Darf man an eine UV in der Garage eine Wallbox montieren?

Diskutiere Darf man an eine UV in der Garage eine Wallbox montieren? im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo liebes Forum und ein gesundes neues Jahr allerseits! ich habe grade einen Thread zu dem selben Thema im Tiefbauforum laufen. Allerdings...

  1. #1 derbasti1896, 07.01.2021
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    Hallo liebes Forum und ein gesundes neues Jahr allerseits!

    ich habe grade einen Thread zu dem selben Thema im Tiefbauforum laufen. Allerdings kristallisiert sich dort heraus, dass ich die Lösung für mein Problem vielleicht lieber elektrisch lösen sollte und nicht im Tiefbau...der Reihe nach..

    Ich habe bei meinem Neubau folgende Situation:
    Das Wohngebäude wurde von einem GU errichtet. Direkt angrenzend werde ich diesen Sommer in Eigenleistung die Garage errichten.
    Ich habe in meinem Mehrspartenanschluss einen Medienkanal (Leerrohr) frei. Diesen würde ich gerne nutzen, um die Garage mit Strom und Netzwerkkabel zu versorgen.
    Von einer Unterverteilung in der Garage sollen irgendwann mal versorgt werden:
    - CEE Dose 32A & 16A
    - Gartenhäuschen ggf. mal mit Sauna
    - Wallbox 11kW
    - Licht, Garagentor, Steckdosen, Gartenpumpe
    - vielleicht später mal Beleuchtung im Garten

    Der Elektriker des GU würde mir ein 5x6mm² für die Wallbox, ein 5x16mm² für den Rest (UV Garage) und das Netzwerkkabel durch die Mehrsparte in die Garage legen wollen.
    Siehe auch Anhang. Der rote Pfeil zeigt auf das Fundament der Wand, an der die Wallbox und UV hängen sollen.

    Im Tiefbauforum haben wir herausgearbeitet, dass das fachgerecht leider nicht machbar ist. Es gibt keine Dichtungselemente, die diese drei Kabel gemeinsam in einem Rohr abdichten könnten.
    Die Frage die nun im Raume steht ist: Könnte man die Prämisse ändern und nur ein Stromkabel in die Garage legen, damit die Wallbox durch die UV in der Garage versorgt wird?
    Was muss dafür gegeben sein?

    Nach meiner Recherche sind 5x6mm² + 5x16mm² ohnehin etwas oversized. Wie seht ihr das? Würden es auch nur 5x16mm² für alle Bedarfe tun?
    Von der Hauptverteilung hätte das Kabel zur UV in der Garage ca. 22m.

    Vielen Dank und beste Grüße
    Sebastian
     

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  2. #2 Lexmaul, 07.01.2021
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    Das 16er reicht locker und ist auch zulässig. Das sollte der Elektriker aber wissen...
     
  3. #3 simon84, 08.01.2021
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    Welchen Anschluss wert hat dein Haus Anschluss ? 63A? Das ist meiner Meinung nach wichtiger, das 16 Quadrat reicht locker für alles auf die paar
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  4. #4 Sanierer82, 08.01.2021
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    Mal abgesehen davon, dass die Wenigsten zwei große Werkzeug- oder Baumaschinen an den CEE-Steckdosen gleichzeitig betreiben, während man das gleichzeitig das Elektroauto mit den vollen 11 kW läd, während gleichzeitig der 11kW-Saunaofen angeschmissen wird. Das (32 + 16 + 16 + 16 = 80 A) plus noch mal 20 A für den Haushaltsstrom gäben eine 100 A-Hauptsicherung...

    Im Ein- oder Zwei-Familien-Haus mit sagen wir mal 20 Automaten á 16 A = 320 A reicht ja eine übliche 63 A-Hauptsicherung auch vollkommen aus. Der Fall, dass so viele Steckdosenkreise belastet werden, dass die Hauptsicherungen abschalten, kommt im reinen Privathaushalt ohne angeschlossene (Hobby-)Tischler oder Dreher-Werkstatt afaik recht selten vor. Eher fliegt der eine oder die beiden Steckdosenkreise in der Wohnküche, an denen 2 Kaffeemaschinen, ein Wasserkocher und vier Waffeleisen für den Kindergeburtstag betrieben werden...
     
  5. #5 simon84, 08.01.2021
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    Das Elektroauto soll in Zukunft mit 22kW geladen werden daher ist die Frage schon relevant, da es ja auch um die Selektivität der Absicherung geht.
     
  6. #6 Fred Astair, 08.01.2021
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    Du weißt mehr als wir?

    Ich glaube nicht, dass jeder in Zukunft einen Supercharger in der Garage haben wird. Das kann nämlich kein Netz der Welt leisten. Ist auch völlig unnötig, weil Papa kaum nach dem Abendbrot mal 300 km zum Zigarettenholen fahren wird. Im Gegenteil werden sich moderate Stromstärken, per Rundruf ferngesteuert, zur intelligenten Netzauslastung durchsetzen.
     
  7. #7 derbasti1896, 08.01.2021
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    Vielen Dank für eure Rückmeldungen.
    Der Hausanschluss ist mit 63A geplant.
    Bin mittlerweile auch über diese Seite (Link darf nicht gepostet werden) gestolpert. Hieraus und aus euren Rückmeldungen schließe ich, dass man bei den 16mm² in meinem Fall gar bis 63A Absicherung gehen könnte. Das reicht natürlich locker hin. Es werden gewiss nicht der 11kW Lader, die 11kW Sauna und der 22kW Holzspalter (gibt's sowas überhaupt?) gleichzeitig auf Vollast arbeiten ;-)
    Wenn das tatsächlich alles so klappen müsste, welche Voraussetzungen gibt es noch für die Wallbox? Das separate Kabel war m.W. geplant, weil ein separater Stromkreis notwendig ist. Dieser könnte also auch einfach von der UV Garage aus ersteltt werden? Was braucht's dafür, einen FI und einen Sicherungsautomaten - oder gibt's noch mehr?

    Danke und schönes Wochenende!
    Sebastian
     
  8. #8 Lexmaul, 08.01.2021
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    Das macht dann doch alles der Elektriker :)
     
  9. #9 derbasti1896, 08.01.2021
    Zuletzt bearbeitet: 08.01.2021
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    Ich habe leider bei meinem Bauvorhaben gelernt niemandem zu vertrauen, außer meinem Bauchgefühl und meinen Fähigkeiten, mir Informationen selbst zu beschaffen - wie zum Beispiel durch eure fachkundige Hilfe.
    Der Elektriker wollte mir ja auch zwei Kabel ziehen, die kaum Sinn ergeben und nur die Kosten in die Höhe treiben.

    Zu der Wallbox noch:
    Ich halte es da wie Fred. Mir genügen 11kW.
     
  10. #10 petra345, 08.01.2021
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    5 x 16 mm² für die Garage plus ein Leerrohr für Datenleitung sollte ausreichen.
    Dieses Kabel geht zu einer Verteilung in der Garage. Von dort zweigt man die Ladestation und alles was man in den folgenden Jahren noch findet, ab.

    Zukunfsträchtig ist es auch, wenn man die Leitungen in ein 100 mm Kanalrohr verlegt.
    Obwohl die 16 mm² dann eigentlich nicht so stark belastet werden dürfen. Wegen der schlechteren Kühlung gegenüber der Verlegung im Erdreich.

    Dann ist die Datenleitung eben allein im 100 mm Rohr. Sie wird es ertragen.
     
  11. #11 jodler2014, 08.01.2021
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    Ist ausreichend für 60 km bei der E-Klasse-Hybrid und 300 km für eine Zoe .
    Bei der Zoe gefällt mir die" Begleitmusik" besser und bei der E-Klasse ist der Warnton im Rückwärtsgang einfach nur souverän..
     
  12. #12 Fred Astair, 09.01.2021
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    Bringst Du vielleicht Arbeit mit Leistung durcheinander? Wie können 11 kW (Leistung) ausreichend für eine bestimmte ereichbare Fahrstrecke (Arbeit) sein?
     
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  13. #13 Gast56382, 09.01.2021
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    Ja, hat sich bestimmt h dazugedacht...
     
  14. #14 simon84, 09.01.2021
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    Er meint wohl die Batterie die in den Autos verbaut ist kann man mit 11kW problemlos über Nacht aufladen.

    Die rangieren vermutlich so um 50 kWh rum und das reicht dann wiederum für x Kilometer :)
     
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  15. #15 jodler2014, 09.01.2021
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    Simon 84 hat's verstanden.
     
  16. #16 Fred Astair, 09.01.2021
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    Soso, mit 11 kW mal 12 Stunden = 133 kWh kann eine E-Klasse nur 60 km fahren? Dann gehört Mercedes als Energievernichter abgeschafft.
    Ich glaube eher, Simon hats nicht verstanden sondern sein Harmoniebedürfnis hat mal wieder gesiegt
     
  17. #17 simon84, 09.01.2021
    Zuletzt bearbeitet: 09.01.2021
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    Doch doch der neue E Hybrid hat keine 133 kWh Batterie sondern 13,5 !!! Und kommt damit ca 50 km weit.
    Geladen wird diese durch die ladesteuerung und angepasste Ladekurve aber an der 11 kW Wallbox mit ca 7 kW über eine Zeit von 1,5 - 2 Stunden

    wie bei vielen anderen Hybriden auch

    der neueste ZOE hat ca 52 kWh Batterie und kommt damit fast 400 km weit ,

    diese Batterie von 0-100 % zu laden schafft man mit 22kW wallbox in knapp 4 Stunden, mit 11kW dauert es ungefähr doppelt so lange

    PS. 22 kW Wallbox muss man beim Versorger genehmigen lassen. Ob das bei dem 22 kW Holzspalter auch so ist weiss ich nicht. Jedenfalls kostet eine 22kW Box nicht viel mehr als eine 11kW und ist zukunftssicherer.

    Die UV wäre ohnehin wegen dem Holzspalter (vermute mal 32A CEE Dose?) genauso abzusichern, vermute mal wegen Selektivität wird da 35A gewählt werden in der UV.

    Der Elektriker kann/darf dir auch ein Abwurfrelais einbauen, so dass z.B. beim Laden per Wallbox die CEE Dose für Spalter etc stromfrei ist und du es somit nicht aus Versehen schaffen kannst die Sicherung fliegen zu lassen.
     
  18. #18 Fred Astair, 09.01.2021
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    Ich dachte, wir reden von Elektroautos und nicht vom Steuerbescheißerle.
    Wir gingen davon aus, was eine 11 kW Wallbox zu leisten im Stande ist. Wenn dann jemand nur sein Fahrrad dranhängt, ist das nicht der Leistung der Wallbox geschuldet.
    Was ist an 22 kW zukunftssicher? So sicher, dass wenn mehrere Nachbarn ebenfalls so sozialverträglich denken ist nur, dass die ganze Straße öfter mal im Dunkeln liegt, weil man ja zu schlau ist, die Kraftwerke anzumelden.
    Zukunftssicher kann nur ein intelligentes leistungsreduziertes Lademanagement sein.
     
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  19. #19 jodler2014, 09.01.2021
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    Die 11kW Version lädt zum Beispiel mit max. 16 A.
    Man kann den Ladestrom bei einigen Modellen reduzieren.
    Die 22 kW eben mit 32 A.
    Oder mehr Trafostationen .
     
  20. #20 Fred Astair, 09.01.2021
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    Das wird nicht stattfinden, weil ein starker Zuwachs an verfügbarer Leistung im NS- und MS-Netz zu einer Aufforderung nach mehr unplanbaren Lastspitzen führt und die völlige Nichtauslastung zu Spätnachts oder an Vormittagen statfindet. Solch Ressourcenverschwendung wird es nicht geben. Jeder, der nur Mindestkentnisse von Netzsteuerungen hat, weiß dass Lastspitzen der Tod jeder wirtschaftlichen Energieversorgung sind und nur eine Glättung der Kurven und erzeugergesteuerte Laststeuerung die Zukunft sein kann.
     
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