Dampfbremse auf unverputztem Drempel

Diskutiere Dampfbremse auf unverputztem Drempel im Spezialthema: Wind- und Luftdicht Forum im Bereich Bauphysik; Hallo Folgendes Problem: Bei unserem EFH-Neubau (36,5 ytong, Innenputz angebracht, noch kein Aussenputz) wurde durch den Bauträger ein BDT...

  1. Jensar

    Jensar

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    Hallo

    Folgendes Problem:

    Bei unserem EFH-Neubau (36,5 ytong, Innenputz angebracht, noch kein Aussenputz) wurde durch den Bauträger ein BDT durchgeführt (n50-1,7). Gleichzeitig beauftragte ich auf meine Kosten einen SV mit Infrarot-Leckagesuche. Besonders im Bad wurden erhebliche Leckagen festgestellt, konnten wegen bereits vorhandener Trockenbauwand aber nicht genau lokalisiert werden.

    Problem: Die Dampfbremse wurde auf den unverputztem Drempel angebracht, nur mit Primur, ohne Anpreßlatte. Ein Rohrbündel (drei Rohre) wurden zusammen an die Dampfbremse angeschlossen. BL meint, nach dem Aussenputz wird alles besser und es liegt kein Mangel vor. Ich versuche jetzt über einen Anwalt die Sache zu klären, glaube aber nicht an ein Einlenken des BT. Zur Not würde ich die Leckagen im Bad gern selbst beheben, aber wie?

    1.)Drempel verputzen oder
    2.)Ein Stück Dampfbremse an die vorhandene Dampfbremse anschließen und bis auf den Rohfußboden (kein Estrich hinter der Trockenbauwand) runterziehen?

    Und was mach ich mit dem Rohrbündel (2 Heizungsrohre für den Spitzboden und die Abwasserentlüftung) ?

    An den drei DFF wurden ebenfalls Leckagen gefunden, kann man die als Laie selber beheben? GK-Platten sind noch nicht verspachtelt.

    HELFT MIR BITTE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
     
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  3. Eric

    Eric

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    Kannst Du bitte mehrere Fotos einstellen?

    Zitat: BL meint, nach dem Aussenputz wird alles besser und es liegt kein Mangel vor.

    Es kann allenfalls der Innenputz gemeint sein. Denn die Luftdichtheit muß auf der Hausinnenseite hergestellt werden.

    Rest müßte ich mir auf den Fotos ansehen.

    Tipp: BT ist mit dem BDT durchgefallen. Also muß er nach Nachbesserung auf Verlangen nochmals durchgeführt werden. Denn der BT hat bis zur Abnahme die Mangelfreiheit dieses ganz wesentlichen Punktes ( Feuchtraum Bad mit Leckagen und weitere Leckagen an den Fenstern ) zu beweisen. Zu dem 2. BDT-Termin sollte vorsorglich Theaternebel mitgebracht werden. Außerdem kann man die Leckagen auch messen: http://www.luftdicht.de/visualisierung.htm#mit Thermoanemometer

    Die Leckagen müssen wohl besonders zahlreich und gravierend gewesen sein, weshalb der BDT-Unternehmer, der vermutlich immer mit dem BT zusammenarbeitet, sich erst gar nicht bemüht hat, einzelne Leckagen zu lokalisieren.

    Beispiele von Fehlern mal hier ansehen: http://www.luftdicht.de/hgf.htm

    Du machst hier gar nichts selbst. Denn der Unternehmer ist zur Nachbesserung und zum Beweis der Beseitigung des festgestellten Mangels verpflichtet.
     
  4. ilis

    ilis

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    Warum?
    Wenn "nur" EnEV, dann gilt doch 3.0 und die werden ja erfüllt. Und alles über 0.0 ist doch eigenlich immer ein "Leck"?

    "Unser" BD-Mensch (gemessen: 1.4, Bau nach EnEV Standard) hat jedenfalls auch eine Lüftströmungen gefunden, die (nach seiner Info) allerdings von der Strömungsgeschwindigkeit (< 0.5 m/s?) im Rahmen bleiben. Das Verspachteln hat er zwar auch erwähnt, meinte allerdings, dass gerade im Dach/Rigips Bereich das nicht so viel bringt, weil der Raum hinter dem Rigips ja ein einziger Raum sei und bei weniger "Löchern" die Luft dann halt nur schneller strömt.
     
  5. Eric

    Eric

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    Sind die Leckagen - wie er schreibt -erheblich, dann dann darfs die auch mit n50-1,7 nicht geben. Denn dann ist Konvektion und Tauwasserausfall in der Dachkonstruktion zu befürchten.
     
  6. ilis

    ilis

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    Bin zwar nicht blond, aber ich verstehe es immer noch nicht.

    Wie ist denn "erheblich" definiert?
    Immerhin sind die Leckagen insgesamt ja nicht so groß, dass der EnEV Standard nicht gehalten wird. Sind solche Leckagen überhaupt irgendwo definiert? Gibt's eine max erlaubte Strömungsgeschwindigkeit?
     
  7. Jensar

    Jensar

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    Hallo,

    danke erstmal für die schnellen Anworten.

    Der BDT wurde durch den BT beauftragt und bezahlt. Da die Luftwechselrate eingehalten wurde meint unser BL, dass der BDT bestanden ist. Die Leckagen wurden durch den von mir beauftragten SV mit Infrarotkamera festgestellt.

    Mit dem Infrarotprotokoll konfrontiert bekomme ich vom BL folgendes zu hören:

    - die neuen Häuser sind sowieso viel zu dicht
    - nach dem Aussenputz ist alles wieder gut
    - es liegt kein Mangel vor

    Am besten gefiel mir die Aussage, dass sich der Trockenbauer alles nochmal angeschaut hat und alles in Ordnung ist (welch Wunder...).

    Ich glaube die halten mich für ziemlich blöd. Aber was soll ich machen. Vielleicht hilft ja böse Post vom Anwalt (Androhung Kündigung Bauvertrag). Auf meine eigenen Aufforderungen zur Mängelbehebung bekam ich nur die bereits geschriebenen Antworten.

    Die Sache mit der eigenen Mängelbehebung soll ja nur die absolute Notlösung sein, falls sich der BT weiterhin querstellt.

    Also wie mach ich`s denn nun?

    Mit dem Bild versuch ich`s später nochmal.

    Danke im Vorraus.
     
  8. muelleto

    muelleto

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    Volle Zustimmung.
    Wo ist bei dem gemessenen Wert von n50=1,7 das Problem. Nur wenn das Gebäude eine Lüftungsanlage hat muss der Wert von 1,5 eingehalten werden. Ansonsten nach EnEV alles im Lot.
    Habt Ihr mit dem BT einen Mindestwert für den BDT vereinbart?

    Gruß
     
  9. Herbert

    Herbert

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  10. Jensar

    Jensar

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    Ich denke schon, dass hier trotz einem Wert von 1,7 ein Problem vorliegt.

    Was hilft mir der Wert, wenn das Haus dicht ist, aber die warme feuchte Luft an einer Stelle durchpfeift und mir die Dämmung durchnäßt. Gerade im Bad besonders gefährlich, denke ich. Im Übrigen haben wir jetzt im Spitzboden auf einer Fläche von ca 10cm x 40cm einen nassen Streifen (Kondenswasser) an der Unterspannbahn in der Höhe, in der das Rohrbündel (2mal Lehrrohr, 1mal Abwasserentlüftung) schlecht an die Dampfbremse angeschlossen wurde.
    Für mich persönlich ist das der Supergau und ich hoffe das BL und BT endlich aufwachen und was unternehmen. Ansonsten ist der Anwalt jetzt eingeschaltet und ich bin gespannt was passiert...

    Gott sei Dank ist bald alles vorbei. Oder?????????
     
  11. Jensar

    Jensar

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    Hallo,

    Gibt es denn heir keine Trockenbauer oder sonstige Experten, die mir meine eingehende Frage beantworten könne? drempel verputzen oder Dampfbremse auf Rohfußboden runterziehen? Und was ist mit dem Rohrbündel?

    Helft mir !!!!:konfusius
     
  12. #11 VolkerKugel (†), 28. November 2007
    VolkerKugel (†)

    VolkerKugel (†)

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    Lieber Jensar ...

    ... ohne aussagekräftige Bilder (siehe Eric weiter oben) kann von hier aus gar nix gesagt werden :konfusius .
     
  13. sepp

    sepp

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    ???
    leckagesuche bei unverputzten drempel innen und aussen?
    die dampfbremse muss an einen sauberen und glatten untergrund angebracht werden, i.d.r ist dort meist ein ringanker aus beton, oder nicht?
    wenn nicht sollte der anschluß-untergrund geglättet sein.
    bis zum boden ziehen ist unnötig, wenn der anschluß sauber ausgeführt wurde.
    wie die rohrdurchführungen hergestellt werden, kannst du hier nachlesen.
    http://www.doerken.de/dachdetails/de/data/Allg_Verlegehinweise2.pdf
     
  14. Jensar

    Jensar

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    Also in meinem persönlich Bauexpertenforum-Fotoalbum ist das Bild, ich kriegs aber einfach nicht in den Artikel hochgeladen->Fehler beim Hochladen:motz:frust:confused:
     
  15. Jensar

    Jensar

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    Mann muss sich nur zu helfen wissen.
    Das Bild ist jetzt unter meinem Namen.
    Ich hasse Computer....
     
  16. widder72

    widder72

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    hallo
    ich bin baubetreuer und bei einem bau hatte ich genau das selbe problem: die aussenwand wurde hinter den trockenbauwänden (vor außenwänden) nicht verputz oder verspachtelt. alle rohranschlüße sind allerdings dicht verklebt und auch die folie ist exakt am ringbalken angeklebt. beim blow-door test allerdings haben wir die luftströmung bemerkt, welche (da fehlender aussenputz) doch erheblich war. nun werden wir den trockenbau abbauen und alle mauerwerksfugen verspachteln. einerseits sagt die ziegelindustrie, dass mauerwerk einseitig nass verputzt als winddicht gilt - macht aber keine aussage,ob innen oder aussen. meinem verstand nach, muss auch ein von aussen verputztes mauerwerk luftdicht sein, denn dadurch erzeuge ich ja eine stehende luftschicht in der wand und in der trockenbauvorwand. und weshalb sollen 3cm außenputz schlechter sein als 1,5cm innenputz? zumal wir auch T9 poroton steine haben - mit granualtfüllung (nicht luftdicht aber besser als ohne). um aber nicht für spätere, durch eventuell falsches wohn- oder lüftungsverhalten, entstandene bauschäden belangbar gemacht werden zu können, bessern wir alles nach.
     
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  18. #16 BauherrHilflos, 14. Februar 2008
    BauherrHilflos

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    Meine Erfahrung

    ..als Laie..
    Bei uns wurde eine Wand im Bad auch nicht verputzt, weil ja noch Rigips davor kommt. Aber auch nach dem Außenputz konnte man später bei BDT in dem Bereich Problemstellen finden.
    Gerade im Bereich der Fußfette(?; Balken längst auf dem Drempel) zog Luft von der Außenseite am Balken vorbei, bis durch die Ritzen im Bad.
    Nachhaltig kann ich nur empfehlen: Dampfsperre an der Wand (ende der Dachschräge plus ca. 3-4 cm) ankleben, und dann einputzen.

    Dieses Verputzen und noch kleine weitere Undichtigkeitsbeseitigungen haben beim nächsten BDT eine Verbesserung von ca. 0,5 im n50 Wert gebracht.
     
  19. Shai Hulud

    Shai Hulud

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    Hallo Jensar,

    Das mit Problem mit dem Hochladen ist bei vielen Nutzern und bei mir auch.

    Im Moment hat noch niemand Zugriff auf dein Bild. Bitte mal das ins Fotoalbum geladene Bild als öffentlich kennzeichnen. Dann einen Beitrag hier einstellen mit eingefügter Grafik mit den Link aus dem Fotoalbum "vB-Code IMG". Zur Kontrolle die Vorschau benutzen.
     
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