Dicke von Stahlbetondecken seit den 50ern bis heute

Diskutiere Dicke von Stahlbetondecken seit den 50ern bis heute im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo Freunde, kurze Frage. Es heißt immer: "Stahlbetondecke nach statischen Erfordernissen". Mehr braucht man nicht. Ich wohne in einem...

  1. #1 betriebswirt83, 13. November 2012
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    Hallo Freunde,

    kurze Frage. Es heißt immer: "Stahlbetondecke nach statischen Erfordernissen". Mehr braucht man nicht.

    Ich wohne in einem Haus das in den 70ern gebaut wurde. Das Haus ist in massiver Bauweise erstellt. Stahlbetondecken mit 18 cm Dicke.

    Selbst komme ich auch aus der Immobilienbranche und habe mit vielen älteren Häusern zu tun. In den 50ern und 60ern hat man Stahlbetondecken meist nur mit einer Dicke von 15 - 16 cm ausgeführt.

    Das Haus meiner Eltern wurde in den 80ern gebaut. Stahlbetondecke hier bereits 24cm.

    Warum wurden die Decken also immer dicker? Mit "statischen Erfordernissen" kann das ja nix zu tun haben???

    Gruß

    bw
     
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  3. #2 gunther1948, 13. November 2012
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    hallo
    typischer satz in baueingabeplänen von architekten die es nicht besser wissen. duck und wech:winken

    warum nicht hängt von der stützweite ab.
    70 er max spannweite ca 3,8- 4,20 m
    in den 80 er dann schon 5,00 - 5,5 m da die häuser grundflächenmässig grösser wurden und grosse wohnzimmer in waren.
    heute zum teil wieder kürzere stützweiten, die häuser werden wieder kleiner, weil die grundstücke immer weiter schrumpfen.


    gruss aus de pfalz
     
  4. Gast036816

    Gast036816 Gast

    na Gunther - nicht besser wissen, weil noch keine statik vorliegt!
    entscheidend kann auch die last auf der decke die dicke beeinflussen. bei vielen bauvorhaben gibt es heute mehr nicht tragende wände auf den decken, die nicht über einer wand im geschoss darunter stehen.
     
  5. #4 Thomas Traut, 14. November 2012
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    Früher hat man sich mit 1 cm zufrieden gegeben, heute sind es min. 2,5 cm. Außerdem gibt es zusätzlich zur Tragfähigkeit das Kriterium der Gebrauchstauglichkeit (Durchbiegungen, Verformungen infolge Kriechen), was vor Jahrzehnten nicht so die Rolle gespielt hat.
     
  6. #5 gunther1948, 14. November 2012
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    hallo
    nichttragende wände werden mit einem leichtwndzuschlag erschlagen das war 70 auch schon so.

    gruss aus de pfalz
     
  7. #6 betriebswirt83, 14. November 2012
    betriebswirt83

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    Danke schon mal für die Antworten. Aber muss ich diesen Beitrag jetzt verstehen???

    Ist es denn - statische Erfordernisse hin, statische Erfordernisse her - nicht trotzdem so, dass eine dickere Decke, z. B. 24 cm, komfortabler (weniger hellhörig) und in jedem Falle stabiler ist? Man nehme mal an, man klopft mit einem starken Vorschlaghammer auf eine Stahlbetondecke mit d=15cm drei mal drauf... Da schlage ich doch den Beton aus der Bewehrung. Bei einer 24 cm Decke ist das für mich nur schwer vorstellbar...

    Gruß
     
  8. Inkognito

    Inkognito Gast

    Herr Traut meint vermutlich die Betonüberdeckung, also im Falle einer Einfelddecke den Abstand zwischen dem Stahl und der Unterseite des Betons. Dieser wird heutzutage größer gewählt um den Betonstahl besser vor Korrosion zu schützen. Statisch interessant ist allerdings nur der Abstand zwischen Stahlachse und Oberseite.
     
  9. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Das Thema Schallschutz und damit die Deckendicke wurde auch immer bedeutungsvoller, neben den Spannweiten.
    Heute kommt noch dazu, dass immer mehr Klimbim in die Decken einbetoniert werden soll. Irgendwie braucht man dann auch noch Platz für den Beton.
     
  10. #9 betriebswirt83, 14. November 2012
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    Warum macht man dann unten überhaupt Stahl rein?
     
  11. Inkognito

    Inkognito Gast

    Biege ich einen Balken, in dem ich z.B. draufstehe, entsteht oben Druck und unten Zug. Beton kann hervorragend Druck aufnehmen, beim Zug ist es um den Faktor 10 schlechter (und das Versagen ist abrupt, also spröde - unschön, denn man will, dass sich ein Versagen durch z.B. Risse ankündigt). Um den entstehenden Zug aufnehmen zu können wird deshalb Stahl eingebaut, der diese Art der Belastung erträgt und, bevor er endgültig kaputt geht, sich noch deutlich dehnt. Bevor ich noch viel schreibe:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Stahlbeton
     
  12. #11 betriebswirt83, 17. November 2012
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    Ist meine 18cm Decke denn jetzt gut?
     
  13. gunther1948

    gunther1948

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    hallo
    who knows, wie soll das beurteilt werden ohne die stützweiten zu kennen.
    hat das haus deiner eltern den eine massivdecke mit 24 cm oder eine hohlsteindecke?

    gruss aus de pfalz

    ich glaub langsam das ding ist eine fak.
     
  14. Gast036816

    Gast036816 Gast

    bei einer massivdecke von 16 cm hast du bereits ein komfortables maß als schalldämmung erreicht. 18 cm ist natürlich noch besser.

    @ PeMu - das siehst du falsch, viele leerohre verdrängen den beton und der kann nur nach oben ausweichen...duck und wech...
     
  15. #14 betriebswirt83, 17. November 2012
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    Hallo,

    nein das ist kein Fake. Ich habe eine Immobilie gekauft vor einiger Zeit und beschäftige mich jetzt eben ein bisschen mit den Bauplänen usw. da ich ggf. auch noch eine tragende Wand entfernen will.

    Zudem habe ich einen ziemlich großen Balkon mit dicken Waschbetonbeplankungen. Wenn ich mir diese massiven Beblankungen so anschaue, denke ich immer, wie denn so eine dünne Stahlbetondecke das alles trägt. Ich poste nachher mal ein Bild.

    Das Haus meiner Eltern wurde 1982 erbaut und hat eine 24cm Stahlbetonmassivdecke.

    Gruß

    bw
     
  16. #15 betriebswirt83, 17. November 2012
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    DSC01778.jpg

    So Freunde, jetzt schaut euch mal diese riesen Balkone an. Der mittlere ist meiner. Da habe ich mir einfach mal die Frage gestellt, wie viel Last so eine 18cm Decke eigentlich aushält.

    Das war der Hintergrund des Threads.
     
  17. Julius

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    Was soll daran riesig sein?
    Die Auskragung ist von Belang, nicht die Länge der Balkon.
    Sie erleichtern der Decke sogar etwas das Leben!

    Eine tragende Wand darf da übrigens nur unter zwei Voraussetzungen entfernt werden:

    1) die Eigentümergemeinschaft (so es WEG ist, vovon ich erstmal ausgehe) stimmt dieser wesentlichen Veränderung am Gemeinschaftseigentum zu

    2) ein Statiker segenet das ab, plant die nötigen Ersatzmaßnahmen und jene werden fachgerecht ausgeführt
     
  18. Gast036816

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    wirklich nicht spektakulär. die frage ist nur, was willst du als kaufmann bezwecken, wenn du über einige cm einer stahlbetondecke philosophierst. dazu musst du die statik lesen und verstehen.
     
  19. #18 betriebswirt83, 17. November 2012
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    Klar die Auskragung. Das habe ich jetzt vorausgesetzt. Und die finde ich schon weit. Wenn man jetzt z. B. die schweren Waschbetonplatten nach 40 Jahren entfernt, würde sich da nicht alles verziehen.

    Übrigens, ja, es ist eine WEG.

    Gruß

    bw
     
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  21. #19 betriebswirt83, 19. November 2012
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  22. Gast036816

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