Dämmung eines Resthofs

Diskutiere Dämmung eines Resthofs im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Guten Tag zusammen! Ich bin seit wenigen Monaten Besitzer eines 100 Jahre alten Resthofs und kann mich inzwischen nun bald ein bißchen der...

  1. #1 MrStahlfelge, 28. November 2010
    MrStahlfelge

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    Guten Tag zusammen!
    Ich bin seit wenigen Monaten Besitzer eines 100 Jahre alten Resthofs und kann mich inzwischen nun bald ein bißchen der Wärmedämmung zuwenden. Bei derzeit fast -10° draußen merkt man auch deutlich, wo so die Problemstellen sind.
    Als Hintergrund, es handelt sich um ein riesiges Gebäude, das 500m² Grundfläche abdeckt. Die Wohnung wurde an die Südseite quasi "in" das Gebäude hereingebaut und deckt 110m² Grundfläche ab und geht über Erdgeschoss und 1. Stock. Beheizt und genutzt ist derzeit aber nur das Erdgeschoss. Erdgeschoss und 1. Stock sind durch mit Stroh verfüllte Holzbalkendecken, von unten verputzt, getrennt, zwischen 1. Stock und Dachboden gibt es aber nur Holzbalken mit einer Lage Fichtenrauhspunt.
    Das Dach sitzt über dem gesamten Gebäude, ist älter und ohne Unterspannbahnen, d.h. nicht winddicht und nicht immer schneedicht.
    Der Rest des Gebäudes besteht aus ehemaligen wirtschaftlich genutzten Teilen, die derzeit größtenteils ungenutzt oder nur zur Lagerung dienen.

    Was wurde bereits gemacht:
    - Die Wohnung hat im Erdgeschoss vor ca. 15 Jahren neue Fenster bekommen. Die Fenster sind eigentlich besser als das, was ich vorher so in Mietwohnungen hatte, aber stellenweise schlecht eingebaut. Man spürt deutlich Undichtigkeiten und Kälte um den Rahmen herum.
    - Der 6cm Luftspalt in den Außenmauern wurde von uns veranlasst gerade erst kerngedämmt.

    Als dringende weitere Problemstellen habe ich folgende ausgemacht:
    - Natürlich die einfach verglasten Fenster im 1. Stock. Derzeit vereisen sie nachts.
    - Die obere Geschossdecke im 1. Stock.
    - Die Trennmauer zwischen Wohnung und Wirtschaftsteil. Es handelt sich dabei nur um eine 12cm Ziegelmauer. Diese Wand ist zur Zeit tatsächlich auch durch niederschlagendes Kondenswasser feucht.

    Zu den Fenstern bestehen keine Fragen, wohl aber zur Ausführung einer Dämmung an der Trennmauer und auf der Geschossdecke.

    Wegen des nicht immer schneedichten Dachs wurde mir bei der Geschossdecke von der Verwendung von Dämmwolle abgeraten und zu Hartschaum geraten. Konkret wurde mir ein Angebot mit Jackodur KF300 gemacht. Darunter eine Dampfbremse als Dichtung gegen Wind.
    Was sind die Meinungen hier dazu? Als Nachteil ist hier aus meiner Sicht natürlich der Preis zu sehen. Sind noch andere Alternativen denkbar?

    Gleiches gilt für die Trennmauer. Auch hier ist Dämmwolle problematisch, da im Bereich des 1. Stocks Trockenheit nicht immer garantiert ist und unteren Bereich des Erdgeschosses aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich auch nicht ausgeschlossen werden kann. Auch hier gäbe es die Möglichkeit, Hartschaum "anzudübeln".

    Besten Dank für Eure Ratschläge!
     
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  3. #2 gunther1948, 28. November 2010
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    hallo
    das ist eine größere baustelle und mit forum und glaskugeln nicht zu lösen.
    da muß vorort eine bestandsaufnahme gemacht werden.

    gruß aus de pfalz
     
  4. #3 MrStahlfelge, 29. November 2010
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    Hallo,
    bei der Wand kann ich das verstehen.
    Aber bei der Geschossdecke? Ich denke, da handelt es sich bei meinem Haus doch fast um einen normalen Altbau. Dielenboden und Flugschnee gibt es doch bestimmt öfter?

    Wen genau sollte ich mir zur Beratung ins Haus holen?
     
  5. Eric

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    Andere Frage: Was darf denn die Kernsanierung kosten?
     
  6. #5 MrStahlfelge, 30. November 2010
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    Ich habe das Gefühl, ich habe mit "Resthof" und "feuchter Wand" wohl ein paar Reizwörter hier gedrückt.

    Um also ganz am Anfang zu beginnen: Ich habe hier einen Resthof in einem baulich verhältnismäßig guten Zustand erworben. Dies war nicht meine persönliche Einschätzung, sondern ich bin vor Kauf natürlich mit einem Architekten hier durch gegangen. Es handelt sich nicht um eine Ruine, sondern ein im Erdgeschoss der Wohnung normal zu bewohnendes Haus. Die relative Luftfeuchtigkeit in den beheizten Räumen liegt derzeit z.B. bei ca. 55%.
    Die Wohnung hat an den Außenwänden eine für zur Bauzeit wohl hervorragende Horizontalsperre bestehend aus Granitsteinen als Fundament und eingelegter Absperrfolie unter der ersten Ziegelreihe. Dieser Aufwand wurde aber nur in der Wohnung getrieben, nicht in den ehemaligen Stallungen (und ich sehe auch keinen Sinn, daran etwas zu ändern). Dadurch ergibt sich aber, dass eben einzig die Trennwand zwischen Wohnung und Wirtschaftsteil bei starkem Regen im unteren Bereich - ich rede hier von ca. 10 Zentimetern - leicht feucht wird. Man spürt dies nur an Tapete, nachdem diese entfernt wurde merkt man davon ohne Messgeräte nichts.

    Das Dach wiederum ist eine von unten einsichtige Konstruktion, die gemäß ihrer Bauzeit halt ohne Unterspannbahn ausgeführt wurde. Auch daran sehe ich zur Zeit keinen Grund, etwas zu ändern. Wenn es schneit und starker Ostwind weht, dringt zwischen den Dachziegeln Schnee ein, hängt an der Lattung und fällt ab. Nach meinen Recherchen ist dies bei allen älteren Bauten der Fall.

    Ich habe tatsächlich vor, mich gern von einem Bausanierer beraten zu lassen, was für Maßnahmen bei unserem Haus hier Sinn machen. Diese Beratung darf gern etwas kosten, was ich dann für sinnvoll halte und durchführen möchte, kann ich dann ja selbst entscheiden. Sollte mir jemand einen in meiner Nähe empfehlen können, bin ich dafür dankbar.

    Da ich aber keinen Dukatenesel im Stall stehen habe, wollte ich zunächst mal, als einfache Maßnahme, um nicht aus dem Dachboden zu heizen, die oberste Geschossdecke dichten und dämmen. Mich wundert, dass dafür eine Kernsanierung Vorraussetzung sein soll, lasse mir das aber gern erklären.

    Vielleicht habe ich auch einfach in einem zu neubaulastigen Forum gefragt?
     
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