Direktwärmepumpe vs. Gasbrennwerttechnik

Diskutiere Direktwärmepumpe vs. Gasbrennwerttechnik im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hi Leute, die Planung unseres EFH (145 QM Stadtvilla ohne Keller, ungefähr KFW 70) geht voran. Nun beschäftige ich mich zur Zeit mit der...

  1. #1 JohnMcClane, 11. Dezember 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12. Dezember 2011
    JohnMcClane

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    Hi Leute,

    die Planung unseres EFH (145 QM Stadtvilla ohne Keller, ungefähr KFW 70) geht voran.

    Nun beschäftige ich mich zur Zeit mit der evtl. Heizunganlage des Hauses.

    Vom GÜ wird eine modernes Brennwertgerät "CERAPURECO" der Fa. J... standarmäßig eingebaut was qualitativ gut zu sein scheint.

    Die Brennwerttechnik hat in den letzten 10 Jahren ja große Schritte gemacht, so dass man heute mit Gas ja schon viel sparsamer heizen kann als früher.

    Trotzdem ist man von Gas abhängig und von denen, die die Preise dafür bestimmen. :irre


    Über einen Kollegen (hat die Anlage im EFH verbaut) bin ich auf die DIREKTWÄRMEPUMPE der Fa. A... gestoßen.

    Ich sehe bei dieser Direkt-Wärmepumpe mehere Vorteile gegenüber den herkömmlichen Wärmepumpen, da diese sehr einfach aufgebaut ist und nur mit dem Verdichter nach den physikalischen Gesetzen funktioniert. Die Wärme wird sozusagen über das Kältemittel (Propangas) "direkt" in den Estrich geleitet, wo sie dann als Strahlungswärme über den Fußboden abgegeben wird. Dazu soll sie nahezu wartungsfrei sein. Der Anschaffungspreis gegenüber einer Erdwärmepumpe ist ebenfalls deutlich niedriger. Es gibt keinen Zusatzheizstab, der evtl. Nachheizen teuer macht. Desweiteren gibt es die Möglichkeit im Sommer die Anlage zum Kühlen zu des EFH zu nutzen.

    Das die Kupferrohre der Anlage direkt im (Beton) Estrich liegen, soll aber lt. Internetrecherche kein Problem für die Leitungen darstellen.

    Die JAZ, die ich persönlich aber eher sehr nüchtern betrachte liegt wohl lt. Praxistest um die 4.

    Die durchschnittlichen "Heizkosten" mit Direktwärmepumpe betragen somit ca. ~ 500 € im Jahr, was natürlich immer auf den Haustyp ankommt.




    - Hat vll. jemand postive / negative Erfahrungen mit Direktwärmepumpen?

    - Wie sieht es mit der Strahlungswärme bei Verlegung von Laminat oder Parkett aus?

    - Wie hoch ist die Lautstärke des Aussenlüfter und welchen Abstand zum Haus sollte man einhalten?

    - Was ist bei -20 Grad Aussentemperatur?






    :bau_1:
     
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  3. fmw6502

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    das aufgeführte Prinzip ist eine Luft DK/DV

    wir haben eine Erdkollektor DV/DK mit Parkett, Fliesen und Kautschukbodenbelägen ohne Probleme. Ob da Strahlungswärme oder doch "nur" normale Erwärmung wirkt, darfst Du selber rätseln. Ich tendiere zum 2.
    Es wird problemlos geheizt und das ist das wichtigste.

    Gruß
    Frank Martin
     
  4. R.B.

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    DV mit DK funktioniert, keine Frage.

    Ich für meinen Teil favorisierende wasserführende Heizflächen, weil man da letztendlich flexibler ist. Sie sind auch toleranter was die Dimensionierung betrifft.

    Unter´m Strich verschenkt man ein klein wenig Effizienz durch den Wärmetauscher, doch da reden wir von Nachkommastellen.

    Über die JAZ gibt es keine Praxiswerte, weil heizkreisseitig keine Wärmezählung erfolgt. Da hier das KM zirkuliert ist das halt schwierig.

    Gruß
    Ralf
     
  5. planfix

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    deine direktwärmepumpe ist eigentlich nix anderes als ein splitklimagerät mit flächentauscher innen ;)
    erdkollektoren sind störungsfreier und konstanter, da sie nicht den temperaturschwankungen der außenluft unterliegen und außderdem geräuschlos :p guckst du hier!
     
  6. #5 moderne.heizung, 13. Dezember 2011
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    Bei der Direktwärmepumpe handelt es sich um eine Luftwärmepumpe, die wie alle Wärmepumpen mit Strom betrieben wird. Somit ist man wieder abhängig von einem Energieversorger.

    Die Anlage soll ja bis in hohe Minusgrade, ohne zuheizen auskommen. Hier ist im Enddefekt der energetische Standard der Immobilie maßgebend. Dennoch ist nicht zu unterschätzen, dass die Anlagen mit zunehmend niedrigeren Temperaturen auch lauter werden. Hier sollte das Grundstück ausreichend groß sein, um einen ausreichenden Abstand zu den Nachbarn und zum eigenen Haus zu haben, um Lärmbeeinträchtigungen zu vermeiden, ggf. sind Schall absorbierende Maßnahmen erforderlich.

    Steht der Gedanke im Fokus sich von zukünftigen Energiepreissteigerungen nach Möglichkeit zu entkoppeln, dann hat ein möglichst niedriger Energieverbrauch und die Nutzung regenerative Quellen eine hohe Priorität. Mit einem KfW 70 Haus verfügt man über eine Immobilie modernsten energetischen Standards. Eine Möglichkeit regenerative Energiequellen zu nutzen ist zur Heizungsunterstützung und Warmwassererwärmung die Solarthermie. Aber auch Erdgas ist eine Alternative. Als einziger fossiler Energieträger, der auch regenerativ erzeugt werden kann, nimmt Biogas eine immer bedeutendere Rolle ein. Derzeit noch etwas teurer, wird er als regional erzeugter Energieträger das Potential haben, sich von der allgemeinen Preisentwicklung zumindestens teilweise zu entkoppeln.

    Infos unter moderne-heizung.de/bio-erdgas

    Erik
     
  7. #6 ludeguent, 13. Dezember 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13. Dezember 2011
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    Bist du Lobbyist der "Biogas-Industrie"????

    Das Bild mit den Kühen auf der grasgrünen Wiese ist doch Augenwischerei hoch drei!:mauer

    Wenn man durch Deutschland fährt sieht man doch nur noch Maisfelder für den unersättlichen Hunger der Biogasanlagen.... das nimmt mittlerweile Dimensionen die nicht mehr anzusehen sind....
     
  8. #7 Achim Kaiser, 13. Dezember 2011
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    Für ne Antwort brauchts keinen Fullquote !
    (...was soll der Scheibenkleister ? )

    Ich habe keine Lust zu löschen ....

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  9. R.B.

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    Dafür hab´ich´s gemacht. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  10. #9 ReihenhausMax, 13. Dezember 2011
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    Da IEU für Initiative Erdgas pro Umwelt steht, ist das wohl so. Aber
    dafür zahlt er ja auch :D Mit der Wärmepumpe wird man natürlich auch
    immer mehr mit Erdgas heizen, irgendwo muß der Strom im Winter
    ja herkommen.

    Ansonsten ist das mit Biogas natürlich auch nicht anders als mit der
    Kindermilchschnitte mit dem vielen Calcium ...
     
  11. Hendrik42

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    145qm KfW70 -- was wird das haben? 6kW Heizlast? Also bei Auslegetemperatur von -15 bis -20, je nach Lage? Also wird die meiste Zeit eine Heizlast von, was, 2-4kW gebraucht? Welche Brennwerttherme außer der Thision 9 moduliert denn überhaupt in dem Bereich noch gut?

    Wir haben uns unter ähnlichen Voraussetzungen für eine Luft WP entschieden. In die Religionskriege will ich gerade nicht einsteigen...

    Aber falls Du doch Brennwert machst, dann nimm wenigstens eine FBH mit max. Vorlauf von 30-35C, dann kannst Du immer noch auf WP umsteigen.
     
  12. JohnMcClane

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    Ersteinmal danke für eure Beiträge. :28:



    ... also FBH nehmen wir auf jeden Fall im ganzen Haus, gibt es da auch FBH's mit höheren Vorlauftemperaturen? Dachte immer das hängt von der Heizung ab!?

    ... Fläche für nen Erdkollektor hätten wir genug, Grdstck= 987 QM

    ... die Flexibilität ist meiner Meinung schon etwas größer bei wassergeführter FBH, da man dann immer noch später die Art wechseln kann, (evtl. dann später vll. ja auch schon Brennstoffzelle) und man einfach noch einen 2. Kreislauf anschliessen kann, evtl. Heizkörper Garage!?


    Wie sieht das preislich aus, bekommt man eine normale Luft DK/DV für etwas mehr als ein sehr gutes Brennwertgerät oder liegen die Preise dafür weit drüber ??? Was schätzt ihr so preislich für die o.g. Hausdimensionen?? Wieviel teurer ist ein Erdkollektor?

    16.000 € eine für Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung ist mir schlichtweg zu teuer, welche sich vll. erst nach 20 Jahren rentiert.

    Sind mit einer Luft DK/DV wirklich 40-50 % der Heizkosten gegenüber einer guten Brennwerttherme einzusparen oder ist das utopisch?


    Wie träge sind die Luft DK/DV mit FB gegeüber einer Brennwerttherme mit FB?



    Gruß

    :bau_1:
     
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  14. R.B.

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    Die FBH bedingt die notwendige VL-Temperatur, der Wärmeerzeuger die "mögliche" VL Temperatur.

    Je enger der Verlegeabstand der FBH um so niedriger kann man die VL Temperatur wählen.

    Dann würde ich diese Option mal genauer durchrechnen.

    Eine Garage würde ich nicht beheizen, das kostet eine Menge Energie und man müsste die Garage genau so dämmen wie das Haus. Das ist in der Praxis kaum machbar (Garagentor) und nicht gerade günstig.

    Dazu am besten konkrete Angebote anfordern. Alles andere ist ein Ratespiel und mit zu vielen Toleranzen behaftet.

    Ein Erdkollektor kostet grob 3.000,- € je nachdem ob man Eigenleistung erbringen kann, Baggerstunden usw.

    Eine Tiefenbohrung ist nicht mein Fall da, wie Du schon bemerkt hast, die Kosten relativ hoch sind. Aber auch eine Gasbrennwerttherme gibt es nicht gratis, da verschätzen sich die Leute gerne. Man braucht ja nicht nur das Gerät an sich, sondern auch LAS, Gasanschluß, und noch eine Menge Kleinkram. Bis eine Gasbrennwerttherme betriebsbereit im Keller hängt sind schnell mal 10T€ weg, da sollte man sich keine Illusionen machen.

    Das hängt von den Tarifen ab die man für Gas bzw. Strom zahlen muss. Eine LWP in DK Ausführung wird in der Praxis wohl eine JAZ um 3,5 erreichen. d.h. die kWh therm. Energie kostet Dich irgendwas um 5,x Ct. Bei Gas liegst Du realistisch betrachtet irgendwo bei 7-8Ct./kWh (Wirkungsgrad des Wärmeerzeugers nicht vergessen).

    Zum Vergleich, eine Sole-WP kannst Du auch mit Flächenkollektor auf eine JAZ > 4 bringen, das ist kein Problem. Mit einer DV geht´s noch besser.

    Die Trägheit der Anlage hat weniger mit dem Typ des Wärmeerzeugers zu tun, sondern mehr mit der Leistung und der möglichen VL Temperatur. Ein Gasbrennwerter ist im Vorteil wenn hohe Heizkreistemperaturen benötigt werden.

    Gruß
    Ralf
     
  15. JohnMcClane

    JohnMcClane

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    Hallo Ralf,

    vielen Dank für deinen Beitrag! :28:

    Fragen beantwortet!

    Gruß

    :bau_1:
     
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Direktwärmepumpe vs. Gasbrennwerttechnik

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