Dämmung Sheddach

Diskutiere Dämmung Sheddach im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo Leute! Habe da eine Halle mit einem Sheddach. Das Dach besteht aus fast halbkreisförmigen Betonbindern (12cm stark). Ca. 1970 wurden 4cm...

  1. gurki

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    Hallo Leute!
    Habe da eine Halle mit einem Sheddach. Das Dach besteht aus fast halbkreisförmigen Betonbindern (12cm stark). Ca. 1970 wurden 4cm Styropor aufgebracht und mit Pappe geflämmt, etwa 1980 zusätzlich 3 cm Steinwolle und Kunststofffolie.
    An der Nordseite der Dachteile befindet sich durchgehend eine Einfachverglasung.

    Nun soll die Dämmung verbessert werden, da aus der ehemaligen Produktionshalle ein Baumarkt werden soll.
    Die Verglasungen zu tauschen ist nicht so schwierig, jedoch die Dämmung bereitet Kopfzerbrechen.
    Welchen Dämmstoff kann man für die gebogenen Teile empfehlen? Und wieder Kunststofffolie drauf?
    Sollte die alte Dämmung entfernt werden?

    Vielen Dank für eure Tipps.
     
  2. #2 VolkerKugel (†), 07.02.2006
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    Keiner ´ne Idee ...

    ... ich im Prinzip auch nicht.

    Eine Halle mit der gleichen Dachkonstruktion gehört zu einer Druckerei, die ich seit nunmehr gut 10 Jahren immer mal wieder mit An- und Aufbauten versehe, weil´s Geschäft gut läuft.

    Die Probleme mit diesem Sch... dach haben wir wegen dem fehlenden Quergefälle im unteren Scheitel immer noch nicht richtig im Griff. Auf dieser Sch... dämmung kann man keinen vernünftigen Anschluss zu den mittlerweile errichteten seitlichen höheren Anbauten herstellen.

    Du bist Energieberater und müsstest wissen, welchen U-Wert Du brauchst. Meiner unmaßgeblichen Ansicht nach kannst Du nur die jetzigen Dämmschichten bis auf den Rohbeton abtragen und dann mit geschlitzter Mineralfaser WLG 035 die entsprechende Dämmstärke herstellen.
    Für die Abdeckung fallen mir da erstmal nur Zinkblechprofile ein.

    Freundliche Grüße . Volker
     
  3. gurki

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    Vielen Dank für die Antwort.

    Der U-Wert ist nicht das Problem. Wenn ich eine geeignete technische Lösung habe, kann ich mir das ausrechnen.

    Aber welche Lösung ist technisch gut machbar? Ich bin kein Experte in baulichen Dingen.

    Einige meiner Kunden (ich bin Energieberater für Gewerbe und Industrie) haben solche Dächer, und oft stellt sich die Frage wie diese Dächer mit vernünftigen Aufwand thermisch verbessert werden können. Ich will auch keinem Dachdecker vorschreiben, was er zu tun hat, es geht mir darum dem Kunden einen möglichen Lösungsansatz aufzuzeigen.

    Bisher bin ich auf die die folgenden Dämmstoffe gestoßen, die mir geeignet erscheinen: apriflex (PUR) und apricell ProForm (PUR) von aprithan oder multifoam (aufgespritzt).

    Hat jemand Erfahrungen damit?
    Wie werden diese abgedichtet, abgedeckt?
    Weitere Ideen?
     
  4. #4 MLiebler, 08.02.2006
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    Servus,

    das mit dem PUR-Ortschaum sollte man gleich wieder vergessen:
    - was sagen die Brandschutzvorschriften dazu?
    - Du holst Dir im Prinzip Sondermüll auf´s Dach
    - Die Vögel picken gerne drin rum...
    Mein Vorschlag:
    - alles runter bis auf die Betonteile
    - Neuaufbau mit Dampfsperre-Dämmung-Dachdichtung, Folie oder Bitumen ist Geschmackssache, natürlich mechanisch ausreichend befestigt, das rechnen die Dichtungshersteller dem Dachdecker schon aus
    - um Quergefälle und einen sauberen Anschluß an das Fensterband zu bekommen, sollte man darüber nachdenken, die Fensterhöhe entsprechend zu reduzieren. Wie breit ist denn die Halle?
     
  5. #5 Gast360547, 08.02.2006
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    geht nur...

    Moin,

    ...mit einer grundsätzlich neu erstellten Konstruktion.

    Gefälle in den Kehlbereichen entweder mit Gefälleplatten. Die kann jeder einigermaßen pfiffige PS-Schäumer erstellen oder mit Gefälleboden vom Zimmermann.
    Die Tonnenshedds mit mehrlagiger weicher MIFA und anschließend abschalen.

    Ich bring mich schon wieder um eine Planung :(

    @ gurki,
    wo steht denn die Hütte?

    Grüße
    stefan ibold
     
  6. gurki

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    Danke, ist also nicht ganz aussichtslos die Sache.

    Der Hinweis mit Brandschutz ist sehr gut, darauf muss man bei PUR sicherlich achten.

    Die Hallenbreite ist 42 m, ein Gefälle ist bereits vorhanden, da die Teile auch in der längsrichtung etwas gekrümmt sind.

    @stefan ibold: Die Halle steht in Oberösterreich, wird wohl nicht in deinem Arbeitsgebiet liegen.

    Wir kommen einer möglichen Lösung also schon näher:
    - Alles bestehende runter
    - Dampfsperre (notwendig auf Beton?)
    - Mehrlagig Steinwolle oder ähnlich mit entsprechender Befestigung
    - Abdichtung Kunststoff oder Bitumen

    Vielen Dank für die Tipps!
     
  7. #7 MLiebler, 08.02.2006
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    Servus,

    da wär ich aus Nordbayern ja noch näher dran :-))
    Dampfsperre ist immer notwendig.
    In der Fläche sieht es ja recht einfach machbar aus.
    Schwieriger werden die Details in den Anschlüssen, Ecken.
    Dort muß aufgepasst werden, das keine Wärmebrücken entstehen
     
  8. #8 VolkerKugel (†), 08.02.2006
    VolkerKugel (†)

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    Ich habe mir gerade nochmal ...

    ... Deinen Schnitt angesehen.

    Die problematischsten Teile dürften da ja die Fensteranschlüsse sein, vor allem im oberen Bereich bei den jetzt ja anscheindend auch nicht gedämmten Stirnseiten der Shed-Schalen.

    Von mehreren Lagen weicher Mineralwolle würde ich abraten und eine einlagige geschlitzte Schicht bevorzugen wie sie auch bei der Fassadendämmung im Bereich von Rundungen eingesetzt wird.
    Zum Brandschutz: in die örtlichen Vorschriften gucken - ich kenne nur die hessischen.

    Freundliche Grüße . Volker
     
  9. #9 Gast360547, 09.02.2006
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    hmm

    Moin,

    die Wölbung ist negativ, da würde ich keine Kuststoffbahn als Abdichtung verwenden, weil die beim Schrumpf aus der Kurve gehoben wird :)

    Anschluß an Fenster ist bei entsrpechenden Rahmen kein Problem.

    Grüße
    si
     
  10. #10 VolkerKugel (†), 09.02.2006
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    Moin Moin ...

    ... die dauerhafteste Lösung wäre sicherlich eine fachgerechte Zinkblechabdeckung mit den erforderlichen Schiebenähten und -stücken.

    Folien-UV-Beständigkeit hin und her. Ich traue dem Kram nicht so recht, vor allem weil ich bei den Rundungen hier ja auch keine Kies-Schutzschicht aufbringen kann.

    Bei den Fenstern sehe ich schon noch Probleme, die ein guter Fensterbauer aber sicher lösen kann, wenn er eine Detailskizze über die geplante Führung der Dämmung kriegt.

    Freundliche Grüße . Volker
     
  11. H.PF

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    @ V K

    Ich würd lieber Formteile aus Wellblech nehmen, die kann man dann auch mal ohne Probleme entfernen und neue Lüfter oder Schornsteine enibauen. Die kommen bei Industriebauten doch ständig auf neue Ideen.

    Ausserdem kann man mit Wellblech sooo schöne Sachen machen[​IMG]


    Gruß Holger
     
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