Einbau Betonzisterne bei hohem Grundwasser

Diskutiere Einbau Betonzisterne bei hohem Grundwasser im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo Zusammen, wir haben uns am Freitag letzter Woche eine Betonzisterne einsetzen lassen, allerdings ist sie noch nicht verschüttet und noch...

  1. #1 Langvogt, 29. Mai 2013
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    Hallo Zusammen,
    wir haben uns am Freitag letzter Woche eine Betonzisterne einsetzen lassen, allerdings ist sie noch nicht verschüttet und noch nicht angeschlossen. Seitdem regnet es ununterbrochen, unser Grundwasserspiegel ist schon zu hoch und die Zisterne steht ausserhalb im Wasser. Wir haben als Untergrund hauptsächlich Lette, was natürlich super zu dieser Situation passt.

    Meine Frage: Wir haben jetzt schon begonnen, Sand aufzufüllen, aber das wasser aussenrum (bereits mehrmals abgepumpt) ist immer wieder sehr hoch. Macht es Sinn die Zisterne jetzt anzuschließen und zu befüllen oder sollte man das eben jetzt nicht tun? Zum einen habe ich die Befürchtung, dass wenn man sie jetzt auffüllt sie sich tiefer in den Boden eindrückt (evtl sogar schief), zum anderen denke ich wäre es sinnvoll sie jetzt komplett anzuschliessen und auch aussenrum alles anzufüllen damit sich das dann alles setzen kann.

    Kann mir jemand einen fachkundigen Tipp geben?

    Herzlichen dank!
     
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  3. #2 Alfons Fischer, 29. Mai 2013
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    irgendwann wird die Zisterne dann schwimmen, wenn sie leer ist... Wie der Schürmann-Bau seinerzeit...

    Soll sich die Zisterne wirklich setzten? Fände ich persönlich nicht gut, weil ja sonst alle Anschlussleitungen sich mitsetzen und es dort zu Schäden kommen kann.
     
  4. RMartin

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    Also sehe ich das richtig, dass momentan die Zisterne eingebaut ist und quasi im 'Matsch' (lehmiger Boden) steht, ohne dass dieser fachgerecht geschützt wurde?
     
  5. #4 wasweissich, 29. Mai 2013
    wasweissich

    wasweissich Gast

    auf alle fälle irstmal wasser rein , bevor sie wegschwimmt ........
     
  6. #5 Langvogt, 29. Mai 2013
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    Ja, also nicht im Matsch sondern auf einer geebneten Letteschicht, die mit ca 10 cm Sauberkeitsschicht (Sand) vor dem Einsetzen der Zisterne aufgefüllt wurde..und dann kam der Dauer-Regen....:-(

    Das mit den Rohren sehe ich auch gefährlich FALLS sie sich dann setzt (beim Füllen), daher bitte noch mal um einen Tipp: Jetzt füllen oder warten bis alles abgetrocknet ist?

    Wegschwimmen halte ich für unwahrscheinlich, das Ding wiegt ein paar Tonnen.
     
  7. #6 Langvogt, 29. Mai 2013
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    P.S. Fachgerecht schützen? Wie wäre das gegangen, der absolute Großteil des Wassers der in das Loch strömt kommt von der Seite (Grundwasser)
     
  8. Taipan

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    Wasser rein. Jetzt. Wegschwimmen ist genau Dein Problem. Betonbote schwimmen - und die deutlich schwerer als Deine Zisterne. Und es ist egal, ob die sich im Nassen oder später später im nicht mehr sichtbar Nassen setzt. Die setzt sich. Dann doch lieber jetzt, wenn alles noch offen ist.

    Wenn sie vollgemacht ist --> Plane drüber und verhindern dass weiteres Oberflächenwasser in die Grube läuft ... Das Ganze flott!

    Nach dem Abdecken ins Baugrundgutachten schauen und feststellen, ob diese popelige Sandschicht überhaupt geeignet ist um die Zisterne darauf abzusetzen.
     
  9. Taipan

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    Gut vergiss das Oberflächenwasser - und damit die Plane, dafür kannste eher in das Baugrundgutachten schauen und die Gründungsempfehlung lesen.
     
  10. #9 wasweissich, 29. Mai 2013
    wasweissich

    wasweissich Gast

    wasser wiegt auch . genau eine tonne/m³

    und verdrängtes wasser bedeutet auftrieb .
     
  11. Langvogt

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    Ok, danke Euch! ich werde fluten:-)
     
  12. #11 wasweissich, 29. Mai 2013
  13. #12 Alfons Fischer, 30. Mai 2013
    Alfons Fischer

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    Der Schürmannbau ist wohl 70cm aufgeschwommen...
    (war dann auch sowas wie ein Betonschiff, oder?)
     
  14. ThomasMD

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    Wenn die Zisterne nicht ordentlich gegen Auftrieb gesichert wird, kann sie auch später wie ein U-Boot aus dem Rasen auftauchen, wenn sie leer ist.

    Bei Flüssigggastanks muss nachgewisen werden, wie sie gegen Auftrieb gesichert werden.
    Für Regenwasserzisternen gibt es wegen fehlender Gefährdung der Allgemeinheit wohl keine Vorschrift. Ist ja Privatsache, was jeder mit seinem Garten anstellt. Aber die physikalischen Gesetze gilt dafür genauso.
     
  15. peterk61

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    Die Zisterne muss gegen Auftrieb gesichert sein, wenn sie im Betrieb mal ganz leer sein sollte. Dies wird durch eine Ortbetonplatte auf der Zisterne erreicht. Die Größe der Betonplatte muss bemessenen werden. Der Statiker benötigt hierfür den Bemessungswasserstand, der dem Baugrundgutachten zu entnehmen ist. Wenn kein Bemessungswasserstand angegeben ist, nochmals beim Baugrundgutachter nachfragen oder Bemessungswasserstand in Höhe der Geländeoberkante ansetzen.

    Die Setzungen sehe ich nicht so kritisch, da die gefüllte Zisterne leichter als oder max. ähnlich schwer wie der ausgehobene Boden ist. Die Aushubentlastung und das Einbringen der neuen Last aus der Zisterne mit Inhalt, der Verfüllung des Arbeitsraumes und der Auftriebsicherung werden sich ungefähr die Waage halten.
     
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  17. #15 wasweissich, 30. Mai 2013
    wasweissich

    wasweissich Gast

    ich hätte jetzt gesagt , er braucht mur in die öffene grube zu schauen , dann weiss er , wie hoch das grungwasser steht :D

    und geregnet hats ja genug , dass man nicht von einem niedrigstand ausgehen muss .......
     
  18. peterk61

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    Das bedeutet aber noch lange nicht, dass das Wasser nicht noch höher steigen kann.

    Aus Grundwassermessungen über einen längeren Zeitraum kann hervorgehen, dass früher noch höhere Wasserstände vorlagen. Dann muss der früher gemessene Höchstwasserstand mit Sicherheitszuschlag der Berechnung zu Grunde gelegt werden. Je mehr Messungen aus früherer Zeit vorliegen, umso geringer kann der Sicherheitszuschlag ausfallen.

    Berechnungen mit dem aktuellen Wasserstand sind für die Gebrauchstauglichkeit der Zisterne unzulänglich, da nicht nachgewiesen ist, dass das Wasser nicht noch höher steigen kann.

    Wenn keine Messungen vorliegen Bemessungswasserstand = GOK oder überhalb Unterkante drainierender Schicht.
     
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