Dringend: Sturz hängt durch, Fuge der KS-Steine ausgerissen

Diskutiere Dringend: Sturz hängt durch, Fuge der KS-Steine ausgerissen im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hi Zusammen :) Wenn denn aber auch alles auf einmal :( Ich habe einen Altbau ´67 und gerade ein altes Fenster entfernt. Holzfenster war satt...

  1. Chief05

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    Hi Zusammen :)

    Wenn denn aber auch alles auf einmal :(

    Ich habe einen Altbau ´67 und gerade ein altes Fenster entfernt. Holzfenster war satt in Beton eingesetzt, alle Reste auch in der Luftschicht habe ich vorsichtig mit kleinen Haken rausgezubbelt...

    Nun stelle ich fest das der Sturz (Tonschalen mit Rundeisen und Beton) im Grunde durchhängt. Die erste Steinreihe darüber liegt noch auf und scheint fest, die Fuge hin zur letzten Steinreihe und der Decke (Beton) ist gerissen.
    An genau dieser Stelle habe ich zu beginn des Umbau auch einen Riss gehabt, Decke mit Drehsteife entlastet, die Fuge ca. 6cm ausgekratzt und mit Unterstopfmörtel wieder verschlossen. War zumindest nach meinen Test (hauen, trommeln, boxen) wieder fest. :28:

    Der Fensterausbau hat die Lage wohl wieder verändert :cry

    Es ist nun so: Die obere Steinreihe ist bombenfest in der Decke, klar wurde mit eingeschüttet wie manchmal wohl üblich früher...
    Und Sturz mit der Steinreihe drauf kann ich mit der Hand 1 bis 2mm in der Mitte hochdrücken, schwingt halt...

    Anbei Bilder: Raum mit Fenster und Detailaufnahme sowie statische Berechung des Sturzes.

    [​IMG][​IMG][​IMG]

    So nun stellen sich mir ein paar Fragen:
    Gewählt laut Statik ein IPB100... das is für mich ein Doppel-T-Stahlträger... den seh ich da nicht...
    Oder ist der in der Decke eingeschüttet wie auch im Wohnzimmer (Deckenhohe Fenster) und der Sturz den ich sehe trägt lediglich das Mauerwerk?
    Ich weiss, ihr habt keine Glaskugel :lock aber evt. hat ja jemand Erfahrung wies früher gemacht wurde?

    Weiterhin bin ich am Grübeln wenns so is wie ich vermute, denn könnte ich den Sturz ja einfach rausnehmen? Tragen tut er so ja auch nichts.
    Oder drinlassen und die Fuge einfach nochmal bearbeiten damit die Wand als solche wieder "fest" ist...
    Diese Überlegung hat natürlich was mit der Fensterhöhe zu tun.. entscheide ich denn :)

    Würd mich über Antworten freuen... wie ihr seht... der Bau ist nun offen :D

    Danke und Gruß
    Danny
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 13. August 2007
    Ralf Dühlmeyer

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    Das Fenster...

    als statisch tragendes Bauteil :respekt :respekt
    Einziger Rat.
    Decke wieder absteifen (mit MEHR als einer Stütze), Flachsturz + 1 Schicht raus und Träger rein und ausmauern.
    MfG
     
  4. Chief05

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    @Ralf: Wie soll ich Deine Antwort verstehen?
     
  5. Chief05

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    @Ralf: Wie soll ich Deine Antwort verstehen?

    "als statisch tragendes Bauteil"

    Entweder ist der Sturz da statisch tätig oder der in der Decke eingeschütette Träger... Die Statik stimmt an anderen Stellen auch mit der Realität überein, das denke ich an der Stelle den auch mal...
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 13. August 2007
    Ralf Dühlmeyer

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    Naja - die Gedanken sind frei.
    Meine AUGEN sehen auf dem Bild KEINEN IPB 100, sondern einen Flachsturz mit einer geschätzen Spannweite von 2,125 m.
    Der hängt ja schon vom Eigengewicht durch. Also hat er sich auf dem Fensterrahmen "zur Ruhe gelegt"
    Nu is ihm sein Auflager weggenommen worden, ergo folgt er dem Ruf der Schwerkraft. Deswegen auch der erneut offene Riss.
    Mag ja sein, daß der Träger deckengleich liegt - dem Sturz würd ich trotzdem nicht trauen.
    Sonst gibts in zwei Jahren hier die Nachfrage
    MfG
     
  7. Chief05

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    @Ralf: :) meinst ich hätt mich getraut dann zu fragen :)

    nein Spaß bei Seite, danke für den Hinweis, daran hab ich nun noch nicht gedacht...
    Aber ein IPB100 ist ja nicht durch ein Betonsturz zu ersetzen, denn hätten sie aber ordentlich gepfuscht... :)

    In Meinem Gedankenspiel kam halt auch vor alles rauszunehmen und das Fenster mit Aufsatzrollo bündig unter die Decke zu setzen...
    Denn auch im Grundriss is die Öffnung mit "IPB100" bezeichnet...
    aber denn müsste ich wohl erstmal testbohren und schauen ob da wirklich n Träger liegt...

    mal anders gefragt... die Berechnung liegt ja vor, könnte ein üblicher Betonsturz die Last die berechnet ist überhaupt tragen? Wenn nicht würde ja vieles für den eingeschütteten Träger sprechen...

    Nicht das ihr denkt ich rede so lang bis mir einer sagt was ich hören will :)
    nur bevor ich alles rausreisse und bohre und mache überlege ich noch n bissl... :)


    Danke und Gruß
    Danny
     
  8. Chief05

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    sooo :)

    Baustoffhändler bestätigt mir gerade das en 17,5 Betonsturz mit l=220 und Übermauerung von nur zwei Schichten die iin der Berechnung auftauchenden 1,5t nicht tragen kann...
    also scheint dieser ja nur die Steine zu halten über dem alten fenster

    Gruß
    Danny
     
  9. Chief05

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    soo :)

    Ich hab nun aus der Aussenmauer ein Stein entfernt um mal in die Decke zu bohren:
    3 Löcher horizontal (mal schräg mal nicht) und eines von innen in einer vertikalen Fuge... kein Träger zu finden; auch mit so ner Lochlampe nochmal geguckt, ausser der Bewehrung nichts zu sehen...

    Vor zwei Kontroll-Probebohrungen über dem raumhohen Wohnzimmerfenster konnte sich der dort eingesetzte Träger nicht verstecken :)
    heisst also an meiner Problemstelle ist kein eingeschütteter Träger.

    Tjoah und nun? Sturz neu und Steine neu setzen - klar aaaaber, wär das ok?

    Ich hab ja nun aus dem Baujahr die Orginalberechnung die sich für einen IPB100 entscheidet und einen Baustoffhändler der sagt das Gewicht auf nem 17,5er Betonsturz läuft nicht.
    Andersrum steht das seit 40 Jahren so und bin mir in Anbetracht dessen das dort kein Schaden an irgend ner Stelle zu erkennen ist nich sicher ob ich nun dort die Statikberechnung mit nem IPB100 erfüllen soll/muss...

    Ich wollt Grundriss, Bewehrungsplan und Berechnung der Decke nochmal anhängen... ich darf aber nicht mehr uploaden und finde auf die Schnelle auch kein Webspace...

    Der Raum is 2,6m mal 5m, Bewehrung unten R16 und der Pfeil darunter geht in Richtung der kurzen Raumlänge. Bewehrung oben Q92, ist 50/60cm breit und liegt auf allen Wänden... Also spannt die Decke über die kürzere Raumlänge, richtig?

    Deckenberechnung: Einfeldplatte l=2,8, d=13, h=11,7, B225, St IVb (gerippt)
    Belastung aus Decke, Putz und Matten = 480kg/m²

    So... und nun? Mit "normalem" Betonsturz machbar? So auch in Ordnung da ja schonmal besser als bisher?
    Oder is das so dramatisch daneben (was ich mir nich vorstellen kann) das ich echt noch n Träger einbauen sollte/muss?

    so... soviel erstmal zur live Berichterstattung :)

    Gruß
    Danny
     
  10. #9 derengelfrank, 14. August 2007
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    Ralf hat's schon geschrieben:
    Einziger Rat.
    Decke wieder absteifen (mit MEHR als einer Stütze), Flachsturz + 1 Schicht raus und Träger rein und ausmauern.
     
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  12. Chief05

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    denn geh ich nun mal Stahl kaufen :)

    Soo :)

    ja, berechneten Träger einbauen is klar; hätte ja aber auch sein können das es auf Grund der Gesamtsturzhöhe mit Steinen und Decke und allen zugedrückten Augen dennoch "tragfähig" ist...

    Und ich weiss Ferndiagnose is Asche aber Infos wie "so machen" ohne Begründung oder so sind für mich nich so gut nachvollziehbar / zu verstehen; will ja verstehen was da passiert...:biggthumpup:

    Naja ums abschliessend zu sagen: Ich war eben beim Statiker und es kommt nun ein Träger rein.
    Er hats auch gut erklärt und ausschlaggebend sind die veränderlichen Dachlasten die an der Stelle auftreten können (Schnee, Sturm), deshalb hält es jetzt und biegt sich wenn diese auftreten. Diese Dinge und Dimensionen hatte ich so nicht im Kopf...

    Na evt. hilft der Thread ja noch jemandem bei ähnlichen Dingen, zumindest als Gedankenanstoß.

    Gruß
    Danny
     
  13. Chief05

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    Stahlträger isolieren reicht?

    ich hab da doch noch mal ne Frage zur Ausführung :)

    Der nun zweimal berechnete Stahlträger ist beschafft und mit Rostschutzgrund zweimal gestrichen.
    Der eigentliche Trägereinbau, später Unterstopfmörtel zur Decke etc. is klar, habe ich schon oft im Innenbereich gemacht, nur eben nicht in einer Aussenwand...

    Müssen noch besondere Vorkehrungen zum Schutz des Trägers getroffen werden? Er wird noch mit einer Steinreihe übermauert.

    Ich würde ihn nach aussen hin mit Dämmung vor Kälte (wegen Kondeswasser) schützen und innen ausmauern. Is das ausreichend? Die nach aussen gerichtete Seite wäre ja "hohl", bzw. Luft gefüllt zwischen dem Mittelsteg des Trägers und der Dämmung. Oder muß noch irgendwo eine Horizontalsperre oder ähnliches eingebracht werden?

    Danke und Gruß
    Danny
     
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