Dichtschlämme? Was ist das?

Diskutiere Dichtschlämme? Was ist das? im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Sorry, ich hab ne ganz dumme Frage. Was bitte kann ich mir unter dem Text "Horizontale Mauerwerksisolierung mit Dichtschlämme" in der...

  1. Baxter

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    Sorry, ich hab ne ganz dumme Frage.

    Was bitte kann ich mir unter dem Text "Horizontale Mauerwerksisolierung mit Dichtschlämme" in der Leistungsbeschreibung eines Kellers vorstellen?

    Fu-Platte ist aus 30cm WU Beton. Die Kellerwand ebenfalls. Zwischen Fu-Platte und Wand ist ein Fugenband eingelegt. Beim Übergang gibt es noch eine Hohlkehle aus Biteumen und Fugenbleche.

    Was sind aber diese Dichtschlämme und für was werden diese benötigt bei WU Beton? Oder brauchts die nur für die INnenwände aus Ziegel?

    Sorry für diese laienhaften Fragen :o

    danke!
     
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  3. #2 Westfalenland, 21. März 2009
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  4. Baxter

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    ok. das erklärt schon mal ein wenig.

    aber wofür brauch ich die im konkreten fall? zwischen wand und fu-platte? weil aussen kommt ja eh noch eine bitumenspachtelmasse drauf.

    sorry, durchblick die sinnhaftigkeit noch net ganz...
     
  5. Robby

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    Von unten aufsteigende Kapillarfeuchte. Was ist FU oder ist es ein WU BAuteil?

    ISt aber bei MAuerwerk ein zusätzlich zu vereinbarendes Sonderbauteil. DA braucht es zudem auch eine Materialspezifische Mindestschichtdicke. HAt der Planer das ausgeschrieben?
     
  6. Baxter

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    Die Fundamentplatte (Fu-Platte) ist ein WU Bauteil. Brauch ich es bei WU Beton auch. Der Planer hat das ausgeschrieben, frag mich aber ob die Kosten (doch knapp 2000Euro) bei WU Beton eingespart werden können, oder ob ich es dort (zwischen Fundamentplatte und Wand??) auch benötige. Die Wand ist auch WU Beton.

    Der Planer wird natürlich ja sagen, ist ja sein Geld ;)
     
  7. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    Die Forderung ergibt sich aus der Norm zur Abdichtung in und unter MAuerwerk DIN 18195 und DIN 1053
     
  8. Baxter

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    Das sagt Wiki zur DIN 18195: Außerdem gilt die DIN 18195 nicht für Bauwerke beziehungsweise Bauteile, die an sich schon ausreichend wasserundurchlässig sind, zum Beispiel Weiße Wannen.

    Also bei WU Beton nicht relevant?
     
  9. #8 Tom Köhl, 21. März 2009
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    Ein Bauteil ist nicht automatisch eine Weiße Wanne, nur weil es aus "Beton mit hohem Wassereindringwiderstand" (so heißt wohl mittlerweile das, was früher unpräzise als WU-Beton bezeichnet wurde) erstellt ist. Zu der Betongüte kommen noch Zusatzanforderungen, z.B. was die Planung, die Rissbreitenbeschränkung, die Überwachungsanforderungen und ähnliches anbelangt.

    Achtung: ich bin Baulaie. Wühl Dich mal durch die Seiten von Marc Carden, da lernt man was fürs Leben: http://www.sv-carden.de/linkbauteilerkl.html

    Grüße,
    Tom
     
  10. Robby

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    Das Mauerwerk ist aber kein WU-Bauteil

    Sonst würden die Wände ja vertikal auch keiner Abdichtung benötigen ;) Es könnte lediglich sein das bei einem WU-BAuteil als Bodenplatte die Abdichtung nach DIN 18195-4/6 in der Fläche entfallen könnte. So es denn tatsächlich eines ist. Die Forderung würde aber nach einer bahnenförmigen Abdichtung im / unter MAuerwerk als Regelkonforme Ausführung bestehen bleiben. Problem bei Dichtschlämme ist die notwendige Schichtstärke und wie diese sichergestellt wird.
     
  11. Baxter

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    Also um den Buchstaben der Norm gerecht zu werden könnte ich die Dichtschlämme benötigen?!

    Was sagen die Praktiker? Theorie und Praxis sind ja oft zwei verschiedene paar Schuhe.
     
  12. Baxter

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    Der Link von Thomas Köhl besagt auch "Es gibt die DIN 18195 mit Ihren 10 Teilen, die VOB/C ATV DIN 18336, die DBV Merkblätter, die Richtlinien des DafStb, eine Vielzahl verschiedener Merkblätter, Aufsätze und Aussagen widersprüchlichster Art: hier z.B. Lohmeyer / Ebeling, Brameshuber, Cziesielki und Oswald.

    Abschließend zu den Aachener Sachverständigentagen 2002 stellt also einer der „Päpste der Sachverständigen“ (Herr Prof. R. Oswald) zu dem Thema, ob nun Abdichtungen auf wasserundurchlässigen Betonbodenplatten verpflichtend seien, ein Verzicht darauf also ein Verstoß gegen die anerkannten Regeln der Technik ist oder nicht, fest, dass Sachverständige im täglichen Leben pragmatisch vorgehen müssen."

    Die Fachwelt scheint sich hier also keinesfalls einig zu sein.
     
  13. #12 Carden. Mark, 22. März 2009
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Die Tendenz geht aber weiterhin zum "JA".
    Kann in 10 Jahren aber anders sein.
     
  14. Robby

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    Das sind 2 verschiedene Paar Schuhe, das eine Abdichtung gegen Feuchte (Bei WU-Bauteilen entbehrlich, und Abdichtung gegen Diffusion.

    Die Abdichtung in und unter Mauerwerk ergibt sich aus den oben zitierten Regelwerken.
     
  15. Baxter

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    Genau im Punkt "dampfdiffusion" dürften sich die Herren Sachverständigen nicht einig sein. Zumindest lese ich das auf der Homepage von Mark Carden so.
     
  16. #15 Carden. Mark, 22. März 2009
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Die Welt wandelt sich - in Teilen wird sie moderner. In Teilen ist das moderne aber nicht das bessere.
    Ferner wurden in den letzteren Jahren Untersuchungen zu diesem Thema gemacht und Erfahrungen gesammelt
    Ich würde, insbesondere bei Aufbauten mit Dampfdichteren Belägen als die der Bodenplatte, weiterhin eine Bahnenförmige Abdichtung bringen.
    Alleine schon um das ganze juristisch sicher zu machen.
    Glaserberechnungen können was anderes aussagen.
     
  17. Baxter

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    sorry jetzt bin ich gänzlich verwirrt. :yikes

    was ist mit dampfdichteren belägen gemeint? mir gehts ja nur um den übergang fundament zu aussenmauer, ob da drunter die dichtschlämme müssen.

    so weit ich es bisher verstanden habe, besteht hier (selbst wenn fundament und aussenmauer aus WU Beton sind) die mögliche "gefahr" der dampfdiffusion von fundament in wand, welche durch dichtschlämme verhindert werden soll??
     
  18. #17 Carden. Mark, 22. März 2009
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Achso - nur mit der Prob. hatte die Sache auf meiner HP weniger zu tun.
    Daher.
    Das im Bereich der Fundamente, als durch diese hindurch, dann noch durch die WU-BP eine Nennenswerte Menge an Dampf noch hindurchkommt, bezweifele ich erst einmal.
    Nichts desto trotz würde ich unter den aufgehenden Wänden eine Bitumen-Dachdichtungsbahn anordnen.
    Die Gefahr - dass mir das ein GA - bei Richtiger Fragestellung sonst madig macht - wäre mir zu groß.
     
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  20. #18 gdlimburger, 9. September 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9. September 2014
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    Ich glaube damit ist gemeint, dass zunächst eine Horizontalsperre eingerichtet wird.

    Diese Art der Mauerwerksisolierung ist besonders für die nachträgliche Abdichtung geeignet. Die Wände werden horizontal aufgebohrt und Heizstäbe aus Metall werden eingeführt. Damit werden die Wände trocken gelegt. Es gibt aber verschiedene Verfahren eine Horizontalsperre einzurichten, es kommt drauf an, in welchem Zustand sich das Bauwerk befindet.


    Also zunächst wird die Horizontalsperre zur Vorbereitung auf die Abdichtungsart eingerichtet.

    In dem Fall ist das Abdichtungssystem also: die Dichtschlämme. Zum Thema Dichtschlamm gibt es vieles im Internet oder hier bei Wiki....Dichtschlämme sind eigentlich die günstigste Variante, um Mauern und Wände abzudichten.

    PS: Ich war eigentlich auf der Suche nach einer Schreibregel für "Dichtschlamm" :D
    Heißt es Einzahl: Dichtschlamm und Mehrzahl Dichtschlämme oder Einzahl: Die Dichtschlämme und Merzahl: Die Dichtschlämmen?
    Vielleicht könnte man das hier auch gleich klären? :D
     
  21. drsos2

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