Decke drückt sich durch - wie sanieren?

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  1. #1 Reichshof24, 13.06.2018
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    Hallo Runde
    Wir haben uns einen wunderschönen Hof in Ostthüringen gekauft und bauen den gerade zu unserem Altersruhesitz um.
    Das Wohnhaus des Hofes stammt aus der "Reichsernährungsoffensive" und wurde 1935 begonnen und 1936 fertig gestellt.
    Das Wohnhaus ist halb unterkellert. Mauerwerk ist Backstein.
    Außenwandstärke 29 cm, Innenwände 22 bzw 15 cm Backstein mit Kalkmörtel vermauert

    Hier mein Problem: Die Kellerdecke in einem Eck des Wohnhauses neigt sich nach unten, die Ziegel bekommen Risse (der frühere Eiskeller des Hauses) . Zunächst mal mit einem Sprieß und Bauholz abgestützt.
    Nach meinen Netzrecherchen handelt es sich ganz offensichtlich um eine "Steineisendecke" mit Hohlkammerziegeln und einer durch die Hohlkammern geführten Bewehrung. Von oben ist die Decke wohl damals durch eine dünne Schicht Beton (2 bis 3 cm) stabilisiert worden.

    Meine Frage:
    1) Kann man eine solche Decke wieder nach oben drücken? (hydraulisch, per mechanischer Hebeeinrichtungen)
    2) Reicht ein Unterzug aus Fertigstürzen um eine weitere Absenkung zu verhindern?
    3) Wenn ja, wie verhält sich eine solche Decke in Gesamtheit, wenn ich nur den abgesenkten Bereich durch Unterzüge abstütze?
    Würde mich über Antworten erfahrener Sanierer freuen
    Beste Grüße
    Jürgen
     
  2. SIL

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    Zu 1 eher nein es werden mit hoher Wahrscheinlichkeit eher mehr Schäden vursacht
    Zu2 ohne Fotos und Achsen und Last Nutzungsangaben, keine verwertbare Auskunft möglich
    Zu3 dito zu 2 wo Lagerpunkte? Was für Unterzüge kommen den in Betracht? Material etc was passiert mit dem zusätzlich eingebrachten Gewicht....
     
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  3. #3 Bauer85, 13.06.2018
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    Senkung im Eck bedeutet dass die Verformung nahe an den Auflagern erfolgt. Gibt es nennenswerte Setzungen der Wände unter der Decke in und um diesem Bereich?

    Wie viel ist von der Bewehrung denn noch da?

    Ist nurmal so eine Vermutung, aber wenn der Raum unter dieser Decke der Eiskeller war, so wäre es gut möglich dass aufgrund der darin herrschenden Kälte an und in der Decke reichlich Tauwasser angefallen ist und jeder Stahl in der Konstruktion korrodierte.

    Der Sachverhalt ist aber sowieso ein klarer Fall für lokale Begutachtung durch einen Tragwerksplaner. Je nach genauer Ausführung und deren tatsächlichem Zustand kann sowas im schlimmsten Fall auch spontan versagen, einfach hochdrücken und Sturz drunter wird da vermutlich nicht reichen.

    Man kann aus der Ferne, insbesondere ohne Bilder, nicht sagen ob das relativ harmlos und immer noch standsicher ist oder ob bereits akut Lebensgefahr besteht.
     
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  4. #4 Reichshof24, 13.06.2018
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    Besten Dank SIL für deine Rückantwort.
    Ich habe mir ähnliches schon gedacht und von einem "Zurückdrücken" schon Abstand genommen.
    Ich versuche mal hier ein Bild anzuhängen das den Zustand der Decke optisch beschreibt...mehr Bilder mache ich gerne in den nächsten Tagen wenn ich wieder vor Ort bin.
    Fakten:
    1) Durchhängewert: ca 2,5 bis 3 cm auf eine Gesamtweite von 50 bis 60 cm
    2) Nachbarlagen der Hohlkammerziegel weniger betroffen, Gesamtausdehnung der Absenkung ca 60 x 40 cm
    3) Es gibt weder erhaltene Statiken noch Grundrisse
    4) Meine Idee ist, den vorhandenen Betonsockel im Keller (150 x 60 cm) als Aufstandsfläche zu nutzen und darauf eine Wand aus vorhandenen Ziegelsteinen zu mauern auf die ich dann 2 Stück 12cm Fertigstürze verlege. Siehe Bild im Anhang. Frage: Reicht das?
    5) Über diesem Keller soll dann auf den darüber liegenden Dielenboden ein Badezimmer mite Dusche, Badewanne, WC und Bidet eingerichtet werden. (Vorwandsystem)
     

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  5. #5 Reichshof24, 13.06.2018
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    Ich hatte geschrieben "in einem Eck des Kellers" und das war natürlich irreführend. Sorry....
    1) Nein, es ist mitten in der Decke des Raumes, 1 Reihe Formziegel von der Auflage zur Seitenwand entfernt.
    2) Bewehrung ist an sichtbaren Stellen korrodiert aber immer noch einen guten cm dick
    3) Setzungen der Wände würden sich doch wohl auch durch Risse im Außenmauerwerk zeigen? Gibt es aber nicht....insofern würde ich hier zunächst mal nicht vom "worst case" ausgehen.
    Beste Grüße
    Jürgen
     
  6. #6 cschiko, 14.06.2018
    cschiko

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    Ich würde dies auf jeden Fall vor Ort von einem Fachmann begutachten lassen, insbesondere wenn oben drüber ein Bad entstehen soll. Je nach Größe der angeplanten Badewanne entstehen da ja durchaus nicht ganz geringe Belastungen. Solche Geschichten sind aus meiner sicht nichts was man ohne Experten "sanieren" sollte, da sollte jemand vor Ort drauf schauen der ahnung davon hat und dann genau sagen kann was man tun kann.
     
  7. SIL

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    Hmm ich empfehle die Öffnung respektiv des Belags (Bodendielen) wo die Nasszelle errichtet werden soll, eigentlich ja zwangsläufig da ich annehme das dort noch kein Bad ist/war und dann vermutlich sind ja Balken unter der Dielung, versuchen diese Konstruktion nicht mehr als Last auf die KG Decke zu bringen, die 2 bis 3 cm sind eher altersbedingt (vllt dort partiell) die Balkenköpfe/Lager gesenkt. Sichtung und Kontrolle des Aufbetons bei dieser Gelegenheit, jetzt erstmal nur abstützen von unten sollte vorab genügen.
     
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