EFH-Neubau - WP vs. Gas - wie KfW40 erreichen?

Diskutiere EFH-Neubau - WP vs. Gas - wie KfW40 erreichen? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo allerseits, ich weiss, dass dieses Thema hier schon zigfach diskutiert wurde und trotzdem habe ich für mich noch nicht die passende...

  1. #1 hausbauer2008, 21. März 2009
    hausbauer2008

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    Hallo allerseits,

    ich weiss, dass dieses Thema hier schon zigfach diskutiert wurde und trotzdem habe ich für mich noch nicht die passende Antwort gefunden.

    Hintergrund: Neubau-EFH, 180m2, sehr wahrscheinlich ohne Keller, Satteldach 45°, massiv, kompakte Bauweise, Klinkerfassade, Planung soll jetzt losgehen.

    Architekt schlägt Gasbrennwerttherme vor. Sein Argument ist, dass ein super gedämmtes Haus nur wenig verbraucht und man in 15 Jahren immer noch auf WP umsteigen kann. Mich reizt jedoch der KfW40-Kredit. Wie kann ich den KfW40-Stand mit einer WP (Tiefenbohrung) sinnvoll erreichen? Solar? WRG?

    Eine zentrale Lüftungsanlage mit WRG möchte ich nicht, bestenfalls dezentral mit zentraler Absaugung.

    Heizungsbauer meint, WP mit Solar sei Quatsch, weil niemals rentabel. Architekt hat gelesen, dass WP mit Solar sogar sinnvoll ist, weil sich im Sommer dann der Boden erholen kann. Wer hat recht?

    Zusatzfrage: Es gibt ja diese Sperrzeiten der Stromversorger für WP-Strom. Muss ich dann in der Zeit "frieren", oder kann ich die Anlage mit dem teureren Strom weiterlaufen lassen?

    Danke ...
     
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  3. crax

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    Die EnEV garantiert keine Wirtschaftlichkeit
    Hallo Hausbauer 2008,

    Die Frage kann belastbar nur mit einer Wirtschaftlichkeitsberechnung (Vollkostenanalyse) beantwortet werden.
    Beide haben etwas recht. Nicht selten erweisen sich die "Wunderlösungen" Solar, WP etc. als Groschengrab.

    Es gibt verschiedene Tarife, i.d.R. Sondertarife, also keine Grundversorgung!
    Bei richtig ausgelegter Anlage, musst Du während der Sperrzeiten nicht frieren.:)

    mfg crax
     
  4. R.B.

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    Keine Angst, eine Heizung ist kein Rennwagen, sondern sehr träge, und so lange Dir der Versorger den Strom nicht für Tage sperrt, brauchst Du auch nicht zu frieren.

    Ach ja, Deine Bohrung kann sich im Sommer auch regenerieren, wenn die WP zwischendurch ein paar Liter Wasser warm machen muss. Ich gehe mal davon aus, Du möchtest kein Schwimmbad beheizen.

    Was KfW40 betrifft, so darf man dabei nicht nur die Anlagentechnik betrachten. Eine Sole-WP und KfW40 ist also nicht wirklich ein Problem.

    Gruß
    Ralf
     
  5. #4 HolzhausWolli, 21. März 2009
    HolzhausWolli

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    Und ich dachte das wären die Heuschrecken und die Grillen, die diese Geräusche vor dem Haus machen. Jetzt weiß ich ....es ist das Bodengestöhne, weil der sich mangels Solar am Dach nicht vom Sondenentzug erholen kann. Eigentlich logisch, wenn ich nun drüber nachdenke.... :biggthumpup:

    Also, wir haben IMMER WP-Strom und NIE Sperrzeiten, dafür aber einen separaten Zähler.:irre
     
  6. #5 hausbauer2008, 21. März 2009
    hausbauer2008

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    Nehmen wir an, auf der Hausseite mache ich alles erdenklich mögliche (Wandaufbau, Fenster, etc.). Mit welcher Technik bekomme ich es dann hin? Geht z.B. nur Sole-WP und dezentrale Lüftung? Vielleicht hat einer hier so was schon mal gemacht und kann daher einen Tipp geben.
     
  7. ToStue

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    Meinem laienhaften Verständnis nach ist dezentrale Wohnraumlüftung ineffizienter als zentral mit Wärmerückgewinnung. Widerspricht sich das nicht bei einem KfW-40 Haus?
    Anders gesagt: mit zentraler Lüftung sollte es doch einfacher zu erreichen sein.

    Schon mal wg. der Filter zentral/dezentral verglichen?
     
  8. joegeh

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    und du meinst das liegt daran das du einen separaten Zähler hast? :mega_lol::mega_lol:
     
  9. #8 HolzhausWolli, 21. März 2009
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    Genau, Du hast es erfaßt! :bounce:
     
  10. alex2008

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    KFW40 ist alleine mit Gas kaum zu erreichen. Da brauchts für die Dämmung Passivhausniveau. Der Knackpunkt ist der zulässige Primärenergiebedarf.

    Mit Pelletkessel ist eigentlich nur der notwendige Dämmstandard einzuhalten.
    Mit Gas brauchts solare Unterstützung, und evtl. auch KWL mit WRG und besseren Dämmstandard als gefordert.
    Mit WP könnte es auch ohne Solaranlage klappen
    Dies als grobe Orientierung, genaues kann dir der Planer nach einer Berechnung sagen.

    Und zu den Kosten schließe ich mich crax vollumfänglich an.
    Ein Kostenvergleich ist ratsam. Finanzierungskosten, Abschreibung, Verbrauchskosten etc.
     
  11. sk8goat

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    :)

    Das ist wohl eine sehr ehrliche Antwort. Denn er würde sicher mehr an dir verdienen, wenn du auch noch das Solargedöns bei ihm kaufst.

    Gibt es schon jemand, der deinen EnEV-Nachweis berechnet? Der sollte dir dann auch sagen können was es an Dämmung und an Haustechnik braucht um auf KFW40 zu kommen.
    Ich schätze mal, dass sich bei dem niedrigen Bedarf auch keine Tiefenbohrung lohnt. Das wird dann eher Flachkollektoren oder gleich eine LW-WP.
     
  12. joegeh

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    Hallo Wolli,
    da hast du aber einen Irrglauben.
    Es liegt im Ermessen des Versorgers ob er seine Sperrzeiten auch wahrnimmt.
    Das hat nix mit dem zweiten Zähler zu tun.
    :e_smiley_brille02:
     
  13. #12 hausbauer2008, 22. März 2009
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    Danker für die Einschätzungen soweit. Planung geht wie gesagt in Kürze los. Die EnEV-Berechnung macht, denke ich, der Architekt, oder wer das sonst halt macht.

    Gruss.
     
  14. Julius

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    @ Wolli
    Die evtl. Sperrzeiten haben nichts damit zu tun, ob man einen zweiten Zähler hat (WP läuft dann auf Normaltarif, was bei geringem Verbrauch durchaus billiger sein kann).
    Der entscheidet stattdessen darüber, ob ein WP-Tarif genutzt werden kann (sofern örtlich überhaupt angeboten). Es gibt auch Anlagen mit nur einem gemeinsamen Zähler, aber trotzdem Sperrzeiten für die WP.

    @ Hausbauer
    In Deinem Fall dürfte tatsächlich eine Variante mit WP (ob nun Wasser, Sole oder Luft) in Kombination mit Lüftungsanlage samt WRG sehr sinnvoll sein.
    Solar paßt dazu tatsächlich schlecht. Insofern ist Dein Heizi für seine Fachkunde und Ehrlichkeit zu loben.
    Auf die Lüftungsanlage solltest Du KEINESFALLS verzichten! Kann ja durchaus ein System mit dezentraler Zuluft und zentraler Abluft sein.
     
  15. sk8goat

    sk8goat

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    Also wenn du an KFW40 denkst, dann sollte der EnEV-Nachweis von jemand gemacht werden der damit viel Erfahrung. Dass dein belesender Architekt das gut hinkriegt bezweifle ich.
     
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  17. #15 hausbauer2008, 22. März 2009
    hausbauer2008

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    Wer macht das denn üblicherweise? Erstmal vertraue ich doch meinem Architekten, wenn ich mit ihm baue.
     
  18. Hendrik42

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    Ein 180qm KfW40 Haus hat, was, 4-5kW Heizlast? Und dafür willst Du bohren? Das ist doch niemals wirtschaftlich!

    Wenn mich nicht alles täuscht, gits es immer noch nur eine Gasheizung, die in dem Bereich nicht taktet (Thision 9, die kann 0,9 bis 9kW) und die monatlichen Anschlusskosten von Gas sind zumindest bei mir in der gegend ca. doppelt so hoch wie ein WP Anschluss.

    Da würde ich doch lieber eine von den eierlegenden Wollmilchsäuen nehmen, also eine Luft/Wasser WP mit KWL (und sogar Solar). Gibts von Tecalor/Stiebel Eltron, Nibe, Alpha-Innotec usw. Die haben dann sowas wie 4kW, brauchen keine Bohrung und nur im tiefen Winter vielleicht mal ein bißchen Heizstab.

    Sperrzeiten sind, wie oben schon gesagt, egal. Die WP wird entsprechend ausgelet und das Haus ist so träge, dass das nicht auffällt. Ich habe neulich nach Filterreinigung vergessen die WP wieder anzustellen und das erst am nächsten Tag gemerkt, weil es in unserem KfW60 Haus ein Grad kälter geworden war...

    Gruß, Hendrik
     
Thema:

EFH-Neubau - WP vs. Gas - wie KfW40 erreichen?

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