Einbauspots in unkonventioneller oberster Geschossdecke

Diskutiere Einbauspots in unkonventioneller oberster Geschossdecke im Elektro 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo liebe Bauexperten, ich hoffe ihr könnt mir mit meinem Problem helfen. Wir haben ein Scheidungshaus BJ 2014 gekauft, in dem das Badezimmer...

  1. bauser

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    Hallo liebe Bauexperten,

    ich hoffe ihr könnt mir mit meinem Problem helfen.

    Wir haben ein Scheidungshaus BJ 2014 gekauft, in dem das Badezimmer im OG unfertig ist. Nun wollen wir Einbauspots installieren. Die Decke des Badezimmers ist die oberste Geschossdecke. Sowohl das Dach ist mit Zwischensparrendämmung und Untersparrendämmung gedämmt, als auch die oberste Geschossdecke. Allerdings entspricht der Aufbau der obersten Geschossdecke über dem Badezimmer nicht dem Standard. Die Dampfsperre ist unter der Konterlattung angebracht und liegt direkt auf dem Gipskarton:

    Deckenaufbau-Bad-OG.png

    Bevor ich dies festgestellt habe, hatte ich für die Einbauspots vorgesehen:

    - KaiXer TheXmoX LED 9320-10
    - BrumbXrg 2110.07 Einbaustrahler
    - PhiXips Hue White GU10
    + GU10 Fassungen und Elektroinstallationsmaterial

    Nachdem ich nun die Decke so vorfinde, frage ich mich, wie ich weiter vorgehen sollte. Ich sehe mehrere Optionen, eine unattraktiver als die nächste:

    A) Plan unverändert. Dampfsperre könnte unter Spannung stehen, Klebeband reißen. Da keine Installationsebene zwischen Dampfsperre und Rigips vorhanden ist, für Leerrohre mehrere Durchführungen durch die Dampfsperre herstellen. Diese mit Manschetten abdichten.

    B) Wie A, jedoch um die Gehäuse herum die Dampfsperre großzügig ausschneiden. Mit neuer Dampfsperrbahn Aussackungen ausbilden und mit Klebeband an die bestehende Dampfsperre anschließen und abdichten.

    C) Obwohl die ThermoX Gehäuse offensichtlich nicht als Teil der Dampfsperre vorgesehen sind, diese dennoch so einsetzen. Gehäuse in akkuraten Ausschnitt der Dampfsperre einpassen und (irgendwie) abdichten. Kabeldurchführung ins Gehäuse (irgendwie) abdichten.

    Oder kommt etwa nichts davon in Frage und mir bleibt:

    D) Komplette Rigipsverkleidung, Dampfsperre und Konterlattung entfernen. Dampfsperre im Randbereich mit luftdichtem Klebeband (irgendwie) an die Reste der alten Dampfsperre, welche hinter dem Putz verbleiben, anschließen.

    E) Wie D) jedoch zusätzlich Putz auf obersten 20cm der Wände entfernen. Dampfsperre inkl. 10cm Überstand an den Wänden sauber aufbauen. Wände neu verputzen. Decke sauber aufbauen.

    Oder im Idealfall

    F) Als Baulaie habe ich die beste Lösung übersehen. Bauexperten schlauen mich auf

    Leider spielt Geld bei uns einer Rolle. Ich freue mich daher über eure Hilfe!
     
  2. SvenvH

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    Das Problem ist ja dass du garnicht ohne weiteres an die Dampfbremse dran kommst ohne zumindest die Gk Platten zu entfernen. Oder kommst du von oben dran? Dann könnte man evtl. entsprechende Dosen dafür einbauen. Wie hoch ist denn allgemein die Raumhöhe? Evtl. wäre eine weitere Lattung und Gk noch eine Möglichkeit. Gibt ja Spots mit einer sehr geringen Einbautiefe.
     
  3. #3 Andreas Teich, 30.04.2020
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    Zuerst müßte der genaue Aufbau, Dimensionen, Dampfbremse/-Sperre, OSB-Plattenausführung, Dämmmaterial-Art und Dicke und ggf weitere Dachdämmungen herausgefunden werden.
    Sollte tatsächlich eine Dampfsperre oder Dampfbremse mit hohem Sd-Wert installiert worden sein wäre dies bei oberseitiger Abdeckung mit OSB ohnehin eine schadensträchtige Konstruktion.
    Ob luftdicht angeschlossen wurde weißt du vermutlich nicht.

    Sollte die vorhandene Konstruktion doch einwandfrei sein wäre es ja kein Problem bei nur geringen Kosten die Elektrik zu verlegen, eine neue Dampfbremse und ein paar Gipsfaserplatten
    Bäder haben ja selten riesige Flächen oder um wieviel qm gehts hier?

    Ansonsten Wandlampen verwenden
     
  4. #4 simon84, 30.04.2020
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    Oder Lichtvouten

    warum tut man sich bei der Decke Spots an ?
     
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  5. BaUT

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    So macht man das Bad zum Bauschadenspallast. Beschädigung der Dampfsperre/Dampfbremse durch unkonventionellen Einbau von Deckenspots.

    Entweder baust Du die Decke unterseitig neu mit ordentlicher Installationsebene oder du lässt es lieber bleiben.
     
  6. bauser

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    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die Antworten! Leider kann ich erst jetzt antworten.

    Ja, ich habe von oben geöffnet, und dabei die Situation festgestellt. Die OSB-Platten sind komplett entfernt. Dämmung ist natürlich auch leicht zu entfernen. Die Raumhöhe ist bei 247cm derzeit. Was wären das für Dosen, die man von oben einbauen könnte?

    Die Idee finde ich sehr interessant! Wie viel Höhe bräuchte ich, um die Dosen einzusetze? Sie dürfen ja die Dampfsperre leicht anheben. Vllt. 3cm Konterlattung quer zur jetzigen, darauf 12,5mm GK? Macht 55mm unterhalb der Dampfsperre bei einer Tiefe der Dose von 75mm. Dann kann ich unterhalb der jetzigen Dampfsperre Kabel frei in alle Richtungen verlegen.

    Da bin ich nicht so ein Fan. Sollte ein Spot kaputt gehen, und nicht mehr lieferbar sein, hat man kein einheitliches Aussehen mehr.


    Heute kann ich nicht mehr auf den Dachboden. Morgen schaue ich, ob ich irgendwo Beschriftungen finden kann. Bis jetzt habe ich leider keine gesehen.

    Das hatte ich auch schon gelesen. Nur über dem Bad gibt es eine Dampfsperre auf der warmen Seite. die OSB liegen jedoch vollflächig auf der kalten Seite. Also nicht gut. Ich hätte dennoch die Hoffnung, dass aufgrund der gedämmten Dachflächen (Dachboden ist kälter, aber nicht "eiskalt", und der vorhandenen Lüftungsanlage kein Schimmel entsteht.

    Hier ein paar Bilder vom Vorbesitzer. Mehr als Bilder habe ich nicht. Die Folie scheint die empfohlenen 10cm an den Wänden zu unterschreiten. Ob der Wandanschluss noch mit Klebeband versehen wurde, kann ich nicht sagen. Vom Anschluss an die Dachschräge habe ich keine Bilder.
    SAM_0433.JPG SAM_0434.JPG SAM_0586.JPG SAM_0588.JPG


    Der Lösungsvorschlag ist mir unklar. Es geht um vielleicht 10m² Zwischendecke.


    Lichtvouten wären schön. Aber kann das die Hauptbeleuchtung für den Raum sein? Wir planen dunkle Fliesen und brauchen viel Licht.

    Spots in der Decke tun wir uns an, weil wir in der Planungsphase nichts von der Besonderheit der Decke wussten, und jetzt sehr an dem Plan hängen. Mittlerweile denken wir notgedrungen über Alternativen nach. Gefallen tun sie uns bis jetzt nicht.


    Meinst du damit Variante D) oder E)?
     
  7. BaUT

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    D) sollte funktionieren
     
  8. SvenvH

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    Warum eigentlich D)? Dann reißt man alles ab und baut das genauso wieder neu, nur halt mit Einbaugehäusen?
     
  9. BaUT

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    Und dein Vorschlag lautet wie?
     
  10. SvenvH

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    Ich würde die von oben einbauen. Die Dosen mit der Dampfbremse verkleben. Als Installationsebene dient dann ja praktisch die Konterlattung zwischen Dampbremse und Deckenbalken bzw. Kehlbalken.
     
  11. #11 Fabian Weber, 01.05.2020
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    Ich wäre für A oder B.
     
  12. #12 bauser, 01.05.2020
    Zuletzt bearbeitet: 01.05.2020
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    So, ich habe meinen Detektivmantel umgehängt, den Hut tief ins Gesicht gezogen, und bin mit Lupe quer durch das Haus und alle Fotos vom Vorbesitzer gekrochen. Ergebnis zum Deckenaufbau:
    22mm Holzplatte Typ OSB-3 (Norbord SterlingOSB3)
    190mm Sparren
    200mm Zwischensparrendämmung Klemmfilz climowool KF2
    37mm Konterlattung unbehandelt
    40mm Untersparrendämmung Kerndämmplatte climowool KD2/V
    Dampfbremsfolie blau, beschriftet mit DIN EN 13501-1/E
    12,5 mm Knauf Top 2000 Super GKFI (evtl. doppelt beplankt)

    Die Dampfbremsfolie konnte ich leider nicht identifizieren. Für einen optischen Eindruck hier ein Foto vom Vorbesitzer aus der Bauphase:
    SAM_0338.JPG
    Es handelt sich hier zwar um die Dachschräge, aber das Material in der Decke sieht gleich aus.

    Aufbau der Dachschrägen ist fast gleich. Lediglich befindet sich die Damsperre dort korrekt zwischen Sparren und Konterlattung.

    Ist das mit den ergänzten Informationen zu beurteilen?

    Der Unterschied wäre, dass beim Neuaufbau die Dampfsperre ist, wo sie hingehört, nämlich zwischen Sparren und Konterlattung. Die Konterlattung würde ich vielleicht noch 10-20mm dicker wählen. So wäre eine ausreichend große Installationsebene vorhanden. Im Unterschied zu E) würde der Putz nicht von der Wand geschlagen. Daher würde der Wandanschluss evtl. nicht perfekt.

    Das wäre dann also C)
     
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