DDR Bungalow Innendämmung: dichte Hülle oder diffusionsoffen?

Diskutiere DDR Bungalow Innendämmung: dichte Hülle oder diffusionsoffen? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Liebes Forum, vielleicht hat ja der eine oder andere einähnliches Problem gelöst oder mehr Ahnung, als mein naives Gegoogle. Wir haben einen...

  1. #1 Stellie, 11.01.2021
    Stellie

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    Liebes Forum,
    vielleicht hat ja der eine oder andere einähnliches Problem gelöst oder mehr Ahnung, als mein naives Gegoogle. Wir haben einen Kleingarten mit DDR-Bungalow, der aus einem Streifenfundament mit Beton-Dämmung-Estrich (soweit ich sehe), Fertigwandelementen aus verputztem Holz mit Polystyrol Dämmung und Pressspanplatten als Abdeckung innen und einem Wellasbestdach auf Sparträgern und einer Deckenverkleidung aus Holz und dünnem Styropor, die mit Dämmung belegt sind, besteht. Die Hütte ist also gedämmt und nicht beheizt.
    Meine Frage ist nun, wie ich die Innwände und den Fußboden am besten verkleide, um Kondensat an Bauteilen nach außen und Muff/Schadstoffen nach innen entgegenzuwirken. Wir haben zwei sehr kleine Kinder, ungiftig, günstig und arbeitsarm ist also die Devise.

    Ursprünglich wollten wir nur die Deckenverkleidung und das Wellasbest rausnehmen und ein neues Dach mit Aufsparrendämmung drauf, innen und außen Wände und Estrich mit entsprechend geeigneten Farben streichen und fertig. Nun haben wir allerdings unter dem Linoleum jede Menge schwarzen Schimmel auf dem Estrich gefunden und Google erzählt uns was von Formaldehyd in der Innenverkleidung, DDT/Lindan im Holzschutzmittel der Dachsparren und ob der ausgeprägte Muff durch Lüften und Schimmel beheben verschwindet ist auch unklar, zumal ein Wasserschaden von Innen (Wasserhahn) vor ein paar Jahren die Bude unter Wasser gesetzt hat - die Wände scheinen wieder trocken, ob das der Grund für den feuchten Estrich ist, weiß ich nicht und kann nur hoffen, dass der nicht schwimmend verlegt wurde und die Dämmung darunter nicht feucht ist.

    Hier unsere naiven Ideen:
    Dach: Das Dach soll ohnehin asbestsaniert werden - uns schwebt eine Aufsparrendämmung mit entsprechender Dampfsperre raumseitig und Innenverkleidung aus Profilholz vor.

    Boden: Wie erkenne ich schwimmenden Estrich? Der Boden wird mit Schimmel-Ex behandelt und mit Schimmelgrund gestrichen. Darauf dann ebenfalls ein gedämmter Boden und zwar so, dass der Estrich Luft kriegt - Holzleisten, Dampfbremse, Styrodur o.ä.,Dampfsperre, Latten, Dielen. Ist es mit Schimmelgrund getan, oder sollte der Estrich noch mit zusätzlichem Haftgrund und einem diffusionsoffenen (Epoxidharz) oder dichten Anstrich (Isolierfarbe oder Folie) behandelt werden? Die Ständerwände stehen direkt auf dem Estrich. Müssen diese mit vergitterten Lüftungsbohrungen in Estrichnähe versehen werden oder reichen die vermutlich vorhandenen Ritzen und Lücken?

    Innenwände: Ob eine Dampfsperre vorhanden ist, weiß ich nicht. Meine Idee wäre direkt auf die Innenverschalung aus Presspanplatten eine neue Dampfsperre aufzubringen und diese bündig mit der Dampfsperre aus Fußboden und Dach zu verkleben, so dass eine in sich geschlossene Hülle entsteht und Muff/Schimmel/Formaldehyd draußen bleibt. Ist das realistisch oder ist eine Dampfbremse oder gar keine Dampfsperre oder -bremse sinnvoller? In der Laube sind zwei Innenwände vorhanden (ein abgetrenntes Zimmer), an der entlang sowohl die Bodendämmung als auch die Dampfsperre an der Außenwand eine Lücke hätte. Alternativ könnte man auch die Dampfsperre an den Wänden weglassen und direkt auf dem Pressspahn einen diffusionsoffenen, geruchsabsorbierenden Trockenbaustoff aufschrauben, z.B. verputzte Lehmbauplatten. Was macht hier am meisten Sinn?

    Ich hoffe ich war einigermaßen verständlich, vielleicht hat ja jemand eine Mufflaube und das Problem gelöst oder einfach mehr Ahnung.
     
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