Dämmung von Anbau mit Ziegel-Einhängedecke über abgehängter Rigipsdecke

Diskutiere Dämmung von Anbau mit Ziegel-Einhängedecke über abgehängter Rigipsdecke im Spezialthema: Wärmebrücken Forum im Bereich Bauphysik; Hallo Gemeinde, Hallo Profis, Hallo Realisten, es stellt sich mir die Aufgabe oder Überlegung, einen bislang unbeheizten und meist ungenutzten...

  1. webber

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    Hallo Gemeinde, Hallo Profis, Hallo Realisten,
    es stellt sich mir die Aufgabe oder Überlegung, einen bislang unbeheizten und meist ungenutzten Anbau nach der Verlegung einer Fußbodenheizung und dem Wunsch nach einer Nutzung als Küche entsprechend nach oben zu dämmen. Zwischen Grundlattung und alter Decke sind lediglich 50 mm Platz. Das Ganze Gebäude ist nicht sonderlich gedämmt, daher muß man auch hier im Anbau nicht die Grenze des Möglichen erreichen. Aber irgend etwas sollte schon in die Decke. Wie sieht's mit einer Dampfsperre/-bremse aus? Die alte, leicht schräge Decke ist auf der Oberseite mit Dachpappe belegt.
    Ich würde mich freuen, Eure Meinungen oder Ideen zur Umsetzung, verwendetem Material etc. zu erfahren.
    Bin für jeden Tipp/ Gedanken dankbar.
     
  2. #2 dertill, 30.11.2018
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    Wie ist denn der Rest, sprich Seiten und Boden aufgebaut?
    Die feuchtetechnisch einfachste Lösung wäre eine Dämmung auf der kalten Seite mit XPS oder PU - also oben auf der Dachpappe und dann erneut abdichten / anschließen. Eine Innendämmung riskiert hier, dass der Taupunkt in die Ziegel wandert. Ließe sich mit Dampfbremsfolie vermeiden, ist aber anfällig.
     
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  3. webber

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    Ringsrum sind gemauerte Wände. 3 Außen- und 1 Innenwand. Ein Mix aus rotem Sandstein und Ziegeln. Ungedämmt mit Kalk-Zementputz. Mauerwerk schon Jahrzehnte alt. Putz neu. Bodenaufbau etwa so: Mutterboden, 2 Lagen Geotex, 40-50 cm Schotter, PE-Folie, Sauberkeitsschicht ca. 15 cm Beton, Elefantenhaut verschweißt, PE-Folie, Noppenplatten für FBH mit 50 mm Styropor, ca. 50 mm Zementestrich über Heizrohr, Nivellierspachtel.
     
  4. #4 petra345, 03.12.2018
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    10 cm wäre deutlich besser gewesen. Die Erderwärmung wäre geringer. Aber heute würde ich auch 20 cm zwischen FBH und Erdreich für sinnvoll halten.

    Man hat eben eine große Übertragungsfläche und eine warme Betonplatte mit den Heizrohren, also eine relativ große Temperaturdifferenz. Dort ist Dämmung wichtiger als an der aufgehenden Wand mit der geringeren Temperaturdifferenz.
    Es haben auch schon Leute 25 cm unter dem Estrich verlegt.



    .
     
  5. webber

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    Viele Dinge wären besser gewesen. Aber jetzt ist es nun mal, wie es ist und ich muß mich mit dem Zustand arrangieren, den ich habe und nicht mit dem, den ich gerne hätte und der vielleicht baulich korrekt wäre. Das Gemäuer dürfte aus den 40er oder 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammen. Da muß man sich vernünftigerweise Grenzen beim Umbau setzen. Ich müßte mal alte Aufzeichnungen oder Fotos raussuchen. Vielleicht war die Styroporlage auch dicker. Mehr als 80 mm sind es aber sicher nicht.
     
  6. #6 simon84, 04.12.2018
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    Leider gibt dir die EnEV ziemlich klar vor, wo dämmungstechnisch diese Grenzen gesetzt sind bzw. was du erreichen musst.

    Um Aufbauhöhe am Boden zu sparen könnte man statt FBH auch mit normalen Heizkörpern arbeiten !
     
  7. webber

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    Leider gibt dir die EnEV ziemlich klar vor, wo dämmungstechnisch diese Grenzen gesetzt sind bzw. was du erreichen musst.

    Um Aufbauhöhe am Boden zu sparen könnte man statt FBH auch mit normalen Heizkörpern arbeiten !

    Die StVO gibt mir auch viele - sicher grundsätzlich sinnvolle - Dinge vor. In der Welt da draußen funktionieren aber viele Dinge davon eben nur bedingt. Wenn in einer Autobahnbaustelle Tempo 60 erlaubt sind, alle Fahrzeuge dort mit Tempo 80 Fahren, dann bin ICH - wenn auch StVO-konform fahrend - mit meinen strikt eingehaltenen 60 km/h Grund für viele Überholvorgänge und Gefahrensituationen.

    Ich hatte mein Eingangsposting bewußt mit "Hallo Gemeinde, Hallo Profis, Hallo Realisten" eingeleitet.
    Das strikte Einhalten der EnEV bei einem uralten Haus ist ein Luxus, den ich mir nicht leisten werde. Der Aufwand stünde in keinem positiven Verhältnis zum Ergebnis.

    An der Aufbauhöhe läßt sich nichts mehr ändern. Die Arbeiten sind ja schon seit langer Zeit abgeschlossen. Es ging lediglich darum, die (in diesem Fall oberste Geschoß-) Decke zumindest etwas zu dämmen.
     
  8. #8 dertill, 04.12.2018
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    Die Außendämmung des Daches sollte hier, wie bei vielen Flachdächern die einfachste und sicherste Lösung sein. Hier kannst du auch ohne Probleme die EnEV einhalten - nach oben ist in der Dämmstärke ja keine Grenze. Außenwände bieten sich ebenfalls zur Isolierung an. Da lässt sich dann auch wärmebrückenfrei die Dachdämmung anschließen.
     
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  9. webber

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    Ja, das wäre ein gangbarer Weg. Das Dach müßte eh gemacht werden, da ich schlichtweg nicht weiß, wie es sich im Streßfall verhält. Da wir hier von einer Raumgröße/Dachfläche von ca. 5x2,5 m sprechen... sicher eine gemütliche Wochenendaufgabe.
     
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  10. #10 simon84, 04.12.2018
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    :28: Ich wollte nur darauf hingewiesen haben.
    Eine andere Sichtweise ist ja auch, dass die drakonischen Strafen in keinem Verhältnis zu den Mehrkosten stehen.
    Und da reicht schon ein neidischer Nachbar der dich anhängt.

    Zum Thema StVo sehe ich ja jeden Tag in der Arbeit die Zustände mancher Autos, trotz zweijährlicher bzw. jährlicher Tüv Pflicht.

    Drück dir auf jeden Fall die Daumen, bei den 13 qm Dach kannst du das sicher auch gut schaffen von oben zu dämmen.
     
  11. webber

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    Einen direkten Nachbarn gibt es nicht.
    Da hat man auf dem Land doch schon einige Möglichkeiten. Hätte auch vor 9 oder 10 Jahren schon eine Kleinkläranlage in Betrieb nehmen müssen.
     
  12. #12 simon84, 04.12.2018
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    In einer Küche wird vermutlich auch öfter mal eine (Abluft?) DAH laufen, die führt generell das Heizkonzept ad absurdum ;)

    FBH würde ich mir echt überlegen, ob das sinnvoll ist...
     
  13. webber

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    Demnach müßte also jede Küche mit FBH, in der ab und an eine DAH läuft... aus energetischer Sicht ein Supergau sein?
    Die FBH ist ja nun schon verbaut, funktioniert und bleibt auch.
    Meine Frage sollte lediglich die Möglichkeiten der Dämmung nach oben beleuchten.
     
  14. #14 Lexmaul, 04.12.2018
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    Wieso führt eine Abzugshaube das Konzept ad absurdum?
     
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  15. webber

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    Um das Ganze an einer Stelle zu beenden, wo die Diskussion in Grundsatzfragen und den verschiedenen Weltanschauungen versinkt... verweise ich auf die entsprechenden Ausnahmeregelungen und Möglichkeiten der Befreiung von den Auflagen der EnEV. Ich werde mit dem alten Haus in den nächsten 10 Jahren nicht in einen Bereich kommen, wo sich ein EnEV-konformer Umbau rechnen könnte. Die einzige Chance dafür wäre wohl ein Heizölpreis von 8,-€/Liter. Und in dem Fall reaktiviere ich Holzofen und Norwegerpullover.
    Die ganze Diskussion betrachtend bin ich in der Sache kaum ein Stück weiter. Die Sache mit dem Styropor unter der Dachpappe las sich am plausibelsten.
    Werde also - wie in den letzten 10 Jahren auch schon - weiter "intuitiv" agieren. Das soll keine Kritik am Fachwissen und der Kompetenz der User hier sein. Aber einem Bau"experten" fällt es offensichtlich schwer, gedanklich mal von seinen ISOs Und DINs loszulassen und auch mal Notlösungen zu akzeptieren, wo diese unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten die richtige Wahl sind.
    Ich danke allen Beteiligten für die Tipps.
     
  16. #16 simon84, 05.12.2018
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    Naja, es geht hier um einen kleinen, nicht gut gedämmten Anbau mit einer Küche.

    So eine Ablufthaube, wenn die mit 300 oder 600 Kubikmeter pro Stunde bläst, die haut dir die gewärmte Luft raus wie sonst noch was.
    Das ist so wie 20 komplett offene Fenster gleichzeitig.

    Und die EnEV wurde für Gebäude erstellt, nicht für kleine Anbauten, die als Küche benutzt werden.

    Ich würde hier einen normalen Heizkörper vorsehen, der kann auch wesentlich besser nachheizen.
    Bei FBH verlierst du doch durch die Küchenzeile schon viel Platz.
     
Thema: Dämmung von Anbau mit Ziegel-Einhängedecke über abgehängter Rigipsdecke
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