Dachsanierung Holzhaus in Tirol mit Aufsparrendämmung

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  1. #1 Andreas Berger, 05.01.2021
    Andreas Berger

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    S.G. Forumsmitglieder,

    ich war bisher stiller Mitleser und möchte nun meine erste, konkrete Frage stellen.

    Ich bin vor kurzem in ein kleines Holzhaus in den Tiroler Bergen gezogen. Das Häuschen wurde zwischen 1925 und 1955 errichtet/erweitert. Nun würde ich gerne das Satteldach von 1955 sanieren, da es, vor allem bei viel Schnee, undicht ist.

    Der unbeheizte Dachboden ist verwinkelt und sehr niedrig, es gibt Zimmer mit Dachschrägen und Bereiche, die von Innen nicht zugänglich sind. Arbeiten von Innen also sehr schwierig. Ursprünglich dachte ich an eine Zwischensparrendämmung Steinwolle (Folie von außen sub/top), Sparren oben aufdoppeln, druckfeste Steinwollplatte. Dämmstärke 260mm- Ziel-U-Wert von 0,15 wäre erreicht.

    Nun hat mir ein Dachdecker vorgeschlagen, eine Aufsparrendämmung mit PIR zu machen. Sparrenaufdopplung wäre hinfällig, Schalung könnte bleiben, 140mm würden für einen U-Wert von 0,15 reichen. Darüber hinaus eine enorme Arbeitserleichterung und Zeitersparnis.

    Die Dampfbremse würde er, wie vom Hersteller empfohlen, ein Stück an der Wand runterziehen und an den Sparren sauber verkleben.

    Später soll noch eine Fassadendämmung (2x80mm Holzfaser) sowie eine neue Holzverschalung angebracht werden.
    Was ist von dieser Methode zu halten? Für mich klingt das Ganze sehr reizvoll, vor allem aufgrund des geringeren Arbeitsaufwandes.

    Besten Dank und Gruß

    Andreas Berger




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  2. #2 Siedler, 06.01.2021
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    Ohne die genauen Randbedingungen vor Ort zu kennen, wird es wohl schwierig, hier eine Empfehlung auszusprechen.
    Grundsätzlich bin ich kein Freund von diesen Puren-Dämmplatten auf dem Dach. Gerade in Verbindung mit einem Holzhaus (es wird immer etwar "arbeiten") wäre das für mich keine Option.

    Gruß
     
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  3. #3 Andreas Berger, 07.01.2021
    Andreas Berger

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    Danke für die Antwort Siedler, gerne werde ich versuchen die Rahmenbedingungen besser zu beschreiben:

    Haus steht in Osttirol, ca. 1150m Seehöhe, wenig Wind, im Sommer viel Somme, im Winter wenig. Schneelasten ca. 400-450 kg. Hitzeschutz ist aufgrund der kühlen Nächte nicht so wichtig, Schallschutz ebenso.

    Dachfläche ca. 75m², aktuell ungedämmt, Ziegel und Bleche müssen erneuert werden, da undicht. Sparren und Schalung sind in Ordnung, spannweiter der Sparren gering, maximal 3m.

    Dachboden ist unbeheizt und dient als Lagerraum, Spitzboden ist ungenutzt. Dachboden und Wohnraum werden durch Profilholzbretter getrennt, tw. mit 2cm EPS oder Steinwolle gedämmt.

    Wände sind tw. Blockbau ca 100x100, tw. Ständerbau. Neue Holzfenster und eine Fassadendämmung sind wie gesagt geplant.

    Angestrebter U-Wert für das Dach wäre 0,15, da es in diesem Fall einen Landesförderung gäbe, die ich natürlich gerne in Anspruch nehmen würde. 0,2 strebe ich jedenfalls an.

    Bevorzugte Dämmungen wären Steinwolle und Holzfaser. Mit Holzfaser wird der Aufbau des Daches zu hoch. Steinwolle wäre eine Option, wobei ich die Schalung abmontieren müsste, Folie Sub/Top von außen über die Sparren, 120mm Zwischensparrendämmung 0,35, 120 Aufsparrendämmung 0,35.

    PIR war eigentlich nie Thema, da ich von synthetischen Dämmstoffen wenig halte. Es wurde mir empfohlen, weil sehr wenig Aufwand. Aufgrund der kleinen Dachfläche, der geringen Dämmstoffdichte und guten Dämmwirkung würde ich hier eine Ausnahme machen.

    Danke, beste Grüße
     
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  4. #4 Andreas Berger, 26.01.2021
    Andreas Berger

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    Hi,

    falls das mal wer findet und sich wundert wie die Sache ausgegangen ist:

    Wir, also Dachdecker und ich, haben uns nach ein wenig Beratung mit einem Baustoffhändler gegen das PIR/PUR entschieden. Gerade bei einem alten Holzhaus in dieser Höhenlage, viel Schnee im Winter ist eine diffusionsoffene Dämmung schlicht sicherer und die Konstruktion weniger fehleranfällig.

    Daher werden die Sparren aufgedoppelt und es kommt eine Zwischensparrendämmung. Das Aufdoppeln verbessert darüber hinaus die Statik, auch nett.

    Den U-Wert von 0,15 erreichen wir zwar nicht, aber zumindest irgendwas um die 0,2.

    LG
     
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