DDR haus HB 2 Dachaufstockung Holzbeton

Diskutiere DDR haus HB 2 Dachaufstockung Holzbeton im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, wir haben vor uns ein haus zu kaufen baujahr 197, ddr baustil. Dachaufstockung geplant für vollnutzbares Dachgeschoss. Infos : Haustyp:...

  1. #1 annelie81, 22. April 2015
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    Hallo, wir haben vor uns ein haus zu kaufen baujahr 197, ddr baustil.
    Dachaufstockung geplant für vollnutzbares Dachgeschoss.
    Infos :
    Haustyp: HB2
    Hersteller der Holzbetonelemente, Dachbinder, Fenster und Türen:
    VEB Bauelemente, 4401 Schköna, Kreis Gräfenhainichen
    Projekt: Erzeugnisgruppe Holzbeton
    Eingeschossiger (in diesem Fall) vollunterkellerter Flachbau mit Fundamenten aus Stampfbeton B 120 oder B 80, Kellerwände aus Mauerwerk, Kellerdecke aus I-Trägern mit
    Stahlbetonhohldielen.
    Außenwände aus Holzbetonplatten 240mm
    Innenwände aus Holzbetonplatten 150 mm
    Dachkonstruktion aus Holzbrettbindern mit 25° Neigung, Wellasbestzementeindeckung --> Dach ist erneuert worden 2000

    Wer hat Erfahrungen mit statik und durchführung einer Aufstockung auf Holzbetonplatten?
    Leider hat uns der erste statiker im stich gelassen
    Aussauge,ohne Objekt gesehen: schwieriger Fall, Holzbeton ist "unberechenbar "

    Wir würden aber gern wissen was geht..und nicht was nicht geht .

    Vielen dank für antworten!!
     
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  3. R.B.

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    Wieso "im Stich gelassen"? Wenn er den Auftrag hatte das zu rechnen, dann muss es doch Ergebnisse geben. Man bezahlt ja nicht für eine Aussage "unberechenbar", sondern der Statiker sollte doch in der Lage sein Fakten zu nennen. Oder aber er war nicht beauftragt und sollte nur mal seine unverbindliche Meinung kundtun. Dann wäre zu überlegen, jemanden mit einer genauen Untersuchung und Berechnung zu beauftragen. Anhand der Ergebniss könnte man abschätzen was geht, und was nicht, wobei das Ergebnis auch sein könnte, dass gar nichts geht (zumindest nichts was irgendwie bezahlbar wäre).

    Aus der Ferne kann Dir niemand Ratschläge geben, dafür ist die Materie zu komplex. Es kommt ja nicht nur auf das Material an, und die Wandstärke ist auch nur 1 Kriterium von vielen.
     
  4. #3 annelie81, 22. April 2015
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    Vielen Dank für ihre schnelle antwort.Der statiker wurde erstmal nur nach seiner meinung gefragt, es erfolgte kein auftrag. Da die immobilie noch nicht gekauft ist wollten wir erstmal anfragen. Schließlich kostet eine berechnung auch ordentlich geld (denk ich,als leihe).. Naja und sollte das Ergebnis negativ ausfallen wars "umsonst " und das Haus würde nicht gekauft werden,da eeingeschossig zu klein für uns.
    LG
     
  5. R.B.

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    Ohne Fakten wirst Du aber nicht weiterkommen, und ja, das wird Geld kosten, das Du unter Umständen abschreiben darfst.

    So weit ich gesehen habe, waren diese Häuser niemals für einen Dachausbau gedacht. Der Dachstuhl (Binder etc.) müsste somit definitiv runter. Man kann nun nur vermuten, dass die Wände so geplant waren, dass niemals eine Etage drauf kommen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man zu dieser Zeit statisch gesehen Ausbaureserven vorgesehen hat, zumal das Dach bzw. Dachstuhl nie dafür geeignet waren. Man hat dann wohl eher nur das Notwendigste gemacht.

    Das wiederum würde bedeuten, dass auch das komplette EG umgebaut werden müsste, und da meine ich nicht nur ein paar frische Tapeten an der Wand. Also kein Wunder, wenn ein Statiker ohne Auftrag hier nicht aktiv wird. Das kann man nicht mal "so nebenbei" klären. Nachher hast Du das Haus gekauft und der Umbau wird teurer als ein Neubau, nur weil etwas übersehen wurde, das tut sich kein Fachmann an.

    Vielleicht kriegt man auf dem Bauamt eine Kopie der Statik, dann muss aber immer noch ein Statiker vor Ort schauen, ob auch wirklich so gebaut wurde wie es in den Plänen steht. Das ist nicht selbstverständlich, also muss es überprüft werden. Danach kann er anfangen zu rechnen, und irgendwer muss die ganze Aufstockung auch noch planen. Ach ja, und irgendwer muss das alles natürlich auch noch bezahlen.

    Dir bleibt also nichts anderes übrig als das Risiko einzugehen, oder Geld in die Hand zu nehmen. Ich vermute mal, dass der Kaufpreis eine umfangreiche Sanierung bereits berücksichtigt.
     
  6. #5 annelie81, 22. April 2015
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    Ja, das Dach müsste komplett erneuert werden inkl neuem binder und holzbalkendecke, das derzeitige "Dachgeschoss " ist nicht nutzbar mit 1,90m Höhe.

    Ich hoffe hier vielleicht auf Leute zu stoßen mit Erfahrungen
     
  7. R.B.

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    Mit neuen Bindern und Holzdecke ist es noch lange nicht getan. Was nutzt eine neue Holzdecke und Dachstuhl wenn dann die Wände im EG die Grätsche machen? Das zieht einen Rattenschwanz hinter sich her.

    Ein Haus zu kaufen das umfangreich saniert werden muss, lohnt sich meist nicht, selbst wenn man nur den Grundstückspreis bezahlen muss. Da muss man wirklich mit spitzer Feder rechnen, und das geht nicht zuverlässig wenn man keine Zahlen hat auf die man sich verlassen kann.
     
  8. #7 Inkognito, 22. April 2015
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    "Wer hat viel Geld und ist recht dumm, der kauft ein Haus und baut es um."
     
  9. #8 annelie81, 22. April 2015
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    Auf solche Antworten kann ich verzichten....
     
  10. #9 Inkognito, 22. April 2015
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    Inkognito Gast

    Dann haben Sie nicht hinreichend über den tieferen Sinn dahinter nachgedacht.

    Sie sollten sich schwer überlegen wie wirtschaftlich ihr Vorhaben ist, nicht zuletzt hinsichtlich des Wiederverkaufswerts.
     
  11. Taipan

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    Ich würde bei einem HB2 einfach mal zu einem Architekten gehen, an dem Standort einen Naubau über den Daumen pielen lassen, die Abrisskosten schätzen lassen und mit diesen Infos in die Verhandlung gehen. Um den Rest kann man sich nach dem Kauf in Ruhe kümmern, auch wenn ich nicht glaube, dass sich ein solchens Gebäude ernsthaft deutlich günstiger sanieren lässt, als ein Neubau kostet.
     
  12. R.B.

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    eben, aber wer will das schon hören. :D
     
  13. #12 Thomas Traut, 23. April 2015
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    Diese Häuser wurden meist in Eigenleistung gebaut. Auch wenn die Bauherren stolz wie Bolle waren, ist da meistens jede Menge Pfusch versteckt, ganz abgesehen von den im Vergleich zu heute minderwertigen Baumaterialien. (Ich weiß, wovon ich rede, habe mir selbst mit jugendlichem Leichtsinn nach der Wende so ein Haus gekauft, wenn auch mit Gasbetonmauerwerk.)

    Mein Tipp: entweder
    1. bei guter Bausubstanz renovieren und nutzen, so wie es ist oder
    2. bei einmaliger Lage des Grundstücks und Haus quasi geschenkt weg und neu
    3. Finger weg.

    Ich würde als Statiker auch die Finger davon lassen, eine Eigenbau-Holzbetonkonstruktion mehr oder weniger unbekannter Bauart schön rechnen zu wollen. So viel Geld kann mir kein Bauherr bezahlen, dass ich das Haftungsrisiko auf mich nehmen wollte. Aber evtl. gibt es Kollegen, die da eher schmerzbefreit sind.
     
  14. annelie81

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    Vielen Dank für eure Antworten.
    Ich werde berichten...Haben im Laufe der nächsten Woche Termine mit 3 Statikern zum Vorgespräch..dann werden wir weiter sehen.

    Und ich vergaß zu berichten,dass in 50 Metern Luftlinie solch ein aufgestocktes Haus steht..Also ist es nicht so,dass es nicht geht..
    Wir wissen von den älteren Herrschaften,den eigentümern,dass der Umbau vor 15 Jahren statt fand.Der damalige Architekt nun aber leider schon verstorben ist:(..sonst wäre er unsere erste Anlaufstelle gewesen...
    das Haus steht immernoch und sieht großartig aus :D
     
  15. R.B.

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    Machbar ist fast alles, ist nur eine Frage des Preises. Da stellt sich dann schnell die Frage ob ein Neubau nicht günstiger ist, werthaltiger wäre er auf jeden Fall. Das Thema EnEV kommt ja auch noch hinzu.
     
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  17. annelie81

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    Ja auch das käme in Betracht.Man müsste die kosten gegnüberstellen. Abriss und Neubau EG+DG oder "nur"Aufstockung,vollunterkellert ist das Haus ja.
    Allerdings berechnet uns diesen Plan kein Statiker..wohl eher ein Bauunternehmen,oder?
     
  18. R.B.

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    Das ist eher eine Sache der Planung, und planen, das machen üblicherweise Architekten. Ein Statiker hat damit nichts zu tun, der muss dann sicherstellen, dass das geplante Kartenhaus nicht zusammenfällt. Baufirmen sind normalerweise ausführend tätig, sie sollen den "Plan" fachgerecht umsetzen. Es gibt auch Baufirmen mit angeschlossenem Architekturbüro, oder angestellten Architekten usw. Ob die dann Interesse an so einem Projekt haben, das kann ich nicht sagen. Letztendlich müssen auch die die Kosten mit einkalkulieren, und da es sich oftmals um größere Firmen handelt, rechnen die dann eher mit größeren Bauvorhaben.

    Es gibt viele Wege nach Rom.
     
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DDR haus HB 2 Dachaufstockung Holzbeton

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