Darf ein Lehrling voll als Facharbeiter abgerechnet werden?

Diskutiere Darf ein Lehrling voll als Facharbeiter abgerechnet werden? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hi, ich hab mir nen Antennenmast aufs Dach setzen lassen. Bei der Anfrage sagte man mir, da würden 2 Leute kommen und das würde mit Material...

  1. #1 kickback, 17. Mai 2008
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    Hi,

    ich hab mir nen Antennenmast aufs Dach setzen lassen. Bei der Anfrage sagte man mir, da würden 2 Leute kommen und das würde mit Material ca. 300 Euro kosten. Soweit OK. Jetzt sind es aber Brutto 452, was in meinen Augen schon eine Abweichung darstellt, die nicht mehr geringfügig ist.

    Da waren allerdings 2 + Lehrling. Der Rechnung entnehme ich, dass der Lehrling wie die Facharbeiter mit 40€ die Stunde abgerechnet wurde. Zudem haben die Facharbeiter uns erklärt, der Lehrling sei nur dabei, weil er mit auf die nächste Baustelle müsse.

    Irgendwie kann ich nicht ganz einsehen, den Lehrling unter diesen Umständen mit dem vollen Facharbeiterstundensatz zu zahlen. Oder ist das vollkommen korrekt so?

    ciao

    frank
     
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  3. #2 kickback, 17. Mai 2008
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    Ergänzung: Der Gesamtpreis ist ohne Antennenmast. Den hatte ich auf Wunsch des Dachdeckers besorgt (Kathrein ZAS-41)

    ciao

    frank
     
  4. Julius

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    Hast Du einen Regiezettel (Stundennachweis unterschrieben)?

    Wenn nicht:
    Streiche den Azubi komplett aus der Rechnung und bezahle das übrige (sofern korrekt und angemessen).
    Parallel dazu dem Betrieb den Grund dafür mitteilen (förmlicher Widerspruch gegen die Rechnung)!
     
  5. #4 kickback, 17. Mai 2008
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  6. #5 Olaf (†), 17. Mai 2008
    Olaf (†)

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    Wat heißt hier Nachfrage? Nur Telefon? Sollte mich nicht wundern, wenn da jetzt jemand Erinnerungslücken hat.

    Einzige Möglichkeit, die ICH sehe: Ab zur HWK und die Angemessenheit der Rechnung prüfen lassen - man kann diese Überlegung ja schon immer mal
    im Rechnungswiderspruch anklingen lassen, ohne gleich den Knüppel wirklich raus zu holen. Die Chancen, dass da beim AN auch Überlegungen angestellt werden, sehe ich als gut an.
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Das wären dann etwa 9 Arbeitsstunden (oder. 3x3) für einen Antennenmast?
    Erschwerte Bedingungen? Lange Anreise? Zusätzliche Arbeiten (Leitungen verlegen o.ä.)?

    Ohne genau zu wissen was da auf der Rechnung steht, kann man nicht viel sagen, nur wild spekulieren. Also, Rechnung prüfen lassen. s.o.

    Gruß
    Ralf
     
  8. #7 kickback, 18. Mai 2008
    kickback

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    3*2,75 Eine Anreise taucht auf der Rechnung nicht auf. Abgerechnet wurden 8 Facharbeiterstunden.

    Nunja, Pultdach mit Eternit-Eindeckung. Platte abnehmen, Mast montieren, 6 Löcher für 6 Kabel bohren, Kabel durch Mast führen (dabei zu kurz werden lassen, siehe vorheriges Posting), Loch in Eternit-Platte sägen, Mastblei anpassen, in Dachfarbe lackieren, Platte wieder montieren, abdichten. Schüssel an Mast befestigt.

    Ich will niemanden um ihn zustehendes bringen. 2,75 Stunden lagen im angekündigten Rahmen (inkl. Anfahrt, denn anders waren mit der Anwesenheit vor Ort nicht erklärbar) Auf dem unterschriebenen Zettel standen handschriftlich 3 Namen. Meine Frau ging davon aus, dass der Stift als Stift und nicht als Geselle abgerechnet würde. Und genau das ist der Punkt, den wir an der Rechnung nicht nachvollziehen können.
    Wir hätten erwartet: 5,5 Facharbeiterstunden zu 40€ (ist dieser Stundensatz eigentlich hoch/tief/oder normal für Rhein/Main/Hanau?) und 2,75 Stiftstunden xtes Lehrjahr zu y Stunden mit y < 40

    Andererseit muss man ja nun auch sagen, dass die Summe von 8,25h auf 8 abgerundet wurde. Nur kompensiert das nicht die überhöhte Bezahlung der Lehrlingsstunden.

    Da das mit dem Pultdach aus Eternit anscheinend schwieriger ist als mit klassischen Dachpfannen, wären 2 Leute mit 2-3 Stunden für die Aktion meines Erachtens OK gewesen. Störend ist für uns die Tatsache, dass man meiner Frau morgens gesagt hat, eigentlich würden ja zwei für die Aktion reichen, aber der Stift müsse mit auf die nächste Baustelle (!!?) Deren Logistik muss ich doch nicht in dem Masse zahlen? Meinetwegen hätte der gerne im Lager (Entfernung zu unserem Haus laut Google Maps 1,2km) auf Mitnahme zur nächsten Baustelle warten dürfen :-)

    Wahrscheinlich sollte ich aber einfach froh sein, wenn sie am Montag das mit den Kabeln noch in Ordnung bringen und zahlen. Die Rechnung um 50-60 Euro zu kürzen ist den Ärger wahrscheinlich nicht wert.

    ciao

    frank
     
  9. joegeh

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    Was sagt denn der Chef zu der Rechnung?
    Hast du mit dem schon mal drüber gesprochen?
    Einfach mal fragen ob das nicht ein Lehrling war der da noch mit dabei war...
    evtl. liegt ja ein Abrechnungsfehler vor. Kommunikation ist oftmals die Lösung.:think
    Ich hätte übrigens in ein Eternitdach, wenn es denn tatsächlich astbesthaltiges Eternit ist, keine Löcher gebohrt.

    Gruß Josef
     
  10. bernix

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    Woran erkennt man das?


    @kickback: 2x3h sind vielleicht ok...manche Arbeiten gehen zu zweit besser oder schneller...in dem Fall hätte es ein Mitarbeiter aber vielleicht auch in 4 Stunden geschafft (?)
    gruss
     
  11. joegeh

    joegeh

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    Keine Ahnung, aber wenn es alt genug ist (30 jahre bohre ich da nix rein.

    etl. hätte es der Lehrling in 8 Stunden geschafft?:Brille
     
  12. Rene'

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    Hallo!

    Welches Baujahr ist das Dach? Bis 1980 gab es ausschliesslich Asbesthaltige Eternitplatten. 1991 wurde Asbest endgültig verboten.
    In der Zeit zwischen 80 und 91 wurde die Produktion bei den Herstellern mit und mit umgestellt.

    Kurz gesagt:
    Dach vor 1980 = definitiv Asbesthaltig
    Dach nach 1991= definitiv Asbestfrei
    Dach zwischen 80 und 91: Herstellungsjahr ermitteln und beim Hersteller nachfragen.

    Das bearbeiten von Asbesthaltigen Dachplatten ist im übrigen nur speziell dafür geschulten und zertifizierten Personen erlaubt!! Wenn Dir deine Gesundheit lieb ist.......

    Gruß,
    Rene'
     
  13. bernix

    bernix

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    ...die sich dann hoffentlich genau erinnern, wie es richtig gemacht wird....:28:
    -
    Ich zweifle nicht an der Sinnhaftigkeit der Gesetzgebung (mit guten Ratschlägen kann man halt einige Anwender nicht erreichen und Asbest hat halt bei falscher Behandlung ein Gefahrenpotential), sträube mich aber zu glauben, dass wegen ein paar kleiner Löcher ein asbestzertifizierter Betrieb angerufen wird.

    In dubio pro reo (im Zweifelsfall "ist" die Platte = asbestfrei)

    gruss bernix
     
  14. Rene'

    Rene'

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    Solche geschulten Personen sind in der Regel sensibilisiert was dieses Thema angeht und in deren eigenen Interesse werden sie schon die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen beherzigen.

    Auf's geradwohl bohren nur Handwerker in Asbestplatten die sowieso jede (!) Vorschrift als Humbug abstempeln. Diese werden auch nie solche Schulungen besuchen, geschweige denn entsprechende Prüfungen bestehen und ein Zertifikat erlangen.

    Jeder Auftraggeber sollte sich aus eigenem Interesse vorher kundig machen was er da auf dem Dach liegen hat. Schönreden ändert nix an den Fakten!

    Der Hausbesitzer hat eventuell schliesslich Jahrelang den Staub und die Brösel in der Bude, während der Handwerker nach 3 Stunden "aus dem Staub" ist. Im wahresten Sinne des Wortes.

    Gruß,
    Rene'
     
  15. #14 Olaf (†), 18. Mai 2008
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    Is ja...

    nicht schlecht, wenn andere von Eurem Wissen partipizieren können. Aber so richtig zielführend ist es nicht, wenn die Ausgangsfrage dabei in die Tonne geht. Weniger ist manchmal mehr.
     
  16. joegeh

    joegeh

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    Das hat jetzt aber wirklich weitergeholfen.....:konfusius:konfusius:konfusius
     
  17. Rene'

    Rene'

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    Gut gebrüllt Löwe!

    Falls es sich bei den Eternitplatten um die es hier geht um Asbesthaltiges Material handelt hat der Fragesteller wesendlich schwerwiegerende Probleme als eine nur Rechnung die 60€ zu hoch ist.
    Ich denke im Verlauf eines solchen Thread's ist es legitim darauf hinzuweisen. Falls es Dich stören sollte: Überlese es einfach!

    Gruß,
    Rene'
     
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  19. kickback

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    ciao

    frank
     
  20. jezzie

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    Hallo,

    ich kann Dir sagen, wie Auszubildende im Maler- und Lackiererhandwerk abgerechnet werden, denke mal, bei anderen Handwerksberufen müsste es ähnlich sein.

    im 1. Lehrjahr 45 %
    im 2. Lehrjahr 55 %
    im 3. Lehrjahr 65 %
    vom Stundensatz der Facharbeiter.

    Vielleicht mal bei der Innung nachfragen, dann den Handwerker im welchen Lehrjahr der Auszubildende ist.

    Gruß
    Ingrid
     
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