Diffusionswiderstand von Dachpappe?

Diskutiere Diffusionswiderstand von Dachpappe? im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Nabend Forengemeinde, in einer bestehenden Wandkontruktion wurde vor Jahrzehnten u.a. eine Lage Dachpappe (besandet, keine dicken...

  1. Trabi

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    Nabend Forengemeinde,

    in einer bestehenden Wandkontruktion wurde vor Jahrzehnten u.a. eine Lage Dachpappe (besandet, keine dicken Bitumen-Dichtbahnen) als rudimentäre Dampfbremse auf die Wände genagelt. Hat wer eine Hausnummer, wie es dort mit dem Diffusionswiderstand dieser Schicht aussieht? Was kann man als Richtwert dort annehmen?

    schönen Gruß,
    Trabi
     
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  3. MoRüBe

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  4. Trabi

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    Na immerhin hat es jetzt schon mehr Antworten generiert als damals...

    Wo liegt denn schätzungsweise das "hoch" im Vergleich zu 12er Vollziegeln-Mauerwerk?
     
  5. Bruno

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    Geht es um den µ-Wert (Diffusionswiderstandszahl, dimensionslos) oder um den Sd-Wert (Diffusionswiderstand im Meter)?

    µ von Bitumenbahnen liegt um den Faktor 40 bis 200 über Vollziegel.
     
  6. Trabi

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    Sd wäre die handlichere, weil "fertige" Größe.

    Was für Bitumenbahnen sind gemeint? Ich hab Werte für Schweißbahnen, ist nur die Frage inwiefern die vergleichbar sind. Bei der 333er Dachpappe könnte ich mir vorstellen, dass der Durchlasswiderstand durch den Faseranteil geringer ausfällt. Aber das ist nur eine Überlegung. Mag auch sein, dassdas komplett im Bitumen ersäuft ist. Welche wirksame Bitumenstärke kann man bei Dachpappe ansetzen? 1mm? 2mm?
     
  7. #6 Alfons Fischer, 30. Januar 2012
    Alfons Fischer

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    machen Sie das doch mal!

    Sie kommen ohnehin nicht darum herum, mal "mit den Werten zu spielen", um die bestehende Konstruktion einschätzen zu können...
    Sie werden niemanden finden, der Ihnen sagt, sd ist 30 oder 70 oder 200m. Also müssen Sie ausprobieren, was passiert, wenn sd 30 oder 70 oder 200m ist. An den Ergebnissen sehen Sie, wie sich die Konstruktion verhält.
    Aber achtung: ein bisschen Fachwissen gehört schon dazu, um sowas richtig beurteilen zu können. Vor allem müssen Sie erkennen, ob Ihre Konstruktion kritisch ist oder nicht.
    Achten Sie vor allem auf die Luftdichtheit!
     
  8. #7 Alfons Fischer, 30. Januar 2012
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    Ergänzung: und rechnen Sie auch mal mit einem extrem niedrigen Wert. z.B. 1 ;-)

    um was für eine Konstruktion geht es denn?
     
  9. #8 Trabi, 30. Januar 2012
    Zuletzt bearbeitet: 30. Januar 2012
    Trabi

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    Moin,

    Aufbau ist hier zu sehen:

    Derzeit:
    http://*******.com/Trabi-Istzustand

    Vorschlag Energieberater: Kerndämmung => Kerndämmmensch:
    http://*******.com/Trabi-Vorschlag

    Erscheint mir aber alles andere als unbedenklich?!?

    Ohne Dachpappe hingegen ginge es wohl... Auf die Frage was mit dem äußeren Spalt als ggf. mögliche Dämmschicht sei hieß es sogar noch, da bräuchte man die Hinterlüftung zum Abtrocknen. Hmm, frag mich wo da noch Feuchtigkeit aus der dann inneren Dämmung noch durch die Dachpappe gelangen soll, wenn die so prima sperrt. Google brachte noch eine Datenblatt für R500 besandet mit µ=100.000.

    Ohne Dachpappe ginge es wohl:
    http://*******.com/Trabi-ohne

    Aber die Pappe ist da nunmal verbaut. Jedenfalls nach Augenzeugen-Berichten und alten Lieferscheinen...
    Bliebe als Abhilfe ggf. noch die Maximallösung mit innen aufgebrachter Dampfsperre und vorgesetzter Installationsebene:
    http://*******.com/Trabi-innensperre


    Mal ne andere Frage - Der Einblasmensch schwört auf Steinwolle und BAFA sei ohnehin abzuschreiben, weil die Summe für Einzelmaßnahmen nicht erreicht wird. Da wäre es asl oegal, dass die Steinwolle nur lamda = 0,040 bietet. Da ggf. noch Änderungen an den Außenwänden in mittelfristiger Zeit anstehen, wäre die Rieselfreiheit durchaus ein großer Pluspunkt für Steinwolle.
    Nur - das ist dann doch jetzt schon beim einblasen eine nennesnwerte Änderung der Außenwände, folglich muss immerhin noch die 0,24-Vorgabe für den u-Wert der ausgeblasenen der EnEV erreicht werden, oder seh ich das falsch? Das wird mit der reinen Kernverfüllung mit Steinwolle aber schon arg schönrechnungsbedürftig?!
     
  10. Trabi

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  11. #10 Alfons Fischer, 30. Januar 2012
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    ist denn der Wärmeschutz der Wand tatsächlich so schlecht, dass es sich lohnt, zusätzlich zu dämmen?
    Sind Sie sicher, den Ziegel richtig berücksichtigt zu haben. Wo haben Sie das lambda her?
    Meint Ihr Energieberater nicht vielleicht eine Kerndämmung der äußeren Luftschicht?
    Kommt denn eine Außendämmung in Verbindung mit Kerndämmung der äußeren Luftschicht nicht in Frage?
     
  12. Trabi

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    Moin,

    > Kommt denn eine Außendämmung in Verbindung mit Kerndämmung der
    > äußeren Luftschicht nicht in Frage?

    die Klinkerschale steht nicht zur Disposition...
    Neu aufmauern macht es definitiv unrentabel, WDVS mit Klinkerriemchen kostet gegenüber den bisherigen Kerndämmangeboten auch unrentabel viel... Und Standard-Styropor-WDVS ist bei gerade mal 30 Jahre alter Vorsatzschale auch nich vermittelbar(*) und auch optisch nich wirklich passend.

    (*) Objekt in der Familie, nich meins.

    > Meint Ihr Energieberater nicht vielleicht eine Kerndämmung der äußeren
    > Luftschicht?

    Nö, eigentlich nicht. Da redet jeder von erforderlicher Hinterlüftungsebene :-\
    Wobei der EB da ohnehin enttäuschend war. Was man alles machen könnte kann ich mir auch so zusammenreimen, brauchbare Konzepte was in dem Objekt sinnvoll ist kam da nicht bei rum... (Gibt's ne Option die BAFA-Prämie zurückzuholen und wen anderes zu beauftragen?)


    > Sind Sie sicher, den Ziegel richtig berücksichtigt zu haben.
    > Wo haben Sie das lambda her?

    Geschickt geraten mit tendentiell eher schwereren Steinen aus dem Portfolio des U-Wert-Rechners. Was so an diversen Reststücken noch im Vorrat herumlag deutete beim wiegen auf eher schwere Ausführung hin. Wobei da die Zuordnung zu Althaus oder Erweiterungen nicht sicher ist.
    Ggf. kann ich zur Sicherheit noch einen Stein aus der alten Wand (unverklinkerter Teil wo später Wirtschaftsräume angebaut wurden) bergen und auswiegen um zumindest die Dichte als Anhaltswert zu haben.
     
  13. Hfrik

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    Also ich würde einfach mal die Dämmung der äusseren Luftschicht mit dem uwert-rechner rechnen und hier einstellen (bin zu faul die ganzen Schichten einzugeben)
    ich denke das sieht mit dem Tauwasserausfall viel besser aus.
    Zur Hinterlüftung ja / nein gab es hier nach meiner Erinnerung so vor 6-12 Montaen mal einen längeren Thread. Aber wenn kein Wasser ausfällt, wozu dann hiterlüften?
     
  14. Trabi

    Trabi

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    Außenspalt gedämmt:
    http://trabi.bplaced.net/Wand/Aussenspalt.pdf

    Feuchtetechnisch ginge es, verfehlt aber EnEV-Zielwert von 0,24. Wobei das exakte Spaltmaß dort noch einmal zu überprüfen wäre, ist aber definitiv mehr als die berühmten 30mm Hinterlüftung.

    Andere Frage, was sagt die Statik dazu? Die Klinkerschale ist nur 'nen Viertelstein stark und mit Edelstahl-Drahtbindern im Altmauerwerk verankert. Hab da was im Kopf, dass für Einblas-Kerndämmung mindestens 11,5er Wandschichten erforderlich wären?


    > (bin zu faul die ganzen Schichten einzugeben)

    Im pdf gaaanz unten den link klicken und die gewünschte Schicht mit anderem Material füllen ;o) Allerdings scheint im Istzutands-pdf die Hinterlüftung mit 30mm angenommen zu werden, eine Messung als mal an der Dachrinne gewerkelt wurde ergab hingegen 12 cm zwischen Altmauer und Klinkerschale, wo derzeit nun die Dachpappe und 50mm Steinwolle (vernünftig mit Tellerankern befestigt) drinne stecken. War abe rnur eien punktuelle Messung, mag anderswo vielleicht auch nur 10 cm sein.
     
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    Wenn man beide Luftschichten füllt, gehts mit dem Uwert (ist dann um 0,2). jedoch müsste die innere Mineralwolle "schlecht " sein. mit 0,04 kommt es noch zu minimalem Tauwasserausfall. Mit Baustroh (so dass den ginge :) ) wäre es dagegen tauwasserfrei.
     
  17. Hfrik

    Hfrik

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    Alternativ könnte man auch Blähglas, Perlite, EPS-kügelchen, ... einblasen. Das geht fast alles leichter als Mineralwolle, meint man auf einer Seite eines Anbieters.
     
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