Dämmung der oberen Geschoßdecke

Diskutiere Dämmung der oberen Geschoßdecke im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo, die obere Geschoßdecke meines Hauses Bj. 1964 hat einen Sparrenhöhe von 140mm. Da ich eine Dämmung von 280 mm aufbringen soll, habe ich...

  1. anjo1

    anjo1

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    Hallo,
    die obere Geschoßdecke meines Hauses Bj. 1964 hat einen Sparrenhöhe von 140mm. Da ich eine Dämmung von 280 mm aufbringen soll, habe ich folgendes vor:

    Da der Dachboden begehbar ist und auch wieder begehbar werden soll nehme ich die Bretter von den Sparren ab.
    Zwischen den Sparren werde ich eine Dampfsperrfolie einbringen und Glaswolle 140 mm einbringen. Dann werde ich die Bretter wieder aufnageln und die restliche Dämmung (140 mm) mit Styrodur oder Styropurplatten vervollständigen.
    Auf diesen Platten werde ich zur besseren Begehbarkeit Hartfaserplatten auflegen.
    Ist gegen diese Vorgehensweise aus Expertensicht etwas einzuwenden ???

    Ich hoffe auf hilfreiche Antworten!
    Danke
    Anjo1
     
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  3. Gast943916

    Gast943916 Gast

    sicher? kein Schreibfehler?
     
  4. anjo1

    anjo1

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    Hallo,

    der Energieberater hat eine Dämmung von 280 mm vorgeschlagen.

    Gruß
    anjo1
     
  5. anjo1

    anjo1

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    Werte Bauexperten,

    eine Antwort auf meine Frage wäre schon nett.

    Ist die Dampfsperrfolie evtl. durch eine dampfdurchlässige Folie zu ersetzen und nicht 140 mm Dämmung einsetzen, sondern nur 100 mm damit Feuchtigkeit entweichen kann?

    Ich hoffe auch hilfreiche Antworten.

    Gruß
    Anjo1
     
  6. Gast943916

    Gast943916 Gast

    sehr schwierig, in der Regel nicht dicht zu bekommen.
    Wie sieht denn der Aufbau von unten aus?
    Gipser
     
  7. anjo1

    anjo1

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    Hallo Gipser,
    Unter den Balken sind Heraklitplatten.

    Ich habe hier im Forum gelesen, dass die Balken von unten nicht dicht sind und evtl. feucht werden, deshalb habe ich mir gedacht, ich lasse 4 cm Luft zwischen Dämmung und Dachgeschoßboden zur Zirkulation der feuchten Luft, die an den Seiten entweichen kann.

    Wenn ich das eine oder andere Zimmer später Renoviere, kann ich immer noch die Fläche von unten Abdichten. Zumal ich vorhabe, die unter dem Dachboden liegende Zimmer zentral zu belüften.

    Vielen Dank für Hinweise, ob ich die Dämmung so durchführen kann, oder ob sich dann spätere Bauschäden einstellen.


    Gruß
    Anjo1
     
  8. Gast943916

    Gast943916 Gast

    das ist wohl die bessere Lösung, von oben jedenfalls ist die Dampfbremse schwer dicht zu bekommen. Was mir nicht gefällt, ist die Styroporauflage, denn die Dämmung sollte in diesem Fall oben nicht diffusionsdicht sein. Besser Mineralwolle für Trockenunterböden verlegen und OSB, Spanplatte oder GK drauf.
    Gipser
     
  9. anjo1

    anjo1

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    Hallo Gippser,
    Vielen Dank für die Antwort,

    Um die Dämmhöhe von 280 mm zu erreichen, müsste ich aufholzen, damit der Dachboden wieder begehbar wird, Oder kann man auf 280 mm Dämmung und anschließender Verbretterung auch gehen und Lagern. Ich denke nicht, deshalb die Idee mit dem Styropor.
    Geht das mit der 4 cm Lüftung unter den Brettern nicht auch?

    Gruß
    anjo1
     
  10. anjo1

    anjo1

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    Hallo,

    würde mich über eine Antwort freuen. Reicht eine Lüftung von 3-4 cm um Schäden anden Balken zu verhindern?

    Danke
    anjo1
     
  11. #10 Gast943916, 2. Januar 2009
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    für eine funktionierende Hinterlüftung sollten es schon 4 cm sein, aber dann erreichst du die geforderte Dämmstärke nicht mehr
    Gipser
     
  12. Eric

    Eric

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    Gemeint ist die Kehlbalkenlage. Ich bezweifele, daß dort eine vollständige Hinterlüftung über den ungedämmten Spitzboden funktioniert.

    Ordnungsgemäß verputze Heraklitplatten wären in der Fläche ausreichend dicht. Problematisch könnten die Anschlüsse an die Giebelwände usw. sein. BDT-Test und Nachdichtung an Schwachpunkten?

    Dampfbremse als Tapete, z.B. vom Moll, www.proclima.de?

    PE-Folie als Dampfbremse auf das Heraklit und darüber Gipskarton ? Problem: Kehlbalkenlage müßte unterseitig zur Verschraubung nachvollzogen werden.

    Sichere Weg: Heraklit runter und Dampfbremse mit Gipskarton von unten gegen die Kehlbalkenlage und die Dachschrägen. Aber das willste wahrscheinlich nicht hören.

    Dampfbremse von oben um die Kehlbalkenlage halte auch ich nicht für funktionstüchtig ausführbar. Mir hat noch kein Mensch erklären können, wie man die raumzugewandte Luftdichtheitebene statt von der Raumseite von der ( seitenverkehrten ) Oberseite sollte ausführen können --> luftdichte Anschlüsse an die Gefache der Sparren ????

    Gleiches Problem mit fehlender/unzureichender Dämmung dürfte es auch noch an den Dachschrägen unterhalb des Spitzbodens geben. Wie will der Energieberater dort das Problem lösen?
     
  13. anjo1

    anjo1

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    Hallo Gipser,

    wenn ich dann über der Hinterlüftung noch 180 mm Styropor auflege, habe ich doch die erforderliche Dämmung. Oder wird durch die Hinterlüftung die auf dem Boden gelegte Dämmung nicht mehr so wirksam?

    Danke für weitere Hinweise!

    So stelle ich mir die Dämmung der oberen Geschoßdecke vor:

    Dachboden

    -------------- Hartfaserplatten
    -------------- 180mm Styropor
    -------------- Bodenbretter 10 mm
    -------------- 40 mm Hinterlüftung
    -------------- 100 mm Dämmung
    -------------- 20 mm Heraklith
    --------------- Wohnraum

    Kann es leider nicht anders darstellen. sorry


    Anjo1
     
  14. anjo1

    anjo1

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    @Eric
    Die Dachschrägen innerhalb der Wohnräume im Dachgeschoß habe ich vom Dachdecker von außen dämmen lassen.

    Der Dachboden oberhalb der Geschoßdecke sollte Kalt, nicht gedämmt, werden. Ist so auch mit dem Energieberater besprochen.
    Deshalb auch die hohe Dämmstärke von 280 mm !?

    Gruß anjo1
     
  15. #14 Gast943916, 2. Januar 2009
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. Januar 2009
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    eine vollständig funktionierende Hinterlüftung herzustellen ist m. E. genauso schwierig wie eine luftdichte Ebene,
    da hat Eric recht, deshalb ja habe ich oben geschrieben, dass die obere Dämmung nicht diffusionsdicht (Styropor), sondern besser mit Miwo ausgeführt werden sollte.
    Gipser
     
  16. Eric

    Eric

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    Und von wo bis wo wurde dort die fehlende Dampfbremse angebracht???

    Von Traufe bis First Dampfbremse und Dämmung wäre gegangen. Unbeheizter Spitzboden wäre dann halt ( nur 1,40 m hoch ) mit beheizt worden und damit das vom Spitzboden aus nicht zu lösende Problem der Dampfbremse in der Kehlbalkenebene gleich mit " erschlagen " worden.

    Beispiel:

    http://www.baulinks.mobi/news/2008/0328.htm

    So wurde offenbar mal wieder ohne Plan und Konzept eine nicht funktionsfähige Sanierung ausgeführt und der Laie soll das jetzt offenbar zu Ende bauen: Dämmung und neue Dampfbremse offenbar nur bis Höhe Kehlbalkenlage und jetzt fehlt der Anschluß der Dampfbremse von den Dachschrägen in die Kehlbalkenebene. Ich würde den Dachdecker und den Energieberater kommen und die Murksplanung zu Ende bringen lassen.

    Haben die das etwa gemeinsam so geplant ???

    Hintergrund: Die Kehlbalkenlage bindet in die Sparrenebene ein. Dafür gibt es keine funktionsfähige Lösung vom Spitzboden aus. Das kann man nur a) sicher lösen durch eine Dampfbremse von der ( hoffentlich ) Betondecke über dem Vollgeschoß an den Dachschrägen hoch um die Kehlbalkenlage herum auf der anderen Seite die Dachschrägen wieder runter und auf die Betondecke, gewissermaßen wie ein innenliegendes Zelt. Eine b) nicht normgerechte ( weil der für Wohnzwecke nicht genutzte Spitzboden mit in die wärmegedämmt Hülle einbezogen wird ) ist die im Link beschriebene Sanierungslösung von der Dachoberseite aus, wenn im Altbau die innenseitigen Dachschrägenverkleidungen erhalten bleiben sollen.

    Hört sich allerdings wegen der auch dort erforderlichen luftdichten Anschlüsse an die Giebel- und vor allen an die Traufwände leichter an als es dann vor Ort tatsächlich ist >>>> Dachüberstände, Einbindung der Sparren in die Außenwände mit dementsprechend vielen Fugen ??? Die Wandköpfe im Altbau muß man nach einer Dachabdeckung mal gesehen haben, um zu wissen, daß das ohne gleichzeitige Anwesenheit eines Maurers und Putzers, nur vom Dachdecker überhaupt nicht funktioniert. Die Dampfbremse von außen wird dann halt vom Dachdecker an irgendwelches bröckeliges Gestein und maroden Altputz angepappt.
     
  17. Eric

    Eric

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    Darin sehe ich einen Planungs- bzw. Beratungsfehler.

    Der Energieberater hat die konsequent Ausbildung einer vor Ort auch herstellbaren/baubaren luftdichten Ebene zwischen Dachgeschoßwohnung und Spitzboden nicht bedacht und gelöst.

    Eine kalte Hinterlüftungszone zwischen zwei Dämmebenen ist eh Unfug. Normgerecht ist heute nicht einmal mehr die Hinterlüftung zwischen Dämmung und USB und Du willst jetzt sogar zwischen zwei Dämmebenen in der waagerechten hinterlüften?? Bleibt nur zu hoffen, daß das der sog. Energieberater das nicht auch noch so empfohlen hat ?
     
  18. anjo1

    anjo1

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    @ERIC

    Der Energieberater hat dies nicht empfohlen.

    anjo1
     
  19. Eric

    Eric

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    Und: Was hat er denn zur Luftdichtheit zwischen DG und Spitzboden empfohlen ?
     
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  21. anjo1

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    @ Eric
    Hierzu hat er nichts gesagt.
    Gruß
    anjo1
     
  22. anjo1

    anjo1

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    Hallo,
    nach der Dämmung, habe ich vor, dass obere Geschoss mittels zentraler Lüftungsanlage zu belüften.

    Ein Gedanke:
    Ist dann nicht die Dämmung der oberen Geschossdecke durchaus auch mit der Styropor „Deckelung“ unschädlich, weil die Feuchtigkeit über die Lüftungsanlage abgesaugt wird?

    Oder besser nur Wärmedämmung mit Steinwolle ohne Styropor?

    Gruß
    anjo1
     
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Dämmung der oberen Geschoßdecke

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