Dämmung unter Fußbodenheizung

Diskutiere Dämmung unter Fußbodenheizung im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo liebe Forengemeinde, ich habe mir eine Altbausanierung angenommen und stehe vor einer Entscheidung, bei der Ihr mir hoffentlich helfen...

  1. #1 Thorsten1687, 14.12.2020
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    Hallo liebe Forengemeinde,

    ich habe mir eine Altbausanierung angenommen und stehe vor einer Entscheidung, bei der Ihr mir hoffentlich helfen könnt.

    Ich habe 30mm für die Dämmung unter der Fußbodenheizung und würde diese gerne mit PUR in WLG 023 ausfüllen. Darunter befindet sich ein unbeheizter Keller.

    Ich weiß, dass dies nicht die optimale Dämmstärke ist.

    Zusätzlich könnte ich noch die Kellerdecke dämmen, hier hätte ich noch 20-40 mm Platz, die ich auch mit PUR WLG 023 ausfüllen könnte.

    Würdet Ihr mir aus wirtschaftlicher Sicht zur zusätzlichen Kellerdeckendämmung raten oder kann ich mir den Aufwand sparen.

    Vielen Dank im Voraus!
     
  2. #2 Gast56382, 14.12.2020
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    Musst rechnen, dann kann man mehr sagen. Ubakus rechner verwenden!
     
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  3. #3 simon84, 14.12.2020
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    es gibt eigentlich wenige Arbeiten die noch günstiger sind als eine Keller decken Dämmung in eigenleistung.
    Da fällt doch wirklich nur das Material an.

    ob es „wirtschaftlich“ ist kommt drauf an wie du das hin und her rechnest.

    welcher Wärme Erzeuger wird verwendet ?
     
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  4. #4 Thorsten1687, 14.12.2020
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  5. #5 simon84, 14.12.2020
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    Dann ists nicht ganz so wild, weil du nicht so viel davon profitierst von der VL Temperatur noch ein paar Grad runterzugehen. (Bei einer WP wäre das anders)

    Wie viele qm Kellerdecke wären denn zu dämmen?

    Also ich würds aus dem Bauchgefühl raus vermutlich eher machen als lassen.
     
  6. #6 Thorsten1687, 14.12.2020
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    70 qm aber etliche Stromkabel und Leitungen, die alle irgendwie mitverarbeitet werden müssten.

    Ich kann das leider nicht vernünftig berechnen, aber ich habe in einem anderen Forum gelesen, dass 4cm an pur wlg 023 unter der FBH in Ordnung ist.

    Ich habe nur 1cm weniger, daher tendiere ich dazu es zu lassen.
     
  7. #7 simon84, 14.12.2020
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    Ist bei Dämmung immer so, der erste cm bringt am meisten der letzte am wenigsten.

    wie definierst du wirtschaftlich ?

    bei der FBH geht es ja auch darum dass sie überhaupt funktioniert, grade im Altbau. Das wird mit den 3cm PUR schon gegeben sein
     
  8. #8 Thorsten1687, 14.12.2020
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    Wenn mir 50 Euro jährlich über den keller verloren gehen ist das für mich in Ordnung. Wenn es mehr ist würde ich dämmen.
     
  9. #9 Fred Astair, 14.12.2020
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    Das kannst Du selbst ausrechnen. In #2 wurde Dir dazu ein wertvoller Hinweis gegeben.
     
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  10. #10 simon84, 14.12.2020
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    Wenn du eine armierte Betondecke hast, dann verbesserst du dich durch die 30mm PUR Dämmung von einem U-Wert von über 4 gegen den Keller auf ca. 0,6
    Wenn du von unten an der Decke noch mal mit 30mm PUR dämmst, landest du bei einem U-Wert von ca 0,248. Das erfüllt sogar die EnEV.

    Die billigsten PUR Platten mit 30mm kosten Material vielleicht knapp 10 EUR / qm.
    Das heisst bei 70 qm sind das nur 700 EUR Material.

    Bei 50 EUR im Jahr wäre das schon in 12 Jahren reingespart. Mal ganz abgesehen davon, dass die FBH mehr "Heizwärme" nach oben abgeben kann.

    Das Problem, bzw. die Tatsache, dass du die Masse der Geschossdecke als Wärmepuffer hast kannst du so leider nicht lösen, das wäre nur mit 6cm PUR obenauf gegangen statt 3cm.

    Also wenn du mal nach einem Heizungsausfall etc. komplett neu aufheizen musst kann es schon ein wenig dauern.

    Natürlich geht nicht die meiste Wärme "Nach unten" verloren, das Haus hat ja schliesslich auch noch andere Teile der Hüllfläche wie das Dach und die Außenwände.
    Nicht umsonst steht aber in fast jeder Empfehlung der Energieberater bei Altbauten mit FBH die Dämmung der Kellerdecke als sinnvolle Einzelmassnahme drin !

    Ob das bei dir im Haus jetzt 10, 50 oder 100 EUR pro Jahr ausmacht, das kann dir niemand aus dem FF beantworten !
    Wird das Gas in den nächsten 10 Jahren billiger oder teurer?
     
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  11. #11 Andreas Teich, 15.12.2020
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    Bei Stromkabeln auf der Decke könntest du die erste Lage in Dicke der Installationen ausführen und diese ausschneiden.
    Die zweite Lage darüber durchgehend verkleben, also jeweils 20 mm Platten verwenden.
     
  12. #12 Thorsten1687, 22.12.2020
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    Ich habe mich jetzt nach langem hin und herrechnen gegen die kellerdeckendämmung entschieden.

    Hab somit einen uwert von 0,6. In der enev steht, dass der zusätzliche wärmeverlust nach unten durch eine FBH ab einem uwert von 0,5 weniger als 2% ist und daher zu vernachlässigen ist. Ich bin ja nur 0,1 drüber, ist dies noch vernachlässigbar oder muss ich mir da Sorgen bezgl. Mehrverbrauch machen?

    Vielen dank im voraus!
     
  13. #13 simon84, 23.12.2020
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    Wo in der EnEV steht das genau ? Also paragraph etc. Würde mich tatsächlich interessieren

    Wie immer bei Dämmung, der erste cm bringt am meisten der letzte am wenigsten. Schon gut dass du überhaupt gedämmt hast und noch dazu mit einem
    Der wärmetechnisch besten Materialien.

    kellerdecke kann man immer noch machen...
     
  14. #14 Thorsten1687, 22.01.2021
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    Nach DIN V 4108-6 (6.1.4) muss bei Einbau einer Fußbodenheizung der zusätzliche Transmissionswärmeverlust einer Flächenheizung ΔHT,FH an die Außenluft, das Erdreich oder an unbeheizte Räume gesondert ermittelt werden. Gemäß Auslegung dieses Sachverhalts vom Deutschen Institut fur Bautechnik vom 12.06.2002 wird davon ausgegangen, dass bei einem Bemessungswert der Wärmeleitfahigkeit von 0,04 W/(mK) und einer Dämmstoffdicke zwischen Heizfläche und konstruktivem Bauteil von 8 cm der zusätzliche Wärmeverlust vernachlassigbar klein wird. Aus diesem Grund kann unter den genannten Voraussetzungen auf eine gesonderte Ermittlung des zusätzlichen Transmissionswärmeverlustes einer Flächenheizung
     
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