Drückendes Wasser - halber Keller - Klinker - Details zur schwarzen Wanne

Diskutiere Drückendes Wasser - halber Keller - Klinker - Details zur schwarzen Wanne im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo liebe Experten, unser geplanter Keller bindet aufgrund der vorhandenen Bodenverhältnisse (gespannter Grundwasserspiegel) nur ca. 1,25m in...

  1. Nora

    Nora

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    Hallo liebe Experten,

    unser geplanter Keller bindet aufgrund der vorhandenen Bodenverhältnisse (gespannter Grundwasserspiegel) nur ca. 1,25m in den Boden ein und schaut noch einmal ca. 1,60m heraus. Das Ganze wird mit einer Vorsatzschale versehen.

    Wir benötigen eine Abdichtung gegen drückendes Wasser, da wir bindigen Boden haben, mit Schichtenwasser rechnen müssen und der HGW an Unterkante Bodenplatte ansteht. Eine weiße Wanne haben wir bereits abgewählt. Nun ist also die Frage, wie führen wir die schwarze Wanne richtig aus.

    Unsere Variante: Aufbau von innen nach außen = Hauptmauerwerk 24cm KS, Abdichtung mehrlagig, Perimeterdämmung 14cm, Wandrücklagen verschieblich auf einer Pappe auf der Bodenplatte aufgestellt. Auf den Wandrücklagen sollen auch die Klinker aufgestellt werden die oberhalb der Bodenfläche natürlich wieder mit den üblichen Ankern an der 24cm starken KS-Wand verankert sind. Genügt der dann angeschüttete Boden, um ein Verrutschen der Wandrücklagen nach außen zu verhindern?

    Die vom Bauträger vorgeschlagene Variante: Aufbau von innen nach außen = Hauptmauerwerk 24cm KS, dünn aufgetragene Dichtschlämme, 24cm Vormauerwerk für Klinkerschale, mehrlagige Abdichtung, Perimeterdämmung als Schutzschicht. Ist das ausreichend? Kann man damit ein Wegrutschen der Abdichtung verhindern?

    Oder gibt es noch eine 'sinnvollere' Variante?

    Da Abdichtungen jedoch nicht mein Spezialgebiet sind - ich bin Statiker - bin ich nun doch etwas verunsichert. :confused:

    Habt Ihr bitte ein paar Tipps für mich?

    Danke.

    Nora
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 30. März 2006
    Ralf Dühlmeyer

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    :confused: :confused: Wenn Sie Statiker(in) sind, sollten SIE das doch viel besser beurteilen können als wir, die wir keine Pläne und nichts kennen! :confused: :confused:

    Was soll da die Dichtschlämme?????? Und selbstverständlich ist die Abdichtung gegen Abrutschen mechanisch zu sichern!!!

    Da Sie anscheinend von Abdichtungen nichst verstehen und Ihr Bauträger auch nicht (bei der Ausführung) sollten Sie sich DRINGEND einen Planer ins Boot holen, der eine fachgerechte Abdichtungsplanung macht - im Interesse beider Seiten.
    MfG
     
  4. #3 Carden. Mark, 30. März 2006
    Carden. Mark

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    stellen Sie doch mal ne Skizze ein - irgendwie blicke ich da - glaube ich - nicht durch.
     
  5. Nora

    Nora

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    Hallo zurück,

    tagsüber ist es mir nicht möglich ins Forum zu kommen und zu antworten.
    Bevor ich auf die Bilder und das Problem eingehe, kurz zwei Anmerkungen zur ersten Antwort.

    Mit 'großen Dingen' kenne ich mich aus - bei so etwas 'kleinem', wie einem EFH fehlt mir die praktische Erfahrung in den Detailpunkten. Ich wollte halt vermeiden, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

    Ich hoffe deshalb immer noch, hier eine hilfreiche Antwort zu erhalten.

    Zu unserem Detail (Variante1):
    Keller aus KS schaut 1,60m aus dem Boden und liegt zu 1,25m in bindigem Gelände mit Schichtenwasser. Es soll eine Verklinkerung (11,5er + Luft + Dämmung) davor. Die soll nach dem Verfüllen der Baugrube direkt auf die dann ans Bauwerk gedrückten Wandrücklagen gestellt werden.

    Der zweite uns unterbreitete Vorschlag sieht vor, zwei Reihen 24er MW zu erstellen und davor die Abdichtung und Dämmung zu kleben. Kann das überhaupt funktionieren? (siehe zweites Bild)
    Die oberste Lage der zweiten Reihe wären wieder ISO-Kimmsteine zur Reduzierung der Wärmebrücke.

    Was konkret würdet Ihr machen – oder wo finde ich genau so einen Detailpunkt?

    vielen Dank und freundliche Grüße
    Nora
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 31. März 2006
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Wär mir...

    alles viel zu umständlich.
    Mal hier schaun.
    Da die verblendung drauf, drunter ganz klassisch Kellerdämmung ohne Schnick und Schnack. Damit kann man sogar abtreppen.
    MfG
     
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  8. #6 Gast360547, 31. März 2006
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    bei beiden versionen...

    Moin,

    ...verbleibt die Wärmebücke außenwand zur Bodenplatte, weil nicht die Bodenplatte gedämmt ist sondern nur der Estrich zur Bodenplatte.

    Grüße
    stefan ibold
     
  9. #7 Carden. Mark, 31. März 2006
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    Anhang 1 + 2 sind Beispiele für eine komplett außenliegende Abdichtung nach DIN 181956.

    Anhang 3 + 4 ist ein Beispiel wie die Verblendung ausgeführt werden könnte.
    IdR wir hier 36,5 cm Kellermauerwerk erstellt und ab OK Gelände innen nur noch 17,5er. Verblendung kann hier schon 2,0 cm rausspringen, somit verbleibt 19,5 cm für eine Kerndämmung und der Verblendung.
    Ab OK Decke, kann das Innenmauerwerk des EG`s wiederum nach Innen verspringen um auf den max. zulässigen Schalenabstand zu kommen. Im Normfall 15 cm (es gibt auch LSA mit Zulassung bis 20 cm)
     
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