Dämmung unter der Bodenplatte?

Diskutiere Dämmung unter der Bodenplatte? im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, Unser Bauvorhaben kommt jetzt in die "Ausführungsphase" Das heißt, daß wir kurz vor den begin der Erdarbeiten stehen. Wir...

  1. #1 martin_67, 16. April 2007
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    Hallo zusammen,

    Unser Bauvorhaben kommt jetzt in die "Ausführungsphase"
    Das heißt, daß wir kurz vor den begin der Erdarbeiten stehen.

    Wir bauen ohne Keller, und bekommen eine Fußbodenheizung. Die elastische Bodenplatte soll ca. 25cm mächtig sein.

    Ist es sinnvoll, Wärmedämmung unter der Bodenplatte vorzusehen?
    Oder reicht die Wärmedämmung unter dem Estrich?

    Gruß
    Martin Schrod
     
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  3. #2 Carden. Mark, 16. April 2007
    Carden. Mark

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    Sie stehen kurz vor dem Beginn.
    Der Baggermotor läuft warm.
    Und die Planung beginnt erst jetzt?????

    Was sagt Ihre Berechnung zur EnEv??
     
  4. #3 martin_67, 16. April 2007
    Zuletzt bearbeitet: 16. April 2007
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    Die ENEV-Berechnung ist ohne Dämmung unter der Bodenplatte.

    Die Idee kam uns eigentlich durch's Studium des Forums. Daher die Frage, ob die Dämmung energetisch viel ausmacht.
    Ich geh davon aus, daß wir durchaus "mehr" dämmen dürfen, als in der ENEV ausgerechnet wurde.

    Ich komm durch's lesen im Forum eigentlich jeden Tag auf neue Erkenntnisse.
     
  5. #4 C. Schwarze, 16. April 2007
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    Dämmung ist schön und gut, aber unterm Estrich preiswerter und einfacher zu realisieren.(eps zu xps, Druckfestigkeit)
    Machste die unter die Bopla, zahlste mehr für die (Spezialdämmung) + anteilsmäßig mehr für die (Zusatz)statik + ggf. Änderung der Ausführung beim Fundamenterder ggf. in V4a etc..

    Es gibt bereits dazu zahlreiche Freds + einen bzw. auf bau.de nen 2. oder nen bei den diestatiker.de über Sinn und Unsinn der Wärme/Kältebrücken bzw. der Kosten der Vermeidung jener gegenüber Änderung im Aufbau, bei den aufsteigenen Wänden, wenn du nur unterm Estrich dämmst, falls da wieder jemand einen Einwand hat.
     
  6. #5 Carden. Mark, 16. April 2007
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    Das Argument Fundamenterder bei nicht Unterkellerten Bv. zieht nicht.
    Das Zeug heißt ja FUNDAMENTerder - daher soll es ja in das Fundament:D

    Es ist aber tatsächlich so, dass der Hauptwärmeabfluss über die Streifenfundamente zu vermuten ist - diese liegen im kältesten Bereich.
    Daher auch die Frage nach der Berechnung zur EnEv - Wärmedämmung ist ein Gesamtpaket.

    Die Frage zur Statik läßt sich mit einem Anruf beim Statiker klären.
    Der würde dann ansagen welche druckbelastbare Perimeterdämmung angesagt wäre.
     
  7. #6 C. Schwarze, 16. April 2007
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    Herr Carden, bewerten Sie die EnEV nicht über. Jedes Haus, was nicht gerade außergewöhnliche Ecken und Erker hat, erfüllt diese beim hinsehen.
    Und wenn man es drauf anlegt, kann man sogar mit der EnEV schlechter bauen als mit der WSch95.
    Das heißt schon was.
     
  8. #7 Carden. Mark, 16. April 2007
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    Aber danke für den Hinweis
     
  9. #8 martin_67, 17. April 2007
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    Nene, ich wollte die Dämmung unter der Bodenplatte wenn dann zusätzlich. Aber da das dann zu Problemen mit dem Fundamenterder führen könnte, lassen wir's dann doch sein.
     
  10. Bruno

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    Danke an alle Beteiligten, dass ich einem phantastischen Entscheidungsprozess beiwohnen durfte :) Ich rekapituliere das Unfassbare:

    Die Frage:

    Ist es sinnvoll, Wärmedämmung unter der Bodenplatte vorzusehen?

    Die Antworten:

    Statt dies mit dem Hinweis zu beantworten, dass es auf das Ziel ankäme (bei Hunger kann z.B. Essen sinnvoll sein, bei Durst eher nicht), tauchen Antworten auf, die sich mit allerlei Sinn, Sinnfreiem und Vermutungen befassen, bis hin zur Sinnhaftigkeit der EnEV an sich:

    ... Sinn und Unsinn der Wärme/Kältebrücken bzw. der Kosten der Vermeidung jener
    ... ist aber tatsächlich so, dass der Hauptwärmeabfluss über die Streifenfundamente zu vermuten ist
    ... bewerten Sie die EnEV nicht über


    Keine Silbe zur Quantifizierung: was kostets - was bringts? Dabei wäre hier echte Energieberatung das Gebot der Stunde gewesen. Es verwundert deshalb nicht, dass die Auseinandersetzung mit dem Sinn der Dämmung - nämlich der Energieeinsparung - letztlich außen vorgeblieben ist. Es kommt also zur

    Entscheidung:

    ... da das dann zu Problemen mit dem Fundamenterder führen könnte, lassen wir's dann doch sein

    Phantastisch angesichts der in den Antworten gelieferten Basis:

    ... ggf. Änderung der Ausführung beim Fundamenterder ggf. in V4a etc.
    ... Das Argument Fundamenterder bei nicht Unterkellerten Bv. zieht nicht
     
  11. #10 Carden. Mark, 17. April 2007
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    klär mit bitte auf - was ist dadran falsch.
    Waren im überigen immer Stellungsnahmen zu vorgehenden Antworten.

    Und dieses bitte nicht außer Acht lassen

    Jetzt muss ich aber wieder los und eine Betonsohle auf Dämmung schütten.
    PS: Die geschalten Fundamente sind schon innenseitig gedämmt - die äußeren werden noch.
    Bleibt nur die Fundamentaufstandsfläche.
     
  12. #11 martin_67, 17. April 2007
    Zuletzt bearbeitet: 19. April 2007
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    Danke Bruno, aber vielleicht war meine Frage auch zu unpräzise.

    es geht mir schon darum wie groß der Wärmeverlust über die Bodenplatte sein kann.
    Ich hab da einfach kein Gefühl für.
    Wände X%
    Fenster X%
    Bodenplatte X%
    Dach X%

    Eine Dämmung unter der Bodenplatte würde bei uns ca. 3.500 EUR Material kosten.
    Aber ob sich die zusätzliche Dämmung lohnt, das ist die große Frage.
    Die Dämmung unter dem Estrich kommt ja auch. Die Bodenplatte ist recht dick, und unter der Bodenplatte sind ca. 80cm Kies/Recycling Material.

    Und das mit dem Fundamenterder, hab ich jetzt mal im Elektroforum separat angefragt.
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?p=156569#post156569

    Gruß
    Martin
     
  13. martin_67

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    Doppelpost
     
  14. Bruno

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    Ich hätte gestern schon geantwortet, wenn die anderen Antworten nicht zu schnell gekommen wären. Jetzt geht es ja in die richtige Richtung.

    Um ein Gefühl für die Effizienz der zusätzlichen Dämmung zu vermitteln:

    Eine Bodenplatte ohne eine solche und mit angenommenen 10 cm Dämmung unter dem Estrich hat einen U-Wert von ca. 0,32. Der Transmissionswärmeverlust nach unten beträgt ca.:
    [U-Wert] * 5 [Liter Heizöl pro m² und Jahr] = 1,5 Liter Heizöl pro m² und Jahr (oder ein Äquivalent).

    Mit 10 cm Dämmung unter der Bodenplatte verbessert sich der U-Wert auf 0,18. Das entspricht einer Einsparung von:
    (0,32-0,18)*5 = 0,7 Liter Heizöl pro m² und Jahr.
    Das sind bei angenommenen 150 m² Fläche (ggf. umrechnen) ca. 0,7*0,60 Ct *150 = 60 €/Jahr.

    Mit 20 cm Dämmung unter der Bodenplatte verbessert sich der U-Wert auf 0,12. Das entspricht einer Einsparung von:
    (0,32-0,12)*5 = 1,0 Liter Heizöl pro m² und Jahr.
    Das sind bei angenommenen 150 m² Fläche ca. 1,0*0,60 Ct *150 = 90 €/Jahr.

    Jetzt kann man besser entscheiden, ob diese Einsparungen eine Investition von 3.500 € (zuzüglich Lohn, evtl. zuzüglich Mehrkosten Fundamenterder etc.) rechtfertigen. Falls die Dämmung allein wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen ist, wovon ich hier ausgehe, gibt es noch ideologische und spekulative Aspekte: Umwelt-, Klima-, Ressourcenschutz, explodierende Energiepreise in der Zukunft (die die Wirtschaftlichkeitsberechnung sprengen).
     
  15. Bruno

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    Es mag ja sein, dass die Aussagen an sich nicht zu beanstanden sind. Aber schau mal, welche Folgerungen der Fragesteller daraus gezogen hat. M.E. keine, weil nur schwer möglich.
     
  16. martin_67

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    Danke für die Antworten.

    Überlegend :-)
     
  17. #16 C. Schwarze, 20. April 2007
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    4 Dinge fehlen noch.

    1. Keller wird nur zeitweise beheizt und hat eh eine stete Mindesttemparatur.
    Die erhoffte Einsparung wird geringer.

    2. Die wenigsten finanzieren die 3500 Euro aus eigener Tasche, selbst eine 30% Eigenkapitalquote haben die wenigsten. Die da enstehenden Zinsen und Tilgungsraten dürften ähnlich belastent sein wie, stetig steigende Energiekosten.

    3. Wenn man die 30% Eigenkapital nicht braucht, können diese angelegt werden, mit 10-20% je nach Risikoklasse und Anlagedauer.
    Oder eben bei der Hausfinanzierung eingesetzt werden.

    4. Bei den in den Raum gestellten 3500Euro plus x bleibts ja nicht, 10-12% Honoarkosten kommen ja auch noch hinzu.
     
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  19. #17 Christ 32, 7. Mai 2007
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    wir haben ein KFW 60 Haus ohne gedämmte Bodenplatte, nur 12 cm unterm Estrich und umlaufend ca. 60 cm tief die Streifenfundamente gedämmt. Ich stand damals vor der selben Frage ob zusätzlich noch was drunter sollte und alle Befragten haben die Sinnhaftigkeit damals verneint. Ebenso wie eine Kombination einer Sole/ Wasser- WP mit ner Solaranlage, ist zwar gut gemeint aber rechnet sich nie.

    Sparen Sie sich die 4.000,- für die Dämmung unter der Platte und leisten Sie sich statt dessen ne Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für ne ähnliche Summe , zu dem Ökogedanken kommt noch ein deutlicher Komfortgewinn.
     
  20. Landbub

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    Unser Haustechniker errechnete eine Return of Investment in knapp 70 Jahren bei heutigen Energiepreisen * 1,5. Wir habens dann bei der Dämmung unterm Estrich belassen. Allerdings sind bei uns nur 60% vom Keller beheizt.
     
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