Dusche, Kalkputz mit Kaliwasserglas versiegeln?

Diskutiere Dusche, Kalkputz mit Kaliwasserglas versiegeln? im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Moin, kann mir jemand sagen, ob ich in der Duschzelle Kalkputz mit Kaliwasserglas so versiegeln kann, dass es keinen weiteren Schutz für die Wände...

  1. caoz

    caoz

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    Moin,
    kann mir jemand sagen, ob ich in der Duschzelle Kalkputz mit Kaliwasserglas so versiegeln kann, dass es keinen weiteren Schutz für die Wände braucht? Eigentlich hatte ich mit Tadelakt geliebäugelt, aber die Verarbeitung scheint mir doch zu aufwendig zu sein. Den Kalkputz direkt in der Duschzelle nicht zu schützen soll den Nachteil haben, dass sich Wasserflecken bilden die auch nicht verschwinden.
    Hat damit schon jemand Erfahrungen von Euch?

    Grüße
    Daniel
     
  2. Skogen

    Skogen

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    Mein Gott, können kannst Du alles. Kannst auch nen Regentanz in der Dusche aufführen und hoffen das alles gut wird.

    Die entscheidende Frage ist: erfüllt das Zeugs, was Du da raufpinseln willst (oder sprühen oder wie auch immer) eine Abdichtungsnorm, so mit Zulassung und so. Genau das bezweifel ich sehr stark, womit sich Frage dann erübrigt hätte. Lasse mich aber gerne belehren.
     
  3. caoz

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    Die Frage ist nur, warum Du antwortest wenn Du nichts zu sagen hast? Laut diversen Artikeln taugt es zum abdichten (z.B. ▷ Kaliwasserglas ▷ Oberflächen einfach versiegeln). Da mir diese Aussagen aber nicht reichen, erhoffe ich mir Infos von Nutzern hier, die evtl. mit Sachverstand dazu was sagen können... .
     
  4. Skogen

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    Ja, wenn man keine Ahnung hat überliest man gerne die richtigen Fragen. Noch mal deutlich:

    Hat das Zeugs eine Zulassung als Abdichtung nach DIN 18... ?
     
  5. caoz

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    Das weiß ich nicht, aber ich hab nun mal den Händler angeschrieben, da ich im Informationsblatt dazu nichts gefunden habe. Aber die deutlichere Frage hat mir schon weitergeholfen. Thx.
     
  6. #6 Fabian Weber, 13.12.2020
    Fabian Weber

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    Nein es hat natürlich keine Zulassung.

    An der Wand bekommt man das damit bestimmt trotzdem irgendwie hin (muss aber immer wieder erneuert werden).

    Vollkommen unklar ist dann für mich aber der Anschluss unten an die Duschwanne.
     
  7. caoz

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    Die Duschwanne und die Amaturen etc. sollen nach aktueller Din von nem Sanitärfachmann verbaut werden. Morgen kommt der alte Boden raus, weil auch zwei Bodenbalken getauscht werden müssen, das macht n Zimmermann der sich mit dem Sanitärmenschen kurzschliesst. Mir geht es jetzt um die Versiegelung der Wände in der Duschkabine. An der einen Seite (Außenwand) befindet sich zurzeit Kalkzementputz. Eigentlich wollte ich auf Fliesen verzichten, und auf Tadelakt setzen (wurde mir so im Baustoffhandel als Alternative empfohlen. Habe das auch bei meinen Nachbarn gesehen, gefällt mir schon, ist mir aber zu aufwändig). Und da stolperte ich eben über Wasserglas. Dachte ich kann jetzt ggf. mit Kalkputz über den Kalkzementputz und den damit versiegeln. Die zweite Wand (Innenwand) wollt ich n Ständerwerk vorsetzen lassen, Holzfaserdämmplatten an die Wand Kleben, Lehmputzplatten davor und die dann mit Kalkputz verputzen und mit Tadelakt versiegeln. Da stellt sich jetzt dasselbe Problem. Viel. direkt in der Nasszelle nun doch Fermacellplatten. Unter die Decke sollen auch Lehmbauplatten geschraubt und dann mit Kalkputz verputzt werden.
     

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  8. #8 Fabian Weber, 13.12.2020
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    Der Sanitärfachmann wird sich sicherlich nun die Abdichtung der Duschtasse kümmern...

    Wenn er es nach DIN 18534 doch zufällig richtig macht, dann hast Du am Ende das hier, also ein sichtbares Wannendichtband.

    Bedenke, dass Silikon keine Abdichtung ist.

    Wenn Du so eine Putzoptik haben willst, dann solltest Du die ganze Dusche fachgerecht abdichten (z.B. mit Dichtschlämme) und dann nochmal drüberputzen + Wasserglas.
     

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  9. #9 Fabian Weber, 13.12.2020
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    Die Dichtmanschetten für die Armaturen auch nicht vergessen.
     
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  10. caoz

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    @Fabian Weber Danke für D.eine Antworten. Bzgl. Wasserglas habe ich vom Händler auch eine Antwort erhalten. Entgegen der diversen Artikel die ich im Netz gelesen habe sagt er:"
    Wasserglas dichtet nicht wirklich ab. Falls doch wurde es falsch verwendet und wird später andere Problem nach sich ziehen, z.B. Risse in der Oberfläche.
    So konzentriert angewendet, dass es abdichtet, ist es einfach zu spannungsreich.
    Ein Alternativprodukt für Ihr Vorhaben kann ich Ihnen leider nicht anbieten."
    Das nur zur Info (und zur Bestätigung).
    Mh, außer Metalplatten, Fliesen oder Tadelakt gibt's wohl nichts für den Nassbereich. Oder hat jemand von Euch noch einen Tipp ?
    Grüße
    Daniel
     
  11. #11 simon84, 14.12.2020
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    Es gibt auch noch Glas und Plastik
    Oder die “Marmor” Lösung die @Surfer88 umgesetzt hat.
    Naturstein (ähnlich Fliesen) geht auch noch.
     
  12. #12 Andreas Teich, 18.12.2020
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    Wenn sich's um ein eigenes Bauvorhaben handelt mußt du keine DIN o.ä. beachten-
    schadensfrei funktionieren soll es natürlich trotzdem.
    Kalkputz ist zu weich für eine Wasserglasabdichtung, hydraulischer Kalkputz oder Kalkzementputz würden sich eher eignen.
    Die Abdichtung zur Duschwanne sollte zuerst erfolgen und die Wanne zB mit Kompriband angeschlossen und über der Wanne nochmals abgedichtet werden.
    Wenn der Putz auf dem Wannenrand aufsteht kann Wasser besser ablaufen.

    Die Wand unter dem Putz sollte wasserfest ausgeführt werden, zB durch Dämmung mit vollflächig angesetzten Schaumglasplatten.
    Bei der Innenwand macht der Aufbau mit Holzfaserdämmung und Lehmbauplatten keinen Sinn,
    wenn innen abgedichtet werden soll- Dämmung ist unnötig und Abdichtung unterbindet die Diffusionsfähigkeit.

    Auf dem Fachwerk zB eine EPDM-Bahn als Abdichtung befestigen und darauf zementgebundene Platten schrauben- dann wird keine weitere Abdichtung benötigt.
    Alles Weitere dient dann mehr der Optik oder der Nutzbarkeit.
     
  13. #13 Fabian Weber, 19.12.2020
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    Stimmt, darum habe ich ja geschrieben erstmal Abdichtung und dann nochmal Oberputz mit Wasserglas.
     
  14. caoz

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    Moin, die Bodenabdichtung und die Dusche kommen jetzt in der kommenden Woche dran, aber nun gibt es erst einmal ein anderes Problem :(. Ich hatte die alten Tapeten bis auf den Putz entfernt.Die untere Hälfte der Wand war mit einem Lack lackert, hinter dem Heizungskörper und an anderen kleinen Stellen war der Putz bröselig und ich hab ihn runtergenommen. Dann sind wir dem Lack mit ner Flex und Diamantscheibe an die Substanz gegangen und haben ihn grob angeschliffen, die freien Stellen wieder angeputzt, dann mit Grundierung drauf und als finnisch sollte Kalkglätte drübergezogen. Da wo der Lack war hat sich die Kalkglätte nun extrem Gelb verfärbt, aber auch da wo kein Lack war gibt es gelbe Flecken. Eigentlich sollte da jetzt nur noch ne zweite Schicht davon drauf und gut ist. Ich habe nun die Befürchtung, dass auch durch eine zweite Schicht Kalkglätte die Verfärbung durchkommt. Wisst Ihr, wieso es zu dieser Reaktion kommt? Ich würde ungern jetzt ne Sperrfarbe auftragen, da der ganze Sinn ja eine diffusionsoffene Wand sein sollte.
    Grüße
    Daniel
    Edit: in der Nasszelle wird jetzt klassisch gefliest.
     

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  15. #15 simon84, 03.01.2021
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    Putz komplett runter und Neu

    Feuchtigkeit mit passendem Lüfter abführen nicht über diffusionsoffene Innenwände

    oder was genau ist die Motivation von dem diffusionsoffenem Aufbau ?

    PS: Empfehlung weil kleine Fläche und keine Chance auf anderen Erfolg wenn da Lösungsmittel, Lackreste etc miteinander reagieren . Lohnt sich einfach nicht da rum zu experimentieren einmal neu geht schneller und einfach das sind doch nur paar qm
     
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