Elektro- / Sanitärplanung in Ausführungsplan

Diskutiere Elektro- / Sanitärplanung in Ausführungsplan im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; Hallo zusammen, wer überträgt im Allgemeinen die Ergebnisse der Sanitär- und Elektroplanung in den Ausführungsplan? Da ja nie alle die gleiche...

  1. greentux

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    Hallo zusammen,

    wer überträgt im Allgemeinen die Ergebnisse der Sanitär- und Elektroplanung in den Ausführungsplan? Da ja nie alle die gleiche Software haben, erscheint mir das auf elektronischem Wege etwas schwierig (Murphy). Im Moment habe ich mit dem Elektriker im 1:50 Plan seine Komponenten eingezeichnet (also mit Bleistift). Soweit ich die HOAI verstehe, sollte der Planer die Ergebnisse nun wieder in den Ausführungsplan übertragen.
    Wie macht ihr das so?
     
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  3. #2 garfield1, 5. März 2010
    garfield1

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    Für den Datenaustausch hat Autodesk mal das DXF-Format erfunden.
    Der Planer sollte nicht die Ergebnisse des Elektrikers übertragen, sondern eine Planung machen - in Deinem Fall meinst Du einen Fachplaner Elektro. Der Architekt macht das nicht, schon weil er es fachlich gar nicht kann - im Normalfall.
     
  4. greentux

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    Ok, nochmal anders.
    Elektro wurde geplant! Die Frage ist nun. Sollte man das alles in einem Plan halten (verschiedene Ebenen) oder hat man im Allgemeinen dann zwei Pläne.
    Ich stells mir halt schon schwierig vor, wenn man hier und da baulich noch eine Kleinigkeit ändert, aber die Auswirkungen auf Elektro/Sanitär nicht "sieht". Anders herum kann - da die Elektroplanung ja nicht mal eben an einem Wochenende erfolgt - beim Import dann Auffallen, das der Hausplaner schon hier und da wieder was verändert hat.
    Ich hoffe, das ist verständlich :)
    Bei uns in der Softwareentwicklung gibt es auch ein Repository, in welchem alle ihren Code einchecken. Wenns dabei Probleme gibt, muß immer der diese lösen, der als Letzter kommt.
    Von daher: habt ihr im Allgemeinen mehrere Pläne oder einen Plan, in dem in Ebenen die anderen Sachen enthalten sind?

    DXF und Austausch funktioniert tlw. schon bei Versionsupdate der SW des Erfinders bescheiden...
     
  5. ManfredH

    ManfredH Gast

    Im Prinzip schon richtig.
    Wobei aber "Ergebnisse" nicht die gesamte haustechnische Fachplanung bedeutet, sondern nur die baulichen Erfordernisse, die sich aus der Haustechnik ergeben, also beispielsweise Schlitze, Aussparungen, Schächte usw..
    Sicher wird man i.d.R. auch wesentliche Teile der Technik-Anlage im Architekten-Werkplan darstellen, wie z.B. Heizkessel, Lage von Hauseinführungen oder Verteilerkästen etc., nicht aber die gesamte Haustechnik-Planung mit sämtlichen Installationen und Leitungsführungen. Das bleibt in eigenen Plänen der jeweiligen Haustechnik-Sparten.
     
  6. greentux

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    und grade wenn man da die Schlitze mit in den Archi-Plan mit aufnimmt, wärs doch besser, wenn der Rest auch drin wäre.
    Vermutlich war es in Zeiten von gezeichneten Plänen (liegen noch gar nicht so lange zurück, wenn mir Kollegen ihre Hausunterlagen mal zeigen) eben nicht üblich, die Technik mit zu erfassen.
    Das Thema Haustechnikplaner hatten wir ja auch schon. Ist im EFH Bereich nicht allzu üblich.
     
  7. fmw6502

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    gehst Du davon aus, daß im EFH jede Leitung vorher genau geplant wurde? Wenn es gut läuft gibt es eine Grobplanung mit Abstimmung der Gewerke, was dann die Gesellen auf der Baustelle dann manchmal daraus machen :yikes

    Gruß
    Frank Martin
     
  8. greentux

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    Ich bin für Erfahrungen dankbar. Wie wars denn bei Dir?
    Waren die Steckdosen bereits im Plan oder sind diese im Rohbau dann geplant worden?
    Sachen wie Heizkreisverteiler, E-Schrank, etc. waren schon im Plan?
     
  9. fmw6502

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    Auf Wunsch eines Einzelnen :)

    Das energetische Konzept und die Haustechnik dazu war ein großer Bestandteil aller unserer Planungsdiskussionen von Anfang an, so daß im Rohbauplan schon alle Deckenaussparungen, Wanddurchbrüche, Aufbauorte der Technikkomponenten, Vorhalte für Rohrleitungen, Technikschacht etc. vorhanden waren.
    Die Feinplanungen haben die einzelnen Gewerke auf dem 1:50 Werksplan gemacht, zB Sanitär mit rot und blauen Stift für Wasser. Diese Ergebnisse wurden vom Planer (und BH) auf Konflikte überprüft und ggfs. durchdiskutiert.
    BH hat auch Plan wg. Elektroinstallation (wo wir was haben wollen etc.) gemacht. Wir haben dazu OO-Draw benutzt. Ein Layer war der 1:50 Plan, auf weiteren Layer Strom, Kommunikation etc. aber ohne Verrohrung.
    Vor der Umsetzung im Bau haben noch Layer für Wasser, Lüftung, Heizung dazu genommen, so daß Probleme leicht sichtbar waren. War zwar keine technische Zeichnung aber hinreichend für die Zwecke. Als Alternative kann man auch Butterbrotpapier nehmen ;)
    Kleinere Umplanungen bzw. Korrekturen sind dann auch während Rohbauphase erfolgt.

    Gruß
    Frank Martin
     
  10. #9 garfield1, 7. März 2010
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    Der Architekt macht seinen Ausführungsplan unter anderem für den Rohbauer. Aussparungen, Durchführungen u.ä. die der Maurer sinnvoll anlegen kann, sollten mit drin sein.
    Schlitze für Kabel oder Bohrungen für Steckdosen eher nicht. Eine überraschende Kabelkreuzung löst auch der Elektrist vor Ort.
    Interessant wird die Konfliktsuche bei solchen Sachen wie Lüftung oder Abwasserleitungen mit großem Durchmesser.
    Im EFH-Bereich macht sich da - leider - vorher meist keiner Gedanken, weil diese Teilbereiche meistens mangels Planung wirklich von den Gesellen auf der Baustelle entschieden werden.
    Layer (oder Ebenen sind gut und schön), die kannst Du auf der Baustelle aber keinem in die Hand drücken. Wenn Haustechnik und Kanäle ins Spiel kommen, bräuchte man eigentlich eine 3D-Planung des Rohbaus und der Haustechnik, die man übereinander legt. Ein Programm, dass das kann, kenne ich nicht.
     
  11. fmw6502

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    Die Gewerke haben natürlich nicht nach der OO-Draw-Skizze gearbeitet, sondern nach ihren eigenen. Es war aber sehr gut im Vorfeld alles pragmatisch zusammen zu fahren und mit etwas Vorstellungskraft Probleme zu erkennen und zu diskutieren.
    3D Rohrleitungsplanung kenn ich nur aus dem (Groß-) Anlagenbau. Soweit sind wir mit EFHs aber noch nicht ;)

    Gruß
    Frank Martin
     
  12. greentux

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    Danke Frank. Das klingt doch schon ganz praktikabel.
    Erlaube mir noch zwei Fragen :)
    a) hast Du den Grundriß irgendwie ins Draw importieren können oder hast Du den nachgezeichnet? Das Autocad des Architekten kann ja sicher einiges exportieren...
    b) gibt es eine sinnvolle Symbolsammlung für Draw? E-Symbole usw?

    sagt mir, das es alle anderen eher auf der Baustelle machen...
    Ist ja auch eine Aussage.
     
  13. fmw6502

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    Den reduzierten Plan haben wir als PDF bekommen, zuvor hatten wir mit DXF experimentiert. Das PDF liegt als im eigenen Layer, die Zeichnung insgesamt ist (nahezu) maßstabsgerecht: Pläne ohne Haustechnik

    Die wichtigsten notwendigen Elektrikzeichen hat die Bauherrin mal eben als OO Symbole gemalt. Rohrleitungen sind einfache Striche, es geht ja dort uns nur um das Erinnern in ein paar Jahren.

    Gruß
    Frank Martin
     
  14. greentux

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    na perfekt. kaum hatte synaptic das pdf plugin installiert, war der grundriß importiert. wie wärs mit einer forumssammlung elektrozeichen? :)
     
  15. #14 greentux, 7. März 2010
    Zuletzt bearbeitet: 7. März 2010
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    Die "freie-schaltzeichen" Extension für OO hats gebracht.
     
  16. fmw6502

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    na dann viel Spaß beim Hilfsplanen/Dokumentieren :winken

    Gruß
    Frank Martin
     
  17. greentux

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    Danke, wenn ich Fragen habe, werde ich versuchen, auf Deine Erfahrung zurückzugreifen. Aber schon komisch, das es sonst niemanden gibt...
    Ich muß mal den Herrn Planer fragen, wie er das sonst handhabt. Da war ich beim letzten Planungsabend wohl schon etwas müde...
     
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  19. #17 luemmelchris, 9. März 2010
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    Also ich habe gerade meine Elektroplanung (auf Papier, wie gewünscht) meinem Haushersteller geschickt, dieser braucht sie für die Elektrovorplanung und die Leerrohrverlegung und die Schalteraussparungen. Ich bin auch gespannt, was da rauskommt..
     
  20. #18 Ralf Dühlmeyer, 9. März 2010
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    Nicht sollten!! Was planbar ist, gehört rein!

    Quatsch! Auch über so etwas muss vorher nachgedacht worden sein.

    Dafür kriegt der Planer sein Geld (egal welcher).

    Quatsch. Das mag für Planer gelten, die sich Architekt nennen, aber keine sind. UNd für die Pfeiffen, die es in jedem Job gibt.
    Für alle anderen ist es so, dass es in der Planung eben so etwas zu klären gilt!
    Auch dafür gibts das Geld.
    Der Geselle hat auszuführen, nicht zu planen!!!!

    Ne, aber Pläne mit Angaben!!!!

    Quatsch! Dafür reicht ein durchschnittliches räumliches (= dreidimensionales) Vorstellungsvermögen und durchschnittlicher Verstand völlig aus. (Mehr schadet nicht :D)
    Wer so denkt, findet irgendwann nicht mal mehr den Weg zum Klo im eigenen Heim ohne Navi auf dem Palm. :mauer Und muss da dann die Anleitung zum Hose aufmachen downloaden.
    Bloß nicht selber denken. Denn dann fehlt ja die Ausrede: Das hat die Software aber so vorgegeben. :irre
     
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