Din 55699

Diskutiere Din 55699 im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hi! Eine längst verdrängte Frage hat sich mir gerade wieder offenbart. Leider finde ich nichts im Netz - vielleicht kann mir einer von Euch...

  1. oberh

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    Hi!

    Eine längst verdrängte Frage hat sich mir gerade wieder offenbart.
    Leider finde ich nichts im Netz - vielleicht kann mir einer von Euch weiterhelfen.

    Unser WDVS wurde im künftig erdberührenden Teil nicht abgeschrägt, woduch beim Anfüllen Hohlräume entstehen können.
    Ich habe schon Verarbeitungsrichtlinien verschiedener Hersteller herausgesucht - einheitlich wird hier abgeschrägt (s. z.B. angehangenes Bild "a").

    Sagt die DIN 55699 darüber etwas aus?

    Bei uns sieht das WDVS so aus (Bild "b")

    Danke Euch
    Olaf
     
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  3. mls

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    nein (fassung von 2005).
     
  4. #3 Hundertwasser, 3. Februar 2011
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    Ist durch die Herstellervorschriften geregelt, wie so vieles im Bereich WDVS. In deinem Fall müsste untersuicht werden ob
    a) die Mauerwerksabdichtung (horizontal und vertikal) korrekt ausgeführt wurde
    b) die Abdichtung des WDVS (Dichtschlämme o.ä) korrekt ausgeführt wurde

    Wenn beides angbracht wurde und intakt ist könnte man auf die Abschrägung auch verzichten. Die Abschrägung erleichtert das korrekte Anbringen der Abdichtung. In der Detailansicht die schwarz-weiss gestrichelte Linie niter und vor dem Dämstoff.
     
  5. #4 Herr Nilsson, 3. Februar 2011
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    Na wenn man das so sieht ist das "unebene" WDVS nicht das einzige Problem in Rösrath. Und lange vor irgendeiner DIN gibt es eine Richtlinie Sockelputz (auch Sockelputz auf Dämmschicht), und mindestens die ist aRdT. Der Boden spielt natürlich auch eine Rolle bei der Frage der Ausführung eines Sockels, aber Deiner ist nicht für die Ewigkeit.

    Die Abdichtung fehlt auf Deiner Skizze aber nur aus Gründen der Vereinfachung, oder? Ziemlich schluffiger Boden in Rösrath.....................
     
  6. #5 Herr Nilsson, 3. Februar 2011
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    Aber nur dann, wenn eine Hinterläufigkeit der Perimeterplatten ausgeschlossen werden kann. DANN gibt es sogar Hersteller bei denen der Oberputz = Feuchteschutz ist der nur noch eine Schutzschicht benötigt. Wie gesagt, der Boden in Rösrath dürfte ziemlich dem nach 18195-6 entsprechen. OBERHs Sockel hat ja nicht mal eine Schutzschicht...............
     
  7. susannede

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    Das hast Du schön gesagt.

    "Im Suchbild sind 10 Unterschiede feststellbar, finden Sie diese."

    Als warmup werfen wir das Wort "beheizt" in den Raum.
     
  8. oberh

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    Ach Leutchen ;)

    Erst einmal danke.

    Aaaaalso ... wo fange ich an ...

    Bodengutachten sagt Lastfall 4 - mit Schluffanteilen.
    Tiefenbohrer sagt Grundwasser ist auf 12 m Tiefe.

    Eine Seite des Hauses ist gerade aufgebuddelt worden.
    Es hat in Strömen geschüttet - "kleine" Wasserlaachen hatten sich in der Grube gebildet.
    Bauleiter hebt im Bereich der Bodenplatte den Anfüllschutz an - entnimmt eine Handvoll darunter liegender Erde - knochentrocken.
    Dies wiederspricht dem Lastfall 6 ...
    Im vorletzten Winter haben wir regelmäßig die Keller ausgepumpt/gescheppt/gesaugt - alles über einen Lichtschacht nach draussen in die Grube befördert.
    Pumpe ausgestellt - raus gegangen - ins Loch geschaut - Wasser war schon weggesackt ...

    Wie ist abgedichtet worden ...
    Nun, die Kellerwände (PB) wurden bereits abgedichtet, als auf die Kellerdecke gewartet worden ist.
    Ob der PB grundiert wurde, erschließt sich mir nicht - lässt sich das noch nachweisen?
    Innerhalb eines Tages wurden ca. 47 lfdm Wand abgedichtet.
    Es wurde Remmers K2 aufgetragen und ein Gewebe eingebaut.
    Meines Erachtens wurde die Schicht nur einlagig aufgebracht ca. 2 - 3 mm stark.
    Die Beschichtung beginnt 5 - 10 cm unter OK Bodenplatte - es wurde eine Hohlkehle ausgeildet und sie endete auf Höhe der OK Rohfußboden EG.
    Die Wände an den Lichtschächten wurden vorher eingeschlämmt.
    Als das EG fertig gemauert war, wurde noch eine Dichtschlämme bis zur 2. Lagerfuge aufgetragen.
    Anschließend wurde das bisher noch überstehende Gewebe mit K2 an die Wand gepappt.
    Das WDVS wurde ca. 5 cm unter der Decke zum EG begonnen.

    Die Lichtschächte waren zwischenzeitlich längst befestigt - es ist aber kein Wandvorsatz angebracht worden, um die Tiefe des WDVS auszugleichen.
    Ursprünglich sollte das WDVS im Bereich des Rostes - und zwar bis OK Rost eingekeilt werden, um das Rost herausnehmen zu können.
    Da OK Rost aber = OK Rohfußboden EG ist, befürchtete ich wohl zurecht Wärmebrücken.
    Also wurde das WDVS auch hier bis ca. 5 cm unter der Kellerdecke verlegt.

    Nun fragt Ihr Euch sicherlich, was mit den Rosten passiert ist?
    Tja - die wurden gekürzt - Problem : der Flappmann von Schlosser hat die Verstärkungen mit herausgeschnitten ...
    Insgesamt 5 Roste sollten begehbar - einer befahrbar sein - nada.
    Da wir ums Haus herum noch anfüllen wollen, hatte ich die Roste zuerst nur moniert, weil die Arretierung mit abgeschnitten worden war.
    Im Bereich meines Stellplatzes befürchtete ich, dass wenn mein Auto dort steht und ich direkt am Haus vorbei in den Garten wollte, dass ich mir den Sockel auf Dauer mit dem Rost beschädige.
    Als der Bauleiter das hört, klopft er sanft mit seiner Hacke auf das Rost - durchgebogen ... "Der ist nicht begehbar ..."

    OK - zurück zum WDVS ... Der untere Abschluss am WDVS selbst wurde auch noch eingeschlämmt - jedoch nicht im Bereich der Kellerschächte.

    Die Noppenbahn mit Flies endet direkt unter dem WDVS.

    Als Anfüllschutz für den Sockel hat man uns eine Rolle einfache Noppenbahn überlassen. #-ohne Worte-#

    @mls
    Dankeschön - heute morgen habe ich die DIN als Scan im Netz gefunden ...

    Ach ja - oben hatte ich ja geschrieben, dass ich vermute, dass keine Grundierung aufgetragen worden war.
    Über den - bis in die Kellerschächte musste die Schlämme (vor dem WDVS) schon erneuert werden, weil sie großflächig abgeplatzt war ...

    @Hundertwasser
    Den Hersteller werde ich noch einmal recherchieren müssen ...


    @Herr Nilsson
    "aber Deiner ist nicht für die Ewigkeit"
    Ich habe vor, ein Kiesbett am Haus vorbei anzubringen - rundum.
    Eine Noppenbahn mit Flies mit oberer Abschlussleiste befestigen und bis unter die Noppenbahn (30 cm ?) ziehen.
    "Dürfte" dann noch was schief gehen (einma optimistisch davon ausgehend, dass die Schlämmen etc. richtig ausgeführt waren)?

    @Susanne
    "Als warmup werfen wir das Wort "beheizt" in den Raum."
    Ich werde ja gerne gequält ... verrätst Du mir mehr bitte?

    Viele Grüße
    Olaf
     
  9. susannede

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    Moin oberh,

    yep:

    linkes Bild unbeheizter Keller, rechtes Bild beheizter Keller.
     
  10. mls

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    wofür?
    1. die abdichtung muss passen
    2. die abdichtung muss passen
    ...
    5. du ahnst es ;)
    6. wärmebrücke? vorhanden. schädlich? fraglich.
    7. sockeldämmung - material?
    ..
    x. abschrägung .. oder ausreichend tiefes kiesbett?

    was du uns zeigst: besser geht immer und richtig ist das nicht.
    aber ohne zu wissen, wer was wem schuldet? welche zielsetzung?
     
  11. #10 Herr Nilsson, 5. Februar 2011
    Herr Nilsson

    Herr Nilsson

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    Ganz vorsichtig: JA.
     
  12. oberh

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    Hi Susanne!

    Mein Herz, mein Herz ... mir wird schwarz vor Augen ... ;)
    Is mir schon klar, dass diese Art "Unterschiede" im Bild sind.
    Aber WAAAAAAAAAAAAASS :wow hat das für Konsequenzen #Haare rauf´#? :bierchen:

    @ Herr Nilsson
    Einmal vorsichtig nachgefragt ..... WAAAAAAAAAAAASSS :winken

    @mls
    "aber ohne zu wissen, wer was wem schuldet? welche zielsetzung?"

    OK - meine Zielsetzung ist:
    1. trockener Keller
    2. keine Kapillarwirkung - kein feuchtes aufsteigendes Mauerwerk
    3. Wärmebrückenausschaltung
    4. Stillung meines Wissensdurstes ;)

    Was ist geschuldet:
    Außer Punkt 4 - alles.

    GU soll Haus bauen - alles abdichten.
    GU hat in der Planungsphase ein vereinfachtes DGM (digitales Geländemodell) erhalten, aus dem Bestand und Planung hervorgingen.
    Das Gelände war fast potteben - da für die Bestimmung der EFH durch den GU "nur" die Eckpunkte des Gebäudes im Mittel genommen wurden zzgl max. 15 cm.
    Das führt dazu, dass wir auf einer Grundstücksseite (Zufahrt und Eingänge) ein wenig in das alte Gelände hinein mussten - auf der entgegengesetzten Seite kommen wir ein Stückchen mehr mit den Terr. nach oben (das Problem des arithmetischen Mittels).
    Da der Fußbodenaufbau bis OK Beton 15 cm sind - der Eingang eine Stufe von 15 cm bekommen soll - liegen wir mit der Zufahrt genau auf Höhe OK-Beton.
    Obwohl diese meine Planung bekannt war, wurde von GU-Seite die Abdichtung wie beschrieben ausgeführt.
    Erst als es um die Sockelhöhe ging, hieß es:
    VORSICHT! - Kapillarwirkung! - Gehen Sie bloß 20 cm tiefer mit dem Gelände!
    Diese Aussage - egal ob richtig oder falsch - habe ich noch im Ohr.
    Wenn ich also rundum ein Kiesbett ausführen möchte bei meinen Außenanlagen, die definitv Eigenleistungen sind, dann möchte ich schon "für mich" auf der sicheren Seite sein.
    Dies zu Deiner Frage: "Wofür?" ;)

    Im Sockelbereich ist die "rosa" Platte verarbeitet worden.
    Bei mir wurde sie gedübelt und geklebt - beim Schwager teilweise nur geklebt.

    Bätsch ;) - ich glaube, ich habe jetzt genauso verworren geschrieben, wie ich Eure Antworten verstanden habe ... ;)
     
  13. #12 Herr Nilsson, 7. Februar 2011
    Herr Nilsson

    Herr Nilsson

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    Uppps! Nicht schlecht.

    Dein Haus ist vielleicht eher was für einen über Sachverstand verfügenden Menschen ausserhalb des Internets. Ganz so einfach ist das dann doch alles nicht, als dass das hier ausdiskutiert werden könnte (möchte).
     
  14. susannede

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    Lieber oberh,

    Du hast Humor, immerhin...ich wollte jetzt nicht loswatzen müssen, um Dir die Herzdroppe organisieren zu müssen.

    Schau einmal, mls hat doch schon einen ganz zarten Hinweis gegeben:

    Damit erschlägst Du zweieinhalb von den 4 Herzenwünschen

    Einen beheizten Keller könnte man ja vielleicht außen dämmen, ich mein nur so...
     
  15. oberh

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    Guten Morgen!

    Ich Schussel ...
    "Uppps! Nicht schlecht"

    Dat kommt davon, wenn ich meine Gedanken nicht sortiere ...
    Aus: "aufsteigende Feuchtigkeit" - und "aufgehendes Mauerwerk" kommt sowas raus : "feuchtes aufsteigendes Mauerwerk "
    :mauer

    @Herr Nilsson

    Ein Anwalt ist eingeschaltet und ich sitze gerade an meiner bebilderten Mängelliste.
    Einen vereidigten Sachverständigen hatte ich schon vor Ort - ganz ehrlich, da habe ich jetzt schon mehr Ahnung als der ...
    Der Anwalt sagt, dass ich meine bisherigen Mängelrügen vergessen soll.
    Also muss eine neu Zusammengestellte her.
    DIE wird aber dann künftig auch vor Gericht gehen und DER Sachverständige prüft dann ja nur noch meine Mängelliste und schaut nicht, was sonst noch alles so im Argen ist.
    Ja, und ich muss zugeben - bei all den offensichtlichen Mängeln bin ich ziemlich argwöhnisch geworden.
    Von daher muss ich nun klären, was wirklich mangelwürdig ist - und was nicht.
    Hier bei diesem Thema sehe ich lediglich, dass die vom Hersteller geforderte 2. KMB-Schicht nicht aufgetragen worden und der Anfüllschutz nicht bis zur geplanten Geländehöhe hochgezogen worden ist.

    @Susanne
    ;) Humor ist das Einzige, was mir hilft gelassen zu bleiben ...

    Die Wärmeschutzberechnung besagt, dass der 36,5-er PB schon den Anforderungen genügt.
    Beim Durchblättern ist mir gerade nur was Anderes aufgefallen #seufz# ... passt aber jetzt nicht hierher ins Thema.

    Ich danke Euch noch einmal.
    Viele Grüße
    Olaf
     
  16. susannede

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    Was mir noch gestern Nacht einfiel, ich aber bereits "bettschön" war (5:00 Uhr aufstehen...), ist, dass die "schwarze Pampe" nicht auf 30 cm über GOK (Geländeoberkante) gezogen wurde, daher auch wohl der Aufschrei "Gelände 20 cm tiefer".

    Bevor wir hier weitermachen - Entschuldigung, wenn das bereits in einem anderen thread von Dir steht, Olaf, oder ich es überlesen habe:

    Gibt es bereits ein Schadensbild, vulgo: feuchter Keller ?

    In dem Produktdatenblatt:

    http://www.remmers.de/html/doc/tm/TM1_0888_DE.pdf

    steht ja:

    "Senkrechte Flächenabdichtung:
    Auf die in den Untergrund eingezogene, bei Kiesol lufttrockene und Schutzanstrich 3K durchgetrocknete Grundierung bzw. durchgetrocknete Kratzspachtelung wird die K2 Dickbeschichtung zweilagig aufgetragen."

    ...was Deiner Ansicht nicht so ausgeführt wurde ?

    Wann wurde die Dickschicht denn überhaupt ausgeführt, äh, wie nass war der PB eigentlich ? (Zumindest beim Beschrieb des "Kellerlenzens" hat's mich "gezuckt")

    Schau auch mal, was Mark schreibt:

    http://www.sv-carden.de/4-2-3_t4_kmb_w.html

    Kurzum: Worum geht es ?
     
  17. oberh

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    Hi Susanne!

    Dankeschön für die Links.

    Das technische Merkblatt von Remmers hatte ich dem GU schon unter die Nase gerieben, weil im Vertrag nur von der KMB die Rede ist.
    Ergo wollten die uns den Anfüllschutz auf´s Auge drücken.
    Remmers hat mir sogar per Mail bestätigt - Wenn das Zeug genutzt wird, dann MUSS ein Anfüllschutz angebracht werden.
    Der GU hätte ja ein anderes Material benutzen können ...
    Ende vom Lied - sie haben einen Anfüllschutz angebracht.

    Mich erschreckt Folgendes aus dem zweiten Link:
    "Bitumendickbeschichtungen können während der Bauphase durch, auf ihrer Rückseite einwirkendes Wasser, geschädigt werden. Ist es nicht möglich Wasser von der Haftseite fern zu halten, müssen Zwischenabdichtungen (z.B. Dichtungsschlämmen) vorgeschaltet werden."

    Im September ´09 wurde der Keller gegossen, gemauert, abgedichtet.
    Es herrschte vorrangig strahlender Sonnenschein - dann ging es ein paar Wochen nicht weiter - meine Bedenken wegen der Witterungsbeständigkeit wurden von Remmers zerstreut.
    Dann wurde das EG fertig gestellt und das OG wurde angefangen.
    Zwischenzeitlich ist die Baugrube dann auch verfüllt worden.
    Leider begann dann am 04. November die Frostphase.
    Der Bau stand bis Anfang April ´10 still.
    In der Zeit stand der Bau offen - kein Dach - keine Fenster - keine Schutzmaßnahmen.
    Sobald wir konnten, haben wir natürlich Folien vor die Fenster und Türen genagelt und die Treppenlöcher abgedeckt.
    Aber es nutzte nichts - wir haben dutzende Male den Keller ausgepumpt und den Schnee von den Bodenplatten entfernt.
    Problem: das Regen- bzw Tauwasser konnte nicht an der Terrassentüre herauslaufen, da dort ein Profil im Boden eingearbeitet war zur Trennung von Decke und Wand.
    Dort ist das Wasser also durch die Wand in den Keller geflossen ...

    Als geputzt werden sollte, hat der Handwerker einen Heizstrahler aufgestellt - fäddisch.

    Mir kam das Wasser aus den Steckdosen gelaufen ...

    Mehrere Kernbohrungen wurden im HWR gemacht - die Jungs haben geflucht, weil die Wände im Keller pitschepatsche nass sind - die Bohrer ständig verschlammten.

    Auf einer Seite habe ich Ausblühungen und in einer Ecke sitzt der Schimmel.

    Ich vermute zudem, dass die großflächigen Abplatzungen an den Bohrlöchern auf die noch zu nassen Wände beim Verputzen herrühren.

    Seit über 4 Monaten hole ich jeden Tag 15 l Wasser (hatte vorher schon kleinere Geräte da stehen) aus dem Bautrockner - macht überschläglich 2.000 l.
    Dazu läuft die Heizung (ist auch erst seit vier Monaten drin) auf Hochturen und ich lüfte dementsprechend häufig.

    Momentan ist die offen"sichtlich" feuchte Seite aufgebuddelt.
    Hier soll lt. Bauleiter der Kehlbereich bis ca. 1m Höhe eine weitere Beschichtung erhalten (zweilagig!).

    Nochmal zurück zur Ausführung.
    Diese wurde komplett an einem Tag durchgeführt.
    D.h. Grundierung auftragen - 1. Lage KMB aufbringen - Verstärkungseinlage drauf - 2. Lage KMB.
    Dazu kommt dann noch die geforderte Dichtschlämme oder Grundverkieselung im Kehlbereich.
    Die Dichtungskehle muss hergestellt werden ...
    Wenn nun die verschiedenen Trocknungsphasen bedacht werden ...
    Nieeeemals! - Ihr dürft mich aber gerne eines Besseren belehren ...

    Die KMB wurde hochgezogen bis ca. EFH - darunter von OK Rohbetonboden bis zur zweiten EG-Lagerfuge wurde eine Dichtschlämme aufgetragen.

    "Kurzum: Worum geht es ?"

    Tja, dieser Thread hat ein Eigenleben entwickelt.
    Wenn ich jetzt noch von den Bitumenbahnen auf der Kellerdecke berichten würde ...

    Zumindest ist schon mal die Ursprungsfrage beantwortet worden ;)
     
  18. mls

    mls Bauexpertenforum

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    mea culpa :o
    das war der leichteste teil :D
     
  19. Zwieback

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    Wer macht denn bzgl. Feuchteschutz des WDVS die Vorgaben? Die Zulassung des DIBt für das verwendete WDV-System, die Bauanleitung des Systemgebers, DIN-Normen, Merkblätter der Fachverbände? Wenn ja, welche?

    Und strenggenommen endet ein WDVS doch am Sockel, am Übergang zur Perimeterdämmung. Wer bestimmt dann, ob und wie die Perimeterdämmplatten vor Feuchtigkeit zu schützen sind? Oder der Oberputz, insbesondere, wenn er ins Erdreich einbinet?
     
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  21. #19 Herr Nilsson, 2. April 2011
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    Feuchteschutz des WDVS:
    Richtlinie Sockelputz + Herstellervorgabe + Menschenverstand

    Perimeterplatten:
    DIN 18195 + Richtlinien (z.B. RiLi Bitumendickbeschichtung)
    Perimeterplatten müssen aber nicht zwingend vor "Wasser" geschützt werden, weil etwa ein Extruderschaum gar kein Wasser aufnehmen kann. Bei sauberer Verlegung müssen die Platten nur gegen Beschädigung und / oder Abriss geschützt werden. Das z.B. durch eine Noppenbahn mit Gleitschicht, oder ein "geeignetes Anfüllmaterial" mit lagenweiser Verdichtung (ich würde immer ersteres machen).
     
  22. Zwieback

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    Guten Tag!
    Meinst du z.B. das Merkblatt: WDVS im Sockel- und erdberührten Bereich vom Industrieverband Werkmörtel?
    Gilt das auch für EPS-Perimeterdämmplatten (Expandiertes Polystyrol), dass diese Platten kein Wasser aufnehmen?

    Obiges Merkblatt geht auch auf den Feuchteschutz im erdberührenden Bereich ein. Dann verstehe ich deine Aussage so, dass der Feuchteschutz nur für den Armierungsmörtel und den Oberputz relevant, der ins Erdreich einbindet.
     
Thema:

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