Detonplatte, wann ausschalbar, wann belastbar

Diskutiere Detonplatte, wann ausschalbar, wann belastbar im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich baue gerade meinen Grillkamin im Garten und habe dazu eine Platte von 2,6x1m gegossen, diese liegt mir der langen Seite an meiner...

  1. #1 edeblee, 25.09.2008
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    Hallo,
    ich baue gerade meinen Grillkamin im Garten und habe dazu eine Platte von 2,6x1m gegossen, diese liegt mir der langen Seite an meiner Terasse.
    Darauf steht hinten eine Mauer quer seitlich jeweils eine und in der Mitte eine, je aus 3DF Kalksandsteinen.
    Darauf möchte ich heute eine Betonplatte giessen, Estrichbeton aus dem Baumarkt soll mit Zement und Stahlfasern verbessert werden, zusätzlich werde ich ein paar Eisen reinlegen.
    Wie lange muss die ca 15cm starke Platte eingeschalt bleiben? Wann kann ich beginnen darauf weiter zu mauern? Das Mauerwerk steht weitestgehend auf den Mauern unter der Platte...
    Gruss
    ede
     
  2. #2 pauline10, 25.09.2008
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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Hallo,

    also so ganz wird mir nicht klar was hier auf wem und wie ruht.

    Aber auch mit dieser Kenntnis, man kann es nicht mit einem festen Zeitwert versehen!!!

    Es ist abhängig von der Zementsorte . Den üblichen Zement 35 gibt es als schnell und langsam abbindenden Zement. Darüber hinaus ist es gerade jetzt in der kühlen Jahreszeit eine Frage der Temperatur. Es geht eben langsamer!!! Etwa die doppelte Zeit wie im Sommer.

    Wenn die Platte auf dem Boden liegt, kann man sie eher belasten als bei einer Betondecke und vor allem bei einer Betonsäule.

    Ich würde allerdings sagen, nach einer Woche auf dem Boden liegend, wird unter den üblichen Bedingungen kaum mehr etwas anbrennen. Außerdem kann man beim Ausschalen des Randes sehr schnell feststellen, ob die Ecken leicht abbrechen (dann ist es deutlich zu früh) oder ob sie schon fest sind.

    Ein längerer Aufenthalt in der Schalung gehört zur Nachbehandlung, genauso wie feucht halten. Beides wirkt sich positiv auf die Qualität und die Freiheit von Rissen des fertigen Betons aus.

    Im übrigen bin ich bei der geplanten Bewehrung froh, diese Platte nie abbrechen zu müssen.

    Gruß

    pauline
     
  3. #3 VolkerKugel (†), 25.09.2008
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    Ich hoffe ...

    ... der Fragesteller hat den Beruf von Pauline zur Kenntnis genommen :konfusius
     
  4. Julius

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    Und fällt damit in den hauswirtschaftlichen Bereich... :biggthumpup:
     
  5. #5 edeblee, 26.09.2008
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    Am allerliebsten....

    ...habe ich Profis die sich in ihrer Antwort darauf beschränken klar zu machen, dass andere keine Ahnung haben...

    Kriege ich nun einen Tip, wie lange ich den Sums in der Schalung lassen soll?

    Wann darf ich denn mauern auf dem Teil des Betons der unten auf einer Mauer ruht und damit nur das Gewicht des Mauerwerks tragen muss?

    Gruss
    ede
     
  6. bemi

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    Am nächsten Tag kann man ruhig weitermauern.
    bemi
     
  7. Robby

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    Das mit dem "Verbessern" mit Fasern usw.... lassen wir aber bleiben :D
     
  8. #8 edeblee, 26.09.2008
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    Verbessern mit Fasern falsche Wortwahl...

    Hallo,
    sorry für die falsche Wortwahl...der Beton ist mit Stahl-Fasern und zusätzlich noch mit Stahl armiert...und ist auch bereits geschehen...den reiss ich nicht wieder ab!

    An Pauline...ich bau nicht mit dem Hintergedanken des Abbaus..:bounce:

    Viel Spass
    ede
    Apropos im Album ein Bild des Mauerwerks auf dem nun die Betonplatte liegt..
     
  9. #9 Shai Hulud, 26.09.2008
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  10. #10 pauline10, 26.09.2008
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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Hallo,

    wie ich bereits feststellte, hängt es von vielen Faktoren ab, die hier nicht bekannt sind, so daß man keine feste Zeit angeben kann.
    Trotzdem ein Hinweis aus „Betontechnische Daten“ der Heidelberger. (Bekommt man vermutlich geschickt)

    Ein Zement 32,5 N (Sackfarbe hellbraun mit schwarzer Schrift) hat nach 7 Tagen 16 N/mm² und nach 4 Wochen seine Nennfestigkeit von 32,5 bis 52,5 erreicht. Also nach einer Woche die Hälfte bis ein Drittel seiner Nennfestigkeit.

    Ein Zement 32,5 R (Sackfarbe hellbraun mit roter Schrift) hat nach 2 Tagen 10 N/mm² und nach 4 Wochen seine Nennfestigkeit von 32,5 bis 52,5 erreicht. Also nach zwei Tagen ein Drittel seiner Nennfestigkeit.
    Diese Daten sind vermutlich auf 20 Grad bezogen.

    Aber es gibt weitere Gesichtspunkte:

    Bei einer mittleren Oberflächentemperatur von 20 Grad und mittelschneller Festigkeitsentwicklung (z. B. 32,5 N) sind nach 2 Tagen 30 bis 50% der Nennfestigkeit erreicht.

    Bei einer mittleren Oberflächentemperatur von 12,5 Grad und mittelschneller Festigkeitsentwicklung (z. B. 32,5 N) sind nach 4 Tagen 30 bis 50% der Nennfestigkeit erreicht.

    Bei einer mittleren Oberflächentemperatur von 7,5 Grad und mittelschneller Festigkeitsentwicklung (z. B. 32,5 N) sind erst nach 6 Tagen 30 bis 50% der Nennfestigkeit erreicht.

    Ich habe vor einigen Wochen einen Ringbalken nach 1 Tag ausgeschalt und mir damit die Betonoberfläche versaut. Die Festigkeit war so gering, daß kleine Stücke an der mit Trennmittel behandelten glatten Schalung verblieben.

    Bei einem Betonsturz habe ich letzte Woche 3 oder 4 Tage gewartet und eine wunderbar glatte Sichtbetonoberfläche erzielt. Aber er muß noch in seine endgültige Position gehoben werden. Damit warte ich noch bei den jetzigen Temperaturen und über 3 m Länge. Sonst bricht er beim Transport.

    Hätte ich bei den derzeitigen Temperaturen eine Frist von einem Tag vorgeschlagen, wäre das „unverantwortlich“ genannt worden. Aber ich denke nach 2 Tagen könnte man eine Mauer vorsichtig aufmauern, wenn sie genau auf der darunter befindlichen steht und man einige Abplatzungen in Kauf nimmt.

    Aber eine bestimmte Frist kann ich auch jetzt nicht angeben.


    Wer einmal eine Küchentapete mit besonders gutem Tapetenkleister und ohne Tiefgrund oder Tapetenwechselgrund abgewaschen hat, wird viel lernen. Nach dem zwölften Eimer Wasser kam der Putz mit der Tapete.

    Also man soll schon an den Abriß denken. Irgendwann kommt er.

    Gruß

    pauline
     
  11. #11 morten25, 26.09.2008
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    hääää?
    warum so kompliziert.

    üblicherweise wird ein tag nach dem betonieren einer decke weitergemauert. nur die schalung unter der decke sollte entsprechend der ausschalfrist stehenbleiben.

    durch das weitermauern wird ja nicht die decke, sondern die deckenschalung belastet, sofern diese kraftschlüssig unter der decke steht.
     
  12. #12 Carden. Mark, 26.09.2008
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    Nur sollten man Stöße vermeiden.
     
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