drückendes Wasser durch ehemaligen Gulli

Diskutiere drückendes Wasser durch ehemaligen Gulli im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Hallo, ich habe seit dem tauschen von zwei alten Gussgullis gegen Kunstoffgullis mit Geruchsverschluss ein Problem mit drückendem Wasser bei...

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    Hallo,
    ich habe seit dem tauschen von zwei alten Gussgullis gegen Kunstoffgullis mit Geruchsverschluss ein Problem mit drückendem Wasser bei langanhaltendem Regen.
    Das Haus wurde 2014 komplett freigelegt mit neuer Schwarzer Wanne versehen und eine Ringdrainage DN100 verlegt.
    Die Drainage führt nach langanhaltendem Regen deart viel Wasser das sich das Wasser unter der Betonplatte staut und irgendwann durch die zubetonierten stellen drückt.

    3 Gutachter (Bauingenieure) haben sich bereits versucht fast alle Tips wurden zeitnah umgesetzt, dennoch kommt es aktuell zu dem Problem das sich das Wasser wieder durch die Fliesen ins Haus drückt.


    -Beton wieder entfernen Gulli weglassen und mit Vergussbeton erneut vergiesen.
    -Zusätzliche Pumpe im Sickerschacht anbringen damit das Wasser im Notfall (Wenn der Sicherschacht vollläuft) in die Kanalisation gepumpt wird.
    -Neben dem Haus auf 15Meter länge und 3 Meter breite befindet sich eine Auffahrt, die nach der verlegen der neuen Drainage mit 50 cm Schotter aufgefüllt und mit Granitsplitt versehen wurde.
    +da ich mir durch den Schotter das Wasser an das Haus geholt hätte, habe ich auf Anraten den Granitsplitt gegen Plastersteine tauschen lassen, sodass bei Starkregen das Wasser nicht in die Drainage geleitet wird sondern durch eine Rinne abfließt
    -Da ein leichtes Gefälle zum Haus existiert wurde an der kompletten hinteren Seite des Hauses eine Bodenrinne installiert um bei Starkregen zu unterstützen.

    Beim entfernen der alten Gussgullis habe ich bemerkt das das KG Rohr nicht dicht mit dem Gussgulli abgeschlossen hat, es war rund um den Anschluss ein ca 5mm Spalt, so konnte in den letzen 30 Jahren, anstauendes Wasser unter dem Beton
    direkt in das KG Rohr abfließen, da ich dieses Loch durch meinen Eingriff aber geschlossen habe ist der Druck gegen den Beton gestiegen.

    Aktuelle Lösungvorschläge eines weiteren Gutachters sind, den Beton wieder entfernen und nach trockenlegung des Betons das Loch mit Epoxidharz vergießen lassen, das würde eine größere Dichtigkeit als der Vergussbeton gewährleiten.
    Ich wurde aber darauf hingewiesen, das sich das Wasser einen neuen Weg sucht, wenn also im Beton ein Riss existiert würde das Wasser an einer anderen Stelle rauskommen.

    Vorschlag meines Garten und Landschaftsbauer: entfernen des Vergussbeton, Schacht einsetzen, 30x30x30 und den Schacht an das Kanalrohr anschließen, somit käme das Wasser nicht mehr so Hoch das es ins Haus laufen könnte da das KG Rohr direkt unter dem Beton liegt.

    Diese ganzen Vorschläge machen mich nicht gerade Glücklich, dennoch finde ich den Vorschlag von Garten und Landschaftsbauer am Sinnvollsten, jedoch denke ich dabei an Grundbruch eventuell durch eine Ausspülung über die nächsten Jahrzehnte.

    Die Lage der Drainage wurde durch aufbaggern nochmals überprüft und für gut empfunden.

    Eckdaten zum Haus
    Baujahr 1980
    10x13 Meter freistehend
    leichte Hanglage Lehmboden vorne 1,5 Meter hinten 2,80 Meter unterkellert
    problem liegt im hinteren Bereich des Hauses

    Danke und Gruß
    Steven
     
  2. #2 Bromm Edmund, 23.01.2018
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    Nun einfach das Haus hochheben und abdichten!
    Spaß beiseite, könnte es sich auch um Tauwasser handeln?
    Diese ausgebesserten Bereiche sind sehr kalt und wenn dann die Luftfeuchte im Keller relativ hoch ist dann "schwitzt" es an dieser Stelle.
    Erstmal Temperatur und Feuchte im Keller messen. Dazu dient ein gutes Thermohygrometer mit Aufzeichnung. Die Zuordnung zum alten Abfluss-bereich lässt sich relativ leicht ermitteln, denn diese Temperatur wird Nahe der Kaltwassertemperatur sein. Somit kann ermittelt werden ob Tauwasser entstehen könnte.
     
  3. #3 Andybaut, 23.01.2018
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    Ich würde mich nun erstmal um das Drainrohr außen kümmern.
    Das ein DN 100 nicht reichen sollte um das Wasser abzuführen erscheint mir komisch.

    Ist die Drainage komplett frei von Unrat und wohin entwässert die Drainage ?
    Das Rohr sollte ja um die 2 l Wasser pro Sekunde abführen können.
    Das ist schon gewaltig viel. Da man Drainage aber nicht an den Kanal anschließen darf, wird
    die Drainage vielleicht in eine Schotterpackung entwässern. Die wäre vielleicht bei dir zu schnell voll?
     
  4. #4 petra345, 23.01.2018
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    Liegt das Drainagerohr auch wirklich ca. 30 bis 40 cm unter OK Bodenplatte?

    Jetzt ist es natürlich mit hohen Kosten verbunden. Aber man könnte auch noch ein zweites Drainagerohr oberhalb oder unterhalb anlegen wenn da soviel Wasser ansteht.

    Das Oberflächenwasser sollte man auf jeden Fall vom Haus wegführen. Diese Schotterschicht war kontraproduktiv. Aber man hätte dort das Wasser fassen und ableiten können. Das sollte mit relativ wenig Aufwand verbunden sein.

    Wasser das nicht bis zum Haus läuft braucht keine Drainage und verschlammt keine Drainage. Wenn man den Schacht erneut instand setzt, sollte man 40 x 40 cm als Minimum innen wählen. Da kann sich mehr Wasser sammeln. Vor allem hat man aber mehr Platz in dem Loch.

    .
     
Thema: drückendes Wasser durch ehemaligen Gulli
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