Die geschichte mit der Dämmung...alles murks?

Diskutiere Die geschichte mit der Dämmung...alles murks? im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; interessante sendung auf wdr, so als häuslebauer kommt man dann schon in grübeln. werden ein kfw 70 haus haben und weil es so dich ist werden...

  1. menno19

    menno19

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    interessante sendung auf wdr, so als häuslebauer kommt man dann schon in grübeln.

    werden ein kfw 70 haus haben und weil es so dich ist werden wir einen lüftungsanlage haben.
    irgendwie paradox. wird dämmen und weil es dann so dicht ist bauen wir ne lüftungsanlage ein.

    was würde man sparen wenn man nicht dämmen würde und keine lüftungsanlage einbauen würde?

    hier der link zu mediathek von wdr:

    http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/koennes_kaempft/videokoenneskaempft114_tag-02122013.html
     
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  3. ultra79

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    Dichtigkeit und Wärmedämmung sind zwei verschiedene Sachen!
     
  4. tupol

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    Wenn ihr neu baut muesst ihr daemmen, da kommst du nicht drum rum. Die frage ist eher wie daemmt man richtig und wie viel ist man bereit dafuer zu bezahlen. Viel Erfolg beim Hausbau
     
  5. Taipan

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    Dämmen hat primär NICHTS mit Luftdicht zu tun ... zwei verscheidene Anforderungen. Beide müssen erfüllt werden. Also hat Dämmen nichts mit Lüften zu tun.
     
  6. Jonny

    Jonny

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    und die Märchen das Wände atmen sind auch schon lange wiederlegt, auch wenn's manche nicht glauben wollen. :D

    Grüsse
    Jonny
     
  7. Taipan

    Taipan

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    In der unten verlinkten Reportage fällt bei ca. 19:45min der Satz:

    "Aber grade in einer gedämmten Wohnung muss bekanntlich öfter gelüftet werden."


    Das ist schlichtweg eine, sagen wir es vorsichtig: verquere Wahrheit, die SO nicht stimmt und nicht stimmen kann. Mit einem WDVS verändert sich die Luftdichtigkeit der Gebäudehülle um genau gar nicht. Erst ein Sanierungsgesamtpaket aus Fassadendämmung, Fenstertausch oder Ertüchtigung und Dämmung der obersten Geschossdecke (mit Herstellung einer Ebene, die dampfbremsend wirkt und LUFTDICHT ist) ergibt sich ein höherer Lüftungsbedarf - Es muss die nunmehr nicht mehr vorhandene Lüftung über Undichtigkeiten ausgeglichen werden.
     
  8. Neutal

    Neutal

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    Hier sind die Planer gefragt. Wärmedämmung, Luftdichtigkeit und Haustechnik sollten ebenso aufeinander abgestimmt sein, wie der Rest des Gebäudes.
    Es gibt durchaus Dämmsysteme und auch Luftdichtigkeitsprodukte die das Raumklima positiv beeinflussen. Ohne Lüftung aber geht es nicht mehr.
    Man wird bei jedem Fernsehformat Experten finden die, rhetorisch gewand, einem alles verkaufen können und dies mit abenteuerlichen Graphiken untermalen.
     
  9. menno19

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    also ich kann dämmen ohne das haus luftdicht zu bekommen?

    bzw. ich dann das haus luftdicht bekommen ohne zu dämmen?
     
  10. ultra79

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    Ja! In meinem Holzrahmenbau wird die luftdichte Ebene durch eine Kunststofffolie hergestellt - würde ich die Dämmung außen und im Gefach komplett entfernen, dann sollte sich das Ergebnis des Blower-Door-Tests um genau gar nichts ändern...

    Bei meiner SChwester wurde mit Kalksandstein + WDVS gebaut - die luftdichte Ebene bildet dort nach meinem Verständnis der Innenputz - nimmst du das WDVS ab, dann sollte sich an der luftdichtigkeit nichts verändern...
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 3. Dezember 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Können ja - aber zumindest im Falle Dämmen ohne luftdicht hoch schadenträchtig, da die durchtretende Luft die Feuchte mitnimmt und diese in der Dämmung kondensiert.

    Die Meinung, Dämmung würde mehr lüften erfordern, beruht auf der Tatsache, dass oft mit der Fassadendämmung eine Fenstersanierung einhergeht.
    Alte Fenster sind aber sowohl zwischen Mauerwerk und Rahmen als auch zwischen Rahmen und Flügel mehr oder weniger undicht. Dadurch ergibt sich eine "Grundlüftung".
    Diese fällt beim Fensterwechsel weg und muss durch vermehrtes händisches (oder mechanisches) Lüften ausgeglichen werden.

    Bei den Leuten manifestiert sich aber - Dämmung = mehr Lüften - weil sie denken, Fenster ist Fenster, da hat sich nix geändert, also muss es die Dämmung sein. FALSCH
     
  12. Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    Das von Ralf gesagte stimmt natürlich, man kann es aber etwas differenzieren. Warme, feuchte Luft darf nicht unkontrolliert aus oder ins Haus wandern und ggf. kondensieren.
    Wärmeverluste entstehen durch Transmissionsverluste (also "Energiewanderung" von warm nach kalt) an allen Bauteilen wie Wand, Dach, Fenster, Bodenplatte etc.
    Zweiter Verlustpunkt sind die Lüftungswärmeverluste, welche man durch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung auf ein Minimum reduzieren kann. Wirtschaftlich ist dies aber kaum, da a) die KWL Antriebsenergie in Form von Strom verbraucht und b) Betriebskosten für z.b. Filter verursacht. Bezogen auf die angenommene Lebenserwartung einer zentralen KWL mit WRG von 20-30a und dann Neuanschaffung des Geräts, den Investkosten und den erwarteten Einsparungen im Bereich von aktuell 100-200€/a im EFH Bereich rechnet sich das nicht.
    (wenn man die Kapitalkosten berücksichtigt ergibt sich oft sogar ein jährlicher Verlust in den ersten Jahren. KWL mit WRG ist aber ein erheblicher Komfortgewinn und eine Wette auf steigende Energiepreise)

    Zur Sicherstellung der Mindestlüftung, werden heute in etlichen Fällen aber die Fenster oder Wände auch im Neubau absichtlich wieder "undicht" gemacht, z.B. durch Fensterfalz"lüftungen" oder einfache Abluftanlagen ohne WRG. Das ist aber „kontrollierte Undichtheit“ und daher (gut geplant & ausgeführt) auch nicht schadensträchtig.
     
  13. Friedl1953

    Friedl1953

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    Hmmmmm, baust Du zur Zeit und arbeiten die wirklich noch mit Folien zur Luftdichtung??:yikes
     
  14. ultra79

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    Habe gebaut - vor 1.5 Jahren - und ja. Und nein - das müssen wir nicht diskutieren... dieser Glaubenskrieg wurde schon oft genug geführt...
     
  15. Friedl1953

    Friedl1953

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    Glaubenskrieg wäre etwas was man nicht sachlich begründen kann sondern nur über den Glauben begründet. Ich denke das ist hier was anderes.:sleeping
     
  16. ultra79

    ultra79

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    Können wir gern per PM diskutieren - ich denke das macht hier für die Öffentlichkeit keinen Sinn.

    Mit Glaubenskrieg meine ich die "in einer Plastiktüte wohnen" Argumentation...
     
  17. Friedl1953

    Friedl1953

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    Und genau dieses Argument meine ich nicht!!:mega_lol:
     
  18. ultra79

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    Na dann... schreib was du schreiben willst - Andeutungen helfen nicht weiter - mir sind die Unterschiede zwischen "diffusionsoffen" und "nicht diffusionsoffen" eigentlich bekannt - aber man lernt ja nie aus...
     
  19. vOlli

    vOlli

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    Wer sagt das? 36er Gasbetonhäuser gibts doch weiterhin zu hauf - ohne Dämmung.

    Oder ist ein teil Tragwerk und der andere Teil des Steins als Dämmung zu interpretieren?

    Ernsthaft: Ich bin mir keiner Pflicht zur Dämmung bewußt. Es muss ein energetischer Mindeststandard erreicht werden, dem stimme ich "laienhaft" zu.
     
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  21. AlexSinger

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    ja das ist wohl richtig so. Niemand wird gezwungen eine 20cm Styroporschicht an sein Haus dranzuklatschen - die Norm sagt was von Wärmebedarf. Außerdem: eine Dämmschicht dämmt meist von beiden Seiten gleich gut und speichert auch nix im Mauerwerk. Ich sehe die ganze Dämmgeschichte als Physiker sowieso sehr skeptisch. Bei Neubau würde ich um jeden Preis solche Styropor-Schichten vermeien wollen.
     
  22. AlexSinger

    AlexSinger

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    Mauerwerk hat drei physikalische Hauptgrößen: Wärmeleitfähigkeit, Wärmekapazität und Emissionsgrad. Du drehst mit einer Wärmedämmung in einer nicht nachvollziehbaren Weise an allen Größen (z.b. Wärmeleitfähigkeit runter 5x, Wärmekapazität etwas rauf, Emissionsgrad auf 50%) - rechne das dann mal... viel Spaß... Dazu kommt noch verändertes Nutzerverhalten (wir haben gedämmt also drehen wir mal die Heizung auf) usw.
     
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