Dachschräge innen dämmen

Diskutiere Dachschräge innen dämmen im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Liebe Forenteilnehmer, ich möchte eine Dachschräge (ca. 9 m² Fläche) (Haus Bj. 1936) von innen dämmen. Die Luft fällt an der Schränge extrem kalt...

  1. #1 Rosenstrauch, 03.01.2019
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    Liebe Forenteilnehmer,

    ich möchte eine Dachschräge (ca. 9 m² Fläche) (Haus Bj. 1936) von innen dämmen. Die Luft fällt an der Schränge extrem kalt nach unten auf mein Bett (Schlafzimmer), was mich sehr stört. Da ich das Zimmer gerade von Tapeten befreit habe und die Putzschicht auf Strohträger auf Holzplatten (direkt dahinter kommt der Dachstuhl und die vermörtelten Ziegel) freiliegt, möchte ich gern mit überschaubarem Aufwand und möglichst in Eigenregie die Schräge von der Zimmerdecke bis zum Fussboden dämmen und dann übertapezieren oder einen leichten Putz auftragen und dann streichen. Nein, ich möchte nicht die Schräge aufreissen und Zwischensparrendämmung machen ... Gedanklich beschäftige ich mich schon lange damit und war auch in einigen Baufachmärkten und habe im Internet nach Lösungsmöglichkeiten gestöbert. Man empfahl mir KNAUF TecTem in einem Handwerkerhandel für Innenausbauten, da schimmelhemmend und atmungsaktiv. Ich habe mir die Verarbeitung im Netz angeschauen und traue mir das auch zu. Nachteil: das System ist teuer und die Komponenten werden an der Schräge nicht durch Klebeverbindung halten und müssen ggf. zusätzlich gedübelt werden. Aussderm sind die porösen Mineralplatten extrem druckempfindlich. Hat jemand gute Erfahrung mit dem System, sodass sich der finanzielle und arbeitstechnische Aufwand lohnt? Oder kann jemand Alternativen empfehlen? Auf Ständerbauweise mit Mineralwolle und Dampfbremse würde ich gern verzichten. Am Besten wäre eine rein mineralische, atmungsaktive Lösung. Es reicht aus, wenn eine leichte Dämmwirkung erzielt wird und die Luft sich an der Schräge nicht ganz so extrem abkühlt.

    Vielen Dank für die Hinweise.
     
  2. #2 simon84, 03.01.2019
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    Einblasdämmung als Alternative schon mal überlegt ?
     
  3. #3 Rosenstrauch, 03.01.2019
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    Hallo simon84,

    inwiefern stellt Einblasdämmung eine Alternative in einer zu dämmenden Dachschräge dar, wenn der Wandaufbau wie von mir beschrieben ist und ich darauf verweise, dass ich eine Dämmung mit überschaubarem Aufwand und in Eigenregie erstellen möchte?
     
  4. #4 simon84, 03.01.2019
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    Liegt das Zimmer denn komplett im DG oder kommst du evtl. von oben (Speicher/Spitz) an die Schräge ran ?

    "Einblasdämmung" geht durchaus auch selbst. Einfach mal googeln.

    U-Wert und SD wegen Luftfeuchtigkeit usw. müsste man rechnen, kann aber gutgehen.

    Die ganze Idee ist so oder so Murks hoch Zehn, das ist denke ich ja klar.

    Von EnEV mal ganz abgesehen, da ist man schneller dabei als man denkt. 9qm koennen schnell mal 5-10% vom Dach sein ;)


    Wenn es mir kalt ist, heize ich mehr bzw. gezielt dort wo es kalt ist, vielleicht eine Option?
    Bei einem Zimmer überlebe ich das von den Kosten her locker.

    Ansonsten wird du mit jeglichen Dämmputzen, oder dünnschichtigen Platten im Bereich von 2-3 cm keine nennenswerte Verbesserung der gefühlten Temperatur erreichen, da geht es wohl viel mehr um das Fühlen des Körpers von aufsteigender Warmer Luft bzw. absinkender Kalter Luft....

    Kälte "strahlt" nicht von einem Bauteil aus.
     
  5. #5 Rosenstrauch, 04.01.2019
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    Hallo Simon84,

    - nein, ich komme nicht an die Schräge von oben /anderer Seite heran, deshalb möchte ich ja von Innen dämmen
    - "Einblasdämmung" ist keine Option, deshalb möchte ich ja von Innen dämmen
    - "kann gutgehen" ... reicht mir nicht. Dann hätte ich es schon gemacht und mich nicht an ein Expertenforum gewandt
    - "Murks hoch Zehn" und "kann gutgehen" korrespondieren nicht miteinander. Sind alle Altbauten, die von Innen gedämmt wurden jetzt Murks?
    - die EnEV ... nun ja. Wenn diese Vorgaben tatsächlich gegen Ordnungsgeld durchgesetzt werden, lasse ich sowieso das ganze Dach neu machen
    - Heizen ist eine Option und wird tatsächlich auch gemacht. Das Problem, dass die kalte Luft von der Dachschräge auf mein Bettkopfteil fällt und man damit städig in der Konvektion liegt, wird dadurch nicht gelöst
    - ... ja, es geht um das Fühlen des Körpers von (...) absinkender kalter Luft
     
  6. #6 simon84, 04.01.2019
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    Kann gutgehen heisst, dass sämtliche Tauwasser, SD-Wert/U-Wert Rechner dir bei dem Aufbau rot anschlagen werden.
    Selbstverständlich gibt es Altbauten in denen eine Innendämmung funktioniert, teilweise seit 20-30 Jahren.

    Das ist natürlich überspitzt ausgedrückt.
    Mit "Murks hoch Zehn" meine ich, dass so eine Innendämmung in diesem Fall fast nicht fachgerecht durchzuführen ist,
    und sich weder praktisch noch wirtschaftlich rentieren wird. Und wie schon gesagt, will nicht auf EnEV rumreiten, aber dass es hier ggf. anwendbare Regelungen gibt ist nicht von der Hand zu weisen.

    Ausserdem meine ich, dass eine 1-2 cm Platte hier effektiv "nix" bringt, und du dir sicher keine 6cm oder mehr Dämmung aufbauen willst, oder doch ?

    Die "Faulheit" es richtig zu machen ist einfach fehl am Platz.

    Hast du denn den geplanten Aufbau im U-Wert Rechner schon simuliert ?

    ubakus.de | Grafische Bauteileingabe

    Da siehst du eigentlich schon Interpretationen zu Temperaturverlauf, Schimmelrisiko usw.

    Bei so einer Dämmung ohne Dampfbremse wird dann das Lüften umso wichtiger.
    Wie lüftest du nachts, während du schläfst, ggf. die Raumtemperatur auch etwas niedriger ist und dein Körper am meisten Feuchtigkeit abgibt ?
     
  7. #7 Manufact, 04.01.2019
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    Der Preis für TecTem ist doch eher noch am unteren Ende der anderen vergleichbaren erhältlichen Lösungen (CaSi-Platten, Mineralschaum) angesiedelt.
    Wenn Dir der Preis zu hoch ist, vielleicht einen Teppich aufhängen (hat man in alten Burgen so gemacht) :)
     
  8. #8 simon84, 04.01.2019
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    Zwischen Gestern 08:26 Uhr und heute 11:26 Uhr hätte man zu Zweit diese 9qm Dachschräge schon abgebaut, mit MiWo gedämmt, Dampfbremse angebracht und mit GK beplankt und verspachtelt.
    Heute Abend könnte das ganze gestrichen bzw. tapeziert und fertig sein.

    Baufolie zum Abdecken und ein Staubsauger zur Reinigung werden vorhanden sein ?
     
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  9. #9 Manufact, 04.01.2019
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    @simon84 : vollkommen korrekt!
    Aber irgendwie - vielleicht hat der TE die handwerklichen Fähigkeiten nicht und will einfach "billig" etwas machen?
     
  10. #10 simon84, 04.01.2019
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    Wenn das Ziel eine spürbare Verbesserung der vom Körper gefühlten Temperatur ist, dann brauchts mindestens 6-8-10 Dämmung sonst wird das nix.
     
  11. #11 Manufact, 04.01.2019
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    Denke 4 reichen eigentlich auch schon (jaa - ich weiß - aber schaut euch mal das log-Prinzip der Dämmwirkung an...)
     
  12. #12 simon84, 04.01.2019
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    Jemand der sich an sowas stört ist schon etwas empfindlicher darauf, daher ist eine deutliche Verbesserung nötig, aber ja klar, der erste cm bring am meisten, der letzte am wenigsten..... :)

    Kommt natürlich auch drauf an ob das jetzt CaSi ist mit WLG62 oder PUR mit WLG024
     
  13. #13 Rosenstrauch, 06.10.2019
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    Hier der Fragesteller. So ... ein Update von mir ... wie es weiterging, so habe ich es jetzt gelöst, nachdem ich mich des gesunden Menschenverstandes bedient habe und hier keine hilfreichen Antworten (siehe oben) zu bekommen waren: Meine Innen-Dachschräge bestand aus einer verputzten Holzplatte, was eine Probebohrung ergeben hat. Ich habe von der Schräge alles organische Material (insbesondere Leimreste) abgewaschen und mit einem Kalkansteich aus Weisskalkhydrat zweimal gekalkt, um die Fläche zu hygienisieren. Dann habe ich Styroporkaschierte Rigipsplatten (3cm Styropordicke) schön bündig direkt auf die Fläche draufgeschraubt. An alle beiden Seiten, die an eine Wand anstoßen sowie Decke und Dielenboden einen 3 mm-breiten Abstand für eine flexible Akrylfuge (Arbeiten der Platten) gelassen und diese mit Akryl versehen. Plattenstossfugen und Schraubversenklöcher gespachtelt, alles grundiert und übertapeziert. Reine Arbeitszeit Ca. 10 h, Kosten für die 9 qm innengedämmte Schräge mit allem Pi, Pa, Po und Tapete drauf = 100 €. Erfüllt in der Funktionalität genau meine Erwartungen ( dämmt super), wird die nächsten 1000 Jahre nicht schimmeln, da feuchtegeschwängerte Luft überhaupt nicht an die kalte Trennschicht heranströmen kann und der Weisskalkhydrat (Kosten: 1€ für die Fläche) zusätzlichen aber nicht mal notwendigen Schutz bietet. Ich bin super zufrieden mit mir und werde auch auf diese Weise die Kälte Decke meines Wintergartens dämmen.
     
  14. #14 Rosenstrauch, 06.10.2019
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    Das ist mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Ich will eine warme Schräge und kein zerstörtes Dach. :-)
     
Thema: Dachschräge innen dämmen
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