Eigentumswohnung - Lohnt es sich ?

Diskutiere Eigentumswohnung - Lohnt es sich ? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; (hab keinen passenderen Thread hierfür gefunden) Hallo... Ich hab mal ne "blöde" Frage: Lohnt es sich grundsätzlich eine Eigentumswohnung...

  1. #1 Handwerker123, 15. Juni 2009
    Handwerker123

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    Hallo...

    Ich hab mal ne "blöde" Frage:

    Lohnt es sich grundsätzlich eine Eigentumswohnung zu kaufen anstatt zur Miete zu wohnen ?

    Ich höre immer wieder Leute sagen "ach ne Wohnung lohnt es sich gar nicht zu kaufen, da hast du mehr Nebenkosten als wie wenn du die Miete bezahlst, lass es besser sein, was ist wenn du auch noch die Arbeit verlierst".
    Das es sich nicht lohnt, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Sonst würde ja keiner eine Wohnung kaufen und alle würden zur Miete wohnen.
    Mir ist klar das es von verschiedenen Faktoren abhängt aber gehen wir von der selben Wohnung aus, selbe Lage, Quadratur...usw. aus..

    Gibt es einen Grundsatz wann sich eine Wohnung lohnt zu kaufen und es Sinn macht... und wann nicht ? Oder wie kann man sich ausrechnen ob es sich lohnt oder nicht ? Irgendwie hab ich da keinen Durchblick.... :irre
     
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  3. #2 kalauer71, 15. Juni 2009
    kalauer71

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    Lohnen ist relativ. Du kannst ja z.B. mal rechnen, was Du für eine monatliche Belastung durch den Kredit hättest, wenn Du zu 100% finanzieren würdest. Wenn der Betrag bereits niedriger ist wie Deine aktuelle Miete, dann lohnt es sich.

    Rentabler ist aber, eine Wohnung zu kaufen und sie zu vermieten, da hier noch das Thema Steuer reinspielt und die Rentabilität deutlich früher beginnt.

    Unterm Strich ist eine selbst genutzte Eigentumswohnung in erster Linie eine Gefühlssache. Man hat die eigenen 4 Wände, wo einen kein Vermieter ärgern kann, wo man in gewissen Grenzen machen kann was man will. Man hat auch den Vorteil, dass man sich um allgemeine Dinge wie Wartung der Heizung oder Reparaturen im Außenbereich keine Gedanken machen muss. Nachteil ist natürlich, dass die Nachbarn sehr nahe sind und dass die Eigentümergemeinschaft der Freiheit des einzelnen gewisse Grenzen setzt.

    In meinen Augen ist eine Eigentumswohnung ein guter Kompromiss zwischen einer Mietwohnung und einer Freistehenden Einfamilienhaus.

    Und in den heutigen Zeiten ist es vielleicht ja auch klüger, das Geld in Sachwerten zu investieren und dafür die laufenden Kosten für Miete zu reduzieren, statt Miete zu bezahlen und das Geld an der Börse oder in Festgeld oder was auch immer anzulegen.
     
  4. gast3

    gast3 Gast

    Lohnen - puh - ist immer abhängig vom jeweiligen Markt, den persönlcihen Verhältnissen ...

    für mich wäre allerdings eine Eigentumswohnung das letzte (nun - nach Hundehütte), was ich mir ans Bein binden würde. Die Abhängigkeit von Eigentümergemeinschaften, wäre wohl mein Ende - nee niemals


    Helge
     
  5. #4 Zuviel Zeit, 15. Juni 2009
    Zuviel Zeit

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    Eine Eigentumswohnung reduziert im Vergleich zum Haus die finanziellen Risiken, denn gerade die Dinge die beim Haus teuer zu sanieren sind (Aussenfassade, Dach, Heizanlage, Wasser/Abwasserrohre) muss man immer nur anteilig tragen.

    Dieses geringere Risiko erkauft man sich natürlich mit einer Einschränkung der persönlichen Freiheiten (im Vergleich zum Haus), die Freiheiten sind aber erheblich größer als in einer Mietwohnung.

    Wie einengend eine Eigentümergemeinschaft ist, kann man voher leider nicht wissen, man kann Glück haben, aber eben auch Pech, das weiss man leider erst im Laufe der Jahre.

    Das eine Eigentumswohnung so vermeintlich hohe Nebenkosten hat, liegt insbesondere daran, dass man meistens eine Verwaltung hat, die einem einen Batzen Arbeit erspart um den man sich im eigenen Haus selber kümmern müsste, die aber eben auch bezahlt werden möchte, zum anderen aber an der Instandhaltungsrücklage, die kaum ein Hausbesitzer so gewissenhaft zur Seite legt, wie es die Verwaltung einer WEG machen muss.

    Wenn man sich eine Eigentumswohnung in vermietbarer Größe und Lage anschafft, dann kann sie ein sehr gutes Sprungbrett für das spätere eigene Haus sein, schließlich ist es doch besser jahrelang etwas in die eigene Wohnung gesteckt zu haben als in die eines Vermieters.

    Gruß

    PS: Der falsche Nachbar im eigenen Haus kann aber noch erheblich schlimmer sein als die meisten Eigentümergemeinschaften!
     
  6. Micro

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    Für den Eigenbedarf:

    Da wird beschlossen und Du zahlst mit ....
     
  7. #6 Jürgen Jung, 16. Juni 2009
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    wenn Du zur Miete wohnst, kaufst Du auch eine Wohnung

    nur zahlst Du diese dem Eigentümer, und nicht Dir selbst

    was gibt es da eigentlich zu überlegen, wenn die finanziellen Mittel es möglich machen?
     
  8. #7 crashmaster, 16. Juni 2009
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    Also für mich hat es sich rentiert ... zuerst ne Eigentumswohnung ... ein paar Jahre darin wohnen ... jetzt ein Haus bauen und die Wohnung dann wieder verkaufen ...

    Klar man ist nicht mit allen Entscheidungen der Eigentümergemeinschaft zufrieden ist aber daran gebunden aber an diese Entscheidungen wäre man bei Miete genauso ...

    wie bereits gesagt wurde wenn die Miete teurer wäre als die finanzierungskosten .. dann lohnt es sich meiner Meinung ...
     
  9. #8 Steve Wonder, 16. Juni 2009
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    Ich habe auch eine Eigentumswohnung gekauft (2001) und würde es immer wieder machen. Klar, es ist eine "Wohn-Gemeinschaft", in der du nur ein Teil vom Ganzen bist, aber du hast wirklich viel mehr davon, als wenn du irgendwo zur Miete wohnst. Nun steht unser Neubau für 2010 an und ich werde die Wohnung höchstwahrscheinlich verkaufen. Vermieten kommt für mich eigentlich nicht in Frage. Da nehm ich lieber den Erlös der Wohnung als Eigenkapital für den Neubau bzw. Grundstück :28:.
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 16. Juni 2009
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    Das ist so ziemlich der grösste Mist, den ich über WEGs gehört habe.

    Wenn ich bei meinem Haus etwas machen müsste, aber grad klamm bin, dann lass ich es oder mache nur das allernötigste.

    Wenn eine WEG beschliesst, die Heizung, das Dach, die Fassade oder sonstewas zu machen, dann MUSST Du zahlen.
    Egal ob Dein Chef Dir grad gekündigt hat, Du bei Conti, Hertie, Arcandor, .... arbeitest, Du grad ne teure Therapie selber zahlen musst oder einfach nur Dein Geld verprasst hast.
    Die WEG kann Dich zwangsvollstrecken, wenn Du eine beschlossene Sonderumlage nicht zahlst/zahlen kannst.

    Deswegen (und wg. anderer Dinge) NIEMALS eine Eigentumswohnung.
     
  11. moep3fx

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    Das Problem dabei ist, dass die meisten Erwerber zu blauäugig da ran gehen. Wenn div. Erneuerungen notwendig sind, aber keine Rücklage da ist, muss das im Vorfeld bedacht werden. Wenn im Laufe der Jahre mit sowas zu rechnen ist, aber (z.B. aufgrund einer hohen Quote von Kapitalanlagern) keine ausreichende Rücklage angespart wird, muss man eben selbstständig noch eine private Rücklage besparen, um Sonderumlagen pünktlich bedienen zu können. Das tun allerdings nur die allerwenigsten...eigentlich gar keiner.

    Ich behaupte, es gibt interessante Eigentumswohnungen, deren Selbstnutzung sich finanziell lohnt. Allerdings sind diese schwer zu finden.
     
  12. emu2009

    emu2009

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    Ich habe mir die letzten 2 Jahre die gleiche Frage gestellt und ich bin für mich zu dem Entschluß gekommen, dass eine Wohnung nicht das richtige für mich wäre.

    1. Bei einer Wohnung gehört einem im Prinzip nur die Luft zwischen den Wänden, denn die Wände selbst sind ja schon Gemeinschaftseigentum.

    2. Das Problem mit den Eigentümergemeinschaften wurde ja schon dargestellt: ich kann nicht wirklich selbst haushalten, da mir das Hausgeld quasi auferlegt wird - bei einem eigenen Haus kann ich selbst bestimmen, was ich wann, wie mache und bin nicht von einer Gemeinschaftsentscheidung abhängig.

    3. Komme ich mit den Nachbarn nicht klar, könnte ich in einer Mietswohnung einfach umziehen - gehört mir die Wohnung, könnte ich diese natürlich vermieten, aber dann müßte ich selbst wieder zur Miete wohnen, was man ja eigentlich nicht wollte, außer man sieht die Wohnung als Kapitalanlage - dann mag das vielleicht Sinn machen.

    4. Eine Wohnung ist vom Platz her weniger flexibel, im Vergleich zu einem Haus. Bei einem Haus kann ich in der Regel Dachgeschoß/Keller ausbauen, wenn ich den Bedarf für mehr Platz habe - das geht bei einer Wohnung meistens nicht. Wenn die Kinderplanung abgeschlossen ist und man in einem gesetzteren Alter ist, mag das vielleicht kein Argument sein, aber manche Dinge sind schwer vorhersehbar und da ist das Haus einfach flexibler.

    5. Preis: kommt sicher auf die Gegend an, aber bei uns kostete die Wohnung (Neubau - bei Gebrauchten mag das anders sein) teilweise sogar mehr, als ein Doppelhaus. Also wenn ich knapp 300k für eine Wohnung zahlen soll, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln (das sind stink normale Wohnungen gewesen, ohne besondere Extras !).

    Wir haben uns letztlich für ein Doppelhaus mit kleinem Grundstück entschieden, was aus meiner Sicht der bessere Kompromiß zum freistehenden EFH ist, als eine Wohnung.

    Muß aber jeder für sich selbst entscheiden und es kommt auch auf die Wohngegend an.
     
  13. #12 KeinPlanvonNix, 16. Juni 2009
    KeinPlanvonNix

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    Also wir haben eine Eigentumswohnung und da wird eher zu wenig instandgesetzt als zuviel, es ist ja wohl keiner gewillt unnötig Geld auszugeben und der Substanz kommt eine Renovierung auch wieder zu Gute.

    Als Geldanlage sehe ichs eher als Reinfall, denke nicht das zur Zeit das Geld zu bekommen ist was wir bezahlt haben und vermieten halte ich nciht für prickelnd.

    Zusatzfrage, wie liquide sind denn Eigentumswohnungen? Denke schon das man da bis 1 Jahr auf Käufer warten muss und das Geld muß beim Bauen ja auch vorfinanziert werden.
     
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  15. meak07

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    Die Frage war doch: "LOHNT es sich?". Und ja es kann sich lohnen, grob gesagt, wenn die Finanzierungskosten (Zinsen) niedriger sind als die vergleichbar zu zahlende Miete.
    Also hohe Eigenkapitalquote, schnell abbezahlen und ein paar Jahre günstig wohnen bis man sich dann doch ein Haus kauft (wie wir es gemacht haben) und dann gut verkaufen (wie wir es noch nicht haben :-( ).
     
  16. #14 pauline10, 18. Juni 2009
    pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Also die Vorstellung, die Miete sei höher als die Raten an die Bank bei 100% Finanzierung ist wohl immer unzutreffend.

    Die Miete ist immer niedriger als die Finazierungskosten. Aber nach 10 oder 15 Jahren, in denne man erhblich mehr als die Mieter gezahlt hat, sind die Raten an die Bank langsam niedriger.

    Als Rentner ist man vermutlich froh, sich einst für eine Wohnung oder ein Haus krummgelegt zu haben. Wenn man es noch erlebt.

    Aber: Es gibt Leute die schließen am Urlaubstag die Tür ab und kommen wochen später wieder zurück, ohne sich um irgendwas kümmern zu wollen. Denen kann man kein Haus empfehlen.

    pauline
     
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