Einrohrheizung im Bungalow - was tun damit?

Diskutiere Einrohrheizung im Bungalow - was tun damit? im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, ich hab in meinem EFH eine Einrohrsystem. Bungalow in Holzständerbauweiße, voll unterkellert + Erdgeschoss. Verbaut ist dort...

  1. artibi

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    Hallo zusammen,

    ich hab in meinem EFH eine Einrohrsystem. Bungalow in Holzständerbauweiße, voll unterkellert + Erdgeschoss.

    Verbaut ist dort ein Einrohrsystem mit 7 Heizkörpern.

    Vor kurzem war ein Handwerker da und meinte das ich doch das Geld in die Hand nehmen soll um das Rohrsystem umzurüsten.

    Sein Vorschlag, so wie ich ihn verstanden habe:

    - an sämtlichen Heizkörpern durch Estrich + Kellerdecke durchbohren (Zu/Ablauf)
    - sämtliche Heizungsrohre neu legen (an der Kellerdecke)

    Begründung: Einrohrsystem kompliziert, schlechter Komfort, Probleme beim Umrüsten auf Brennwertheizung, hoher Stromverbrauch da die Pumpe durchgehend läuft.

    Was meint ihr zu dem Thema? Zum Komfort kann ich nicht viel sagen da wir natürlich nicht in dem Haus gewohnt haben. Vorgänger war auch wenig hilfreich da die älteren Leute dort sämtliche Räume auf 28-30° hochgeheizt haben, dadurch natürlich heftigen Ölverbrauch hatten.

    Im Internet hab ich mich informiert, es gibt wohl auch die Möglichkeit neue Ventile u.s.w. anzuschließen.

    Folgende Fragen hab ich nun:

    - sofern auf Zweirohr umgerüstet wird - was passiert mit den bisherigen Heizkörpern? Können die bleiben? Sind Rippenheizkörper, ca. 20-30 Jahre alt
    - im Bad ist der Estrich draußen, dort kommt ein Trockenestrich rein. Macht es Sinn dort auf Fußbodenheizung umzurüsten? Also wassergeführt, nicht Strom.
    - Heizungsrohre an Kellerdecke - habe ich da nicht einen entsprechend großen Wärmeverlust?
    - Einrohrsystem belassen und auf neue "Ventile" umbauen lassen?

    An Heizungen u.s.w. traue ich mich absolut gar nicht ran, daher bin ich mehr oder minder dem Fachmann ausgeliefert.

    Früher oder später (5-10 Jahre) wird auf jeden Fall auf Brennwertheizung umgerüstet.
    Beheizt werden sollen 100qm im Erdgeschoss + 2 Räume im Keller (24qm und 16qm).

    Danke, Gruß Sebastian
     
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  3. Julius

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    Was war das für ein Handwerker?
    Dachdecker...?
     
  4. artibi

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    Unabhängig davon ob seine Aussage(n) Quatsch sind, was meint ihr dazu? Lohnt der Aufwand oder nicht? Wie sieht die Alternative aus, auch kostentechnisch?
     
  5. Julius

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    Die genannten Argumente sind durchaus grundsätzlich zutreffend, aber eben teils mehr, teils weniger bedeutsam.
    Nur die Schlußfolgerung ist nicht zwingend.
    Man baut dann z.B. im Ersatzfall eben eine Heizwerttherme ein.
    Denn ob man die Investition für eine Umrüstung durch die minimale Zusatzersparnis je wieder hereinbekommt, dürfte sehr fraglich sein!
     
  6. #5 Achim Kaiser, 12. Mai 2014
    Achim Kaiser

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    Einrohrsysteme sind nicht kompliziert, höchstens schlecht gemacht.
    Probleme mit einer gut funktionierenden Einrohranlage gibts auch nicht beim Einsatz eines Brennwertkessels.
    Einerseits dankt er den hohen Wasserdurchsatz, andererseits wird der Wirkungsgrad - je nach Nutzungsgewohnheiten der Anlage - 3 bis 8 % schlechter sein als bei einem *gut konzipierten* 2-Rohrsystem. Bei ner gschlamperten 2 Rohrauslegung dreh ich die Hand nicht rum.

    Prinzipiell passen auf 1-Rohranlagen ausgelegte Heizflächen NICHT für ein 2-Rohrsystem.
    Die ersten Heizkörper sind zu klein, die in der Mitte können hinkommen und die am Ende sind zu groß - das ist systembedingt.

    Hauptelend ist regelmäßig die schlechte Dämmung der Rohrleitungen bei Einrohranlagen ...
    Es gab früher ne Ausnahmeregelung in der Energieeinsparverordnung, die beisst heute einen manchmal.
    Allerdings gabs schon vor 30 Jahren Leute die auch da gut und ordentlich gedämmt haben ... diese Einrohrsysteme stehen einem Zweirohrsystem in gar nix nach ...

    Ob man allerdings einen finanziellen Vorteil erzielt wenn man Rohrleitungen *im Fußbodenaufbau* in doppelter Anzahl in den Keller verbannt ... darf man zumindest mal kritisch in Frage stellen.

    Natürlich sind Einrohrsysteme bei der *jounger generation* nicht so besonders angesehen.
    Sie sind ungewohnt, man kennt sich da nicht so gut aus und wenn man am 1. Heizkörper ins Klosett greift dann beisst einen das noch weitere 6x bei 7 Heizkörpern und wenns dann *klemmt* wird das ganze System zum größten Bockmist aller Zeiten erklärt.

    Wenn ein Einrohrsystem gut läuft und keine Funktionsmängel aufweisst einfach *Pfoten weg*.
    Schon so manche ganz brauchbare Anlage wurde in guter Absicht veroptimiert und lief danach schlechter als im Ursprungszustand. Entweder man weiss was man tut ... oder man macht besser nen Bogen um so Anlagen.

    FBH ist ne ganz andere Baustelle ...
    Nicht in einen Einrohrkreis einbinden ... separat ausserhalb eines Kreises in die Anlage einbinden.
    Überlegen wie man FBH-gerechtes Temperaturniveau hinbekommt ...

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  7. artibi

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    Ok,das klingt interessant, schonmal danke!

    Zwei Räume (Küche, WZ) verden wohl zum Großteil mit einem Schwedenofen beheizt. Wie sieht es da aus mit der Regelung der Heizkörper? Nicht das ich im WZ runterdreh und die restlichen Zimmer dann kalt sind...


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  8. artibi

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    So, SHK-Mensch war gerade da. Da im EG überall neue Böden kommen war sein Vorschlag, den Boden mittels Schlitzfräse zu offnen und komplett neue Rohre zu legen. Dabei auch gleich einen separaten Heizkreislauf für den Keller (2 Wohnräume + 1 Bad). Im oberen Bad (wird neu gemacht) dann gleich Fußbodenheizung rein + Handtuchheizkörper. Heizkörper würden bleiben, die neuen Rohre würde er dann vom Boden in die Wand führen damit nix mehr "aus dem Boden" kommt.
    Vorhandene Heizkörper würden neue Ventile/Thermostate bekommen.

    Stört sich ne Fußbodenheizung an Trockenestrich? Für's Bad war nämlich Trockenestrich vorgesehen und (ohne es zu wissen) mache ich mir ein wenig Sorgen ob das denn wirklich Sinn macht?!

    Was meint ihr zu der Idee? Völliger Humbug?
     
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  10. Julius

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    Da Du den Beitrag von Achim entweder nicht gelesen oder zumindest nicht verstanden hast, nochmal:
    Wenn Du zuviel Geld hast, warum hast Du keinen Neubau errichten lassen?

    Wenn die Anlage bisher funktioniert hat - niemals!

    Anlage belassen, ggf. überprüfen lassen.
    Entweder spart man sich das Geld komplett oderr man investiert es in sinnvolle Maßnahmen (z.B. Verbesserung der Dämmung der Gebäudehülle).
     
  11. Julius

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    Das ist kein Problem, passiert nicht.
    Hast Du das Prinzip einer Einrohrheizung überhaupt verstanden?
     
Thema: Einrohrheizung im Bungalow - was tun damit?
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