Drückendes Wasser

Diskutiere Drückendes Wasser im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Hallo liebe Forumsteilnehmer und Experten, ich bin neu hier, da ich mir Rat und Hilfestellung für ein Problem von Euch erhoffe. Ich bewohne ein...

  1. rakadami

    rakadami

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    Hallo liebe Forumsteilnehmer und Experten,
    ich bin neu hier, da ich mir Rat und Hilfestellung für ein Problem von Euch erhoffe.
    Ich bewohne ein Haus Bj. 2000. Das Haus befindet sich in Hanglage. Leider genau in einer Schneiße, in der sich bei Regenfällen das Wasser sammelt und Richtung Tal läuft. Hinter dem Haus ist ein großer Acker. Bei starken und lange andauernden Regenfällen und wenn die Erde gesättigt ist, steigt wohl der Grundwasserspiegel und macht uns Probleme. In den Keller dringt Wasser ein. Ich habe noch nicht genau herausgefunden, wo es eindringt. An den Rändern habe ich den Estrich schon in einem Streifen von 10 cm weggeklopft. Unter dem Estrich ist eine schwarze Plane (Sperre) aus Kunststoff. Das Wasser kann sich also schön zwischen Estrich und Bodenplatte verteilen.

    Um das Haus ist eine Drainage verlegt. Leider hat die ausführende Firma das so blöd gemacht, dass der Schacht zum Spülen (ein einfaches 100 KG-Rohr) von oben nach unten zur Drainage führt und dort im rechten Winkel auf das Drainagerohr trifft. Ich hatte schon eine Firma da, um die Drainage auf Verstopfung zu prüfen bzw. mit der Kamera abzufahren, aber leider ist der Übergang zwischen KG-Rohr und Drainage zu eng. Mit der Kamera und die kam mir eigentlich relativ klein vor, keine Chance. Man kam nicht um den Bogen. Um das Haus haben wir eine Holzterrasse und den Garten schön angelegt. Ich will es natürlich vermeiden, alles zu entfernen und aufgraben zu lassen. Außerdem habe ich die Vermutung, dass das Wasser nicht durch die Wand, sondern eher durch die Bodenplatte kommt. In dem betroffenen Raum (Waschküche) haben wir in der Mitte einen Bodeneinlass. Ich vermute, dass das Wasser zwischen dem Abflussrohr und der Bodenplatte hochdrückt, sich dann unter der Estrichfolie verteilt und bis zu den Rändern läuft. Den Estrich um den Bodeneinlass habe ich noch nicht aufgeklopft. Aber ich denke, dass ich das als nächstes tun werde um mir Gewissheit zu verschaffen. Sollte es tatsächlich so sein, ist meine Frage, wie ich das dicht bekomme ? Welche Möglichkeiten gibt es, das Eindringen des Wassers zwischen Rohr und Bodenplatte zu stoppen bzw. abzudichten ? Danke vorab für Eure Zeit und Eure Antworten. VG Rainer
     
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  3. chillig80

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    1. Das ist alles nicht dein Problem, das sind wohl alles versteckte Mängel und da gilt 30Jahre Gewährleistungsdauer. Da würde ich mal Planer und ausführende Firmen antanzen lassen.

    2. Falls es aus irgenwelchen Gründen doch keine versteckten Mängel sind würde ich erstmal den Estrich um den Ablauf herum öffnen um nachzusehen ob es auch die fragliche Stelle ist.

    3. Das abzudichten ist nicht ganz einfach, das Problem ist das „weiche“ Rohr aus nicht lösemittelbeständigem Kunststoff das auch noch eine große thermische Längenausdehnung hat. Da muss dann ein Fachmann ran...
     
  4. rakadami

    rakadami

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    Hallo chillig80,
    vielen Dank für Deine Antwort. Leider ist es doch mein Problem. Der Bauträger, der das Haus damals gebaut hat, ist zwischenzeitlich insolvent. Ich werde aber Deinen Rat befolgen, und mal den Estrich um den Ablauf weg klopfen. Dann sieht man weiter. Zur Not kann ich auch auf den Ablauf verzichten. Danke und viele Grüße
     
  5. chillig80

    chillig80

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    Blöde Sache. Aber es ist halt auch ein doofes Detail, das wirklich dauerhaft abzudichten ist nicht einfach (billig)... Vielleicht hast ja Glück und es ist was anderes (einfacheres)...
     
  6. rakadami

    rakadami

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    Ja, so ist es. Habe schon überlegt, hinter dem Haus einen Brunnen zu bohren um das Grundwasser abzupumpen und damit den Wasserdruck zu mindern. Aber da braucht man wieder eine Genehmigung. Und billig ist das auch nicht. :-((
     
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  8. Manufact

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    In solchen Fällen kann meistens eine Abdichtung mit 2K PU / - oder EP-Materialien Abhilfe schaffen (Anbringung natürlich immer nur zu den Zeiten in denen keine akute Druckwasserbelastung vorliegt).
    Die Haftung auf PVC-Materialien ist dazu ausreichend.
     
  9. petra345

    petra345

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    Foto wäre schon, auch von der gesamten Situation.

    Aber was ist den über dem Drainagerohr für ein Boden eingebracht worden?
    Ist der ausreichend durchlässig?
    Ist das Rohr mit einem Vlies gegen Verstopfung ummantelt?
    Liegt das Drainagerohr tiefer als die Bodenplatte?

    Wie sind die Wände und der Übergang Bodenplatte zu aufgehender Wand abgedichtet?

    Aus welchem Material ist die Bodenplatte hergestellt und welche Bewehrung wurde eingebaut?

    Meine Probewürfel aus WU-Beton, hergestellt mit einem "Baumarktmischer" haben nach 3 Tagen bei einem Wasserdruck von 5 bar, kein Wasser eindringen lassen. Nicht einen mm!

    Bei einer größeren Platte bilden sich aber feine Risse während des Abbindens. Deswegen ist eine größere Platte nicht derartig dicht wie die Würfel. Aber Wasser darf da nicht durchkommen wenn es einwandfrei geplant und ausgeführt wurde. Das ist bei einem Bauträger nicht oft der Fall bei anderen Firmen auch nicht immer. Es sei denn man steht denen auf den Hacken oder macht es gleich selbst.

    .
     
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