Einfache Fassadendämmung

Diskutiere Einfache Fassadendämmung im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich möchte an der Nord- und West-Fassade (später evtl auch Ost) (NE-Ziegel 37 cm) eine Fassadendämmung anbringen. Spricht etwas dagegen,...

  1. viggo

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    Hallo,

    ich möchte an der Nord- und West-Fassade (später evtl auch Ost) (NE-Ziegel 37 cm) eine Fassadendämmung anbringen. Spricht etwas dagegen, einfach eine Konterlattung 60 x 60 anzuschrauben, dazwischen 60er Styopor und darauf Nut- und Feder-Bretter?
    Die Variante würde mich am wenigsten kosten.
    Muss ich zwischen Styropor und Wand oder zwischen Styropor und Holzverschalung eine Hinterlüftung lassen?

    Gruß, Markus
     
  2. PeMu

    PeMu

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    Hallo Viggo,

    1. kein Polystyrol, PU usw -> Faserdämmplatten für Fassaden einbauen. Holz arbeitet, Holz ist Krumm -> bei Polystyrol usw. gibt es dann viele undichte Spalte.

    2. Immer Hinterlüftung der Holzbekleidung, d.h. vertikale Hinterlüftung. Konterlattung = mindestens 2 Lattungen

    3. Geeignete Verschraubungen für Fassaden verwenden. Gibt es von allen Dübelherstellern.

    4. Warum die Ziegelwände noch mehr dämmen?
     
  3. viggo

    viggo

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    Merci

    Hallo, danke erstmal

    was meinst Du mit deiner ersten antwort? Was hat das Material der Dämmung mit dem Arbeiten des Holzes zu tun. Und ich würde eh imprägnierte Latten verwenden, die sollten nicht mehr arbeiten. Die Holzschalung soll ja nur ein Sichtschutz sein, und Nut- und Feder-Dielen haben ja etwas Spiel.

    Und warum soll man Ziegel nicht dämmen? ich denke, es ist ne vergleichsweise billgie Art Energie zu sparen. Ich werde aber zum Beispiel die Süd-Fassade nicht dämmen, die Jahres-Energiebilanz einer ungedämmten Süd-Ziegelwand ist eher positiv.

    Viele Grüße, markus
     
  4. PeMu

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    ... Was hat das Material der Dämmung mit dem Arbeiten des Holzes zu tun. ....

    Sehr viel. Holz "arbeitet". Die Imprägnierung hat damit nur indirekt zu tun. Nämlich weil meistens kammergetrocknetes Holz imprägniert wird, also Holz, dass schon künstlich getrocknet wurde.
    Das Holz trochknet weiter ab. Das wird sich auch bei den schon so trockenen Nut- und Dielen bemerkbar machen. Die Fugen werden alle noch aufgehen, so daß teilweise die Feder vollständig aus der Nut sein wird.
    Weiter ist das Holz außen angeordnet. Das Holz bewegt sich über die Jahreszeiten, Temperatureinstrahlung, Luftfeuchte, Lufttemperatur usw.

    So etwas kann eine "feste" Polystyrol - Dämmung nicht ausgleichen. Daher werden Faserdämmplatten wie Steinwolle, Glaswolle immer vorgespannt, d.h. Abstand ist ca. 1-2cm schmaler als die Breite der Dämmplatte. Zudem sind die Latten nach dem Trocknen ziemlich krumm.

    Wenn die Nut- und Feder Dielen nur Sichtschutz sein werden, d.h. die Fugen können sich beliebig öffnen, dann läuft auch Wasser auf die Rückseite der Verschalung.
    Auf der Dämmung muß eine wasserableitende Schicht vorhanden sein. Damit kein Wasser zwischen Latte und Dämmung hinter die Dämmung läuft. Oder wollen Sie ein Biotop einrichten?

    Andere Faserdämmungen sollten nur bei entsprechender Kenntniss bei Fassaden angewendet werden.

    Hinweis: Bei waagerecht verlegten Nut- und Feder irgendwas geht es um statische Dinge (waagerechte Lattung?), um die Schlagregendichtigkeit und die Wasserableitung. Sie können sonst zusehen, wie Ihr Holz biologisch abgebaut wird. Und fördern den Holzabsatz mehr als Ihnen lieb ist. Das haben Sie aber nicht vor?

    Warum dämmen? So mal eben ne Holzfassade drauf? Das ist mehr Aufwand als man denkt. Es sei denn man liebt so teilvergraute, mit Bläuepilz schwarz verfärbte Holzoptik. Und da sind noch jede Menge Anschlußdetails.


    Ich sage es deshalb einmal so drastisch, ausführlich, weil viele nach 2-3 Jahren merken, dass Holzfassaden ordentlich ausgeführt sein müssen und einen Pflegeaufwand erfordern.
     
  5. viggo

    viggo

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    Hast schon recht

    Hallo, Du hast schon recht mir der Optik, allerdings ist die Nordfassade quasi Nie zu sehen, da stehen auch lauter Gartengeräte und änliches.

    Und nochmal wegen der Hinterlüftung, Der Spalt m uss zwishcen Holzschalung und Styropor sein, nicht zwischen Styro und Wand, richtig? Und eine Diffusionsoffene Dampfbremse unter der Holzverschalung kann bestimmt auch nicht schaden....



    Was empfiehlst Du denn für Fassadendämmung, ich brächte halt ein System, (Platten) die sich andie Rohbau-Fassade Dübeln lassen und die dann vom Verputzer verputzt werden kann. Wenn möglich mit dem gleichen Putz, den er auch für die anderen Rohen Wände verwendet. Ich nehme an, dass ein Verputzer nicht zwei verschiedene Mischung zur Baustelle mitnimmt. Was würde denn der m² solche Platten kosten (etwa 5 bis 6 cm dick)

    Gruß, Markus
     
  6. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    ... allerdings ist die Nordfassade quasi Nie zu sehen, da stehen auch lauter Gartengeräte und änliches ...

    Na gut, dann wirds dort grün statt schwarzgrau.

    ----
    Und eine Diffusionsoffene Dampfbremse unter der Holzverschalung kann bestimmt auch nicht schaden....

    Allerdings sehr diffusionsoffen.

    ------
    Was empfiehlst Du denn für Fassadendämmung, ich brächte halt ein System, (Platten) die sich andie Rohbau-Fassade Dübeln lassen und die dann vom Verputzer verputzt ...

    Oh bisher ging es um eine Holzfassade?!?

    Verputzt ist das ein ganz anderes Thema und nennt sich Wärmedämmverbundsystem. Und ob der Verputzer da mit etwas anderem kommen wird.

    Wieso dann Dübeln?

    Jetzt geht es hier durcheinander:

    Holzfassade

    oder

    Wärmedämmverbundsystem?
     
  7. #7 Oggy, 26.02.2004
    Zuletzt bearbeitet: 26.02.2004
    Oggy

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    Moin,

    bin zwar Baulaie, habe aber hier und bei Baude viel mit H.Stodenberg und H. Basque über Holzhäuser gefachsimpelt.

    Die senkrechte Hinterlüftung gehört hinter die Schalung, vor die Dämmung. Als wasserableitende Schicht nehmen die Schweden wenn es billig sein soll eine Art Ölpapier oder imprägmiertes Glasfaserpapier. Wenn es besser sein soll, dann eine weiche Holzfaserplatte, so 13mm dick, die auf der Außenfläche wasserabweisend (schwarz) beschichtet ist.


    Wichtig war noch, wie hoch die Schalung über dem Erdboden aufhört, sont befeuchtet Spritzwasser vom Boden immer das Holz und es gammelt. Eine Hausnummer war "Kniehoch". Kleinsteiniger Kies vor der Wand auf der Erde vermindert etwas das Hochspritzen.

    Wie lang die Schalung gut aussieht, hängt von vielen Faktoren ab.

    Ein großer Dachüberstand ist von Vorteil. (Schlagregen)

    Als Holz ist nördische Lärche prima (teuer), oft wird Kiefer oder Fichte genommen.

    Die übliche Schalungsart ist in Skandinavien eine Boden-Deckel Schalung, so entstehen keine sichtbaren Fugen, wenn das Holz schwindet.

    Die Bretter sind nur feingesägt, nicht glattgehobelt, damit eventueller Anstrich besser haftet.

    Die Jahresringe der Bretter sollen entscheiden, was die Innen- und Außenseite wird. (Mal Goggeln mit linke Seite, rechte Seite und Boden Deckel Schalung)

    Die Unterkante der senkrechten Schalung sollte schräg geschnitten sein, außen länger, damit die Wassertropfen nicht so in die Schnittfläche einziehen, sondern abtropfen.

    Als Billiganstrich nehmen die Schweden "Falunrot" eine Pigmentfarbe mit Wassser und etwas Leinöl.

    + keine Grundierung notwendig
    + 2 Anstriche reichen
    + auf Wasserbasis
    + hält 5- 15 Jahre, je nach Schlagregen
    ++ nur wenig Vorarbeiten bei Renovierungsanstrich
    ++ blättert verwittert nicht ab, sondern wird nur weniger und
    fängt an abzufärben
    + diffusionsoffen
    +Käfer mögen die Farbe nicht (das Holz darunter schon)
    - gibt es nur in Rot und Ockertönen
    - enthält Metalloxide die "nach heutigen Erkenntnissen" nicht
    giftig sind. (Beim eventuellen Schleifen/Bürsten aber lieber
    nassmachen oder Staubmaske)
    - Kann auf den Sockel etwas abfärben
    -- In Deutschland nicht überall zu bekommen

    Also mein Baulaienvorschlag für die (preiswerte) Verkleidung: (von außen)

    -senkrechte Boden/Deckel Schalung Fichte 22mm, Voranstrich
    rundum verdünntes Falunrot vor der Montage
    -imprägmierte Querlattung
    -senkrechte Konterlattung imprägmiert mindestens 10mm
    -"Ölpapier" oder ähnliches ( USB ? ) als Wasserableitung nicht
    als Dampfsperre gedacht, eher im Gegenteil
    -Senkrechtlattung mit geklemmter Steinwolle
    -Ob auf die Wand noch eine Dampfsperre gehört glaube ich nicht, die 20% Regel scheint nicht zu passen.

    Bei Kronoworld.com gibt es einen online Taupunktrechner, da kannst du deinen Wandaufbau mal durchspielen!

    Mehr können die Profis sagen..

    Grüße Andreas
     
  8. viggo

    viggo

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    Naja

    Hallo,


    na ja, ich such halt ine Möglichkeit, die Nord- und Ostfassade zu dämmen, das Aufbringen der Dämmung kann/soll in Eigenregie erfolgen, deswegen wäre die Holz-Variatne am einfachsten.

    Das Überputzen muss ich aber machen lassen, und da ist eben die frage, ob der Putzer sozusagen 2 verschiedene Arten Putz mitbringen kann oder ob der Peis dann exorbitant steigt.

    Der Nachteil beim Holz/Styro ist halt, dass die Fassade zuerst schön verputzt wird und dann das Holz drüber kommt.

    Oder würde beim WDVS die Ziegelwand auch erst geputzt? Nein oder, da kommt der der Putz auf die Dämmung.

    Gruß, viggo
     
  9. #9 Oggy, 26.02.2004
    Zuletzt bearbeitet: 26.02.2004
    Oggy

    Oggy

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