Einbau Stahlträger (Unterzug), vorspannen?

Diskutiere Einbau Stahlträger (Unterzug), vorspannen? im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Zu oben genannten Thema gibt es bereits gefühlt 1000 Beiträge. Leider konnte ich meine Fragestellung noch nicht finden. Uns liegt eine etwas älte...

  1. HerrQJ

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    Zu oben genannten Thema gibt es bereits gefühlt 1000 Beiträge. Leider konnte ich meine Fragestellung noch nicht finden. Uns liegt eine etwas älte Statik zu einigen Umbaumaßnahmen vor.
    An der betreffenden Posiion sollen zwei Träger (IPE200, verbolzt) wechselseitig eingebaut werden. Als Auflager ist ein Betonpolster, Zementmörtel und eine Auflagerplatte angeordnet.
    Soweit ist das Ganze unspektakulär. In den Plänen findet sich allerding folgender Hinweis zum oberen Anschluss der Träger an die Stb-Decke: "Mit Stahlplatten vorspannen und mit Zementmörtel vollflächig verfüllen".
    Der helfende Maurer hat dies in den Plänen die er zur Hand hatte noch nicht gesehen. Der Schlosser welcher die Träger liefert meinte nur lapidar er würde eher zu Unterstopfmörtel raten als Platten unter den Träger zu hämmern. Der damalige Tragwerksplaner bzw. das Büro sind nicht mehr greifbar, sonst hätte ich dort schon nachgefragt. Unsere Vermutung ist, dass der Träger mit den Platten, ähnlich wie mit Keilen nach unten gedrückt (im mm Bereich) werden soll, damit dieser nach deren Enfernung der straff in den Zementmörtel gedrückt wird. Was uns Stutzig macht, ist dass die Anmerkung zu Vorspannen in der Detailzeichnung des Auflagers zu finden ist. Aus unserer Sicht macht das Vorspannen wenn dann in der Mitte Sinn?
    .
     
  2. #2 Andreas Teich, 20.01.2020
    Zuletzt bearbeitet: 20.01.2020
    Andreas Teich

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    Stahlträger unter Betondecke einbauen

    Es geht doch nur darum, dass die Träger dicht an die Decke anschließen, damit keine unplanmäßigen Setzungen stattfinden.
    Ihr könnt auch zuerst den evt Durchhang der Decke überprüfen
    und diese dann im Bereich des Trägers vorab entsprechend beiputzen.

    Alternativ Zementmörtel auf den Träger geben und dann diese hochdrücken.

    Anschließend die Träger auf die Betonauflager setzen, mit Baustützen (Gewinde gut einfetten) Hochdrücken, alternativ mit Holzpfosten und hydraulischen Wagenhebern an die Decke drücken.
    Anschließend die Auflager mit dickeren Metallblechen spielfrei unterlegen.

    Jede Betondecke hat eine gewisse Durchbiegung, die schadensfrei stattfindet.

    Andreas Teich
     
  3. #3 simon84, 20.01.2020
    simon84

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    Finde es viel schlimmer dass der Statiker (angeblich) nicht mehr erreichbar ist. Was ist denn da passiert ? Verstorben ?
     
  4. SIL

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    Interessante Ideen werden hier immer gehegt ;)
     
  5. HerrQJ

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    Da ist aber einer neugierig. Es tut doch nix zur Sache ob er meinen Hund überfahren hat, ich mich mit seiner Frau gestritten habe, mein Kind sein Auto demoliert hat, er in den Ruhestand gegengen ist, ich dass Haus samt Statik geerbt habe oder er aufgrund einer Krankheit sein Büro aufgegen hat. Nicht mehr erreichbar, ist nicht mehr erreichbar.

    Vielen Dank für Ihre Ausführungen. Diese Vorgehensweise hat mir ein angehender Bauing. auch erläutert (ohe Gewähr für diesen speziellen Fall). Also enweder X-mörtel auf den Träger und hochdrücken, danach Auflager unterstopfen oder vergießen, oder aber erst den Träger in die Lager setzten und dann den Spalt zur Decke kraftschlüssig verfüllen. Variante eins wäre allerdings anwenderfreundlicher.
    Von dem "vorspannen mit Stahlplatten" hat er auch noch nichts gehört / gelesen. Derartige Detailfragen erlerne man aber auch eher in der Praxis (und jeder Ing. koche sein Süppchen ein wenig anders).

    Ich werde wohl den gängigen Weg beschreiten.
     
  6. #6 simon84, 21.01.2020
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    Nein, meine Frage zielt darauf ab, dass der Statiker für seine Planung geradesteht und haftet und wenn er tatsächlich nicht mehr greifbar ist, dann ist das ein Problem.
     
  7. HerrQJ

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    Ja, aber um dieses Problem (Haftung) geht es hier bzw.mir nicht.
     
  8. #8 Andreas Teich, 21.01.2020
    Zuletzt bearbeitet: 21.01.2020
    Andreas Teich

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    Vorspannung vom Stahlträger

    Eine Vorspannung analog zu Spannbetondecken o.ä. oder etwas annähernd Ähnliches hier zu erreichen ist eh nicht möglich.
    Holzbalkendecken bekommen ihre Vorspannung durch Einschubbeschwerung.

    Primär gehts in diesem Fall doch darum, dass alle Kontaktflächen möglichst setzungsfrei unterfüttert werden
    (damit die gleichmäßige Lastverteilung erfolgt, dazu genügt in aller Regel relativ steifer, untergestopfter Zementmörtel.

    Kleinflächigere Auflager unter/auf Stahlstützen könnten auch mit flachen Metallkeilen setzungsfrei hergestellt bzw. unterfüttert werden. Direkt an der Betonkante nur Mörtel verwenden.

    Andreas Teich
     
  9. #9 SIL, 21.01.2020
    Zuletzt bearbeitet: 21.01.2020
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    Doch, aber hier nicht nötig bzw zu kostenintensiv - wie sonst sollte sonst je eine Brücke oder eine Kranbahn funktionieren - allerdings wäre Krümmung bzw Überhöhung der/des Profiles treffender.
    Setzungsfrei ist dabei nicht die Problematik, sondern eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Last auf die 'größtmögliche' Fläche und Verringerung von Kantenpressung, wenn der TWP mit Lastverteilplatte bemessen hat, so ist dies auch so auszuführen.
    Der Vorschlag mit Keilen oder partiellen Unterlagen führt eher zu Riss Bildung bedingt durch 'überschneidende' Spannung im MW/Beton.

    Edit: da steht es doch
    /Stb-Decke: "Mit Stahlplatten vorspannen und mit Zementmörtel vollflächig verfüllen"./
    Allerdings bezieht sich das auf den Obergurt bzw Flansch und nicht auf die Endlager, allerdings würde ich dann gleich auf eine Schweißkonstruktion tendieren, mit größeren Platten und einigen Haftstellen, sofern der Platz vorhanden ist oder als komplett 'System' einbauen falls möglich.
    Das Vorspannen bezieht sich die Platten gegen die Decke -da aber keine Zeichnung oder Statik oder Fotos vorhanden.....
     
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  10. HerrQJ

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  11. HerrQJ

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    Also eine Bemessung der Lastverteilplatte ist in der Statik nicht zu finden. Ich habe einmal die Positionszeichnung angefügt.
     

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  12. SIL

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    doch 200x200x10 die oberen gegen die Decke werden nach Aufmass vom Schlosser gefertigt, aufgrund nicht Ebenheit- ausgleichen geht über die das unterfüttern und die obere Verfüllung.
     
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