Dampfbremse nicht dicht, bedenklich trotz n50=1.4 im BDT ?

Diskutiere Dampfbremse nicht dicht, bedenklich trotz n50=1.4 im BDT ? im Dach Forum im Bereich Neubau; Neues Reihenendhaus, Blower-Door-Test gemacht, und trotz Gesamtergebnis von n50=1.4 (bis 3.0 erlaubt nach EnEV) rät der Sachverständige...

  1. arndt314

    arndt314

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    Neues Reihenendhaus, Blower-Door-Test gemacht, und trotz
    Gesamtergebnis von n50=1.4 (bis 3.0 erlaubt nach EnEV)
    rät der Sachverständige dringend, die nachgewiesenen Lecks
    in der Dampfbremse im Dach zu untersuchen und zu sanieren.

    Ich suche jetzt nach einer zweiten Meinung, wie bedenklich
    der Fehler ist, und ob es vielleicht ausreicht, dass Dachgeschoss
    auf der Gipskarton-Ebene abzudichten.

    Ich hab' das Haus schon abgenommen. Wollte den Blower-Door
    Test vorher machen, aber Bautraeger hat sich quergestellt.
    Als er mir dann ein Pruefprotokoll gezeigt hat, nach dem im
    Rahmen seiner Stichprobe in meinem Haus n=1.3 gemessen
    wurde, hab' ich dann eingelenkt. Meinen eigenen BDT hab
    ich eigentlich nur machen wollen, um Fehler in den Fensterdichtungen
    zu finden.

    Die hab' ich auch gefunden, nur bei der Luftstroemung aus den Fugen
    der Gipsverkleidung im DG wurde der Ingeniuer sehr ernst und raet
    mir dringend, dem nachzugehen, sonst wuerde das Dach sehr
    wahrscheinlich Schaden nehmen.

    Den Dachaufbau hab ich anhand von Fotos rekonstruiert
    (von innen nach aussen):

    - Isover Vario KM Dampfbremse
    - Minrealwolle
    - Diffusionsoffene Unterspnnbahn
    - keine Hinterlueftung (oder so duenn, dass ich es auf
    den Fotos nicht erkennen kann)
    - Dachziegel

    Es zieht bei 50 Pascal Unterdruck aus dem BDT oder auch
    bei Dunstabzugshaube auf grosser Stufe aus der Fuge zwischen
    Estrich und den senkrechten Gipsverkleidungen am unteren Teil
    der Schraegwaende sowie aus den Rissfugen am Giebelsnschluss
    der Dachschraegen.

    Quantifizieren kann ich den Luftug nicht, wuerde aber schaetzen,
    dass ein Drittel der gesamten Leckstroemung
    dadurch geht (also etwa 550 m3/h / 3 = 200 m3/h bei 50 Pascal)


    vielen Dank fuer Eure Einschaetzungen,

    Arndt
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 23. Januar 2006
    Ralf Dühlmeyer

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    Mal so...

    ein Beispiel aus der Praxis.
    Ich betreue gerade einen DG-Ausbau (Altbau - ergo KEINE Neubaufeuchte). MiWo + Klimamembran vorletzte Woche, danach Stösse und Anschlüsse kleben. Anschluss an die Fusspfette an einer Stelle! nicht sauber eingedichtet. Freitag gesehen und beanstandet, aber scheinbar nicht gleich behoben (Der Architekt wieder mit seiner Pingeligkeit). Heute morgen ist ein kleiner Wasserrand drunter von Kondenswasser. Da wurde den Trockenbauern aber sehr karaibisch unterm Hemd :wow , wat sone kleines Loch anrichten kann!
    Ich muss dem guten Mann recht geben. Nicht allein die Leckrate ist aussagekräftig, wichtig ist wieviel Löcher es sind und WO sie stecken.
    Ich würde Ihnen den selben Rat geben.
    MfG
     
  4. Martin K

    Martin K

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    möchtegern Bauherr ohne Bauplatz
    Verstehe ich das richtig:

    - Reihenendhaus gekauft oder bauen lassen
    - BDT vor Abnahme wurde vom Bauträger verweigert (warum?)
    aber er zog eine eigene "Stichprobe" aus dem Ärmel wo alles OK war
    (wie macht man eine BDT Stichprobe?)
    - Der nachträglich durchgeführte BDT ergibt: Der Gesamtwert ist OK, aber im
    Dachgeschoß ist es undicht. (Sieht wohl so aus als ob der "Rest" sehr dicht ist.)
    - Die Undichtigkeit können Sie auch mit der Dunstabzugshaube nachvollziehen
    - Der Sachverständige meint dringend(!) nachsehen und evtl. reparieren
    - Es existieren Fotos vom Dachaufbau, aber wie es da wirklich aussieht wissen Sie nicht

    richtig?

    Also ich als Laie würde nachsehen und evtl. reparieren wollen.

    Gruß
    Martin
     
  5. arndt314

    arndt314

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    Dachbilder aus der Bauphase

    Danke fuer die Antworten!

    Hier einige der Bilder, die ich in der Bauphase gemacht habe.

    Vielleicht kann jemand anhand der Bilder erkennen, ob evtl.
    der Giebelwand- oder der Bodenanschluss der Dampfbremse
    falsch ist?

    Ich habe versucht, die wichtigen Stellen, also insbesondere
    die Wandanschluesse, als Vergroesserung in voller Aufloesung
    (aus 5 Megapixel) hinein zu montieren (hoffe die Bilder sind
    trotzdem nicht zu verwirrend...)

    Dass der Bautraeger den BDT vor der Abnahme verweigert hat
    war wirklich etwas dubious, und die Begruendungen haben gewechselt.
    (Zuletzt weil ein Gutachter die Fliesen zerkratzen wuerde...)

    Dass er wirklich einen eigenen BDT gemacht hat im Rahmen einer
    Stichprobe ist jedoch plausibel, weil dieses Haus in der Bauphase
    immer das erste des gesamten Bauabschnitts aus vielen Hauesern war,
    und dann macht es auch Sinn, den BDT dort zu machen, wenn man
    sich schon auf eine Stichprobe beschraenkt.
    Er hat ihn aber erst gemacht, als das DG schon fertig war und der
    Gips verspachtelt, waere vorher auch nicht moeglich gewesen, weil
    das Haus erst relativ spaet dicht gemacht wurde (die Rollaeden kamen
    sehr spaet rein)


    danke und Gruss,

    Arndt
     
  6. Tommi

    Tommi

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    Meine Erfahrung

    BDT gemacht, n=0,6 (also sehr guter Wert)

    Leckagensuche mit bloßer Hand, Windgeschwindigkeitsmesser und Nebelgenerator.

    Trotzdem einige Fehlstellen gefunden, u.a. eine fehlende Fensterdichtung mit Windgeschwindigkeit von 7-10 m/s bei 50 pa Unterdruck.

    Gruß

    Tommi
     
  7. Schnukine

    Schnukine

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    Eigenes Leid:

    BDT am 6.1.06, n=1,1, Leckagen im DG vermutet, Empfehlung Deckenpaneelen runter und Leckagen orten und abdichten. Am 17.01.06 lief dann prompt Wasser aus der Dampfbremse die Wand runter, also alle Deckenpaneelen runter, Dampfbremse freigelegt, erneuter BDT am 24.1.06 mit Leckageortung Ergebnis: Schweizer Käse, heisst, bei 20 undichten Anschlüssen haben wir aufgehört zu zählen. Stellenweise ist die Dämmung nass, ob bereits Schimmel in der Konstruktion ist noch ungewiss.
    Ich kann nur raten der Sache dringendst nachzugehen. Lieber jetzt als in ein paar Jahren die Spätfolgen, die werden teurer!
     
  8. arndt314

    arndt314

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    kurzer Update:

    habe Infrarot-Aufnahmen machen lassen,
    mit der aufgebohrten (=aller Siebe und Klappen
    beraubten) Kuechen-Abzugshaube als Unterdruck-Erzeuger.

    2 Fehler hat der Gutachter gefunden:

    - 2 "blaue Flecken" (=Lufteintrittsloecher) in der Flaeche,
    die aber verdaechtig nahe am Mast der Satellitenantenne
    sind

    - rund ums Dachflaechenfenster auch blau, was darauf
    hindeute, dass die Folie dort nicht oder falsch angeschlossen
    ist

    Wenn der erste Fehler tatsaechlich von der Antennen-Montage
    kommt (was fast offensichtlich ist), hab' ich jetzt noch das Problem,
    dass die Antenne nach der Abnahme montiert wurde. Zwar von dem
    Elektriker, der auch alle uebrigen Arbeiten fuer den BT gemacht hat,
    aber halt in meinem Auftrag, und der Bauleiter hatte ihm verboten,
    sie vor der Abnahme zu montieren. Ich hatte den Bauleiter damals noch
    gefragt, ob er Angst ums Dach hat, und er sagte, "nein, nur Angst
    um den Elektriker, wegen Haftung, wenn er runterfaellt...".

    2 Fragen an die Experten:

    - wenn im Bereich der Antenne die Dampfbremse von aussen
    beschaeigt wurde, kann man sie dann auch von aussen
    reparieren?

    - Muss ich im Bereich des Fensters den Gips selbst oeffnen,
    um den Mangel nachzuweisen, oder reicht dazu das Infrarot-Bild?

    Danke und Gruss, Arndt
     
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  10. arndt314

    arndt314

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    Infrarotbilder

    nochmal hallo,

    hier einige der Infrarot-Bilder und das Photo der Antennen-Kabeldurchfuehrung,
    die ich aufgrund dieser Bilder freigelegt habe.

    Ich bin jetzt unsicher, wie ich weiter vorgehen soll.
    Die Kabeldurchfuehrung hab' ich mittlerweile von einem
    Trockenbauer dicht verkleben lassen (den Elektriker hab'
    ich nicht wieder gesehen...), aber die Leckrate im Dach ist immer
    noch zu gross
    (Ich kann den Sog der Dunsthaube im Tuerspalt deutlich fuehlen,
    den Effekt hab' ich nur im Dachgeschoss, die anderen Raeume sind
    deutlich dichter)

    Nach Ansicht des Thermografen ist das Fenster ebenfalls mangelhaft.
    Bisher fehlt mir die Entschlossenheit es zu oeffnen, ich will sicher sein,
    dass wir die Infrarotbilder richtig interpretieren.

    Fuer mich ist es schwierig, Lufteintrittsstellen von Luftaustrittsstellen
    zu unterscheiden (die Luft kommt irgendwo in den Zwischenraum zwischen
    Dampfbremse und Gipsplatten hinein, und irgendwo wieder raus. Beides
    ist "blau" in den Waermebildern, aber ich suche ja nur die Eintrittsstellen.

    Verunsichert bin ich jetzt, weil ich bei den juengsten Schneefaellen
    die Schnee-Tau-Bilder verglichen habe, da war mein Fenster voellig
    unauffaellig, das vom Zwillingshaus 20m weiter aber sehr auffaellig
    (=rundum abgetaut)

    Dafuer ist bei meinem Dach ganz oben in der Ecke (Ecke First/Giebel)
    ein Quadrat, was reproduzierbar schneller abtaut. Diese Stelle ist im
    Bereich des Spitzbodens, also fuer die Thermografie von innen nicht
    zugaenglich.

    Wie auch immer, vielleicht hat jemand Tipps fuer mich, wie ich die
    Waermebilder vom Fenster deuten muss, und ob ich aus den
    Schnee-Bildern was lernen kann...

    Danke und Gruss,

    Arndt
     
  11. Florian

    Florian

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    Ist es denn ein Velux-Fenster?

    Wenn ja, dann gibt es einen Dämmrahmen (BDX glaub ich), den man um das Fenster einbauen kann. Wir hatten auch extreme Temperaturunterschiede zwischen Dachschräge und Velux-Fenster. Nachdem der Dämmrahmen montiert wurde, ist alles wunderbar.

    Vielleicht fehlt dieser bei Dir, bzw. ist der Anschluß mangelhaft gemacht worden.
     
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