Eigenheimzulage 2006? Teil Mystify

Diskutiere Eigenheimzulage 2006? Teil Mystify im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Ich wundere mich immer über die Diskussion um die Eigenheimzulage. Wenn ich richtig informiert bin, gibt es die Eigenheimzulage bei einem...

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  1. mystify

    mystify Gast

    Ich wundere mich immer über die Diskussion um die Eigenheimzulage.

    Wenn ich richtig informiert bin, gibt es die Eigenheimzulage bei einem 2Jahres-Bruttoeinkommen von 70.000€ bzw. 140.000€ (Single bzw. verheiratet. Ohne Kind.).

    Somit hat man als Alleinverdiener bei 35.000€ Jahreseinkommen maximal monatlich 1.700€ netto. Meist ist es ja monatlich noch weniger, da die 35.000€ i.d.R. auch noch Urlaubs- und Weihnachtsgeld beinhalten.

    Für mich kommt nun die Frage, wie ich mir, sofern die Eltern nicht kräftig unterstützen, bei einem maximalen Nettolohn von 1.700€ ein Haus und dabei noch ein vernünftiges Leben leisten kann.
    Sind das dann die Personen, die nur noch fürs Haus leben, keine vernünftige Kleidung mehr kaufen kann, nicht mehr ins Restaurant gehen, Urlaub gestrichen ist, oder sind es die, die nach 8 Jahren das Haus in die Zwangsversteigerung geben müssen, da die Zulage wegfällt?

    Ich möchte niemanden zu nahe treten, aber für mich ist das ein Rätsel und auch bankenseitig fast fahrlässiges Verhalten eine Baukredit zu geben.

    Ein befreundeter Bankberater sagte mir, er würde mir von einem Bau abraten und mir auch nur ungern einen Kredit geben, wenn er sieht, dass mir die Eigenheimzulage zustehen würde. Er sagt, er kann die Uhr nach stellen, wann ich bei ihm auf der Matte stehen würde, da ich meinen Kredit nicht mehr zahlen kann.

    Ich will niemanden nahe treten, aber ich kann es nicht verstehen, dass man baut, wenn man Anspruch auf die Eigenheimzulage hat. Wie gesagt, wenn finanzielles Polster im Hintergrund ist, ist es okay, aber ansonsten...

    Eine persönliche Meinung, die natürlich nicht jeder teilen muß.

    Ach so: Nein, ich bekomme keine Eigenheimzulage

    In diesem Sinne
     
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  3. Uli R.

    Uli R.

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    öhm, ich glaube die Anzahl der Singels, die mit EHZ ein EFH bauen ist eher gering
     
  4. Marion

    Marion

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    Hallo Mistify,

    Wozu braucht ein Single ein Haus?
    Ein Appartment reicht ;) und ist durchaus finanzierbar. Warum sollte das nicht gefördert werden? Umgekehrt, wer nach Höherem strebt, sollte es sich auch leisten können.

    Ok, noch ein Zimmer mehr gönn ich ihm noch.

    Marion :)
     
  5. Marion

    Marion

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    Noch ergänzend,

    Ich halte die Aussage des befreundeten Bankberaters er würde keinen Kredit geben, wenn er sieht, dass dem Kreditanfragenden die Eigenheimzulage zustehen würde für wenig differenziert.

    Marion :)
     
  6. Naily

    Naily

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    Grundsätzlich kann ich deine Argumentation schon nachvollziehen, aber du hast nicht alle Fälle brücksichtigt. Wir planen gerade und werden heuer noch einreichen, um die EHZ zu bekommen.

    Du hast z. B. nicht berücksichtigt, dass sich die Einkommengrenzen pro Kind um € 30.000,- (wenn ich es jetzt richtig im Kopf habe) erhöhen. Außerdem ist meine Frau gerade in der Elternzeit, so dass sie derzeit kein eigenes Einkommen hat. Ich kann also mit meinem Einkommen bis an die Grenze gehen. Das wären dann bei einem Kind € 170.000,- in zwei Jahren. Da kann man schon ganz ordentlich verdienen und die EHZ trotzdem bekommen.

    Gruß
    Reinhard
     
  7. Olaf (†)

    Olaf (†)

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    Auch wenn mich alle Bauwilligen...

    und EHZ-Berechtigten jetzt am Liebsten erschlagen werden:

    Ich kann mystify eigentlich nur beipflichten - ergänzend dazu noch, dass meine Profession hauptsächlich sehr viel mit geplatzten Träumen und Krediten jeglicher Art zu tun hat (nein, ich bin kein Bänker :lock ).

    Es ist jedermanns eigene Sache, ob er sein Geld für ein Haus oder Leben und Kleidung ausgibt, so er denn rechnen muss. Jedem Tierchen sein ...

    Zum Ergebnis kann ich Mysterie nur zustimmen - es ist so, wenn das Geld knapp ist. Nicht umsonst steigt auch die Scheidungsrate während des Hausbaus und es geht bis zur Nichtteilnahme der Kinder an der Klassenfahrt.

    Was bei der Begründung der Förderpraxis gut gedacht war und der Wohnraumschaffung diente, nämlich den zu unterstützen, der Eigentum schaffen will, ist mit den Jahren dem Schicksal sämtlicher Subventionen erlegen: Was da is, muss wech.

    Bauträger, Bausparkassen, Politik, die es laufen lässt usw. usw. - Kein Wunder, dass ich mich immer wieder über den wirtschaftlichen Sachverstand so manches Großkopfeden wundere.

    Mich würde mal ne gesamtwirtschaftliche Bilanz interessieren, welcher Schaden, persönlich, bei Kreditgebern, Bauausführenden und anderen Gläubigern der Betroffenen in den letzten 20 Jahren entstanden ist. Aber das traut sich wieder keiner zu ermitteln.

    Mal ganz abgesehen, was bei dieser knappen Kalkulation - notgedrungen als Pfusch, äh ich meine handwerkliche Mängel rauskommt. Diese preiswerten Häuser sind doch zum Teil Energieschleudern, beim Kühlschrank würde Effizienzklasse D dranstehen. Siehe auch in diesem Forum.
    Aber was interessiert morgen, wenn alle sagen man soll heute träumen.

    Kategorie: ganz persönliche Sichtweise
    Mal ganz abgesehen davon, dass ich die EHZ schon immer als ungerecht empfunden habe. Warum wurde nur diese Form der Eigentumsbildung unterstützt. Oder wenn man sagt, es soll Wohnraum geschaffen werden, warum gabs keinen Zuschuss zur Miete, wenn ein Dritter Wohnraum gebaut hat, in den ich eingezogen bin?
    Dann gibts noch ne ganze Menge Gründe, warum der eine oder andere nicht selbst baut. Ich hab mich zum Beispiel auch deshalb dagegen entschieden, weil ich meine örtliche Unabhängigkeit nicht aufgeben will. Ehrlicherweise auch, weil ich zu faul bin, mich um jeden Sch.. selbst zu kümmern. Heizöl, Bauschäden, Versicherung, Steuer, Straßenausbaubeitrag... Ich leiste mir den Luxus, einfach meinem Vermieter auf den Keks zu gehen und den Kopf und die Hände für andere Sachen freizuhaben.

    Mir gefällt die neue Variante, dass man nach Wegen sucht, Bauen wie andere eigentumsbildende Maßnahmen steuerlich zu berücksichtigen.
     
  8. mystify

    mystify Gast

    Hallo zusammen!

    Ich hatte ja auch extra erwähnt, dass es nur ohne Kind gerechnet wurde. Das hat auch den einfachen Grund, dass man dann zwar pro Kind 30.000€ Brutto drauflegen kann, aber sollte man da nicht den Gehaltswegfall der Frau und die Kosten für das Kind gegen rechnen? Da helfen mir 1.200€ Eigenheimzulage gar nicht, da ein Kind diese Gutschrift schon verschlingt und dann erst der Gehaltsausfall der Frau...

    Ich habe allerdings auch das Gefühl, dass nur noch Paare mit Kind bauen. Wenn man die Neubaugebiete durchfährt, steht vor jedem Haus mindestens eine Schaukel oder Rutsche. Wir als Kinderlose sind da ja schon fast eine Phänomen :-)
    Das heißt für mich aber auch im Umkehrschluß, dass die Leute nur bauen, weil sie bedingt durch das Kind die Zulage bekommen und es sich sonst nicht leisten könnten und genau das ist in meinen Augen die Gefahr.

    Ich wünsche es absolut niemandem, aber in 8-10 Jahren werden zig dieser Häuser zur Versteigerung stehen und ich weiß nicht, ob man sich für einen so kurzen Zeitraum den späteren Ärger einhandeln will.

    Zum Thema, warum Singles kein Haus benötigen. Das sehe ich anders, denn ich gelte in dem Fall auch als Single, da alle Verträge nur auf meinem Name geführt werden. Meine Freundin zieht zwar mit ein, aber das bedeutet trotzdem, dass ich an der 70.000€ Grenze gemessen werde und die überschreite ich "leider".

    Ich kann den Bankberater sehr gut verstehen, wenn ich sehe, wieviele Versteigerungen die jetzt schon nach den berühmten 8-9 Jahren haben, würde ich als Bank ein wenig Angst bekommen.

    Auch mein Bauträger (führender in Deutschland) hat mir damals gesagt, dass er der Meinung ist, die die Zulage bekommen, haben eigentlich nicht das Einkommen sich ein Haus und ein entsprechendes Leben zu leisten.

    In diesem Sinne
     
  9. Olaf (†)

    Olaf (†)

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    Kann ich so...

    nur unterstreichen!

    Etwa 93/94 habe ich als Baukaufmann für eine Firma gearbeitet, die als Schwester ein Bauträgerunternehmen hatte, so dass ich hin und ab auch mal die Erwerber kennengelernt habe.

    Es war, glaube ich, ein Baugebiet mit etwa 35 Häusern. so um die 25 (!)hatten Anspruch auf EHZ und nur von denen will ich mal berichten. Da ich aus anderen Gründen mit dem Baugebiete noch ein wenig vetraut bin, muss ich über eine Scheidung während des Baus, 2 innerhalb der folgenden zwei Jahre, 1 Zwangsversteigerung bis 2000 und 5 ab 2002 berichten. Bei weiteren 3 weiß ich, dass die Eigentümer "freiwillig" gewechselt haben. Und wenn ich dran denke, dass die Förderung erst seit 4 Jahren ausgelaufen ist und im allgemeinen 5 Jahre vergehen, ehe jemand eingesteht, dass er zahlungsunfähig ist und die Bank sich massiv zuckt, mag ich gar nicht dran denken.

    Jetzt noch was Gemeines (nein, ich bin kein Gutmensch :shades ):
    95 hat meine Gute mal mit mir über "Bauen" diskutiert. Abgesehen von den sonstigen Vorbehalten habe ich mich auf den Standpunkt gestellt, Ende des Förderungszeitraums abwarten und dann gucken wir mal bei den Zwangsversteigerungen. Außerdem hat sich das Haus dann schon gesetzt und seine Macken offenbart
     
  10. #9 hausbaumaus, 22. November 2005
    hausbaumaus

    hausbaumaus

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    Hallo!

    Nachdem ich jetzt die Diskussion noch mal durch gelesen habe, muss ich nun doch meinen Senf dazu geben. Wir werden im nächsten Jahr auch bauen und dieses Jahr noch den Bauantrag stellen. D.h. wir werden nach dem Einzug im nächsten Jahr auch Antrag auf EHZ stellen. Das bedeutet doch aber nicht gleichzeitig, dass wir die nächsten 8 Jahre gerade noch am Existenzminimum leben und anschließend zwangsversteigern müssen.
    Mein Mann ist Alleinverdiener (ich bin Hausfrau seit 1,5 Jahren) und von dem Gehalt können wir auch mit der eher geringen Mehrbelastung durch das Haus gut leben (bestimmtes EK und Grundstück sind vorhanden). Die Grenze liegt mit 140.000€ Einkommen für Ehepaare (bzw. eben nur für meinen Mann, bei beiden Gehältern wären wir über die Grenze gekommen) für die letzten zwei Jahre ja nun wirklich ausreichend hoch, entsprechend sind wir auch nicht zwingend auf die EHZ angewiesen sind (dann hätten wir auch bestimmt nicht gebaut), sondern werden das Geld als Rücklage für das Haus verwenden (Reparaturen etc.).
    Dementsprechend finde ich solche Verallgemeinerungen, wie "Wer EHZ berechtigt wäre, sei nicht kreditwürdig oder würde in 8 Jahren versteigern müssen" (sinngemäß zitiert) etwas unpassend. Wer allerdings seine Finanzierung auf zwei Gehälter stellt und dann noch die EHZ in die Finanzierung einbeziehen muss, um es überhaupt auf dem Papier (Praxis ist ja noch mal was anderes) zu schaffen, den sehe ich auf kurz oder lang auch wieder ohne Haus da stehen. Meine Meinung... :-)

    LG
     
  11. Marion

    Marion

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    Hallo,

    ich sehe den Kausalzusammenhang nicht.

    Wenn jemand über seine Verhältnisse lebt oder baut hat dies nichts mit der Eigenheimzulage zu tun.

    Viele Grüße
    Marion :)
     
  12. Uli R.

    Uli R.

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    @ marion

    dazu von mir ein deutliches "kommt drauf an" oder "jein" meiner Meinung nach.

    Viele lassen sich vor allem seit ein paar Jahren, seit zu jedem Jahresende die EHZ auf der Kippe steht zu unüberlegten Dingen verleiten um eben noch schnell das geschenkte Geld "mitzunehmen" entsprechend der von unserem Exkanzler angesprochenen Mentalität *g

    Gerade tut dies auch jemand in meinem nahen Bekanntenkreis, Mahnungen zur Vorsicht war er nicht mehr zugänglich. Jetzt baut er neben 3 Schicht Arbeit in Eigenleistung und die Frau geht an 3 Tagen arbeiten mit 2 Kindern eins davon 10 Monate, weil das Geld schneller zuende war als der Festpreis vermuten lies.
     
  13. th_viper

    th_viper

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    Hallo !

    1700 € netto im Monat als Alleinstehender, finde ich, ist ein guter Verdienst. Wenn ein Pärchen zusammen 3400 verdient, lässt sich davon wohl ein Häuschen finanzieren, bequem leben, seine Hobbys unterhalten und in Urlaub fahren. Zumindest in unserer Region.
    Jeder Kreditgeber nimmt einen dann mit Kusshand, wenn das Objekt der Begierde nicht maßlos überzogen ist und die Arbeitsplätze sicher sind.

    Ich denke, hier gibt es eher Differenzen in der Auslegung eines vernünftigen Lebens und der lokal unterschiedlich hohen Lebenshaltungskosten.
     
  14. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Ein immer

    wieder gern gemachter Fehler ist es, sich in Zeiten niedriger Zinsen die monatl. Belastung "schönzurechnen". Da wird mit Zinssätzen um 4% und 1%-iger Tilgung eine niedrige Monatsbelastung ermittelt, ohne dabei zu berücksichtigen, das die Laufzeit der Finanzierung (ohne Sondertilgungen) dann ca. 40 Jahre beträgt!

    Wenn schon finanzieren, dann so, dass spätestens mit Erreichen des Rentenalters auch die Finanzierung abläuft, d.h. von vorn herein die Tilgung so ansetzen, dass es "passt" und das würde bei 4% Zins ca. 2,5% Tilgung bedeuten.

    Und dann nochmal neu rechnen.....

    Zugegeben, nach Ablauf der Zinsfestschreibungszeit kann sich der Zins nach oben ändern, aber auch dann hat`s Vorteile, weil die Restschuld durch die bis dahin höhere Tilgung kleiner ist.

    Beispiel:

    200.000 € zu 4% + 1% Tilg. Restschuld nach 15 Jahren = ca. 162.500.- €
    200.000 € zu 4% + 2,5% T. Restschuld nach 15 Jahren = ca. 106.500.- €
     
  15. mystif

    mystif Gast

    @ th_Viper
    Die 1.700€ netto sind auch vernünftiges Gehalt und wenn beide verdienen ist es umso schöner. Das sind aber auch die Höchstgrenzen und ich glaube nicht, dass alle Bauherren an der Höchstgrenze liegen!

    @hausbaumaus
    Natürlich kann man alles falsch verstehen, was man falsch verstehen möchte!
    Niemand hat davon geredet, dass die EHZ Berechtigten nicht kreditwürdig sind und alle in die Versteigerung kommen.
    Schön wäre es auch, wenn meine Threads richtig gelesen werden, denn da steht auch, dass die Personen, die keine Hilfe bekommen (z.B. Eltern oder vorhandenes Grundstück) das Problem eher bekommen. Ihr hattet schon das Grundstück und das reduziert die Kreditsumme schon extremst. Somit trifft es auf euch, hoffentlich, nicht zu, daher verstehe ich Deine arge Verteidigungshaltung nicht.

    Man kann sich immer alles schön rechnen und immer alles rosa darstellen. Ich will einfach nur anregen, dass es eben nicht wirklich so einfach und eitel Sonnenschein ist.
    Als ich bauen wollte, habe ich mich von 4 Banken beraten lassen und die Rechnungen sahen immer sooo klasse aus (nein, ich bin nicht 4 mal an die falsche Bank geraten) und ich hätte sogar weniger als meine derzeitige Miete zahlen müssen.
    Dann kam mein Bauträger und hat eine vernünftige Rechnung aufgestellt und die Welt sah ganz anders aus. Der Bauträger war so fair und hat nochmal drauf hingewiesen, dass ein Haus nicht die gleichen Nebenkosten hat, wie eine Mietwohnung und dass zu 95% die das Budget fürs Haus um mind. 5-10.000 überzogen wird, da nahezu jeder noch Sonderwünsche hat.
    Und schon lag ich nicht mehr bei einem monatlichem Abtrag von 650€, sondern bei realistischen 1.150€. Ist schon eine ganz andere Hausnummer, oder?! Nun bin ich auch nicht ganz blöd und hatte von Anfang an vernünftig gerechnet und war vorbereitet.

    Wenn man verantwortungsbewußt beim Bau rechnet, sollte man mit einem Gehalt rechnen um auf Eventualitäten vorbereitet zu sein. Wenn ich nun angenommen "nur" diese Höchstsumme von 1.700€, aber einen Abtrag von 1.150€ hätte, dann habe ich das von mir geschilderte Problem: Entweder nur noch fürs Haus leben oder ab in die Versteigerung. Und ich weiß, dass ich/wir unser Leben so weiter leben wollen, wie ohne Haus.

    Das alles hat nichts damit zu tun, ob man kreditwürdig oder sonstwas ist. Meine Meinung ist ganz einfach, dass die die EHZ (nach heutigem Stand) bekommen haben entweder viel Eigenkapital (egal in welcher Form) oder sind fast fahrlässig, wenn die sich mit diesem Einkommen zum Hausbau entschließen.

    In diesem Sinne
     
  16. mystif

    mystif Gast

    Bin übrigens nur als Gast unterwegs, da ich noch immer auf meine endgültige Freischaltung warte...
     
  17. susannede

    susannede

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    @mystif

    Also ich weiß ja nicht, ob hier nicht Roß mit Reiter verwechselt wird...Es ist doch eher wohl so, daß gebaut wird, weil Kinder da sind...darum heißt es ja auch Einfamilienhaus. Dabei ist, wie Du doch so richtig feststellst, nur bei kinderlosen Doppelverdienern das Einkommen zum Bauen da. Ja, da verstehe einer die Welt.

    Unklar bleibt mir, ob Du meinst, die Kinderhaber könnten sich das Bauen aufgrund der läppischen Zulage leisten.

    Richtiger wäre wohl, erst das Haus bauen, dann den Baum pflanzen und dann erst ans Kinderzeugen gehen. Klappt leider nur nicht mehr vom Alter, daß man dann erreicht hat...

    Angesichts der momentanen Entwicklung, wird demnächt sowieso keiner mehr abschätzen können, wo er das nächste halbe Jahr Arbeit suchen muß, da ist Felxibilität und keine Kinder doch die erste Voraussetzung.

    Wozu also bauen, wozu Kinder....?

    Wir werden sehen, wohin dies führt. Vielleicht sollten wir uns auf den Wohnwagen-Bau werfen...
     
  18. mystif

    mystif Gast

    @susannede
    Ach so, dürfen dann Deiner Meinung nach keine Singles mehr in Einfamilienhäuser wohnen und was machen dann Paare ohne Kinder, sind die dann keine Familie. Und wer darf dann noch in Mietwohnung wohnen, denn da ist das Wort Familie ja nicht inbegriffen. *grübel*

    Wir sind zwar (noch) kinderlos, aber die gesamte Finanzierung ist bei uns so aufgestellt, dass es mit einem Gehalt entspannt weiter gehen kann. Da sind keine Eltern die helfen und auch kein Grundstück vorhanden gewesen.

    Das ist doch der Punkt den ich meine. Man sollte dann bauen, wenn es wirklich entspannt machbar ist und weiterhin ein gutes Leben leben kann, ohne jeden Cent umzudrehen.
    "Super, habe ein Haus, kann mir aber leider keine Kleidung mehr leisten" Von diesen Experten gibt es viele, fahre mal die Gebiete ab, in denen die Haüser seit 8 Jahren stehen...

    In diesem Sinne
     
  19. th_viper

    th_viper

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    Wieviel bei 70.000 € / Jahr Brutto für Verheiratete monatlich netto übrigbleibt, das hängt wohl von einigen Faktoren ab. Das geht dann auch schon mal in Richtung 4.000 statt die von dir angenommenen 3.400.
    Aber egal, auch darunter sehe ich genug Möglichkeiten, eine solide Finanzierung hinzubekommen, ohne sich elementar einschränken zu müssen.
     
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  21. th_viper

    th_viper

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    Yo, das geht hier aber schnell ;)
    Das sehe ich ähnlich, aber warum hast du das vorhin an die Eigenheimzulage geknüpft und dargestellt, dass es in dem Fall der Berechtigung zur EHZ nicht möglich sei?
     
  22. Quelle

    Quelle

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    EHZ-Anspruch ist immer noch vorhanden, selbst wenn der Ehepartner pro Jahr bis zu 85.000 Euro Brutto verdient, wenn der andere aufgrund von Erziehungszeit z.B. zwei/drei Jahre nicht arbeitet.

    sicherlich anders, wenn trotz zweier Einkommen, die Grenze nicht erreicht wird.
     
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