Dämmung in Schalung einlegen ?

Diskutiere Dämmung in Schalung einlegen ? im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Macht es Sinn oder ist das Unfug ? ... lassen Sie mir Bitte folgende These dazu aufstellen: - Warum dämme ich einen Keller ? ... vielleicht weil...

  1. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Macht es Sinn oder ist das Unfug ? ... lassen Sie mir Bitte folgende These dazu aufstellen:
    -
    Warum dämme ich einen Keller ? ... vielleicht weil ich den Keller als Hobby- bzw. Wohnraum usw. nutzen will ... sobald ich einen Keller beheize MUSS ich den mit der Energiesparverordnung ENEV 2002 berechnen sprich auch Wärmebrücken MUSS ich dazu aufnehmen ! ... Was sind den Wärmenbrücken ? ... Unter Wärmebrücken versteht man u.A. Fehlstellen in der Dämmung wo dessen Dämmeigenschaft dann zwangsläufig unterbrochen sind !
    -
    Wie dichte ich meinen Keller gegen Erdfeuchte bzw. aufstauendes Sickerwasser bzw. Grundwasser ab ? ... Da gibt es viele Möglichkeiten je nach Lastfall der Feuchte- bzw. Grundwasser ... ABER immer SOLL/MUSS die Abdichtungsebene Massiv sein ... sprich von Abdichtungen auf Dämmung ist abzuraten !
    -
    So jetzt machen wir einen Riesensprung und gehen in die Praxis:

    a.) Jeder Bauunternehmer plegt seine Schalung das heißt er verwendet Schalungsöl damit beim ausschalen eine leichte Trennung zwischen Schalung und Beton stattfinden kann sprich die Schalung kann sich damit besser vom Beton lösen ... ABER sobald ich Schalungsöl verwende bleiben Rückstande von diesem Schalungsöl auf dem Beton bzw. auf der eingelegte Dämmung haften ... für Betonflächen gibt es Haftgründe damit Abdichtungen wieder nen Halt bekommen ... ABER bei Rückständen auf Dämmplatten gibts nicht damit sie hier wieder ein Halt zustande bringen ... (WEIL das Material einfach zu weich an der Oberfläche ist !)
    -
    b.) Das einlegen von Dämmplatten (Perimeter) in die Schalung ist mitunter ein Akt weil Anschlussbewehrung usw. einfach davor stehn das heißt das die Dämmplatten oftmals nicht so sorgfältig trotz Stufenfalz geschlossen werden können daß keine Feinbetonteile beim betonieren rauslaufen ... Wer jemals eine eingelegte
    Kellerdämmung gesehn hat muss mir recht geben wenn ich jetzt sage: "Bei den Plattenstössen dringen vermehrt Betonfeinteile aus was an der Dämmoberfläche sorfort nach dem ausschalen sichtbar wird" ... ABER wenn dort Betonfeinteile beim betonieren auslaufen wie sieht es dann dahinter aus ? ... Antwort: Mitunter sind da richtige kleine Kiesnester die
    sowohl für die Bewehrung wie auch die Abdichtung z.b. WU-Konstruktion schädlich sind ... z.b. schreibt die Din 1045 Wu-Konstruktion "AB 25cm ist Wasserundurchlässig" ... Aber was ist wenn die Wand 25cm hat und die ersten Zentimeter der Betonoberfläche mit Nester behaftet sind ?
    ... soviel zur Abdichtung ABER wie sieht es mit der Wärmedämmung in dem Bereich aus wo Betonfeinteile durch die Plattenstösse gedrungen sind ? ... Antwort: das sind klassische Wärmebrücken und wenn man bedenkt wieviele Plattenstösse so in einem Keller dann zu finden sind muss man einfach sagen: "Der gesamte gedämmte Bereich wo die Dämmung in die Schalung eingelegt wurde ist eine einzige Wärmebrücke !!!... bleiben wir mal beim Thema Wärmebrücken:
    Wie sieht das eigentlich mit den Spannstellen aus wo die Schalung zwecks Betonierlasten zusammengehalten wird ...WO die sogenannten Mauererstärken zum Einsatz kommen ? ... ANTWORT: bei den Mauerstärken wird mittels Messer o.Sonstiges ein schönes Loch in die Dämmung geschnitten um die Mauerstärken in die Dämmung einzulassen ... ansich ist die Mauerstärke schon eine Schwachstelle bzgl. Wärmedämmung ABER die Grösste Schwachstelle sind die mitunter etwas zu gross ausgeschnitten Löcher (weil man die Spannstangenlöcher in der Schalung auch hinter der Dämmung suchen muss !) für diese Mauerstärken die wiederum Wärmebrücken darstellen !!! ... und wenn jemand jetzt auf die
    Idee kommt man könnte ja die Dämmung für die Mauerstärke Nicht ausschneiden sondern NUR die Spannstange durch die Dämmung zu schieben muss ich jetzt gleich sagen "NEIN" das geht nicht sobald ich unten den Beton reinschütte geht die Schalung oben zusammen weil sich dann die Mauerstärken durch den Druck in die Dämmung schieben.
    -
    Bleiben wir bei den Mauerstärken ... die sitzen also in der Dämmung ... womöglich wirds doch eine WU-Konstruktion ? ... in der Regel werden Mauerstärken in dem Bereich so hergestellt da sie eine sogenannte Sperrschicht haben ... sobald da Wasser ansteht wird das in den Beton umgeleitet ... ABER was passiert wenn diese Sperrschicht im Dämmbereich liegt ? ... richtig bei den Mauerstärken kann das Wasser dann hinterwandern !
    -
    Fazit: Um eine vernünftige Abdichtung (was auch immer drauf muss nach DIN 18195) herstellen zu können brauche ich dazu eine Massive Oberfläche ! ... Um meinen Keller als Wohn- bzw. Hobbyraum Ohne riesen Energiekosten nutzen zu können Brauch ich KEINE Wärmebrücken !
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    Die Auflösung des Rästels heißt "KEINE DÄMMUNG IN KELLERSCHALUNG EINLEGEN !"
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    MFG "noch Fragen ?" ???
     
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  3. ISYBAU

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    fast 5 jahre ist der artikel alt aber nach wie vor aktuell ... interessant und einleuchtend
     
  4. martin123

    martin123

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    Dem schließe ich mich an - sehr interessant und nachvollziehbar.

    Obwohl dieses Verfahren der Kellerdämmung bei uns hier gängige Praxis ist, kann ich mich auch nicht damit anfreunden.
     
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