Dampfbremse Dach und Brandmauer

Diskutiere Dampfbremse Dach und Brandmauer im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo liebe Forenmitglieder, ich stehe vor folgendem Problem: 1. Wir haben einen Anbau in Holzrahmenbauweise errichten lassen. Die Wand zum...

  1. #1 lollorosso, 12.07.2004
    lollorosso

    lollorosso Gast

    Hallo liebe Forenmitglieder,

    ich stehe vor folgendem Problem:
    1. Wir haben einen Anbau in Holzrahmenbauweise errichten lassen. Die Wand zum Nachbarn mußte eine Brandwand sein. Derzeitiger Aufbau von außen nach innen: Brandschutzplatte System Knauf (sieht aus wie
    Zement oder Gips), Holzständer, Gefache ausgefüllt mit Steinwolle, GKF-Platte. Wie sieht es hier mit der Dampfbremse aus. Das bei normalem Wandaufbau eine OSB Platte die dampfbremsende Funktion erfüllen kann habe ich hier im Forum schon gelesen. Aber eine GKF-Platte ist doch ein bissl wenig, oder?

    2. Was soll man denn noch glauben bezüglich der Dampfbremse im Dach? Aufbau von außen nach innen: Ziegel, Lattung, USB (0,02m Sd-Wert), Sparren vollgedämmt mit 18cm Steinwolle Rockwool WLG 035, Dampfbremse, Lattung, GK-Platte Knauf.
    Ich habe schon gehört:
    a) im System bleiben, heißt Rockfol mit einem sehr hohen Sd-Wert von 100m!!!!! Also sehr dicht.

    b) bloß alles diffusionsoffen bauen, Stichwort Klimamembran, Sd-Wert 2cm-5m

    c) bei Einsatz von natürl. auch feuchte auf- und abnehmenden Dämmstoffen wie Hanf, etc. diffusionsoffene Klimamembran aber bei Mineralwolle (die Feuchte nicht gerne wieder abgibt) lieber dicht machen mit Sd-Wert 100m.

    Was denkt Ihr darüber?
    Euer lollorosso
     
  2. #2 NBasque, 12.07.2004
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    Wärmeschutznachweis

    was wurde denn im Wärmeschutznachweis (resp. Feuchteschutznachweis) gerechnet?

    Ziel ist es, so diffusionsoffen als möglich zu bauen.

    Für die Dampfbremse im Dach heißt das, eine leichte Dampfbremse einzusetzen, z.B. ProClima DB o.ä - Sd-Wert 2,3 m; eine "Klimamembran" - ich denke Sie meinten feuchteadaptive Dampfbremse zu verwenden, ist im Neubau mit niedrigen Holzfeuchten rausgeschmissenes Geld.

    Die Wand zum Nachbarn benötigt - sofern gleiche Temperaturen vorherrschen - überhaupt keine Dampfbremse, da aufgrund fehlenden Dampfdruckgefälles keine Feuchtigkeit in die Dämmung eindringen kann. Hier sollte die Knauf Feuerschutzplatte ledigleich eine feuchtepuffernde Wirkung übernehmen.
     
  3. #3 lollorosso, 12.07.2004
    lollorosso

    lollorosso Gast

    Danke für die schnelle Resonanz,

    die Wand zum Nachbarn ist eine Außenwand! Zwischen den Häusern sind ca. 1,20m Abstand. Ich vergaß das zu erwähnen.

    Ich glaube (kann jetzt gerade nicht nachgucken, bin aber zu 99%sicher) in der Wärmeschutzberechnung ist eine PE Folie drin.

    Im Dachstuhl wurde auch eine PE-Folie mit einem Sd-Wert von 50m angegeben. Da ich so eine Folie bei keinem Hersteller gefunden habe, bin ich mißtrauisch geworden. Eine Nachfrage beim Ingenieur ergab, daß es sich bei den Angaben in der Wärmeschutzberechnung um standadisierte Angaben im Computerprogramm handelt!??? Also nix verstehn in Athen...und kam kein Stück weiter.

    Aber zurück zur Brandwand: Wie sieht es aus mit der Brandwand, wenn sie eine Außenwand ist?
     
  4. #4 NBasque, 12.07.2004
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    Dampfbremse

    Wenn die Brandwand geichzeitig Außenwand ist, muß eine dem Wandaufbau entsprechende Dampfbremse unter der inneren GFK eingebaut werden.

    Solche Statiker, die Pauschal eine PE-Folie in ihren Berechnungen verwenden, weil sie sich nicht die Mühe machen, die Sd-Werte gängiger Produkte einzupflegen, sollten von Feuchteschutzberechnungen die Finger lassen.

    Fordern Sie vom Statiker zumindest die Angabe eines Mindest Sd-Wertes für die Dampfbremse der Brandwand.

    Ersatzweise bitte genauen Wandaufbau mit Materialstärken - ebenfalls Angabe des Putzes - dann kann ich eine Feuchteschutzberechnung machen.
     
  5. #5 lollorosso, 12.07.2004
    lollorosso

    lollorosso Gast

    Hallo Herr Basque, (ha, vielleicht sind Sie ja auch eine Frau?)

    heute abend, wenn ich zuhause bin, werde ich den genauen Wandaufbau posten. Rumgestochere im Nebel macht keinen Spaß und schon gar nicht beim Bauen...mit dem Architekten und dem Hersteller sind wir noch nicht weiter! :yikes
    Gruß
    Lollorosso
     
  6. #6 lollorosso, 12.07.2004
    lollorosso

    lollorosso Gast

    Außenwandaufbau Brandwand

    Also:
    von außen nach innen
    15mm Fermacell Bauplatte HD Z 91 inkl. Außenputz, WLG 0,40 und mü=40

    Holzrahmenkonstruktion mit innenliegender Wärmedämmung Mineralwolle 16cm und WLG 0,35

    Fermacell Gipsfaserplatte 12,5mm, WLG 0,32 und mü=13.

    Die techn. Werte habe ich der Homepage der Fa. Fermacell entnommen.

    Wie sieht es nun aus Herr Basque?
    Gruß
    Lollorosso
     
  7. #7 NBasque, 13.07.2004
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    Letzte Nachfrage

    Was für ein Putz wurde aufgebracht?

    - Mineralisch ?, Stärke ? Zweilagig mit Gewebeeinbettung ?

    - oder Silikatputz ? oder ?


    Am besten Angabe des Herstellers und der Herstellerbezeichnung.

    Ich habe eine gut sortierte Datenbank erstellt, da dürfte eigentlich alles drin sein, was Rang und Namen hat.
     
  8. #8 lollorosso, 13.07.2004
    lollorosso

    lollorosso Gast

    Putz weiß ich noch nicht genau

    Hallo Herr Basque,

    leider wurde die Art des Putzes auf der Außenseite der Brandwand nocht nicht festgelegt. Können Sie etwas empfehlen? Wahrscheinlich müßte man versuchen etwas ebenfalls sehr diffusionsoffenes zu nehmen. Ich kümmere mich morgen mal und hoffentlich kann ich gegen abend wieder etwas dazu posten...
    bis dahin schon mal vielen Dank für Ihre Hilfsbereitschaft.
    Gruß
    Lollorosso
     
  9. #9 lollorosso, 15.07.2004
    lollorosso

    lollorosso Gast

    Wandaufbau

    Auf der Außenseite:
    Auf die Bauplatte HD von Fermacell wird an den Stößen ein Armierungsband (d=0,2mm) eingebettet mit 'Armierungskleber HD (alles Produktpalette von Fermacell). Darüber kommt ein Leichtmörtel HD in den ein Armierungsgewebe HD eingebettet wird. Schichtdicke des Leichtmörtels HD 6mm bei einem mü-Wert von 8. Anstrich Silikatfarbe.
     
  10. Oggy

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    Hmm nach dem kronoworld.com Taupunktrechner fällt da Tauwasser in der Wand an....
    Eine Folie oder OSB Innen würde das verhindern.

    Da fehlt noch irgendwas....

    Grüße Andreas
     
  11. #11 hscholl, 16.07.2004
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    Brandwand

    @ hallo lollorosso,
    die Anforderung "Brandwand" macht mich stutzig:
    Nach BauONW wäre Ihre Außenwandkonstruktion noch nicht mal
    F90/F30 Gebäudeabschlusswand-Qualität. Für Brandwände sind noch höhere Anforderungen gegeben. Bitte also noch mal den brandschutztechnischen Standart genau prüfen.
    So ist die Kuh noch nicht vom Eis.
     
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