Einige Fragen zur Luft/Wasser WP

Diskutiere Einige Fragen zur Luft/Wasser WP im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, da ich derzeit mich mit dem eigenen Hausbau beschäftige und nur alternativen Heizsystem in Betracht ziehe kommen mir einige Fragen zur...

  1. blurboy

    blurboy

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    Hallo,
    da ich derzeit mich mit dem eigenen Hausbau beschäftige und nur alternativen Heizsystem in Betracht ziehe kommen mir einige Fragen zur Luft/wasser Wärmepumpe.
    1.Hat jemand die Verbaut und kann Erfahrungen schildern?
    2.Gibt es evtl. unabhängige Test`s der unterschiedlichsten Hersteller?
    3.Kann jemand etwaige Preise incl. Fußbodenheizung für 100m² sagen, die Heizungsbauer dierket verlangen?(Bisher habe ich immer nur Preise von Hausbauunternehmen erhalten ,die von rund 15T€ sprechen wenn ich die Gasheizung weglasse, aber da ich mehr oder weniger den Bau selbst fürheren wollte interssiert mich nat. die ganze Summe)
    4.Kann jemand Verbrauch für so ne Heizung vorlegen in einen aktuell Haus mit normaler Wärmedämmung? Ich habe nämlich Verbauchswerte von Alko bekomme, die sehr stark varrieren.
    5.Mir hat jemand gesagt das Wärmepumpen immer nur bis zu einer bestimmten °C funktionieren bzw. darunter in der Leistung dann stark nachlassen und man dann rein elektrisch zu heizt, ist dies richtig? Welche Grenztemperaturen gelten da so?
    6. Benötigt man zum betreiben der Anlage Starkstriom???Hab nämlic bei einigen was von 400V gelesen, wäre ja wichtig das ich grade bei der Beantragung der Energierversorgung bin.

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  3. alex2008

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    wir sind zwar auch noch in der Planung, aber da ich mich schon ergiebiger mit der Thematik beschäftige und einen regen Informationsaustausch mit Heizungsbauern in der Schweiz habe mal ein paar Antworten und Denkanstöße.

    Wissenswertes findet sich u.a. bei:

    http://www.dimplex.de/downloads/planungs-handbuecher.html
    http://www.fws.ch/downloads_01.html
    Wärmepumpenhandbuch ist auch für Laien lesenswert, für tieferen Einstieg die diversen Merkblätter

    Auch nicht schlecht:

    http://www.dimplex.de/downloads/planungs-handbuecher.html

    und wenns noch tiefer gehen soll:
    http://www.waermepumpe.ch/

    die Schwierigkeit liegt weniger bei den Geräten sondern bei der gesamten Konzeption der Heizungsanlage. Eine WP ist sehr stark abhängig vom Wärmeverteilsystem (FBH) und dessen Regelung. Nix für einen der WP halt auch so zur Angebotspalettenabrundung mitmacht.

    Und ohne ordentliche Heizlastberechnung kann man das ganze auch als Glücksspiel betrachten

    diese 2 Institute veröffentlichen regelmäßig Testberichte
    http://www.wpz.ch
    http://www.arsenal.ac.at/products/products_en_gt_wp_de.html

    nur nutzt die beste WP nichts wenn sie in einer schlecht konzipierten Anlage verbaut ist. Interessant auch unter wieviel Markennamen die gleichen Wärmepumpen so angeboten werden.

    kaum möglich da die Preisspanne alleine bei den Geräten sehr hoch ist. Für die Speicher ist es fast noch extremer.

    Was kaum verwunderlich ist. Vorlauftemperaturen, bei Luft-WP Klimabedingungen, Warmwassertemperaturen, Anlageneinbindung etc. Da spielen sehr viele Faktoren mit.

    Luft-WP lassen generel mit absinkender Lufttemperatur nach. Diverse leistungsgeregelte können das ausgleichen in dem Sie schlicht die Kompressorleistung erhöhen bzw. absenken.
    Ab wann mit einem Heizstab zugeheizt werden muß kann man nicht pauschal festlegen. Es gibt jedoch WP speziel für den Sanierungsbereich die wirklich nur bis ca. -7° gehen und dann die Heizung einem anderen Wärmeerzeuger komplett überlassen.
    Bei Neubauten wird man aber nur zuheizen müssen. Die temperatur wird hier bei ca. -10 bis -5° liegen. Dass muss aber individuell festgelegt werden.

    Die muß sowieso genehmigt werden, beim EVU sollte man sämtliche Infos und Tarifangebote mit den diversen Klauseln bekommen.
    Starkstrom Jein. Es gibt Geräte von Herstellern aus dem Klimabereich die auch mit 230V funktionieren. Das gleiche gilt für WP die nur Warmwasser machen
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Die 15T€ als AUFPREIS erscheinen mir etwas hoch. Da müsste man jetzt genau rechen welche Komponenten durch den Wegfall der Gasheizung eingespart werden und wie die WP Installation im Detail aussehen soll.

    So ein Vergleich ist für den Mülleimer. Der Verbrauch hängt von vielen Faktoren ab die einen Vergleich fast unmöglich machen, denn neben der Heizlast des Gebäudes beeinflussen vor allen Dingen die Systemtemperaturen der Heizung die Effizienz.

    Richtig ist, daß bei einer LWP die Differenz zwischen Quellentemperatur (hier Luft) und Senkentemperatur (hier Heizkreis) die Effizienz bestimmt. Das findet man in den technischen Unterlagen unter Leistungszahl (auch COP genannt).

    Mit fallender Lufttemperatur sinkt auch die Heizleistung der WP, während gleichzeitig die Heizlast des Gebäudes steigt. Zeichnet man beiden Geraden in ein Diagramm, dann ergibt sich ein Schnittpunkt (Bivalenzpunkt). Bei dieser Lufttemperatur kann die Heizlast des Gebäudes noch gerade so gedeckt werden. Sinkt die Lufttemperatur weiter, dann muss irgendwie zugeheizt werden. Meist wird dafür ein el. Heizstab verwendet. Je nach Auslegung der Anlage setzt man den Bivalenzpunkt irgendwo zwischen -2°C und -10°C, typ. -5°C.

    Ein niedriger Bivalenzpunkt erfordert eine leistungsstärkere LWP, die während der Übergangszeiten viel zuviel Leistung hat. Abgesehen von den höheren Kosten ist dann auch das Laufverhalten der LWP bei höheren Außentemperaturen nicht mehr optimal.

    Das Problem kann man durch Einsatz leistungsgeregelter LWP umgehen. Diese reduzieren ihre Leistung entsprechend dem Wärmebedarf und sorgen damit für längere Laufzeiten und effizienteren Betrieb.

    Je nach Leistung werden die LWP in 400V Ausführung geliefert. Versionen unter etwa 6kW Heizleistung bekommt man auch für 230V.

    Dein Haus bekommt sowieso 400V geliefert, aber eine LWP muss dem Versorger gemeldet werden. Dann kann man auch einen Wärmepumpentarif nutzen. Der Eli verbaut dann im Zählerschrank noch einen Zweitarifzähler usw.

    Gruß
    Ralf
     
  5. Hendrik42

    Hendrik42

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    Ich habe eine LWP verbaut. Ich habe vieles aufgeschrieben: http://hendrik42.twoday.net inkl. Links auf diverses Material, einfach mal rückwärts durchblättern.

    Ansonsten haben die Vorredner alles gesagt. Die richtige WP ist wichtig, der richtige WP-Planer/Installateur ist wichtiger. Einen guten Installateur erkennt man daran, dass er weiss, wie man die Heizlastberechnung richtig macht (man kann die auch falsch machen), wie man die FBH richtig plant (max. Vorlauf unter 35°C) und dass ein bisschen (!) Heizstabeinsatz in Ausnahmefällen besser ist als eine zu groß dimensionierte LWP.

    Die Installation muss dann natürlich auch gut sein, mit besonderem Augenmerk auf Schallisolierung.

    Gruß, Hendrik
     
  6. blurboy

    blurboy

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    Hey vielen dank für die aufschlußreichen Antworten, ich sehe das Thema ist doch bissel komplexer, aber lieber einmal mehr informieren, wie schnell das falsche gekauft.
    Inzwischen konnte ich mir am We auch mal ne Luft-Wass WP bei einen Neubau anschauen und mit den Bewohner über ihre Erfahrungen reden, was auch mal interessant war.

    Viel witziger war dann, als dannach bei meinen Eltern ran waren und ich von der WP erzählte und mein Vater, den ich schon X-mal was von so ne WP erzählt hatte und nie reagierte, nun auf einmal meinte: "Was haben sie euch den da für´n alten Murks gezeigt?"
    Auf meine Frage woher er dann aufeinmal sein Wissen nehme, meinte er nur das sie wesentl.moderne Anlagen im Angebot haben.Mein Vater arbeite in einen gr. Zuliefer für Heizung und Sanitär und unterbreitet mir nun plötzlich das sie auch WP vertreiben.
    Naja er läßt mir mal ein Angebot von den zuständigen Kollegen machen und dann weiß ich auch wie teuer das etwa wird.
     
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Einige Fragen zur Luft/Wasser WP

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