elektr. Fußbodenspeicherheizung ?

Diskutiere elektr. Fußbodenspeicherheizung ? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo erstmal, mir liegt ein gutes Angebot für einen Bungalow BJ 2002 vor, der eine Überlegung wert ist :-) dieser verfügt über eine elektrische...

  1. #1 Audiboy0815, 7. Juli 2013
    Audiboy0815

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    Hallo erstmal, mir liegt ein gutes Angebot für einen Bungalow BJ 2002 vor, der eine Überlegung wert ist :-) dieser verfügt über eine elektrische Fußbodenspeicherheizung und elektr.Warmwasserbereitung, genaueres weis ich da jetzt nicht drüber, nun frag ich mich wie zeitgemäß ist sowas, bei den steigenden Strompreisen ;-) Fakten zum Haus, nicht unterkellert, Außenjalousien, gedämmt(genauen Wandaufbau erfahre ich noch), ist noch etwas entscheidend? Was meint ihr welcher jahresverbrauch in kwh erwartet einen da bei einem 3 personenhaushalt, zweitarifzähler ist vorhanden, ich fürchte ein sehr hoher? Eine echte Alternative zu dem verbauten Heizsystem sehe ich nicht wirklich, da kein gas vorhanden ist, öl auch ausfällt, da kein keller für die tanks, die FFB kann man dann eh nicht weiter nutzen, da diese ja rein elektrisch ist und nicht wasserführend ;-( ein Kamin ist denkbar aber es ist kein Schornstein vorhanden und ich bin mir nicht sicher wie die Steuerung der FFB reagiert zumal ja solche Systeme meist einen Thermofühler im Estrich haben und den Aussentemp.fühler und darüber sich regeln. Ich hoffe Ihr könnt mich ein wenig aufklären und ein wenig Licht ins dunkel bringen ,-)

    MfG
     
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  3. R.B.

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    Warum nicht den bisherigen Besitzer fragen? Dann hätte man zumindest mal einen Anhaltspunkt.

    Die Rechnung ist doch ganz einfach. Das Haus benötigt xx.xxx kWh p.a., und die müssen irgendwie erzeugt werden. Bei Gas reden wir beispielsweise von ca. 7Ct./kWh. bei Strom, selbst mit speziellem Tarif, im Durchschnitt von 21Ct./kWh. Was ist nun teurer? ;)

    Die ganzen Werbesprüche wie "keine Verluste" oder "Infrarot" usw. usw. können diesen Kostennachteil nicht kompensieren.

    Wenn schon (teuren) Strom verheizen, dann mit einer Wärmepumpe, so dass nur ein Teil der Wärmeenergie aus der "Steckdose" kommt. Den Rest liefert die Umwelt.

    Das Hauptproblem dürfte sein, dass man die Wärmeerzeugung nicht so einfach umstellen kann. Es fehlen ja Heizkörper, ein Leitungssystem usw. usw. Ein Kaminofen ist auch keine Rettung, denn der heizt nur den Aufstellraum. Um die Wärmeenergie auch für andere Räume zu nutzen, muss man die Wärme erst einmal verteilen, und dafür braucht es ein Leitungssystem.

    Vermutlich sind diese Nachteile aber bereits beim Kaufpreis berücksichtigt.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 Audiboy0815, 8. Juli 2013
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    ...naja die Idee mit dem Kamin war ja nur als ergänzendes heizsystem gedacht, vorallem für die Übergangszeiten und die zeit nachmittags um ein teures Nachheizen zur HT Zeit zu vermeiden! Also bleibt wohl nur den Strom selbst "zuernten" und zu verbrauchen oder generell ein alternatives heizsystem zu installieren.Für weitere Vorschläge und Meinungen bin ich immer zu haben ;-)
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Strom selbst ernten klingt zwar auf den ersten Blick ganz gut, ABER wenn man sich das genauer anschaut, wird man schnell feststellen, dass das so einfach nicht funktioniert.

    Leider hast Du Dich zu meiner Rückfrage (Stromverbrauch in der Vergangenheit) noch nicht geäußert, sonst hätte man zumindest mal einen Anhaltspunkt. Zum Haus selbst gibt es auch keine Infos, also bleibt nur die große Glaskugel.
    Bei so einem EFH kannst Du problemlos 15.000kWh p.a. für die Heizung versenken, je nach Gebäude (Größe, Dämmstandard usw.) und Nutzung auch mehr. Auch im Jahr 2002 wurden noch Häuser gebaut, die bei entsprechender Beheizung einen Heizwärmebedarf von 20.000kWh p.a. hatten. Diese 15-20.000kWh verteilen sich über das Jahr nicht gleichmäßig, sondern im Sommer ist der Bedarf 0kWh/Tag während an einem Wintertag schon mal 100kWh durch den Zähler rauschen.
    Wenn Du Strom selbst ernten möchtest, dann bräuchtest Du eine Quelle die idealerweise dann Energie liefert wenn das Haus auch Heizenergie benötigt. PV fällt da schon einmal flach, da müsste man sehr große Flächen und große Speicher aufbauen, denn im tiefsten Winter kannst Du die Sonnenstunden an einer Hand abzählen. Windenergie liefert zwar auch im Winter Strom, aber um die Leistung abzudecken wird schon ein sehr großes Windrad benötigt. So etwas scheitert schnell an einer Genehmigung, denn wir reden hier nicht von einem, kleinen Windrad mit vielleicht 1m Durchmesser, sondern da sind ganz andere Kaliber gefragt.
    Wasserkraft wäre noch eine Möglichkeit, aber nicht jeder hat einen Fluss oder zumindest Bach auf seinem Grundstück. ;)

    Ich wüsste jetzt nicht, wie Du den "Heiz"Strom sinnvoll selbst ernten könntest. Vielleicht ein privates AKW im Keller. :bounce:

    In meinen Augen gibt es nur 2 Optionen. Entweder das Haus so extrem dämmen, dass der Heizstrom bezahlbar bleibt, oder ein alternatives Heizsystem. Beide Varianten kosten erst einmal Geld, und das nicht zu knapp.
    Das Thema Kaminofen hatte ich ja bereits kurz angeschnitten. Die Kosten für einen wasserführenden Ofen mit allem drum und dran sind auch nicht zu verachten, und so lange Du das Holz nicht gratis bekommst, ist das Heizen mit Holz auch nicht gerade günstig. Na ja, im Vergleich zu der Strom-Direktheizung ist alles günstig.

    Aber ohne Details kann man jetzt beliebig spekulieren. Ich würde mir auf jeden Fall mal Gedanken über ein neues Heizsystem machen.

    Gruß
    Ralf
     
  6. PeterB

    PeterB

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    Das Klein-AKW ist schon bei Loriot durch die Decke geschmolzen. Wird also auch nicht lange im Keller bleiben ;-)
    Dsa war jetzt mal nix zum Problem.
     
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