Dachrinne geht in neu gedämmte Fassade

Diskutiere Dachrinne geht in neu gedämmte Fassade im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich bin neu und etwas ratlos, da ich in meinem näheren Umfeld kein Fachmann/keine Fachfrau habe, der/die mich beraten könnte....

  1. Obii

    Obii

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    Hallo zusammen,

    ich bin neu und etwas ratlos, da ich in meinem näheren Umfeld kein Fachmann/keine Fachfrau habe, der/die mich beraten könnte. Hier bricht sich ein Nachbarschaftsstreit Bahn und bevor ich hier den ein oder anderen Weg einschlage, wollte ich mal bei den Experten um einen ersten Rat bitte, ob ich mich defensiv positionieren sollte oder aber ruhig offensiv die Sache von mir fern halte. Folgende Situation:

    Altbauten von 1910, Wand an Wand gebaut, unser Haus denkmalgeschützt (recht in den Bildern; Bild 1 ist ein altes Bild, optisch hat sich einiges verändert, aber die Situation der Regenrinne ist unverändert), die Nachbarn (links) haben vor zwei Jahren komplett saniert (sieht man auf den anderen Bildern) und haben in diesem Zuge auch außen gedämmt. Die Dämmung bzw. deren Ausführung im Detail (um unsere Regenrinne herum) scheint jetzt zu Problemen zu führen, da, wie auf Bild 3 zu sehen, sich unten am Sockel Feuchtigkeitsschäden zeigen, die sich jetzt verschlimmern. Und genau darum geht es jetzt natürlich. Nachdem die Nachbarin sich im Dezember noch mit mir darüber unterhielt, dass "es sie nicht stören würde" kam Sie nun um die Ecke und meinte, ich müsse den Schaden beseitigen, denn dieser könnte ja nur durch unsere Regenwasserabführung herrühren, Sie hätte das alles nochmal bei sich überprüfen lassen. Ich muss jetzt mit allem rechnen, denn diese Frau ist freundlich gesagt "schwierig".

    Ich habe ihr bei der gemeinsamen Besichtigung der Problemstelle folgende Darstellung aus meiner Laiensicht kundgetan:

    - vermutlich läuft Wasser hinter Putz und Dämmung
    - ich will nicht ausschließen, dass das Wasser über/aus unsere(r) Regenrinne hinter den Putz läuft, denn ich kann ja nicht mit Sicherheit sagen, ob da eine geringfügige Undichtigkeit besteht (zumindest bestand vor deren Baumaßnahme keine, die irgendwie sichtbar gewesen wäre)
    - ich sehe aber die Schuld dafür trotzdem nicht bei uns, denn bei der Ausführung des Putzes und der Dämmung hätte man es einfach anders machen müssen, nämlich so, dass da kein Wasser hinterlaufen kann
    - Sie müsse Ihre Fassade selbst davor schützen, dass kein Wasser von Außen dahinter läuft und kann das nicht auf mich abwälzen

    Zusammengefasst meine Sicht: Ich trete nicht für einen Schaden ein, den ich nicht zu verantworten habe, da ich die Situation, die zu dem Schaden führt, auch nicht herbeigeführt habe.

    Kann ich an der Haltung festhalten oder bekomme ich da ein Problem, also bietet die Situation so wie sie ist Angriffsfläche gegen mich?

    Versteht mich nicht falsch: Wenn meine Regenrinne undicht ist, dann lasse ich Sie reparieren oder neu machen, daran wird es finanziell nicht scheitern, ich lasse solche Dinge, wenn Sie den auftreten, eigentlich immer direkt erledigen. Was ich aber nicht einsehe, dass ich jetzt diesen Schaden im Sockel übernehmen soll.

    Danke für eure Meinung/Sichtweise! Haus_3.png Haus_2.png Haus_1.png
     
  2. artibi

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    Steckt die Dachrinne da im Putz/WDVS vom Nachbarhaus? Falls ja braucht man sich ja nicht wundern - das Wasser läuft die Fassade runter und läuft dann in die Wand (zumindest der Teil, der nicht in die Rinne läuft).
     
  3. Obii

    Obii

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    Hallo,

    oberhalb der Dachrinne sind schon noch zehn Zentimeter Platz bis zum Putz/WDVS vom Nachbarhaus, aber unten ist fasst Putz/WDVS unsere Regenrinne zur Hälfte des Querschnitts ein, ja.

    Wie geschrieben, an unserer Regenrinne haben wir nichts verändert, die war da schon vor der Sanierungsmaßnahme unserer Nachbarn. Es stellt sich aber die Frage, ob man mich da trotzdem haftbar halten kann.

    Danke für deine erste Antwort!
     
  4. #4 Andreas Teich, 26.02.2024
    Andreas Teich

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    Ggf anrufen sofern sich’s im Rahmen hält…
    Am besten ein Bild mit Sicht in das Rinnenendstück machen- ggf mit Drohne.
    Die Rinne scheint länger als euer Gebäude zu sein-
    die ließe sich ggf bis kurz vor den Einlauf kürzen, sofern der darüberliegende Bereich genügend entwässert wird.

    Wenn’s vor der Dämmung kein Problem gab ist’s wohl auch den ausführenden Handwerkern anzulasten- die hätten Bedenken anmelden
    oder so ausführen müssen, dass die Entwässerung weiterhin funktioniert.
     
  5. Obii

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    Danke für die Rückmeldung. Ich habe mich mal weit aus dem Fenster gelehnt ;-) und konnte beigefügtes Foto machen.

    Ich halte die Regenrinne über das Jahr hinweg mit einer selbst gebauten Vorrichtung so gut es geht frei (das sieht dann so aus wie jetzt; vor unserem Haus steht einen große städtische Linde), zwei mal im Jahr kommt der Dachdecker und macht es dann gründlich sauber.

    Jetzt gerade regnet es moderat und es scheint ja sauber abzulaufen und staut nicht zurück. Die Regenrinne ist meines Wissens auch noch nie übergelaufen. Haus_4.PNG
     
  6. DD A

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    Erstmal sollte festgestellt werden was das Problem ist und welche Ursache. Im Normalfall einfach gesagt ist ein defekt am Rohr oder Dachrinne ursächlich ist es Dein Problem den Schaden zu beseitigen.
    Ist jedoch das Problem durch die Fassadendämmung entstanden ( z.b. Rohr und oder Dachrinne hätte geändert werden müssen) ist es das Problem des Nachbarn ( Verursacherprinzip: Weil der Nachbar am Haus was ändern möchte, muss bei Dir was geändert/angepasst werden)

    Da man meistens längerfristig nebeneinander Wohnt sollte man versuchen sich zu einigen ggf. Manchmal in der Mitte zu treffen je nach Situation und kosten höhe.

    Beispiel: Wenn die alte Dachrinne und das Fallrohr verlegt werden muss, und es aufgrund des alters sinnvoll erscheint es in dem Zuge komplett mit neuem Material auszuführen statt altes hinzufrickeln, dann hast auch Du eine Verbesserung, und man könnte sich nicht weil unbedingt muss aber des Nachbarschaftlichen Friedens Willen an den Kosten beteiligen.
     
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  7. #7 Dieter Schmeer, 29.02.2024
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    Wo ist eigentlich das Fallrohr vom Nachbarhaus geblieben, was auf Foto 1 zu sehen ist? Auf Foto 2 ganz oben könnte man meinen, dass es in die Fassade geht, so als ob man das Fallrohr dort belassen hat wo es war und in der Dämmung versteckt hat. Ist das wirklich so?
     
  8. #8 simon84, 29.02.2024
    simon84

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    Ich hoffe mal das ist an der anderes hausecke die nicht auf dem Photo zu sehen ist
    das ist keine gute Argumentation. Jeder Putz / wand nimmt Schäden durch Wasser, Dämmung hin oder her

    Das ist ne gute situation für 50/50
    Falls deine Rinne wirklich kaputt und die Ursache ist dann zahlt ihr beide 50/50 für den Teil der die Reparatur betrifft (nicht für den Teil der eine Verbesserung darstellt)
    Warum ? Deine Rinne macht die Wand kaputt, aber das hätte die Firma sehen und rechtzeitig darauf hinweisen müssen bevor so ein großer Schaden entsteht . Scheint ja zumindest so als ob der Nachbar schon mehrfach auf das Thema hingewiesen hat …

    Und den Schaden am Sockel macht ihr auch 50/50 da im Prinzip das gleiche wie oben gilt.

    so können alle ihr Gesicht wahren und kommen mit nem blauen Auge von
    Der eine hat ne korrekte Fassade der andere eine dichte Regenrinne

    andere Alternative : jahrelange Gerichtsprozesse, Unsicherheit, nerven, kosten locker im 5-stelligen Bereich ohne dass was repariert ist
     
  9. #9 Fabian Weber, 29.02.2024
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    Das eigene Fallrohr wurde gleich mal ganz überdämmt. Das sieht man ganz oben auf dem einen Foto und auch auf dem Foto vom Sockel sieht man einen runden Metall-Deckel vom Fallrohr.

    Also der ganze Schaden könnte genauso gut vom eigenen Haus kommen.

    Das Ganze ist ganz großer Pfusch. Da kannst Du Dich meiner Meinung nach erstmal zurücklehnen.

    Du könntest auch für ein paar Euro einen Revideckel nachrüsten, dann kannst Du immer schauen, ob Dein Fallrohr unten verstopft ist.

    Zink-Wasserklappe mit Sieb
     
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