Decke von innen dämmen?

Diskutiere Decke von innen dämmen? im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo, habe an meinem Haus am Giebel einen Anbau von ca. 9,00 x 3,40 m. Darin befindet sich ein Raum von ca. 3,00 x 5,50, welchen ich als Büro...

  1. 808bit

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    Hallo,

    habe an meinem Haus am Giebel einen Anbau von ca. 9,00 x 3,40 m. Darin befindet sich ein Raum von ca. 3,00 x 5,50, welchen ich als Büro nutze. Der Rest ist als Windfang ausgeführt, sprich mit einer Hauseingangstür abgetrennt.
    Die Raumdecke ist in HWL mit Putz ausgeführt. Auf den Balken oben drüber liegen noch alte Wellasbest-Platten. Der Hohlraum zwischen HWL und Wellasbest ist quasi leer. Also Dämmung Fehlanzeige.

    Das Dach wird wohl erst im kommenden Sommer erneuert werden können. Da ich aber das Büro auch über den Winter nutzen muß, überlege ich, wie ich es hier etwas wärmer bekommen kann. Der Heizkörper ist zwar schon überdimensionert, aber einerseits kostet viel Heizen viel Geld und andererseits reicht auch dieser Heizkörper bei zweistelligen Minustemperaturen nicht aus, um über 15°C zu kommen. Es sei denn, ich erhöhe die Vorlauftemperatur auf über 50°C. Allerdings hängt der Heizkörper an einem Heizkreis, welcher sonst nur mit max. 40°C läuft.

    Meine Idee bisher: von innen unter die Decke 80 mm Styropordämmung kleben - dies zunächst ohne weitere Veredelung wie Putz o.ä. Mehr als 80 mm geht nicht, weil ich sonst mit der Fensterlaibung bzw. dem Sturz in Konflikt gerate. ;)

    Fragen an die Experten:
    1. könnte das ganze den erwünschten Effekt erzielen?
    2. wie würde sich die nackte Dämmung in Sachen Kondenswasser verhalten?


    Die Außenwände sind inkl. Putz ca. 320 mm stark und aus Hohlbetonsteinen gemauert. Die Giebelwand zum Hauptgebäude ist Backsteinmauerwerk in 360 mm, neben der Hauseingangstür zum Windfang nach Nord gibt es nach Süd ein Isolierglasfenster B:180 x H140 Bj. ca. 2001.
     
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  3. #2 Alfons Fischer, 26. September 2013
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    wenn ich ein paar Pläne oder zumindest Skizzen sehen könnte, könnte ich mir auch von den Räumen was vorstellen.
    Könnten Sie bitte Grundriss und Schnitt hier einstellen?
     
  4. 808bit

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    Pläne, Grundriss, Schnitt sind leider nicht vorhanden.

    Habe aber eine annähernd maßstabsgetreue Skizze angefertigt, ich hoffe man kann die Bemaßung und Beschriftung erkennen.

    [​IMG]
     
  5. #4 Alfons Fischer, 26. September 2013
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    haben Sie auch einen Schnitt?
    Bitte nochmal den detaillierten Deckenaufbau angeben. HWL = Holzwolleleichtbauplatte? ="Sauerkrautplatte"?

    Was soll mit der von Ihnen angesprochenen unterseitigen Dämmung passieren, wenn nächstes Jahr das Dach gemacht wird? Rückbau?
    Warum hat die Heizung nur eine Vorlauftemperatur von 40°?
    Aus welchem Jahr stammen die Außenwände des Anbaus?
     
  6. 808bit

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    Was mit der Dämmung passieren wird, ist mir bislang unklar. Entweder ergibt es sich, dass die HWL-Decke bestehen bleiben kann (gute Geräuschdämmung) falls die neuen Deckenbalken parallel gelegt werden können. Oder es ist eben Rückbau angesagt. Das spielt am Ende keine große Rolle, da das Material für mich nahezu kostenneutral ist.

    Die Vorlauftemperatur ist möglich, weil recht große Heizkörper verbaut sind. Mit dieser VL-Temp. werden im restlichen Haus bei bis zu -5°C Außentemperatur bequem +21°C erreicht. Im zweistelligen Minusbereich ist eine Anpassung auf max. 60°C vorgesehen. Die Anpassung war im vergangenen Winter nur selten nötig.

    Die Außenwände des Anbaus stammen aus dem Jahre 1981 ostdeutscher Zeitrechnung. ;)

    Ich hoffe unter Schnitt hab ich das richtige verstanden:

    [​IMG]
     
  7. Karle1

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    Naja Styropor dämmt Wärme ja ganz gut (und Schall). Das Problem ist, dass dort Kondenswasser ziemlich schlecht durchgeht.
     
  8. #7 Alfons Fischer, 28. September 2013
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    Kommen Sie in den Dachraum oben rein? (vermutlich nicht?)

    Wenn ja, sollten Sie eine Dämmung oben drauf anstreben.

    Wenn nein, dann würde ich, wenn's für mich wäre und nur einen Winter halten soll, würde ich von unten eine Holz-Unterkonstruktion anbringen, dazwischen Mineralfaser-Wärmedämmung, raumseitig eine Dampfsperrfolie (sauber angeschlossen und verklebt), eine dünne weitere Unterkonstruktion als Installationsebene und dann Gipskarton.
    Wenn später das Dach von oben gedämmt wird, kann man dann noch Dämmung zulegen und für gute Belüftung sorgen. Für den ersten Winter müssen dann auch mal 5cm Dämmung zwischen der Holz-UK reichen...
    Kostet aber trotzdem Raumhöhe...
     
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  10. 808bit

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    Nein, in den Dachraum komme ich von oben nicht. Da ist ringsum alles dicht.
    Aufgrund dessen kam ja die Frage nach einer provisorischen Innendämmung erst auf.

    Die von Ihnen beschriebene Variante mit UK, Mineralfaser, DS, UK und Gipskarton hätte ich ebenfalls favorisiert. Da aber zwischen Fenster- und Türstürzen nur max. 80 mm zur Verfügung stehen und das Fortbestehen der HWL Decke fraglich ist, scheidet diese Idee leider aus.
    Hinzu kommt, dass Styropor kostenneutral wäre.

    Ist denn bei der nackten Styroporvariante mit einer tropfenden Decke zu rechnen?
    Bzw. hat Styropor keine dampfbremsende Funktion?



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  11. #9 Alfons Fischer, 28. September 2013
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    welche Alternativen es gibt, müsste man wohl vor Ort entscheiden. Ob EPS funktioniert (wenn, dann ohnehin nur kurzfristig und unter optimalen Raumklimabedingungen), hängt im wesentlichen vom weiteren Deckenaufbau/Dachaufbau ab und ob der Dachraum belüftet ist. Geht nur, wenn die Konstruktion/das Dach nach oben richtig dampfoffen ist (was ich irgendwie bezweifle)...
    8cm EPS hat unbeschädigt einen sd-Wert von rund 3m. Das größte Problem an dem EPS sind aber die Fugen und ggf. auftretende Beschädigungen und Fehlstellen... Auch kennen wird die Situation am Deckenauflager nicht (ich befürchte, dass es nicht so einfach geht).
    Was meinen Sie, wenn Sie sagen, dass "das Fortbestehen der HWL Decke fraglich ist"?
     
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