Die Wahl der Heizung, ist wohl die schwerste Entscheidung, bitte einen kleinen Schups...

Diskutiere Die Wahl der Heizung, ist wohl die schwerste Entscheidung, bitte einen kleinen Schups... im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Leute, wir sind leider noch immer nicht mit der Entscheidung der Heizung durch. Es gibt ja sehr viele Möglichkeiten. Jeder lobt seine...

  1. #1 tuxhase, 14.05.2026
    tuxhase

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    Hallo Leute,

    wir sind leider noch immer nicht mit der Entscheidung der Heizung durch. Es gibt ja sehr viele Möglichkeiten. Jeder lobt seine Wahre. Ich habe versucht mich im Internet zu dem Thema zu belesen und hab auch mit vielen Leuten gesprochen. Klare Antworten gibt es ja, aber für mich ist es nicht wirklich klar, noch nicht.

    Haus/Situation:
    • Altbau, ca. 60 Jahre+. Wohnfläche ~90 m², zu beheizende Wohnfläche ~83 m².
    • Wandstärke variiert zwischen 29 und 34 cm. Der Großteil ist mit 34 cm. Ein Drittel des Hauses verwendet nur Betonziegel, die einen recht schlechten U-Wert haben.
    • Bodenaufbau mit Dämmung gesamt 40 cm
    • Deckenaufbau + Dämmung gesamt auch 40 cm
    • Alles neue Fenster und Türen 3-Fach verglast
    • Kein Vollwärmeschutz am Mauerwerk
    • Es kommt eine ~6KW Photovoltaik mit Akkus, aber vermutlich erst in den nächsten 2-3 Jahren.
    Vorabinfo: Da wir auch einen Wald haben und selbst Brennholz, kommt auch im Wohnzimmer ein zusätzlicher kleiner Kaminofen. Leider ist die Raumaufteilung so mieß das der Ofen nur Küche und Wohnzimmer beheizen kann. Aber das ist ja in dem Fall nur ein Addon.

    Wahl der Heizung:

    1. Die allererste Wahl war die Idee eine Infrarot Heizung zu verbauen. Der Vorteil wäre einfacher Verbau mit einem geringen Anschaffungswert von € 10.000. Dazu kommt noch eine Warmwasserwärmepumpe mit ca. € 2500. Die Stromkosten sah ich bis jetzt nicht das große Problem, aber so wie die politische Lage aussieht, wird sich das wohl in den nächsten Jahren ändern. Und im Winter bringt die Photovoltaik halt nicht so viel Strom. Daher fällt diese Heizung erst mal weg.
    2. Dann war dann auch die Idee mit der Luftwärmepumpe. Wir hatten bereits eine Firma da die diese auch verkauft. Der Verkäufer war so ehrlich und meinte auch das ohne Vollwärmeschutz dies keine befriedigende Lösung wäre und lehnt ab eine zu verbauen. Der Wärmeverlust wird vermutlich zu hoch sein, zu große Vorlaufzeit... Ein anderer Verkäufer/Firma sagte wieder, alles kein Problem. Auch meine Recherchen brachten mich mehr und mehr zu dem Ergebnis das ohne vernünftiger Dämmung das keinen großen Sinn macht.
    3. Die Dritte Variante wäre dann eine Pellets Heizung 8KW. Diese wäre inkl. Pelletslager, Sauger und eben alles was dazugehört, auch die Heizkörper. Das ist natürlich in der Anschaffung höher mit ca. € 25.000, aber dafür nur eine sehr kurze Vorlaufzeit. Die jährlichen Pelletskosten geschätzt wären bei ca. € 3000. Naja, wir sind mind. 25 Grad gewohnt. Wir wohnen der Zeit in einem Dachgeschoß, das im Sommer 33 Grad hat. Auch wenn ich grundsätzlich bei den Wänden der Zeit wohl einiges raus heize, ist es in meiner aktuellen Situation vermutlich die bessere Wahl. Möglicherweise kommt in ein paar Jahren auch noch ein Vollwärmeschutz mit ca. 10-12 cm auf die Außenmauer, was die Situation ja generell verbessern würde.
    Wie würdet ihr denn meine Aussagen bewerten. Wo würden ihr den hin tentieren, mit den verfügbaren Informationen?

    Ich bedanke mich schon mal recht herzlich für euer Feedback.

    Viele Grüße Tuxhase :)
     
  2. #2 KerstinB, 14.05.2026
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    Da fehlen ja ein paar Infos .. wie ist denn bisherige Heizung und deren Wärmeverteilung im Haus?
     
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  3. #3 simon84, 15.05.2026
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    Mehrere kleine Luft Luft Wärmepumpen (“Klimaanlage”) könnten durchaus völlig ausreichend sein.

    pellets würde ich mir in dieser Form als Zentralheizung mit kompletter Nachrüstung der Heizflächen nicht antun wollen, aber sowas mal anschauen :

    SMART Kachelofen von Hafnertec | Der smarte Speicherofen

    Grober Grundriss / Skizze mit Raum Bezeichnungen ?

    PV wirst Du fast nie genug haben wenn es wirklich die Heizung braucht. Das bringt natürlich sehr viel in der Übergangszeit aber im Winter leider nicht genug.
     
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    Ich würde nie eine Pellets Heizung einbauen. Dann lieber eine wo man noch richtige Holzstücke verbrennen kann. Mit Pellets bist du genau so am Arsch wie mit Öl, Gas oder Strom. Der Anbieter diktiert den Preis.
     
  5. #5 nordanney, 15.05.2026
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    Was ist eine Vorlaufzeit?
    FBH oder Heizkörper (welche)?
    Raumweise Heizlastberechnung gemacht?
    LLWP (oder Klima) oder LWWP?

    Pellets für so ein kleines Haus ist zumindest Unsinn
     
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  6. #6 chris84, 15.05.2026
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    Im Ernst? Du willst auf 83m²für 3000€ Pellets im Jahr verballern? Wird das ne Sauna?
    Wenn 25°C gebraucht werden, wirft ein paar Holzscheite in den Ofen, dann hast du die Ruck zuck. 19°C Basisheizung einfach per Klimasplit.
    Wenn Boden + Decke gedämmt und neue Fenster verbaut sind (d.h. einigermaßen luftdicht), bist du bei <100kWh/m²/a, das ist dann bei einem COP von 3 etwa ein Drittel deiner o.g. Heizkosten.
     
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  7. #7 Fabian Weber, 15.05.2026
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    Wenn Du einen eigenen Wald hast, dann bietet sich doch ein Holzvergaser an.

    Ansonsten würde ich zur LWWP tendieren.
     
  8. #8 driver55, 15.05.2026
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    Wenn, dann zeitnah und dafür die passende Heizung auswählen. Luftwärmepumpe für WW+Heizung, fertig.
     
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  9. ToTi

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    Es gibt auch die Möglichkeit einen Kachelofen mit einer Wärmepumpe zu kombinieren. Leider weiß ich nicht woher du kommst, aber wenn es um Kachelöfen und Kombinationen daraus geht, sind das hier die richtigen Ansprechpartner. Die verkaufen nicht nur fertige "Industrieprodukte" sondern planen und stellen Kachelöfen auch selber her.
    Kamin & Ofenbau im Raum um Backnang, Winnenden & Weissach
     
  10. #10 VollNormal, 15.05.2026
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    Ich würde dahin tendieren, zuerst die noch fehlenden Informationen, hier vor allem die Heizlast vor und nach der energetischen Ertüchtigung der Außenwände und die voraussichtliche Restlebensdauer der bestehenden Heizung, zu beschaffen. Auf dieser Grundlage kann dann entschieden werden, welche Art der Heizung sinnvoll ist und ob diese vor oder nach der Dämmung der Wände ausgetauscht werden sollte.
     
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    Suche mal Kaminofen wasserführend oder Holzofen mit Wärmetauscher.
    Kosten ab 750Euro NEU plus Heizungsanschluss. Ist eigentlich kein Hexenwerk und sollte vom Schwarzen Mann abgenommen werden.
     
  12. #12 Kriminelle, 15.05.2026
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    @tuxhase
    Mega interessante Frage. Es ist nicht alles pauschal gut und richtig.
    Was auffällt: Du stellst eine Frage zur Kühlung, die nächste zur IR-Heizung, jetzt diese ein.
    Ist es nicht zielorientierter, wenn man den Fachleuten das ganze Haus „beschreibt“, damit man die ganze Technik gesamt plant bzw. die Fachleute alles gesamt betrachten können?
     
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  13. #13 simon84, 15.05.2026
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    der Haupt Aufwand ist aber dann erstmal Heizflächen herzustellen, Rohre Heizkörper usw
     
  14. #14 Tikonteroga, 15.05.2026
    Zuletzt bearbeitet: 15.05.2026
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    Hier mal ein paar Informationen, die nützlich sind ohne die bereits angefragten Details zu wissen.

    • Netzstrom als Energieträger hat einen Primärenergiefaktor von 1,8
    • Stromdirektheizung ist aktuell mit gesetzlichen Auflagen verbunden, deshalb möglicherweise bei dir nicht zulässig (siehe § 71d GEG);
    • Primärenergiefaktor ist von der Jahresarbeitszahl (JAZ) abhängig => Primärenergiefaktor ~ 1,8 / JAZ (Beispiel: 1,8 / 3,5 = 0,51)
    • förderfähig
    • niedrigere Vorlauftemperatur und niedrigere Spreizung als bei Pellet-Heizung in der Praxis empfehlenswert, Tendenz zu größerem Rohrquerschnitt und größeren Heizkörpern in Abmessung und Typ.
    • Holz als Energieträger hat einen Primärenergiefaktor: 0,2
    • förderfähig mit einem Pufferspeicher mit einem Inhalt von 30 Liter pro kW Nennleistung (hier: 8 kW * 30 Liter/kW = 240 Liter)
    • zusätzliche Förderung, wenn die Warmwasseraufbereitung bilanziell über eine PV- oder Solarthermieanlage erfolgt (näheres siehe BAFA Richtlinien).
    • höhere Vorlauftemperatur und höhere Spreizung als bei LWWP in der Praxis üblich, Tendenz zu kleinerem Rohrquerschnitt und kleineren Heizkörpern in Abmessung und Typ
     
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  15. #15 msfox30, 15.05.2026
    Zuletzt bearbeitet: 15.05.2026
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    So hat ein Kumpel auch gedacht. Er hat ähnliche Daten mit PV-Anlage. Da PV im Winter quasi nix liefert hat er ca. 10.000kWh verbraucht. Er ist letztes Jahr im Herbst eingezogen.
     
  16. BaUT

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    Ich kenn ja das Ergebnis deiner Energieberatung und deines Energieausweises nicht, aber wenn du bei der Hütte mal von rd. 10.000 - 15.000 kWh/a an Heizkosten ausgehst, dann fliegt dir die Idee mit Stromdirektheizungen (IR-Heizung) bei einem Strompreis von >0,30 ct/kWh sicher kostentechnisch schnell um die Ohren.

    Holzpellets waren mal eine tolle Öko-Idee als es noch darum ging Holzabfall zu verheizen. Mittlerweile wird der Wald dreimal ausgefegt um auch das letzte Zweiglein rausgeholzt, das halt nichts mehr mit ökologischer Forstwirtschaft zu tun. Es gibt einfach schon zu viele Pelletheizungen in Deutschland.
     
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  17. #17 Fasanenhof, 18.05.2026
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    Jupp. Pellets sind die Convenience-Lösung für Leute, die keine Gasleitung haben/wollen und den Stauraum für das Pelletlager durch einen Ölkeller schon haben. die Heizkosten liegen effektiv bei den Kosten für Gas, weil die Pellets zu viel Nebenkosten erzeugen.

    Für den TE:
    Wer eigenes Holz hat ist mit einem Holzvergaser/Stückholzkessel oder einer LWWP plus Wassergeführtem Kaminofen für die harten Tage (und eventuelle Katastrophen) besser bedient.

    Eigentlich spricht heute wenig gegen die LWWP mit eigener PV, wenn man Dämmung und Dachfläche zur Verfügung hat.
     
  18. #18 nordanney, 18.05.2026
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    Für 83qm zu beheizende Fläche bei einem geringen Bedarf (es fehlt nur ein WDVS) ist das alles ein Overkill.
     
  19. #19 Fasanenhof, 18.05.2026
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    Stimmt. Ich habe in der ausufernden Diskussion vergessen, was für ein Schuhkarton hier diskutiert wird.
     
  20. 415B

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    Mit WDSV reicht auch der Adventskranz (die Kerzen auf dem ..) zum heizen der Hütte
     
Thema:

Die Wahl der Heizung, ist wohl die schwerste Entscheidung, bitte einen kleinen Schups...

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