Drainage - Keine Genehmigung für Einleitung

Diskutiere Drainage - Keine Genehmigung für Einleitung im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo Experten, wie stehen kurz vor dem Bau eines EFH´s. Das Bodengutachten ergab: kein drückendes Wasser. Somit keine weiße oder schwarze...

  1. Fridolin

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    Hallo Experten,

    wie stehen kurz vor dem Bau eines EFH´s. Das Bodengutachten ergab: kein drückendes Wasser. Somit keine weiße oder schwarze Wanne erforderlich. Abdichtung mit Bitumendickbeschichtung / Perimeterdämmung / Noppenfolie in Kobination mit Drainagerohr sollte genügen.
    Jetzt die schlechte Nachricht: Keine Genehmigung für einen Anschluss der Drainage an den Abwasserkanal.:mauer
    Der Boden ist ziemlich lehmig. Wo soll das Wasser aus der Drainage hin ? Von der Stadt wurde der Vorschlag zu einer weißen Wanne gemacht. Meiner Meinung nach völlig überzogen, da wir ja kein drückendes Wasser haben und in der Drainage sicher nicht soviel Wasser zusammenkommt.
    Welche Alternativen gibt es zu weißen Wanne ? Versickerungsschächte ? Kiesschichten ?

    Bin für jede Antwort dankbar !!!

    Viele Grüße
    Frido
     
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  3. alex2008

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    weiße Wanne. Dickbeschichtung, Drainage etc. kostet alles auch Geld ist fehlerträchtig in der Ausführung usw.
    Zudem ist die WW sicher bei allen möglichen Lastfällen die sich durch Veränderungen im Wasserhaushalt des Bodens ergeben können.

    Wasser mag jetzt kein Problem sein, aber aus praktischer Erfahrung weiß ich dass sich in Leitungszonen von Abwasserkanälen und Versorgungsleitungen durchaus erhebliche Wassermengen bewegen.
     
  4. gast3

    gast3 Gast

    Das ..

    Bodengutachten ergab ... na suppi

    Also, wenn du "lehmigen" Boden hast und die Gefahr besteht, dass sich aufgrund der geringen Wasserdurchlässigkeit des Bodens in der Arbeitsraumverfüllung Wasser einstaut, muss es

    a) weg
    a.1) in den Kanal
    a.2) auf dem Grundstück versickern


    b) dein Keller muss entsprechend abgedichtet sein -

    finde ich also nicht überzogen, wenn a) eben nicht geht

    und ob a.2) geht, sagt dir dein Bodengutachter.
     
  5. #4 Herr Nilsson, 6. März 2009
    Herr Nilsson

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    WW ist nicht unbedingt unanfälliger für die Entstehung von Mängeln. Alternativen zur Wasserableitung sind Versickerungsschächte, Mulden-Rigole, Versickerungsmulde, Rohr-Rigole. Bedarf aber einer guten Planung, die i.d.R. als Nachweis bei der Stadt abzugeben ist. Und einer genauen Kenntnis über den Boden, Grundwasser, bauliche Grundregeln, etc. ......
    Du brauchst die kf-Werte (Durchlässigkeitswert) der Bodenschichten. Bauen musst Du mit Abständen zum Haus, zum angrenzendem Gelände und zu Bäumen. Also brauchst Du auch ein wenig Platz. Kann bei einem sehr lehmigen (ganz schlimm schluff) Boden mit der Versickerung schwierig werden.
     
  6. gast3

    gast3 Gast

    kleine Nachhilfe ..

    Hallo Herr Nilsson,

    nicht falsch verstehen, ist wirklich nur als "Fortbildung" gedacht (meinetwegen auch Klugscheißermodus genannt), so mit dem ganz schlimmen Schluff und dem Lehm ..

    umgangssprachlich ist Schluff = Lehm

    Lehm beschreibt ansonsten ein Gemisch aus Ton (der ist wirklich böse), Schluff und Sand.

    Schluff ist als nichts anderes als der "Boden" in der Korngöße zwischen Ton und Feinsand.

    Ansonsten geben ich dir recht, wobei ich einen Mindestabstand zu Bäumen (wenn nicht aus Gründen des Baumschutzes = Wurzelkappung ?) nicht kenne.

    Aber wie geschrieben, dafür ist der BG zuständig.


    Gruß

    Helge
     
  7. #6 Herr Nilsson, 6. März 2009
    Herr Nilsson

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    Nee Helge, im Gegenteil, die konstruktive Klarstellung einer schwammigen Aussage, auf einem Gebiet das alles andere als eines meiner (auch nur näherungsweise) wirklichen Fachgebiete, begrüße ich. Stichwort Lebenslanges lernen.
    Mit den Bäumen ist glaube ich in der ATV DWA-A 138/117 beschrieben, habe die aus gegebenem Anlass gerade mal überflogen. Muss ich nochmal nachgucken. Aber wo Du gerade "hier" bist, kannst Du mir einen groben Preis nennen für eine kf-Wert Bestimmung? Bräuchte ich für die Bemessung einer Rigole..............
    Beste Grüße
    Sven
     
  8. alex2008

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    Die Planung einer Drainage beschränkt sich doch meist darauf dass man diese in einem Plan einzeichnet. Ausgeführt wird diese dann so wie man dass schon immer gemacht hat.
    Wasser im Erdreich ist eine äußerst komplexe Geschichte und Wasser sollte man so wenig wie möglich stören.
    Deswegen bin ich Drainagen gegenüber sehr sehr skeptisch eingestellt.
     
  9. #8 Herr Nilsson, 7. März 2009
    Herr Nilsson

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    Ich habe hier nur das Problem, dass die Stadt Bensberg einen Nachweis der Rigole fordert, mit Bemessung des Einlaufs aus allen Flächen (bestimmten Regendauern) und der Dauer der Versickerung. Wenn Du also einen sehr tonigen Lehm:biggthumpup: mit einem kf-Wert von 10^-11 etwa, da haste schnell ein Schwimmbecken. Kann sein dass das in manchen Regionen so normal ist (eine dezentrale Versickerung), und die Böden so "gleichmäßig" durchlässig, das man bestimmte Werte annehmen darf.
     
  10. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    ne ordentliche Drainage kostet auch.
    Diese günstigen Pseudo-Drainagen sind eh Lotteriespiel.

    Der Mehraufwand für eine schwarze Abdichtung gegen zeitweise aufstauendes Wasser ist eher günstiger vs. ordentliche Drainage.

    Versickern - keiner von uns kennt die Topographie. Man braucht schon ein größeres Grundstück, keine Hanglage - sonst kommt der Nachbar ... Wer will schon das Wasser im Nacken haben.

    Anschluß der Drainage: meistens nicht mehr erlaubt (Flutung der Kläranlagen).

    Dichte die Hütte höherwertiger ab und fertich.
     
  11. #10 netrafting, 7. März 2009
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    Drainage ist Baufehler

    die DIN-Normen sind bekannt. Sie sind Regelwerke, nach denen man arbeiten soll.
    Vom Ingenieur / Architekten der Fachhochschule wird verlangt, dass mindestens bei seiner Arbeit diese Regelungen erfüllt werden.
    Vom Ingenieur / Architekten der Universität im Vertiefungsfachbereich wird erwartet, dass er die in der DIN noch enthaltenen Berechnungsformelfehler oder Ausführungsformelfehler erkennt und diese richtig berechnet bzw. Ausführung abändert.

    Gegeben ist: 1.Schluff, Lehm, Tonböden 2.Mauerwerk im Keller, kein Betonkeller
    Unsere Erfahrung: In Frankfurt, Wiesbaden, Kassel häufig vorkommende Bauweisen. Häuser dieser Bauweise, welche mit einer Dränage/Sickerpackung zusätzlich umgeben sind, haben die Tendenz, dass ihre Bodenplatte infolge Wassereintrag absackt und Teilbereiche angehoben werden müssen.
    Der feine Boden wird vom Wasser leicht ausgespült, die Feinteile werden über die Sickerpackungen oder Rohrleitungsschutzschichten wie Kiese grundsätzlich ausgetragen.
    Das Wasser wird durch undicht gewordene Leitungen oder direkt über Drainagen in diese Sickerpackungen dort am Haus unmittelbar eingetragen.
    Folglich entsteht am Fundament hohe Bodenerosion sogenanntes Piping. Brechen Bodenbrücken ein, dann entsteht ein hydraulischer Grundbruch und die ersten Setzungen zeigen sich.
    Leitungsbrüche in der Straße bewirken so über 100 m lange Ausspülungen, gehen dann in die Sickerpackung am Haus. Das Wasser unterwandert das Haus in der kapillar brechenden Kiesschicht und tritt an der anderen Seite des Hauses aus der Sickerpackung endlich aus. Bereits in diesem Jahr haben wir 2 solche Fälle.

    Aus diesem Grunde sehen wir ihr Vorhaben Dränage, welches den Durchfluss des Wassers noch erheblich beschleunigt, als Fehlplanung an.
    Wenn wir die Gebäudeschäden deswegen reparieren, dann machen wir wegen Garantie zur Bedingung, dass alle Leitungen wasserdicht geprüft werden, die zuführenden Leitungsgräben wasserdicht verschlossen werden. Die Drainage und Sickerpackung ist komplett dicht zu verschlämmen. Die dann noch in die Baugruben eintretenden Sickerwasser sollten über einen innenliegenden Pumpenschacht und einen Außenliegenden in der Kellertreppe abgeschöpft werden. So hat man dann unter Kontrolle ob nicht irgendwo im Arbeitsraumbereich plötzlich mehr Wasser eintritt, dann müssen alle Leitungen in der Baugrube auf Dichtigkeit geprüft werden.
    MfG ********** Beck GmbH
     
  12. #11 Herr Nilsson, 7. März 2009
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    Sprechen Sie hier explizit die Flächendränagen unter der Bodenplatte an? Die Ringdränage kann doch nichts unterhalb der BoPla ausspülen (Lage überhalb Fundamentunterkante, Filterschichten um Sickerschicht)!?
    Eingetragen DURCH Dränagen?
    Leitungsbrüche in der Straße? Und wieso unterwandert das Wasser (aus dem Leitungsschaden der Straße?) die BoPla? Durch die Strömung der Dränanlage? Und dann über die Dränanlage hindurch/drunter weg/wie auch immer in die Kiesschicht? Ohne von der für die Ableitung vorgesehene Dränanlage abgeleitet zu werden?

    Das hätte ich gerne mal visualisiert, auch per Mail!
     
  13. #12 Herr Nilsson, 7. März 2009
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    Meinen Sie den Feineintrag "von unter der Bodenplatte" in die Kiesschicht?
     
  14. #13 Anfauglir, 7. März 2009
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    Hallo Herr Beck!

    Kennen sie eigentlich das Meersburg-Urteil (22.05.1987 BVG AZ 4C-33-35/83)?

    Desweiteren bin ich froh, kein Ingenieur zu sein. Denn vom einfachen Handwerker wird zum Glück nur ein mangelfreies Werk gefordert.
     
  15. alex2008

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    @**********:
    schöner Vortrag

    @ Herr Nilson

    in einem Baugebiet baut ja nicht nur einer. Wenn alle schön ihre Drainagen bauen und versickern kommt einiges an Wasser in den Boden.
    Die Häuser sind nun allesamt an Kanäle, Gas und Wasserleitungsnetze angeschlossen. Die Rohrleitungsgräben werden schön mit Kies/Schotter verfüllt. Also gut durchlässig für Wasser.
    Somit sind die Badewannen in denen die Häuser stehen miteinander verbunden.
     
  16. #15 Herr Nilsson, 8. März 2009
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    Ach, Herr*** meinte das für den Fall der dezentralen Versickerung? War mir nicht ersichtlich aus der Aussage.
    Warum schreiben Sie, Herr***.......
    ....eigentlich nicht so, dass es Laien auch verstehen? Und warum sind Sie
    wir, Herr***?
     
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  18. gast3

    gast3 Gast

    Das musst ...

    du nicht immer so eng sehen, Herr Nillson, was ******* (komischer Name) so schreibt.

    Ich stand vor der schwierigen Entscheidung eine Seite zu schreiben oder zu schweigen :sleeping
     
  19. #17 Herr Nilsson, 8. März 2009
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    ...In meinem Fall (mein Chef) aber schon, und ausser ihm hat da auch kein Mensch eine Versickerungsanlage für Regenwasser. Haus für über 1 Mio., aber keine Abwassergebühren zahlen wollen:mad:. Lieber eine Versickerungsanlage in den Schlamm.
    Solche Beschreibungen mag ich, Alex08! Leuchtet ein, kann aber nicht pauschalisiert werden (Dränage ist Baufehler).
    @thor: ich werde Deinen Rat befolgen:e_smiley_brille02:.......und relaxen.
     
Thema: Drainage - Keine Genehmigung für Einleitung
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