Dehnungsfugen nachträglich??

Diskutiere Dehnungsfugen nachträglich?? im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo, hoffe mir kann Jemand Tipps geben. Wir haben jetzt vor unsern Dachboden auszubauen. Das Haus ist ca. 25 Jahre alt und der Erstrich...

  1. hartmut

    hartmut Gast

    Hallo,

    hoffe mir kann Jemand Tipps geben.

    Wir haben jetzt vor unsern Dachboden auszubauen.
    Das Haus ist ca. 25 Jahre alt und der Erstrich wurde in einem Stück ohne jegliche Dehnungsfugen aufgebracht :irre .
    -Estrichtyp unbekannt
    -Dicke ca.6bis8 cm
    -Styroporbett 2 cm
    -auf Stahlbetonplatte
    -120qm Fläche
    -keine Fußbodenheizung

    Mittlerweilen hat er schon einige Risse bekommen und an manchen Stellen knirscht es, wenn man ihn begeht.

    http://home.vrweb.de/hartmut.koehler/estrichbruch/index.htm

    Die Risse lassen sich ja evtl wieder mit Harz und Klammern schliessen, dann ist er aber wieder aus einem Stück.
    Der Dachboden soll mit Ständerwänden ausgebaut werden

    Ist es möglich, im Bereich der Ständerwände Dehnungsfugen einzubauen???
    Damit der Estrich nicht wieder quer durch den Raum bricht.
    Wenn ja, mit welchen Mitteln wird diese Fuge gefüllt?
    Sollte womöglich der ganze Estrich raus?

    Wär´nicht schlecht wenn Ihr mir Eure unabhängigen Meinungen sagt; bevor ich ´nen Profi ranlasse. Der mir für zig Tausend ´nen
    neuen Estrich reinmacht.

    Vielen Dank,
    Hartmut

    P.S. die großen Schlitze sind für ´ne Dachgaube. Der Zimmermann
    gibt sonst keine Gewähr, wenn er die Balken auf den Estrich montiert.
     
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  3. Lebski

    Lebski Gast

    Es wäre nicht schlecht, für die Wände auch solche Schlitze zu machen, im Türbereich mit einem Schnitt verbinden.

    Dann kann der Estrich drin bleiben. Fugen dauerelastisch Versiegeln.

    Wie soll denn Belegt werden?
     
  4. hartmut

    hartmut Gast

    @ Lebski

    - Bodenbelag: hatte zwar teilweise an Fliesen gedacht.
    werde aber sicherheitshalber nur im Eingangsbereich 3-4qm
    und im Bad Fliesen legen. Der Rest mit Teppich, Laminat und in der Küche einen PE-Belag

    - wenn ich Schlitze für die Wände mache (schnauf)
    und die Ständerwände (Metall-ständer mit RiGips und Glasfaser) einlasse. Bieten diese dann genügend
    Widerstand- nicht das die Wand irgendwann mitschwimmt :confused:
    (sind ja keine massiven Wände)

    - mit welchen Mitteln sollte man die Ritzen schließen? Die Wand käme dann ja nachträglich rein. Gibt´s da´nen speziellen Schaum?

    Vielen Dank für die schnelle Antwort :respekt
    Hartmut
     
  5. Lebski

    Lebski Gast

    Bei Fliesen würde ich Schlüttermatten drunter machen (orange mit ca. 4 mm Quadratmuster aus PCV) gibt es im Fachhandel. Dann hält das auch.

    Wände einlassen (auf ein Schallentkoppelungsstreifen), dann beplanken. Wenn das eher krumm und schief am Rand ist: Nach dem Beplanken Randstreifen aus PE-Schaum an die Wände, den Rest mit Quellmörtel (z. B. Pagel, PCI) zugiesen. Die Wände halten schon, Wenn Randstreifen dazwischen sind, da die Felder dann kleiner sind.

    Andere Fugen mit PU-Verguss verschliessen.
     
  6. hartmut

    hartmut Gast

    Jetzt geht´s endlich weiter !

    @lebski

    werde Deinen Rat befolgen und Ständerwände im Estrich einlassen.
    (Rigips/Knauf empfehlen übrigends bei Ständerwänden auf Estrich
    auch die Einbringung einer Fuge um den Schallschutz zu verbessern.
    Diese Fugen werden nach Einbringung nur vom Staub befreit und bleiben leer).

    hab´ich´s richtig verstanden.
    -Ständerwände zur Rohdecke schallentkoppelt in die vorgefertigten Schlitze einbringen
    -Dämmstreifen aus PE einbringen 1.) welche Stärke?
    -Verbleibenden Raum zum Estrich ausgießen mit z.B.
    http://www.pci-augsburg.de/site_fixes/database/bauabc/pdf_d_d/119.pdf
    2.) Ist das das richtige Produkt?
    (mit etwas Mühe kann ich die Schlitze sehr genau ausführen um den Quellmörtel nicht verwenden zu müssen. 3.) Wäre das sinnvoll?)

    -Im Bereich der Türen sollte der Estrich auch komplett durchtrennt werden.
    -In diese Trennfuge kommt dann PU-Verguß 4.) leider bin ich nicht fündig geworden; Kannst Du mir ein Produkt empfehlen?

    Wohn- Esszimmer werden jetzt eine Fläche mit kmpl. ca. 4x9m.
    -ich wollte diese Fläche in zwei Teile trennen á 4x4,5.
    5.) Ist eine kompl. Durchtrennung des Estrichs sinnvoll?
    6.) falls ja, wird diese Fuge auch mit PU-Verguß verschloßen?
    (evtl. wird im Esszimmer ein ander Belag als im Wohnzimmer aufgebracht)

    Hoffe ich stelle nicht zu viele Fragen

    Hartmut

    P.S. Die noch kmpl. Grundplatte wird mit Klammern und Epoxid-Harz im Bereich der Risse geflickt.
     
  7. Berni

    Berni

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    alter Estrich

    Tach Hartmut,

    ich bin zwar nicht Lebski, gebe aber trotzdem mal meinen Senf dazu.

    Was für das Drinnlassen des Estrichs trotz seines Alters spricht, ist seine Einbaudicke.

    Du mußt zunächst einmal nachschauen, ob der Estrich an den Giebelwänden und Fußpfetten eine funktionierende Bewegungsfuge hat. Ebenso an den Stützbalken, -sieht mir wie Bauschaum aus.

    Ein schwimmender Zementestrich auf 120m² Fläche ohne Sollbruchstellen wird sofort nach dem Einbau Schwindrisse bilden, zumal er noch sonstige starre Verbindungen zu anderen aufgehenden Bauteilen hat. Durch diese Risse hat sich der Estrich selber kleinere Flächen geschaffen. Dazu kommt bei einem ungedämmten Dachboden noch der hohe Temperaturunterschied Sommer/Winter, der den Estrich ständig in Bewegung hält. Die Fugen (Risse) verbreitern sich.
    Durch Gewährleistung von gleichbleibenden Temperaturen ist dieses Arbeiten vorbei.

    Ich würde die Aussparrung der Ständerwände so eng wie möglich einschneiden und zum Estrich einen PE-Ranstreifen setzen. Auf Bauschuttkrümel achten, die nicht zwischen Wand und Estrich gelangen dürfen. Unter die Wände würde ich kein PE-Material als Entkopplung legen, da sich dieses bis auf Papierblattstärke stauchen läßt. Hier sind Korkschrot- oder Gummischrotmatten besser. Auf den Belag setzt du normal deine Fußleisten oder versiegelst die Fuge bei Fliesen elastisch. Mit Vergußmörteln würde ich hier auch nicht arbeiten, da stellst du nur neuer starre Verbindungen her.

    Wenn die Risse der Estrichplatte alle kraftschlüssig verharzt sind, warum sollen dann neue Sollbruchstellen in Türdurchgängen und Wohnzimmer geschnitten werden?
    Warum Bewegungsfugen einschneiden und im Belag übernehmen, wenn keine Temperaturdifferenzen mehr stattfinden?
    Das Arbeiten des Estrichs ist vorbei!

    Gruß Berni
     
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  9. Hartmut

    Hartmut Gast

    vielen Dank,

    für die umfangreiche Erklärung.

    Der "Bauschaum" ist Glasfasergewebe (keine Ahnung wieso, ist aber so)
    Die Säulen werden sowieso ausgewechselt, also kein Problem.

    Der Estrich ist bei den anliegenden Bauteilen durch einen Styropor-Streifen (ca. 3mm) getrennt. Ob das als ausreichende Bewegungsfuge zählt??



    Ess-Wohnzimmerplatte kann also aus einem Stück bestehen bleiben.

    Aber Trennfugen im Bereich der Türen sind doch sinnvoll um Trittschallbrücken zu vermeiden, oder?? Das Einbringen dieser Fugen wäre jetzt halt kein Problem.


    "Mit Vergußmörteln würde ich hier auch nicht arbeiten, da stellst du nur neuer starre Verbindungen her."
    Ich glaube Lebski meinte damit eine Kunststoffmasse, namens PU-Verguß
    (was immer das auch ist).
     
  10. Berni

    Berni

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    Wenn Du die Schallübertragung der Platte zu den einzelnen Räumen unterbrechen willst, mußt du richtige Bewegungsfugen bis auf die Dämmschicht einschneiden und in diese dann Fugenschnüre einlegen und elastisch versiegeln.
    Oder Fugenprofile von z.B. Schlüter auf den Estrich über die Fuge kleben, wo dann auch mit den Belägen angearbeitet wird. Sieht auf Dauer sauberer aus.
     
Thema:

Dehnungsfugen nachträglich??

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