht hinnehmbar.
    Man kennt die Empfindlichkeit der Zinkrinnen gegenüber Bitumenkorrosion. Wenn die abgelagerte Dreckspampe nun auch noch eine längere Verweildauer in der Rinne hat trägt das nicht zur längeren Lebensdauer bei.

    Polier
     
  16. Lars B.

    Lars B.

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    Habe demnächst einen GT deswegen, kann Euch dann ja sagen, was der Richter sagt, allerdings stimmt es tatsächlich, was Lebski schreibt, wie gesagt, der freie Querschnitt muß die anstehende Wassermenge aufnehmen.
     
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