Dachüberstand Sparrendach vergrößern & Ortgang verlängern

Diskutiere Dachüberstand Sparrendach vergrößern & Ortgang verlängern im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Ich habe ein altes Ziegeldach mit ca. 45° Neigung. Da der Überstand sehr kurz ist, müsste wegen der Installation eines WDVS das Dach verlängert...

  1. alfi

    alfi

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    Ich habe ein altes Ziegeldach mit ca. 45° Neigung.

    Da der Überstand sehr kurz ist, müsste wegen der Installation eines WDVS das Dach verlängert werden. Gleichzeitig ist eine zusätzliche Dämmung des Daches sinnvoll. Wenn ich statt der teureren und weniger haltbaren Ziegel Betondachsteine verlegen würde, müsste ich die Sparren wohl verstärken.

    Könnte man die Sparren gleichzeitig verstärken, verlängern und erhöhen?

    Wenn man seitlich an die Sparren jeweils zwei durchgehende Holzbretter montiert, die 3 cm dick sind und 15 cm höher sind als die Sparren, könnte man diese Bretter dann 0,3 m über den angewinkelten Sparren an der Traufe hinausziehen und somit den Dachüberstand traufseitig vergrößern?

    Könnte man zwischen diesen neuen Sparren dann die Dämmung verlegen und den Zwischenraum zwischen den Brettern mit Styropor oder Mineralwolle ausfüllen und darauf dann die Dachbahn, Konterlattung und Lattung befestigen?

    Wenn die Sparrenaufdopplung am Fußpunkt und am First mit Metalllaschen, die ausreichend tragfähig sind, angeschlossen wird, dann müssten die doch statisch wirksam werden? Zusätzlich kann man die Bretter ja mit sehr langen Schrauben am Sparren befestigen, sodass sie Bretter durch den Zug an den Schrauben gegen die Sparren gepresst werden.

    Wenn nun die statische Wirksamkeit der vergrößerten Sparren vorhanden wäre, könnten doch auch schwere Betondachsteine verlegt werden. Oder sieht ein Statiker eine solche Veränderung nicht als wirksam genug an?
     
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  3. mesche7

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    Könnte man alles, aber wenn ich deinen Beitrag lese kommt es mir so vor als ob sich das Dach schon jemand angeschaut hätte und ein Vorschlag existiert.
    Kein Vertrauen?
     
  4. alfi

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    Ich hab mich nur einmal umgeschaut, wie andere ihre Dachflächen dämmen. Das werde ich wie die anderen Arbeiten auch selbst machen. Das Dach ist nur wirklich sehr knifflig. Es werden alle Umfassungsflächen gedämmt. Mit der Kellerdecke (Hartschaumplatten von der Kaltseite) und der obersten Geschossdecke bin ich bereits fertig (Mineralwolle).

    Grundsätzlich gibt es ja zwei Möglichkeiten: Aufdachdämmung oder Innendämmung. Innendämmung würde den Raum verkleinern und das Dach müsste wegen der Außendämmung der Wände angepasst werden, da die Dachüberstände extrem kurz sind. Am Ortgang nur ca. 5 cm und an der Traufe nur ca. 25 cm.

    Da würde sich eine komplette Neueindeckung mit Außendämmung durchaus als sinnvoll erweisen können.
     
  5. #4 Anfauglir, 24. April 2009
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    Mag sein, dass das statischen System deines Daches einst ein Sparrendach war, spätestens nach dem Einbau der riesigen Gauben wird es irgend ein Mischmasch sein in dem die Kräfte spazieren getragen werden.

    Bei der von dir vorgeschlagenen Lösung müssen die Bohlen und Verbindungsmittel ordentlich dimensioniert werden.

    Sind Ziegel wirklich weniger haltbar als Betondachsteine?

    Auch wenn ich deinen Wunsch, alles selbst zu machen, nachvollziehen kann, so einfach wird das nichts.

    Vielleicht klappt´s mit einer detaillierten Ausführungsplanung und überwachender Begleitung durch einen Fachmann, aber ob sich dafür jemand hergibt (der auch haftet)...
     
  6. alfi

    alfi

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    Die Gauben tragen sich wechselseitig. Die hintere Gaube ist deutlich breiter, weshalb sie über waagerechte Verstärkungen auf der Höhe des Kehlbalkens getragen wird. Die Gauben sind übrigens aus dem Baujahr und wurden nicht nachträglich "drangebastelt". Auch vor dem zweiten Weltkrieg verstand man es, hässlich zu bauen lol.

    Beton ist schon haltbarer. Nur schwerer, daher aufwändiger zu verlegen aber auch besserer Schallschutz aber auch sturmfester, man spart sich also auch einen Teil der Klammern.

    Nur könnte ich auch das Ziegeldach belassen, da es noch dicht ist aber dann wird die Wärmedämmung problematisch und ich müsste bei der Verbreiterung und Verlängerung "neue" alte Ziegel besorgen. Gibt es soetwas bei Abrissunternehmen? Der Ziegelvorrat für Sturmschäden ist bis auf weniger als ein Dutzend aufgebraucht.

    Als Alternative käme natürlich auch eine sehr effektive Innendämmung in Frage. Inzwischen gibt es ja wieder (seit dem FCKW-Verbot) fast so gute Dämmstoffe wie vor 20 Jahren. Z.B. Resol-Schaum mit U=0,022 W/m*K. Da der sehr druckfest ist, könnte ich von innen die Dampfsperre befestigen und darauf direkt Gipskarton montieren und hätte damit einen U-Wert, der etwa doppelt so gut wäre wie Mineralwolle zwischen Lattung.

    Nur weiß ich nicht, ob das nicht brandschutztechnisch problematisch sein kann.

    Wissen vielleicht die Experten, ob Polyurethan genauso gefährlich ist wie Polystorol?
     
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